Meldung vom 23. Juli 2026:
Der Angstmache um den AMOC-Zusammenbruch entgegen treten
Klima-Chaoten warnen weiterhin davor, dass die meridionale Umwälzströmung im Atlantik AMOC – das Strömungssystem, das tropische Wärme in Richtung Europa transportiert – kurz vor einem katastrophalen Zusammenbruch steht.
Ein umfassender Überblick in der Fachzeitschrift „Science“ kommt jedoch zu dem Schluss: „Die Meeresströmung, die Europa erwärmt, ist möglicherweise widerstandsfähiger als angenommen.“
In mehr als zwei Jahrzehnten direkter Messungen konnte bislang kein statistisch signifikanter Rückgang festgestellt werden, der auf die „globale Erwärmung“ zurückzuführen wäre.
Das RAPID-Messnetz verzeichnet seit 2004 Schwankungen zwischen Abschwächung und Erholung (siehe Grafik unten), während das nördliche OSNAP-Messnetz seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 2014 keinen Rückgang festgestellt hat:

Graphik: RAPID-Schätzungen zur Stärke der AMOC bei 26,5° N zeigen seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 2004 wiederholte Phasen der Abschwächung und Erholung.
Die bisherige Theorie ging davon aus, dass die Erwärmung und das Schmelzwasser aus Grönland den Nordatlantik versalzen, das Absinken von dichtem Wasser verhindern und schließlich die Zirkulation zum Erliegen bringen würden. Die Ozeanographin Susan Lozier sagt, dass dieses vermeintliche Paradigma „nicht mehr haltbar ist“.
Auch neuere Modelle widerlegen diese Weltuntergangsszenarien. Simulationen, bei denen die Temperaturen um 7 °C stiegen ergaben, dass sich die AMOC zwar um etwa 40 % abschwächte, aber dennoch nicht zusammenbrach – und sich wieder erholte, sobald die Erwärmung aufhörte.
Auch die paläoklimatische These verliert an Bedeutung. Neue Sedimentbefunde deuten darauf hin, dass die AMOC möglicherweise selbst während der enormen Süßwasserzuflüsse, die mit dem Ende der letzten Eiszeit einhergingen, nicht zum Erliegen gekommen ist. Die Forscher stellten kaum Veränderungen in ihrer Stärke fest und kamen zu dem Schluss, dass sie sich möglicherweise sogar beschleunigt hat.
Die AMOC kann erheblichen Schwankungen unterliegen und an Stärke verlieren. Der derzeit beobachtete Rückgang ist jedoch statistisch nicht signifikant, steht nicht eindeutig im Zusammenhang mit der leichten Erwärmung seit dem Kleinen Eiszeit (LIA) und erfordert ein weiteres Jahrzehnt an Messungen, bevor sich ein verlässlicher Trend feststellen lässt.
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Meldung vom 24. Juli 2026:
Zu viele Eisbären
Die Zahl der Eisbären hat in den letzten 60 Jahren dramatisch zugenommen.
In Nunavut heißt es im offiziellen Managementplan, dass der Anstieg dort sowohl durch Beobachtungen der Inuit als auch durch wissenschaftliche Studien zu den Teilpopulationen des Territoriums bestätigt wird. Bären, die früher nur selten gesichtet worden waren, nähern sich nun regelmäßig Siedlungen. Ein Ältester erinnerte sich daran, dass er als Kind keinen einzigen gesehen habe, heute jedoch bis zu 40 pro Jahr.
Die Regierung gibt an, dass die Bestände inzwischen die Zahl überschritten haben, mit der die lokale Bevölkerung sicher koexistieren kann. Ihr Plan sieht ausdrücklich vor, dass die Bärenpopulation „reduziert“ werden darf – was natürlich nicht ganz zur offiziellen Darstellung passt.
Im Juni 2026 evakuierte die Polizei den Sylvia-Grinnell-Territorialpark in der Nähe von Iqaluit, nachdem ein großer Eisbär in der Nähe von Besuchern aufgetaucht war. Wildhüter erschossen ihn. Bei einem separaten Vorfall in Grise Fiord versuchten Beamte wiederholt, einen Bären mit Knallkörpern und Gummigeschossen zu vertreiben. Er kehrte innerhalb von vier Tagen sechs Mal zurück, bevor ein örtlicher Jäger ihn erschoss.
Im August 2024 griffen zwei Eisbären einen Mitarbeiter einer abgelegenen Radarstation auf Brevoort Island an und töteten ihn. Andere Mitarbeiter eilten herbei und erschossen eines der Tiere. Im selben Jahr drang ein Eisbär in die Innenstadt von Kuujjuaq ein, jagte einen Mann in dessen Haus und bewegte sich auf eine Menschenmenge zu. Auch hier erschossen ein örtlicher Jäger und die Polizei das Tier.
Dies sind keine Einzelfälle. In der gesamten Arktis wurden zwischen 2020 und 2025 durchschnittlich 70 Eisbären pro Jahr zur Verteidigung von Leben oder Eigentum getötet.
Die Märchenversion lautet, dass die Eisbären wegen des Klimawandels verschwinden.
In Wirklichkeit müssen Behörden und Anwohner sie erschießen, weil es zu viele von ihnen gibt.
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Meldungen vom 13. August 2026:
Great Barrier Reef: Die fünf besten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen
Das Great Barrier Reef hat erneut ein starkes Jahr hinter sich: Im Norden und im Zentrum erholt sich die Korallenbedeckung, während sie im Süden weitgehend stabil bleibt.
Die neue Erhebung des Australian Institute of Marine Science für den Zeitraum 2025–26, veröffentlicht am 11. August, umfasste 121 Riffe.
Die Hartkorallenbedeckung im nördlichen Teil des Great Barrier Reef stieg von 30 % auf 35,1 %, während sie im zentralen Teil von 28,6 % auf 31,6 % zunahm. Im südlichen Teil des Great Barrier Reef ging sie geringfügig von 26,9 % auf 26,4 % zurück – eine Veränderung, die laut AIMS innerhalb der Fehlermarge liegt.
Von den 121 Riffen verzeichneten nur 16 % einen Rückgang der Korallenbedeckung, bei 56 % gab es keine Nettoveränderung und bei 28 % war ein Anstieg zu verzeichnen.
Laut AIMS deuten die Ergebnisse auf den Beginn einer Erholung von einem Bleicheereignis im Jahr 2024 hin; die Behörde fügt hinzu, dass Bleicheereignisse „nicht immer zum Absterben der Korallen führen“ – eine Aussage, die es niemals in den „Guardian“ schaffen wird.
Noch unbequemer ist, dass AIMS einst neben seinen regionalen Zahlen eine einzige, das gesamte Riff umfassende Zeitreihe zur Korallenbedeckung veröffentlichte. Heute berichtet die Behörde getrennt über die nördliche, zentrale und südliche Region. Wir können diese ältere Zeitreihe jedoch anhand der drei aktuellen regionalen Datensätze von AIMS fortsetzen, und dabei zeigt sich, dass die Jahre 2022 bis 2026 die fünf höchsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen zeigen:
Bereits im Jahr 2014 veröffentlichte „The Guardian“ den Artikel „Das Great Barrier Reef: ein Nachruf“, in dem davor gewarnt wurde, dass die Lage „dramatisch“ sei und die Emissionen radikal und schnell gesenkt werden müssten, damit das Riff überleben könne.
Zwölf Jahre später ist das Riff nicht nur immer noch da, sondern es gedeiht sogar prächtig.
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Die Zensurpraktiken des britischen Klima-Ausschusses
Laut der ehemaligen Energieministerin Claire Coutinho hat der offizielle Klimaberater Großbritanniens versucht, Kritik an seinen Kostenannahmen für Offshore-Windenergie im Keim zu ersticken.
Coutinho, konservative Abgeordnete für East Surrey und derzeitige Schattenministerin für Energiesicherheit und Netto-Null, erhob diesen Vorwurf kürzlich in einem Interview mit der „Free Speech Union“: „Sie haben versucht, mich zum Schweigen zu bringen. Das war unglaublich“, sagte sie.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand das Climate Change Committee (CCC), das gesetzlich eingesetzte Gremium, dessen Empfehlungen die britische Klima- und Energiepolitik mitbestimmen.
In seinem siebten Kohlenstoffbudget ging das CCC davon aus, dass Offshore-Windenergie im Jahr 2030 etwa 38 £/MWh kosten würde. Coutinho wies auf einen unbequemen Vergleich mit der Realität hin: Bei der „Contracts for Difference“-Auktion der Regierung wurden im Jahr 2024 feste Preise für Offshore-Windenergie von rund 82 £/MWh vergeben – mehr als doppelt so viel wie der vom CCC genannte Wert.
Coutinho wandte sich schriftlich an den Ausschuss und fragte, wie diese Diskrepanz zu rechtfertigen sei. Die Antwort des CCC lautete, dass die beiden Zahlen unterschiedliche Größen messen: Der Wert von 38 £ sei eine prognostizierte Stromgestehungskosten (LCOE), während die CfD-Ausübungspreise garantierte Vertragseinnahmen seien, die unterschiedliche Risiken, Bedingungen und politische Erwägungen berücksichtigen.
Auch wenn diese Unterscheidung technisch gesehen legitim ist, war Coutinhos Kritik weitreichender: Die tatsächlichen Kosten für den Bau von Offshore-Windparks entwickelten sich eindeutig in die falsche Richtung, während offizielle Modelle weiterhin spektakulär günstigen Strom prognostizierten. Laut Coutinho beschwerte sich das CCC bei „The Telegraph“ und forderte Änderungen, als sie dieses Argument anschließend in einem Artikel vorbrachte.
Sie weigerte sich, nachzugeben.
Einige Monate später gaben dann die Zahlen der Regierung selbst Coutinho Recht.
Im Januar 2026 bezifferte DESNZ die Kosten für feststehende Offshore-Windkraft im Jahr 2030 auf etwa 103 £/MWh – im Gegensatz zur Annahme der CCC von 38 £/MWh. Bei beiden handelte es sich nun um Schätzungen der Stromgestehungskosten, was die frühere Verteidigung der CCC widerlegte, Coutinho habe unvergleichbare Zahlen miteinander verglichen.
Die zugrunde liegende Untersuchung von DESNZ bezifferte zudem die aktuellen LCOE für Offshore-Windenergie auf 88,50 £/MWh, was mehr als dem Doppelten der vorherigen Schätzung entspricht.
„Anstatt … herauszufinden, ob es stimmte“, sagte sie, „war ihr erster Impuls, eine demokratisch gewählte Politikerin zum Schweigen zu bringen.“ Coutinho fragte sich daraufhin, ob die CCC häufig Personen zensiere, und reichte daher einen Antrag auf Informationsfreiheit ein, um dies herauszufinden. „Das tun sie“, sagte sie. „Und das ist nicht ihre Aufgabe. Ihre Aufgabe ist es, die Regierung zu beraten, nicht herumzulaufen und Leute zu zensieren.“
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Eine Meldung vom 14. August 2026:
Die weltweite Brandfläche erreicht 2026 einen Rekord-Tiefstand
Bis zum 12. August lag die weltweit von Bränden betroffene Fläche im Jahr 2026 unter den Werten aller Jahre im Satellitenaufzeichnungszeitraum 2012–2025 – etwa 42 % unter dem Durchschnitt dieses Zeitraums.
Die Daten stammen aus dem Global Wildfire Information System (GWIS) der EU, das auf MODIS/VIIRS-Satellitenbeobachtungen basiert.
Lokale Katastrophen ändern nichts an diesem globalen Gesamtbild.
…
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE


















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Ist da nicht ein Fehler unterlaufen oder zu ungenau formuliert?
Schmelzwasser ist Süsswasser und veringert den Salzgehalt.
„Seit einigen Jahrzehnten aber beobachten Forscher eine Zunahme des Süßwasseranteils im Nordpolarmeer, während das Wasser im Nordatlantik salzreicher wird.
Wie alle Wassermassen des Arktischen Ozeans wird auch das salzarme Oberflächenwasser südwärts über die Davisstraße, die Framstraße oder aber das Europäische Nordmeer in den Nordatlantik transportiert und verdünnt dessen Wassermassen.
Eine entsprechende Menge an Süßwasser könnte also unter Umständen dazu führen, dass das Nordatlantikwasser trotz seiner großflächigen Abkühlung nicht mehr schwer genug ist, um weit genug abzusinken und als Tiefenwasser zurück Richtung Äquator zu wandern.“
[worldoceanreview.com/de/wor-6/die-auswirkungen-des-klimawandels-auf-die-polarregionen/die-pfade-der-waerme/schwaecht-mehr-suesswasser-im-arktischen-ozean-den-golfstrom/]
MfG
Natürlich sind Statistiken interessant.
Wie sich also die AMOC verhält, ist interessant, ob die Eisbärenpopulation zu- oder abnimmt, ist interessant, wie sich die Korallen im Great Barrier Reef verhalten, ist interessant, ob es versuchte Zensur im britischen Parlament bzgl. Stromgestehungskosten gibt, ist interessant und auch, wie die sich die weltweite Waldbrandstatistik 2026 flächenmäßig entwickelt, im konkreten Fall offenbar nach unten, ist interessant.
Insgesamt sind all das aber nur „Metathemen“ zur einzigen grundsätzlichen Frage, und die lautet, kann eine Zunahme von CO₂ in der Atmosphäre die Erde, oder konkreter, die Atmosphäre in ca. 2 m Höhe, mengenproportional erwärmen?
Wenn CO₂ das könnte, müßte CO₂ in der Lage sein, auf irgend eine Weise mehr Energie, weil mehr Wärme ist mehr Energie, aus der Sonnenbestrahlung herauszuholen, als in dieser Bestrahlung enthalten ist. Eine additive Mehrfachnutzung ein und derselben Sonnenenergie wird aber bekanntlich physikalisch durch das Prinzip der Energieerhaltung ausgeschlossen. Was zur bisher für mich unbeantworteten Frage führt, woher sollte das zusätzliche CO₂ diese zusätzliche Energie hernehmen?
Alle THE-Versteher sind hiermit also aufgerufen, eine physikalisch belastbare Antwort zu geben! Vielen Dank vorab!
Gehen Sie nachts vor die Tür, nehmen einen Spiegel und halten ihn über eine Lampe, die Spiegelfläche zur Lampe gerichtet.
Wird es nun am Fleck, wo Sie stehen, heller? Generierte der Spiegel zusätzliche Energie?
Sie schlagen hier ein Experiment vor, das die Fragen, die vom Foristen formuliert wurden, gar nicht bestätigen bzw. widerlegen könnte.
Sie Scherzkeks, Sie. 😉
Glauben Sie etwa, ein Spiegel „produziert“ neue Energie?
Der Spiegel lenkt nur jene Lichtenergie, die sonst irgendwo in die Finsternis gegangen wäre, an eine andere Stelle um! Sie könnten auch versuchen, mit mehreren Spiegeln das Licht an eine gemeinsame Stelle zu spiegeln und zu testen, ob es dort mit jedem weiteren Spiegel heller wird?
Die einzige und auch in der Realität z. B. bei klassischen Autoscheinwerfern praktizierte Methode ist, hinter einer kugelförmig strahlenden Lampe einen parabolischen Spiegel zu platzieren, bei dem sich die Lampe im Brennpunkt befindet. Damit kann man annähernd parallel gerichtetes Licht nach vorne erzeugen, um die Ausleuchtung der Straße zu steuern.
Was Sie sicher nicht können, ist, bei einer thermischen Abstrahlung von einer z. B. durch Sonnenbestrahlung 36°C warmen Oberfläche einen geringen Teil in der Atmosphäre zu absorbieren, von dem geringen Teil die Hälfte dann diffus zur Oberfläche zurückzustrahlen und zu glauben, dadurch würde die Oberfläche wärmer als 36°C!
Wenn Sie sowas könnten, hätten Sie damit alle Energieprobleme auf Erden ein für allemal genial gelöst …
Viel Text, wenig verstanden.
Wen wundert’s?
…..😂. Vielleicht lassen Sie es sich vortanzen… 🕺
Hanemann verorte ich eher bei Ihnen.
stefan strasser 17. August 2026 17:09
Wie weit sind Sie mit Ihrem Studium der Physik der Atmosphäre auf Universitäts-Niveau? Sie haben ja zwei Bücher vorliegen, in denen erklärt wird, wie die höheren Temperaturen entstehen. Die Erklärungen, die Ihnen hier gegeben werden, akzeptieren Sie ja doch nicht ….
Leon, Sie fühlen sich offenbar angesprochen?
Na ja, ich akzeptiere gerne alle Theorien, die mit den bekannten Gesetzen der Physik im Einklang stehen, speziell mit denen der Energieerhaltung!
Bisher kam mir allerdings noch keine solche Theorie unter. Auf „meiner Seite“ verbuche ich z. B. die Tatsache, daß es bisher auch noch niemandem gelang, einen Wert für ECS (Equlibrum Climate Sensitivity) für CO₂ zu ermitteln! Auch nicht von anderen Gasen!
Es gibt nicht einmal eine semantische Erklärung, wie man sich die Erwärmung der Luft in 2 m Höhe vorstellt. Und Behauptungen sind für mich natürlich keine Erklärungen! Behauptungen gibt es alle mögliche, etwa auch KT97 …
stefan strasser 18. August 2026 1:28
Haben Sie die Bücher, nach denen Sie immer wieder gefragt haben und die es Ihrer Meinung nach gar nicht gibt, gelesen oder nicht? Wenn Sie die nicht lesen, kann Ihnen auch keine Theorie unterkommen.
Sie kennen Happers Artikel und Vortrag. Verstiess der Ihrer Meinung auch gegen die Energieerhaltung oder andere Gesetze der Physik? Verstößt die Erwärmung, die Schnell/harde experimentell nachwiesen, gegen die Energieerhaltung oder andere Gesetze der Physik?
Ihre eigenen Berechungen auf Basis des Energieerhaltungssatzes deuteten Ihnen an, dass die Sonnenenergie bei direkter Abstrahlung der Oberfläche ins All nicht ausreicht, um die im Mittel 15°C zu erklären.
Stichwort Buch:
In einem „Springer Lehrbuch“ mit dem Titel: „Grundkurs Klima“ (ISBN 978-3-662-48192-9) ist die beigefügte Grafik abgebildet. Wie in vielen anderen ähnlichen Grafiken wird nicht mit Energie sondern mit Momentanleistung W/m² argumentiert. Aber nehmen wir einmal an, es handelt sich um einen stationär eingeschwungenen Zustand. Sie soll offenbar das Prinzip erklären.
Es kommen links oben von der Sonne gerichtete 240 W/m² zur Atmosphäre und gehen durch sie durch bis zur Erde. Die Erde bekommt also 240 W/m² „Strahlungsgenuß“ und soll sich nun dadurch offenbar so stark erwärmen, daß sie selbst in der Lage ist, 480 W/m² gerichtet nach oben abzustrahlen. Diese 480 W/m² werden sodann zur Atmosphäre gestrahlt und dort in zwei Teile zu je 240 W/m² zerlegt. Ein Teil kommt zurück zur Erde, ein anderer geht zurück zur Sonne. Offenbar alles auch gerichtete Strahlungen?
Im Text wird nun behauptet: „die Gegenstrahlung der Atmosphäre ist genauso groß wie die Nettostrahlung von der Sonne;“ und: „Diese Verdoppelung des Strahlungsgenusses der Erdoberfläche ist die eigentliche Ursache für den Treibhauseffekt“.
Was soll man dazu sagen? Dem gesamten System wird links oben nur eine einzige echte Leistung von 240 W/m² zugeführt. Mehr steht nicht zur Verfügung, von wegen „Verdoppelung“! Es ist also vollkommen unmöglich, daß sich aus dieser Einzelleistung energetisch das entwickeln kann, was dargestellt ist, außer natürlich durch Zauberei! Die zugeführten 240 W/m² können idealisiert eine Temperatur von -18°C an der Erde erzeugen. Alles andere ist unphysikalischer Humbug. Woher soll die Atmosphäre aus dem Nichts eine zusätzliche nach unten gerichtete Gegenstrahlung von 240 W/m² generieren? Abgesehen davon würden sich 2 x 240 W/m² an der Oberfläche auch nicht zu 480 W/m² addieren, weil eine Erwärmung nur möglich ist, wenn eine höhere Temperatur der Treiber wäre. Wenn zwei virtuelle Körper mit identischen -18°C (->240 W/m²) gleichzeitig die Erde anstrahlen, wird die Erde dadurch keine +30°C (480 W/m²) bekommen!
Es ist also alles energetischer Unsinn, was dargestellt ist! Offenbar auch angelehnt bzw. vereinfacht plagiiert von Trenberth/Kiehl 97 …
Zu Happer, Schnell und anderen: Es geht immer um eine Energiebilanz über mindestens 24 Stunden unter erdanalogen Bedingungen! Erdanalog bedeutet, an jedem Punkt wiederholen sich fortlaufend ca. 12 Stunden Energiezufuhr und 24 Stunden Energieabgabe.
All diese Beispiele zeigen doch eindeutig, eine konsolidierte, resultierende, allgemein anerkannte und beliebig belastbare Theorie existiert offenbar nicht! Und genau das sage ich …
„Die zugeführten 240 W/m² können idealisiert eine Temperatur von -18°C an der Erde erzeugen.“
Können sie das tatsächlich? Wenn „idealisiert“ eine Gleichsetzung der methodisch falschen Anwendung einer allseits bekannten Gleichung einher geht, sicher. Unter methodisch sauberer Anwendung landet man aber unversehens bei 278,77 K = 5,62 °C und bestenfalls bei einem „Treibhauseffekt“ von nur noch 9,38 K. Ups, wat nun?
Man könnte natürlich auch die Frage aufwerfen, unter Verwendung derselben Gleichung und näherungsweise gleicher zugeführter solarer Energie auf einen nahezu gleich weit entfernten planetaren „grauer Körper“, welcher dann 268,77 K = –4,38 °C als Ergenis zeitigt wo denn der Fehler sonst noch liegen mag. Und letzterer zudem noch Messwerte von Spaziergängern lieferte, unter Einstrahlung von +127 °C sowie nächtens von –173 °C, wie sich das mit dem berechneten Wert von -4,38 °C irgendwie verträglich zeigt?
Idealisiert bedeutet als theoretischer Grenzwert.
Wärme ist eine dreidimensonale Energie, die sich nicht zweidimansional als Momentanleistung darstellen läßt (W/m²). Daher ist eine inverse Anwendung der Stefan-Boltzmann-Gleichung unphysikalisch. Eine inverse Anwendung der Stefan-Boltzmann-Gleichung ignoriert die in der Wirklichkeit auftretenden Kühlungseffekte. Um Erwärmungen zu berechnen, benötigt man Materialparameter wie betroffene Masse, Wärmekapazität, Kühloberflächen, usw.
„„Wärme ist eine dreidimensionale Energie, die sich nicht zweidimensional als Momentanleistung darstellen lässt (W/m²).“
Wärme ist weder eine „dreidimensionale Energie“ noch ist W/m² eine zweidimensionale Energie. Thermodynamisch bezeichnet Wärme einen Energietransfer aufgrund einer Temperaturdifferenz. Ihre Einheit ist Joule. Ein Wärme- oder Strahlungsfluss kann dagegen sehr wohl auf eine durchströmte Fläche bezogen werden:
Wärmeflussdichte = Leistung / Fläche
Mit der Einheit W
/m².Das ist vollkommen normale Physik. Dass der zugrunde liegende Vorgang in einem dreidimensionalen Raum stattfindet, steht einer Flächenflussdichte überhaupt nicht entgegen. Dasselbe macht man bei Wärmeleitung:
q = -λ × dT/dx mit q in W/m².
Und daraus folgt auch nicht, dass die inverse Stefan-Boltzmann-Gleichung „unphysikalisch“ wäre.
Dann berechnen Sie doch bitte einmal mit „Invers-SB“, welche Temperatur ein schwarzer Würfel mit 1 m Kantenlänge hat, wenn er z. B. irgendwo auf Meeresniveau an einem Strand liegt und senkrecht von oben mit 500 W/m² bestrahlt wird.
Mit einem habe aber Sie natürlich recht, die Formulierung „dreidimensionale Energie“ ist „umgangssprachlich“ gemeint und soll bedeuten, Energie ist eine Menge, die bei kontinuierlicher Leistungszufuhr jede Sekunde anwächst. Und diese Menge befindet sich nicht in einer Fläche, sondern in Masse, und Masse ist üblicherweise dreidimensional, etwa im Ozean. Im Ozean kann man von der lokalen Oberflächentemperatur (m²) nicht auf den Wärmegehalt der zugehörigen Wassersäule darunter schließen, aber nur der ist energetisch entscheidend, wenn man Bilanzen aufstellen will.
stefan strasser 18. August 2026 13:55
Sie wollten ein Buch auf Universitätniveau haben und haben zwei bekommen. Haben Sie die nun gelesen oder nicht?
Sie hatten selber gezeigt, wie einfach es ist, daraus Energie-Werte zu machen. Wo ist da jetzt das Problem?
Schnell/Harde hatten das auch experimentell gezeigt durch das Einführen einer Platte genau wie im Bild. Und siehe da, die Temperatur des beheizten Bodens stieg genau wie in der Erklärung postuliert.
Und die Zauberei könnten Sie auch nachvollziehen, wenn Sie das Beispiel beginnend bei 0K für die blaue und braune Schicht beginnen und dann die Erwärmung der Schichten über die Zeit berechnen. Vielleicht erst mal nur für die braune schicht, dann nochmal mit hinzugefügter blauer Schicht …
Denken Sie, dass das Ergebnis qualitativ anders ist, wenn die Energiezufuhr periodisch statt konstant ist? Die infrarotaktiven Gase wirken primär auf die Abstrahlung und die gibt es rund um die Uhr. (Wenn ich infrarotaktiven Gase schreibe, meine ich keine Woklen, die über Veränderungen der Albedo auch auf die Einstrahlung wirken)
Als wissenschaftlich abgesichert können Sie annehmen, daß es keine Versuchskonfiguration und auch keine Situation der Wirklichkeit geben kann, die die Energieerhaltung widerlegt! Weder den 1. noch den 2. HS!
In einem System können sich nur jene Energien befinden, die auf irgend eine Weise in das System hineingekommen sind. Dazu gibt es in Laboraufbauten (Schnell/Harde) die verschiedensten Möglichkeiten, die ich von Extern nicht beurteilen kann. Bei dynamischen Veränderungen streben alle Teile danach, sich in Form eines nacheilenden Gleichgewichtes daran anzunähern.
Mir geht es aber einzig und allein um die gezeigte Grafik und die dazu gemachten Aussagen. Und die passen mit der Physik der Energieerhaltung eben nicht zusammen, Punkt!
Wie ich im Kommentar oberhalb geschrieben habe, ist eine „inverse“ Anwendung von Stefan-Boltzmann aus verschiedenen Gründen unphysikalisch. Welche Temperatur also eine Erde bei Permanentbestrahlung mit 240 W/m² annimmt, ist als realer Wert nur aufgrund der Leistungsangabe nicht berechenbar. Wenn die „Erde“ z. B. dunkel ist, wird sie wärmer werden, als wenn sie hell ist, oder wenn sie „Wasser“ ist, usw. Und die Atmosphäre offenbar als schwarzen Strahler anzusehen, darf auch Skepsis auslösen. Allerdings inkonsequent, weil eigentlich bleibt nichts über, die Quersumme über alle Pfeile in Bezug auf blau ist Null, in Bezug auf braun ebenfalls, das kommt davon, wenn man in W/m² operiert …
Wenn Sie die Erwärmungen bzw. Temperaturen (braun und blau) berechnen können, wie Sie meinen, dann bitte vorzeigen! Ich bin gespannt!
stefan strasser 19. August 2026 16:35
Da stimme ich zu.
Ich nehme an, Sie meinen mit inverse Anwendung die Ableitung einer Temperatur direkt aus der Einstrahlung statt der Abstrahlung, oder? Da würde ich Ihnen auch zustimmen.
Daher werden in der Regel auch die notwendigen Randbedingungen genannt, unter denen das trotzdem geht.
Sie meinen sicherlich nur Summe, oder? Aber die Bilanzen (was Sie als Summe bezeichnen) müssen doch ausgeglichen sein. Sonst würde doch Energie verschwinden oder aus dem Nichts entstehen, was gegen den 1.HS verstossen würde. Oder die Temperatur müßte sich ändern … Können Sie das mal genauer ausführen, was Sie da stört?
Wollen Sie jetzt sagen, Sie können die Temperatur eines schwarzen Körpers,
unter diesen Annahmen nicht bestimmen?
Wärme = Energie ist etwas, das in der Materienmasse enthalten ist. Also hier in der Atmosphäre oder der Erde. Auch ganz ohne Momentanstrahlungsleistung! Es ist eine Menge, die sich je nach Leistungsbilanz (Zufluß oder Abfluß) vergrößern oder verkleinern kann oder auch konstant bleibt (Zufluß = Abfluß).
Die Temperatur einer Masse hängt nicht ab von der aktuellen Bestrahlungsleistung, sondern nur von der in dem Moment enthaltenen Energie=Wärme! Dieser Zusammenhang wird in allen Rechnungen auf Basis W/m² eigentlich ignoriert, aber nur auf ihn kommt es an!
Bzgl. Ihrer Ankündigung bzgl. Berechenbarkeit kneifen Sie also, hätte ich mir fast denken können …
stefan strasser 20. August 2026 14:19
Würde ich zustimmen. Haben Sie bei mir etwas gegenteiliges gelesen?
Hier auch.
Hier irren Sie. Die Energieflüsse werden genutzt um genau die von Ihnen beschriebene Veränderung des Energiegehaltes zu bestimmen.
Welche Ankündigung? Ich hatte ihnen lediglich eine Frage gestellt. Aber wir können das gerne unter den beschriebenen Randbedingungen durchspielen. Müssen Sie nur sagen …
Nur kann man es nicht nutzen um die Temperatur zu bestimmen?
Frei nach sie fügen 100 Joule zu und nehmen 100 Joule weg, was ist die Temperatur?
Werner Schulz 20. August 2026 16:30
Wie oft wollen Sie dieses falsche Beispiel noch bringen? Wir haben das gefühlt schon tausend mal diskutiert und doch bringen Sie das immer wieder. Ist das Amnesie? Urlaubsvertretung in der Schreibstube?
100 Joule sind kein Energiefluss …
Warum falsch?
Haben sie nicht gerade den Vorschlag gemacht die Joule der Sonnenstrahlung zu berechnen?
Werner Schulz 20. August 2026 21:27
„100 Joule sind kein Energiefluss …“
Warum zitieren Sie nicht einfach die Stelle, an der ich das gemacht haben soll. Zitiert haben Sie „Die Energieflüsse werden genutzt“ und 100J sind kein Energiefluss. In meiner Frage an Herrn Strasser war das noch deutlicher formuliert …
Nehmen sie doch 100 J/s weg und fügen sie 100 J/s zu, wie bestimmen sie die Temperatur?
Werner Schulz 22. August 2026 0:53
Die Abgabe von Energie erfolgt in Abhängigkeit von der Temperatur. Wenn in der beschriebenen Situation genausoviel Energie zugeführt wird, wie abgegeben wird, ändert sich die Temperatur nicht. Sie können also mit Stefan Boltzmann aus der abgegebenen Strahlung mit Fläche (und Emissionskoeffizienten) die Temperatur bestimmen.
Sie können das jetzt natürlich variieren und plötzlich die 100J/s auf einen kleinen Punkt wirken lassen und die Abstrahlung von großer Fläche geschehen lassen, aber das geht dann von dem weg, was ich zur Diskussion gestellt habe …
Wenn die Wärme gleichzeitig durch mehrere Wärmetransportarten abgegeben wird, so wie an der Oberfläche der Erde?
Genau deshalb kann ein Infrarotthermometer die Oberflächentemperatur messen, obwohl die betreffende Oberfläche gleichzeitig konvektiv und durch Verdunstung Wärme abgibt.
Herr Schmidt hat Recht.
Herr Tengler kann uns aber sicher noch besser erklären was ein Infrarotthermometer macht.
Da muss ich mich selbst korrigieren. Die Temperaturbestimmung bei einem Infrarotthermometer erfolgt nicht unmittelbar mit Stefan-Boltzmann, sondern über die Planckfunktion, genauer über deren Integration über das jeweilige Messband. Mit Stefan-Boltzmann könnte man die Temperatur direkt aus der Strahlung bestimmen, wenn die gesamte hemisphärische Abstrahlung bekannt wäre und der dazugehörige totale hemisphärische Emissionsgrad bekannt ist. Das ist aber nicht das übliche Messprinzip eines Infrarotthermometers.
Ob man das beim KT Diagramm auch so verstehen muss?
Da ist es ja umgekehrt, oder?
Man berechnet die Abstrahlung aus der Temperatur.
Ich dachte, das hätten wir schon einmal diskutiert. Die nehmen, soweit ich mich erinnere, an, dass die Oberfläche gemäß der Planck-Funktion emittiert, und setzen den Emissionsgrad ε = 1. Das ist für die reale Erdoberfläche natürlich eine grobe Näherung.
Die Oberflächentemperatur kann man umgekehrt aus der gemessenen spektralen Strahlung über die Planck-Funktion bestimmen. Misst man bei zwei Wellenlängen, kann man das Verhältnis der beiden Strahldichten verwenden, das haben viele von uns wahrscheinlich schon im Praktikum gemacht. Prinzipiell reicht auch eine Wellenlänge, dann müssen aber insbesondere die absolute Kalibrierung und der Emissionsgrad hinreichend genau bekannt sein.
Sie meinen, man sollte Sonne und -18 Grad C nicht in einen Satz zusammen packen?
Herr Schmidt/Müller hat kein Recht?
Beim Mond könnte man zum Beispiel prinzipiell die gesamte thermische Abstrahlung eines Oberflächenelements bestimmen und daraus über Stefan-Boltzmann dessen effektive Strahlungstemperatur berechnen. Das wäre messtechnisch aber unnötig aufwendig, weil man dafür die gesamte hemisphärische Abstrahlung über das relevante thermische Spektrum erfassen bzw. rekonstruieren müsste.
Und den Emissionsgrad für jede Wellenlänge braucht.
Für eine präzise Bestimmung der realen Oberflächentemperatur verwendet man deshalb typischerweise spektrale Messungen und die Planck-Funktion. Dabei müssen natürlich der spektrale Emissionsgrad und die Kalibrierung berücksichtigt werden.
Leon, 19. August 2026 21:50
„eine Wärmekapazität Ihrer Wahl hat (und Wärme sehr gut leitet)“
Wie Sie sicher wissen, kommen Parameter zur Wärmekapazität und Wärmeleitung in SB nicht vor. Daher auch nicht in „invers-SB“!
Es wäre ergänzend auch noch erforderlich, z. B. die Seehöhe anzugeben, wo das stattfindet, weil offenbar eine identische Bestrahlungsleitung auf Meeresniveau eine andere Temperatur hervorruft, als z. B. auf 2000 m Höhe.
Mir scheint, Sie versuchen, die Energieerhaltung irgendwie zu umgehen und weigern sich auch, in der Wirklichkeit klar beobacht- und meßbare Tatsachen anzuerkennen.
Auch das Wesen von Energie scheint Ihnen nicht bewußt zu sein? In dem geposteten Foto aus dem Buch sind alle Pfeile mit W/m² bezeichnet. Daraus folgt, wird der Wert zu Null abgeschaltet, erlöschen im selben Moment auch alle davon abgeleiteten Werte, inkl. Temperatur!
Bei Energie=Wärme geht sowas nicht. Da wird die Energie in die zugehörige Masse bis zu einem Gleichgewichtswert eingespeichert und steht auch bei Ausfall der Zufuhr so lange abnehmend zur Verfügung, bis sich ein neues Gleichgewicht gebildet hat.
Daher nochmals die Frage an Sie, sind Sie in der Lage, aus der Leistungsangabe oben links im Foto (240 W/m²) alle dort angegebenen weiteren Werte (braun und blau) rechnerisch abzuleiten bzw. zu verifizieren?
stefan strasser 21. August 2026 10:38
Ja. warum denken Sie, Sie müßten das hervorheben? SB beschreibt die temperaturabhängige Abstrahlung – die Energie, die pro Sekunde verloren geht und den Energiegehalt reduziert.
Das ist auch wieder nur Ihre falsche Interpretation des gezeigten. Wenn Sie die von der Sonne zugeführte Energie auf 0 setzen, verlieren die blaue und braune Schicht mehr Energie als ihnen zugeführt wird und sie kühlen sich ab.Irgendwann erreichen sie den absoluten Nullpunkt. Sehen Sie das anders? Anscheinend nicht, da Sie es selbst im nächsten Absatz genauso beschreiben …
Und was ist der neue Gleichgewichtszustand Ihrer Meinung nach, wenn keine Energie mehr zufliesst?
Sie haben vergessen auf meine Frage zu antworten: „Aber wir können das gerne unter den beschriebenen Randbedingungen durchspielen. Müssen Sie nur sagen …“
Leon, 21. August 2026 12:14
In der Physik gilt das Ursache-Wirkungs-Prinzip. Das bedeutet, erst durch eintreten einer Ursache, kann eine physikalisch bedingte und üblicherweise auch berechenbare Wirkung erfolgen.
Wenn man die Darstellung im Buch nach diesem Gesichtspunkt analysiert, entsteht der entscheidende Bruch an der braunen Erdoberfläche. Die Ursache ist die permanente Absorption von 240 W/m² Strahlungsleistung durch die Erde. Wieso gerade 240 W/m² sei hier einmal dahingestellt. Welche Temperatur die Erde durch diese Bestrahlung erreicht, ist physikalisch nicht eindeutig bestimmbar. Ein theoretischer maximaler Grenzwert wäre -18°C. Auf keinen Fall kann sie aber dadurch so warm werden, daß sie ihrerseits eine permanente Leistung von 480 W/m² abstrahlt, was einer Oberflächentemperatur von ca. +30°C entspräche.
Alles weitere im rechten Teil könnte theoretisch erst danach als Wirkung stattfinden, wenn tatsächlich 480 W/m² abgestrahlt würden und die Atmosphäre wie ein schwarzer Körper wirkt(?) und eine Aufteilung in 2 x 240 W/m² vornimmt. Natürlich ist auch diese Aufteilung fragwürdig. Weil die Absorption einer Strahlung bewirkt irgend eine Temperatur. Die Abstrahlungsleistung der „schwarzen“ Atmosphäre aufgrund dieser Temperatur wäre in alle Richtungen (360° kugelförmig) identisch.
Mein Fazit: nichts an dieser Darstellung ist kompatibel mit bekannter Physik und wirft daher ein „zweifelhaftes Licht“ auf die Verfasser der Grafik!
stefan strasser 22. August 2026 10:46
Sie werden wieder immer abstrakter. Fangen Sie doch einfach mit genau dem Ursache-Wirkungs-Prinzip an und bestimmen Sie die Erwärmung der Oberflächenschicht beginnend bei 0K unter der Annahme, dass die keine Energie abgibt. Da ist die Ursache klar – von der Sonne zugeführte Energie – und die Wirkung – die innere Energie steigt an und damit die Temperatur. Kann man sich darauf einigen?
Dann nehmen Sie den anderen Vorgang: Die Schicht habe eine Temperatur, es wird keine Energie zugeführt, sie gibt Energie nach SB ab und kühlt sich ab. Kann man sich darauf auch einigen?
Nun passieren in der Realität beide Vorgänge gleichzeitig, sie müssen also die beiden Energieflüsse bilanzieren um zu sehen, wieviel Energie zu- bzw abgeführt wird und wie sich daraus folgend die Temperatur ändert. Kann man sich darauf immer noch einigen? Oder haben Sie hier einen Verstoss gegen das von Ihnen postulierte Ursache-Wirkungs-Prinzip entdeckt?
Ich höre hier erst mal auf, bis alle Unklarheiten ausgeräumt sind.
Herr Strasser,
irgend welche Anmerkungen? Oder ist das plötzlich doch nicht so interessant und Sie kommen in dem inzwischen üblichen Intervall wieder und fangen das gleiche von vorne an?
Herr Schmidt, sie haben oben dem glaube ich zugestimmt:
Können sie mir sagen was sie das in der Diskussion gemeint haben.
Günter Heß 22. August 2026 18:46
Dem von Ihnen zitierten habe ich glaube ich nicht zugestimmt. Da habe ich den Teil extra weggelassen.
Bei einem Kommentar vorher war ich nicht ganz so sorgfältig. Da wollte ich die Diskussion voranbringen indem ich dem im Prinzip korrekten Teil der Aussagen von Herrn Strasser zustimme – so als gemeinsame Basis, auf der man diskutieren kann – und die wirklich falschen hervorhebe. Da wollte ich nicht diskutieren, dass Wärme eine Prozeßgröße ist und die Energie, die von warm nach kalt fliesst. Ich hätte dort den Begriff Wärme einfach kommentarlos streichen sollen …
Ist das nicht falsch? Weil ein Körper der strahlt auch absorbiert?
Was meinen sie eigentlich damit?
Verstehen sie unter Gegenstrahlung Wärme?
Herr Strasser,
(Strasser)
Zu Happer, Schnell und anderen: Es geht immer um eine Energiebilanz über mindestens 24 Stunden unter erdanalogen Bedingungen! Erdanalog bedeutet, an jedem Punkt wiederholen sich fortlaufend ca. 12 Stunden Energiezufuhr und 24 Stunden Energieabgabe.
All diese Beispiele zeigen doch eindeutig, eine konsolidierte, resultierende, allgemein anerkannte und beliebig belastbare Theorie existiert offenbar nicht! Und genau das sage ich …
(Kuck)
Der Fehler der K-T-Bilanz ist, dass angeblich die Sonne die gesamte Erdoberfläche bestrahlt.
In Wirklichkeit
wird nur die Tagseite bestrahlt (mit 470 W/qm) und
die nächtlichen Wolken halten die Nachtseite mit einer Gegenstrahlung von 310 W/qm warm.
Die Tagseite erhält ständig einen Bodenwärmestrom von
QT (53,3 W/qm).
Die Nachtseite strahlt ständig eine Wärmeabstrahlung von 53,3 W/qm in den Weltraum ab.
Die Oberflächenstrahlung XT der Tagseite beträgt 416,6 W/qm und der Nachtseite XN 363,3 W/qm. (TT = 292,8 K und TN = 282,9 K)
Die Bedingung: XT(416,6 W/qm) – XN(363,3 W/qm) = QT(53,3 W/qm) ist erfüllt.
Einen THE gibt es nicht.
„Streite niemals mit dummen Leuten. Sie werden dich auf ihr Level runterziehen und dich dort mit Erfahrung schlagen.“ — Mark Twain
😎
Andere Foristen als dumm einzuordnen widerstrebt mir eigentlich …
Ich wundere mich immer nur, warum es so ist, daß sich viele offenbar dagegen sperren, sich von den ausgetrampelten Denkmustern der Mainstream-Klimatologie zu lösen.
Der wesentliche Denkirrtum des Mainstreams liegt m. E. in der offensichtlichen Leugnung von riesigen Energiespeichern sowohl in den Ozeanen als auch in der Atmosphäre. Das scheint daran zu liegen, daß alles immer nur zweidimensional in Watt pro Quadratmeter (W/m²) als Momentanwerte abgehandelt wird. Aber Energie ist eine Menge, die sich in dreidimensionaler Materie (Masse) ausbreitet.
Die Google KI sagt: „die Gesamtwärmeenergie, die in den Ozeanen (bezogen auf einen Referenzwert nahe dem Gefrierpunkt) steckt, geht in die Tausende von Zettajoule“ (ein Zettajoule ist 10²¹ Joule). Wobei Energie natürlich nicht nur über dem Gefrierpunkt beginnt, sondern auch unter ihm existiert. Ähnliches gilt für den Energiegehalt in der Atmosphäre. Es ist einfach Schwachsinn, zu glauben, man könne Energiebilanzen in der Dimension W/m² ermitteln, wie es etwa bei Trenberth/Kiehl 97 versucht wird. Noch dazu ohne jede Rücksicht auf Energieerhaltung …
Nach R. P. Feynman ist das „Cargo-Cult-Wissenschaft“, also nichts anderes als Wissenschaftssimulation, somit reine Pseudowissenschaft!
Dabei wäre alles ganz einfach, man muß nur die Wirklichkeit beobachten und analysieren, dann erkennt man alles, was zum Verständnis wichtig ist. Dazu sollte die durchschnittliche natürliche Intelligenz eigentlich reichen …
stefan strasser19. August 2026 21:30
Dann lassen Sie sich bitte auch noch die jährlich von der Sonne eingestrahlte Energie geben um eine Gefühl für die Größenordnung zu bekommen.
Entspricht der Wärmeinhalt der Ozeane ungefähr 1300 Tagen äquivalenter Sonnenstrahlung? So 3.5 Jahren Sonnenstrahlung am Boden?
Wenn Sie auf die Speichervolumina abstellen, dann benötigen Sie zunächst eine zumindest näherungsweise Bestimmung des aktuellen Energieinhalts jedes einzelnen Speichers. Wollen Sie anschließend feststellen, wie sich diese Speicher verändern, landen Sie zwangsläufig wieder bei der Betrachtung ihrer jeweiligen Zu- und Abgänge über definierte beziehungsweise sinnvoll angenommene Grenzflächen – und damit genau bei den von Ihnen kritisierten Größen in W/m^2 oder äquivalenten flächenbezogenen Flussgrößen.
Der Hinweis auf große Energiespeicher ist daher kein Argument gegen eine Flussbilanz. Im Gegenteil, erst die Bilanz ihrer Zu- und Abflüsse erlaubt überhaupt zu bestimmen, in welche Richtung und mit welcher Rate sich diese Speicher verändern.
Heute müssen die Brände bei uns noch einmal schnell genutzt werden, denn die Hitzewellen scheinen für 2026 entfleuchen zu wollen. Rechtzeitig kommt jetzt auch noch die linksgrüne Drohung den Klimaschutz baldigst in das Grundgesetz aufnehmen zu wollen, wofür eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist. Die bekannten Kräfte sind dafür. Jetzt müssen nur noch CDU/CSU mitspielen. Allerdings wäre es höchste Eisenbahn eine solche Mehrheit zu generieren. Aber kommt es bei den C-Parteien wirklich noch darauf an, in diesem Punkt nicht mehr mitzumachen? Vor lauter Sondervermögen hat man sowieso jedes Maß verloren und wenn die deutsche Industrie schon zugrundegeht (die Rüstungsindustrie sei ausgenommen), dann kann man auch gleich das Volkslied intonieren: Wiederauferstehen aus Ruinen. Was ich gerade lese, im Kanzleramt wird beim GG noch rumgezickt, zumindest der Staatsminister Amthor meint irgendwie den Ausdruck „wohlbedacht“ in diese Diskussion einbringen zu müssen. Mit solchen deutschen Vokabeln kann diese Bundesregierung allerdings erfahrungsbedingt gar nichts anfangen.
Die Hitzewellen sind auch nur eine „Grosswetterlage“ und kein Klima.
„Eine Großwetterlage ist ein stabiles, großräumiges Muster von Hoch- und Tiefdruckgebieten über einem riesigen Gebiet (wie ganz Europa), das mindestens drei Tage bis zu mehreren Wochen anhält. Sie bestimmt den allgemeinen Charakter des Wetters, auch wenn es zwischendurch kleinere regionale Unterschiede gibt.“