Reis, CO₂ und die Klimageschichte, welche die Medien immer wieder „übersehen“.

Anthony Watts

Dieser Artikel auf Phys.org mit dem Titel [übersetzt] „Die weltweite Reisproduktion hat sich trotz des Klimawandels in den letzten 50 Jahren fast verdoppelt“ berichtet von guten Nachrichten, die jedoch mit Ungläubigkeit untermalt sind. Die Autoren heben zu Recht diese bemerkenswerte Erfolgsgeschichte hervor, und die Daten zeigen, dass die Menschheit im letzten halben Jahrhundert ihre Ernährung dramatisch verbessert hat, obwohl die Konzentrationen von Kohlendioxid (CO₂) in der Atmosphäre gestiegen sind und sich das Klima leicht erwärmt hat. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Autor}]

Was die Autoren jedoch übersehen, ist die offensichtliche Schlussfolgerung, die ihnen direkt ins Auge springt: Steigende CO₂-Werte und höhere Temperaturen waren wahrscheinlich ein Teil der Gründe für diesen Erfolg.

Seit Jahrzehnten wird der Öffentlichkeit erzählt, dass der Klimawandel die weltweite Nahrungsmittelproduktion bedroht. Doch diese neue Studie von Forschern der University of Illinois offenbart eine bemerkenswerte Realität: Die weltweite Reisproduktion hat sich von den 1960er- bis zu den 2010er-Jahren fast verdoppelt.

Das ist keine Geschichte vom Zusammenbruch der Landwirtschaft. Es ist eine Geschichte von außergewöhnlichem menschlichem Erfolg.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass verbesserte Bewirtschaftungsmethoden – darunter eine Ausweitung der Bewässerung, ein erhöhter Düngemitteleinsatz und bessere Anbaumethoden – die Haupttreiber für den Anstieg der Reisproduktion waren. Damit haben sie mit ziemlicher Sicherheit Recht.

Die moderne Landwirtschaft ist dank Fortschritten in den Bereichen Technologie, Genetik, Infrastruktur und Agronomie weitaus produktiver geworden.

Doch es gibt noch einen weiteren wichtigen Faktor, der in der Studie erwähnt wird, jedoch weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient.

Die Forscher bestätigen, dass der Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre „der wichtigste Umweltfaktor war, der durch die Steigerung der Photosynthese und die Verbesserung der Wassernutzungseffizienz zu einer höheren Reisproduktion beitrug“.

Diese Erkenntnis sollte nicht umstritten sein. Kohlendioxid ist nicht nur ein Treibhausgas. Es ist auch der grundlegende Baustein des Pflanzenwachstums. Durch die Photosynthese verbinden Pflanzen CO₂, Wasser und Sonnenlicht, um Zucker zu bilden, der das Wachstum und die Nahrungsmittelproduktion antreibt.

Quelle: Monash University

Ohne Kohlendioxid gäbe es keine Nutzpflanzen, keine Wälder und keine Nahrungskette.

Seit Jahren dokumentieren Wissenschaftler den CO₂-Düngungseffekt. Höhere CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre ermöglichen es Pflanzen im Allgemeinen, schneller zu wachsen und Wasser effizienter zu nutzen.

Satellitenbeobachtungen haben in den letzten Jahrzehnten eine deutliche weltweite Begrünung gezeigt, wobei sich die Vegetation in vielen Regionen weltweit ausbreitet. Nutzpflanzen sind Teil dieser Entwicklung.

Interessanterweise schätzt die Studie einen Rückgang der Reisproduktion um sieben Prozent aufgrund klimabedingter Faktoren im Zeitraum von 2006 bis 2015, während der Tatsache, dass sich die weltweite Reisproduktion im gesamten untersuchten Zeitraum dennoch fast verdoppelt hat, vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt wird.

Wäre der Klimawandel die überwältigende Bedrohung für die Nahrungsmittelproduktion, wie sie oft in den Medien dargestellt wird, wäre nicht zu erwarten, dass die Reisproduktion im gleichen Zeitraum um fast 100 Prozent gestiegen ist.


Stattdessen hat die Welt steigende Erträge, eine verbesserte Ernährungssicherheit und die Fähigkeit erlebt, Milliarden mehr Menschen zu ernähren als in früheren Generationen.

Die Studie zeigt, dass Umweltveränderungen nicht durchweg negativ sind. Tatsächlich weisen die Autoren ausdrücklich darauf hin, dass der Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre die Reisproduktion gesteigert hat, indem er die Photosynthese und die Wassernutzungseffizienz gefördert hat. Dieser Punkt verdient es, im Mittelpunkt zu stehen und nicht nur als Fußnote unter dem Vorbehalt „trotz des Klimawandels“ zu erscheinen.

Die übergeordnete Erkenntnis ist nicht, dass klimatische Herausforderungen ignoriert werden sollten. Landwirte haben sich schon immer an veränderte Bedingungen angepasst, ganz gleich, ob Dürren, Überschwemmungen, Temperaturveränderungen, Schädlinge oder Marktanforderungen diese Veränderungen ausgelöst haben.

Der Einfallsreichtum des Menschen bleibt die wichtigste landwirtschaftliche Ressource.

Diese Studie zeigt, dass Anpassung funktioniert. Verbesserte Anbaumethoden haben die Produktivität gesteigert. Bessere Bewässerung hat die Erträge erhöht. Neue Technologien haben die Landwirtschaft widerstandsfähiger gemacht.

Und der steigende CO₂-Gehalt in der Atmosphäre hat dem Pflanzenwachstum dabei messbare Vorteile gebracht.

Zusammengenommen haben diese Faktoren zu einer der größten Erfolgsgeschichten der Landwirtschaft in der Geschichte der Menschheit geführt.

Leider konzentriert sich ein Großteil der Klimadiskussion fast ausschließlich auf potenzielle zukünftige Schäden, während messbare Vorteile der Gegenwart übersehen werden. Das Ergebnis ist eine öffentliche Debatte, die oft weitaus pessimistischer klingt, als es die Fakten rechtfertigen.

Reis ernährt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Laut dieser Studie hat sich die weltweite Reisproduktion in den letzten 50 Jahren fast verdoppelt, wie aus der folgenden Abbildung hervorgeht:


Das ist kein Beleg für ein im Niedergang begriffenes Ernährungssystem. Es ist vielmehr ein Beleg dafür, dass das Ernährungssystem dramatisch produktiver und widerstandsfähiger geworden ist. Den Forschern gebührt Anerkennung dafür, dass sie diese Errungenschaft dokumentiert haben.

Die übergeordnete Erkenntnis ist jedoch noch bedeutender, als sie selbst anerkennen.

Die Kombination aus menschlicher Innovationskraft, der Modernisierung der Landwirtschaft und dem Düngeeffekt des steigenden CO₂-Gehalts in der Atmosphäre hat dazu beigetragen, eine Welt zu schaffen, die weitaus mehr Nahrungsmittel produziert als noch vor einem halben Jahrhundert.

Das ist keine Geschichte über eine Klimakrise, sondern eine Erfolgsgeschichte.

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Link: https://climatechangedispatch.com/CO₂-rice-production-climate-food-supply/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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