Cap Allon
Und hier erneut ein Blick von außerhalb auf die Energiepolitik hierzulande. A. d. Übers.
Die Strompreise in Deutschland sind nach einem Einbruch der Windenergieerzeugung um das Neunfache in die Höhe geschnellt.
Am 24. Oktober erreichte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien laut Fraunhofer-Diagrammen einen Rekordwert von 114,8 % des deutschen Strombedarfs. Der Großhandelspreis für Strom lag im Durchschnitt bei nur 30,12 €/MWh und fiel am folgenden Tag auf 13,12 €/MWh.
Dies wurde als Triumph für die Politik im Bereich der erneuerbaren Energien gefeiert.
Dann ließ der Wind nach.
Zwischen dem 29. Oktober und dem 1. November deckten erneuerbare Energien durchschnittlich nur 29,7 % des Bedarfs, während die Großhandelspreise auf 272,70 €/MWh stiegen – das Neunfache des Niveaus vom 24. Oktober.
Die Windenergieerzeugung brach während der Flaute von 46,5 GW am 24. Oktober auf etwa 4–5 GW täglich ein, was einem Rückgang von rund 90 % entspricht.
Am 29. Oktober lag der Großhandelspreis für Strom im Durchschnitt bei 314,85 €/MWh, wobei einzelne 15-Minuten-Preise 570 €/MWh überstiegen.
Der Druck hielt an. Am 4. November lag der Großhandelspreis für Strom immer noch bei atemberaubenden 248,99 €/MWh im Durchschnitt.
Kohle- und Gaskraftwerke wurden hochgefahren, um die Lücke bei den erneuerbaren Energien zu schließen.
Dies macht einmal mehr und in Echtzeit das Problem mit Wind- und Solarenergie deutlich: Deutschland bezahlt für zwei Stromsysteme. Das eine läuft, wenn das Wetter mitspielt; das andere muss verfügbar bleiben, wenn dies nicht der Fall ist. Beide erfordern Investitionen, Wartung und Infrastruktur, doch die Kosten für die Reserveversorgung und die Netzintegration fehlen in den Schlagzeilen-Zahlen, mit denen für erstere geworben wird.
[Hervorhebung im Original]
Weitere Kosten werden ignoriert, darunter der Netzausbau, die Bezahlung von Stromerzeugern für die Drosselung von Überschussstrom sowie die Entschädigung konventioneller Kraftwerke für deren Bereitschaftsdienst. Im Jahr 2025 gab Deutschland allein für die Bewältigung von Netzengpässen 3,08 Milliarden Euro aus.
Ein weiterer Kostenfaktor sind die Umweltkosten, nämlich die energieintensive Fertigung – ein Großteil davon im kohlebefeuerten China –, der internationale Transport, der Austausch von Bauteilen und, schlimmer noch, die Deponierung von Turbinenflügeln und Solarmodulen nach 15 bis 25 Jahren.
Wind und Sonnenlicht mögen kostenlos sein. Das erforderliche System, um sie nutzbar zu machen, ist es jedoch keineswegs.
Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-freeze-hits-southern-australia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

















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