Die sogenannte Omega Ω-Wetterlage ist schuld an der aktuellen Hitzewelle in Europa, die 2003 bereits für heiße Tage sorgte. Offiziöse Quellen wie ARD, ZDF, Hirschhausen hingegen sehen in den hohen Temperaturen den endgültigen Beweis für den Klimakollaps. Haben sie Recht?
Auf Twitter sammeln viele kritische Geister seltsame, amüsante und groteske Aussagen und Tipps zur aktuellen europäischen Hitzewelle. Einige empören sich trotz jahrelanger Alarm-Nachrichten über die Abwesenheit von Klimaanlagen in Krankenhäusern und Seniorenheimen.

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Die Seite Journalistenwatch hat die wichtigsten zusammengestellt.
Warum ist es diese Woche in Europa so heiß?
Nun, das hängt mit dem „Omega-Block“ im Jetstream zusammen. Omega-Blöcke haben ihren Namen daher, weil sie dem griechischen Großbuchstaben Omega (Ω) ähneln.
Das läßt sich in der synoptischen Darstellung erkennen. Die Karte unten links zeigt die Anomalie der geopotentiellen Höhe bei 500 mb um 18z. Die Konturlinien ähneln der Ω-Form aufgrund eines riesigen Hochdruckrückens in der mittleren Troposphäre, der zwischen zwei Tiefdruckgebieten im Osten und Westen eingeklemmt ist.
Heiße Luft aus der Sahara wurde aufgrund einer antizyklonalen (im Uhrzeigersinn verlaufenden) Strömung nach Norden in Richtung Westeuropa advektiert – also horizontal transportiert –, und während sich diese Luftmasse nach Norden bewegt, wird sie unterhalb des Hochrückens, wo die Luft absinkt, adiabatisch komprimiert.
Dieser Prozeß ist natürlich und hat absolut nichts mit dem Klimawandel oder Treibhausgasemissionen zu tun. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Studien, die darauf hindeuten, dass eine durch die arktische Verstärkung verursachte verringerte barokline Temperaturverteilung in Breitenrichtung (Temperaturgradient von Nord nach Süd) die Häufigkeit von Blockierungsereignissen in mittleren und hohen Breiten verringern könnte (z. B. Hassanzadeh et al., 2014; Woollings et al., 2018).
Darüber herrscht jedoch Uneinigkeit.
In Europa kam es seit 2019 ungewöhnlich häufig zu solchen Hitzewellen, in den meisten anderen Regionen der Welt war dies jedoch nicht der Fall. Eine bemerkenswerte Ausnahme bildete die Hitzewelle im pazifischen Nordwesten Nordamerikas im Juni und Juli 2021, doch selbst diese war nicht so selten, wie ursprünglich angenommen.
Die wahrscheinlichste Erklärung hierfür lässt sich auf eine Kombination aus zwei Faktoren zurückführen:
1️⃣ Nicht diagnostizierte Veränderungen der atmosphärischen Zirkulationsmuster.
2️⃣ Erhöhte Absorption von Sonnenstrahlung an der Erdoberfläche aufgrund einer geringeren Bewölkung in den unteren und mittleren Schichten (mehr Sonnenschein), was zum Teil wahrscheinlich auf die gesunkenen Aerosolkonzentrationen in der Atmosphäre infolge der strengen EU-Umweltvorschriften zurückzuführen ist.
Der allgemeine Anstieg der „globalen Durchschnittstemperatur“ (der sich vor allem auf die Nachttiefstwerte auswirkt) hat mit diesem Ereignis nur sehr wenig zu tun. Selbst in einem „vorindustriellen“ Klima würde es immer noch zu einer rekordbrechenden Hitzewelle kommen. Tatsächlich ist die „globale Durchschnittstemperatur“ heute gesunken, obwohl die Hitze in Europa weiter zugenommen hat.
Das liegt hauptsächlich an den sich bewegenden Wettersystemen. Wenn man ein chaotisches System mit zwei turbulenten Fluiden hat, die miteinander interagieren (die Atmosphäre und der Ozean), können wilde Dinge passieren.















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