Cap Allon
Eine neue Veröffentlichung in Weather and Climate Dynamics kommt zu dem Schluss, dass die stärksten Erwärmungsschübe Grönlands im 20. und 21. Jahrhundert eher mit Veränderungen in der großräumigen atmosphärischen Zirkulation – also dem Faktor „Woher kommt die Luft?“ – zusammenhängen als mit dem Anstieg des CO₂-Gehalts. [Meteorologisch formuliert: Die Advektion unterschiedlicher Luftmassen bestimmt den Temperaturverlauf. A. d. Übers.]
Anhand von fünf langjährigen Aufzeichnungen von Küstenstationen identifizieren die Autoren zwei deutliche Erwärmungsperioden.
1) 1922–1932 erwärmt sich Grönland an allen Stationen um +2,9 °C.
2) 1993–2007 erwärmt sich die Insel um +3,1 °C.
Um die Ausschläge zu erklären, klassifizieren sie die täglichen Wetterlagen über Grönland anhand der Höhenverteilung der 500-hPa-Fläche (20CRv3-Reanalyse) und einer Clustering-Methode (selbstorganisierende Karten). Anschließend verknüpfen sie jede Wetterlage mit lokalen Temperaturabweichungen an einem Standort in Westgrönland auf dem Gletscher Qaamarujup Sermia.

(a) Karte von Grönland mit den verwendeten Küstenwetterstationen (rot) und dem Hauptuntersuchungsgebiet in Westgrönland (gelb). Das blaue Feld markiert das Gebiet, das auf großräumige Windmuster hin untersucht wurde. (b) Nahaufnahme des Gletschers Qaamarujup Sermia mit der lokalen Wetterstation.
Der Zusammenhang ist über den gesamten Datensatz hinweg konsistent: Bei südlicher Strömung tendieren die Temperaturen nach oben, bei nördlicher Strömung oder Abwind tendieren sie nach unten.
Der Hauptunterschied zwischen den beiden Erwärmungsperioden liegt in der Zirkulationsmischung. Die Erwärmung zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist durch zyklonale Muster gekennzeichnet, während die Erwärmung am Ende des 20. Jahrhunderts durch eine stärkere südwestliche Advektion geprägt ist.
Kurz gesagt: Die Erwärmungsspitzen in Grönland folgen den Veränderungen der großräumigen Wetterlagen – und nicht dem CO₂.
Link: https://electroverse.substack.com/p/california-drought-free-polar-vortex?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Anmerkungen des Übersetzers dazu: Diese Abhängigkeit des Temperaturverlaufs von der jeweiligen Wetterlage gilt natürlich für alle Gebiete der Mittleren Breiten, nur dass es hier mal näher untersucht worden ist. Kowatsch & Baritz haben ja immer wieder auf den „Temperatursprung“ Mitte der 1980er Jahre hingewiesen – und auf die gleichzeitige Häufung von Südwest-Wetterlagen in Mitteleuropa. Die Frage lautet in unserem Fall also nicht, warum es wärmer wird, sondern: welche Ursache hat die Häufung von Wetterlagen, die bei uns IMMER sehr mildes/warmes Wetter bringen?
Climate hoax, not Greenland, melting: Greenland was 3-7°C warmer and far less iced-over than today 6000-8000 years ago, reports new Nature study.
A large portion of the Greenland ice sheet that is today over 500 meters thick did not exist during the early- to mid-Holocene.… pic.twitter.com/Ovr0aUDGdP
— Steve Milloy (@JunkScience) January 13, 2026
















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"