Christian Freuer
Der Begriff „Al Gore-Effekt“ wurde von Klima-Realisten erfunden und bezeichnet den Umstand, dass nicht immer, aber sehr häufig während eines Klima-Zirkus’ des IPCC und von Al Gore je nach Örtlichkeit besonders kaltes/kühles Wetter herrschte.
Nun findet die EIKE-Tagung der Klima-Realisten gerade zum Höhepunkt einer Hitzewelle statt, die auch noch ziemlich extrem ausfällt. Allerdings ist das natürlich nichts Neues. Im Jahre 2010 beispielsweise gab es eine solche Hitzewelle noch ausgeprägter in Ost- und Nordeuropa, die bis nach Nordskandinavien (!) reichte. An den Nordküsten merkte man davon bei Seewind nicht viel, aber wenn – wie in Hammerfest – die Warmluft föhnig aus dem Hochland hinab wehte, gab es am Nördlichen Eismeer Höchstwerte deutlich über 30 Grad – und das bei Tag und Nacht Sonnenschein!
Näheres dazu habe ich seinerzeit hier ausführlich ausgeführt, wenige Tage später hat auch Michael Limburg hier noch etwas dazu geschrieben.
Zur derzeitigen Lage hat nun ganz aktuell Blogger Cap Allon etwas geschrieben. Dabei zieht er weiter unten auch einen roten Faden zum allgemeinen Verhalten der Medien zu Hitze- und Kältewellen. Auch das Ende der Hitzewelle mit teils schweren Unwettern zu Beginn der nächsten Woche wird angesprochen.
Die Omega-Hitzewelle in West- und Mitteleuropa
Cap Allon
In West- und Mitteleuropa ist es diese Woche im Zuge einer Omega-Blockade heiß.
In Osteuropa und Skandinavien ist es dagegen kühl geblieben. Die 500-hPa-Karte zeigt einen großen Hochdruckrücken über West- und Mitteleuropa, der im Osten und Westen von Tiefdruckgebieten eingerahmt wird. Die Strömung krümmt sich dabei in die Form des griechischen Omega:
Im Bereich dieses Hochrückens sinkt die Luft ab. Alle Wolken lösen sich auf. Die Sonne Ende Juni brennt stärker. An der Südflanke treibt eine Strömung im Uhrzeigersinn Luft aus der Sahara nach Norden in Richtung Spanien, Frankreich und Großbritannien. Wenn diese Luft unter dem Hoch absinkt, wird sie komprimiert und erwärmt sich.
Dies ist ein Zirkulationsphänomen. Kein „Klimanotstand“. Und Westeuropa ist nicht die ganze Welt. Während Frankreich und Großbritannien in der Hitze schmoren, herrschen kühle Anomalien in der hohen Arktis, in Nordamerika, Teilen Asiens und Australiens, Südamerikas, im Südlichen Ozean und in der Antarktis.
Was die Rekorde angeht, sollte man dem britischen Met Office keinen Glauben schenken.
Anfang der Woche konzentrierten sich die Medienberichte, angeheizt durch das Met Office, stark auf Werte zwischen 39 °C und 40 °C. Man stand kurz davor, rote Warnungen der Stufe „Lebensgefahr“ auszugeben. Doch die Höchsttemperatur am Mittwoch lag nach Angaben des Met Office bei 36,1 °C in Gosport Fleetlands.
Damit wurde zwar ein neuer Juni-Rekord für Großbritannien aufgestellt, doch Gosport ist kein geeigneter Ort, um eine landesweite Klimaschlagzeile zu setzen. Bei der Messstation handelt es sich um eine automatische Messstelle in Fleetlands, einem tief gelegenen Hubschrauberlandeplatz und Standort für Flugzeugwartung. Laut Unterlagen zur Stationsprüfung wurde sie 2011 installiert, so dass der Standort noch keine lange Klimadatenreihe für den Juni vorweisen kann. Außerdem wird sie als Temperaturmessstelle der CIMO-Klasse 3 des Met Office geführt und ist keine unverfälschte Referenzstation der Klasse 1. Klasse 3 ist dafür bekannt, dass sie Messfehler bis 1 °C aufweist.
Die Top-20-Liste von Netweather vom Mittwoch wird von Standorten aus dem Luftfahrtbereich dominiert. Nicht weniger als 16 der 20 höchsten Messwerte stammten von Flughäfen, Flugplätzen, RAF-Stützpunkten oder wetterdienstlichen Einrichtungen mit Bezug zur Luftfahrt: Heathrow, Hurn/Bournemouth Airport, Charlwood, Middle Wallop, Jersey Airport, Boscombe Down, Southampton Weather Centre, Gatwick, Exeter Airport, Fairford RAF Base und Farnborough.
Wenn nationale Rekorde mit einer Genauigkeit von Zehntelgrad an die Öffentlichkeit verkauft werden, verdienen die Messstationen eine genaue Überprüfung.

Die höchsten Temperaturen in Großbritannien am 24. Juni 2026 [netweather]
Mit Blick auf die Zukunft schwächt sich das Hoch ab, und der atlantische Einfluss dringt bis Anfang Juli wieder nach Europa vor.
Die Modellprognosen zeigen, dass ab dem 5. Juli kühles Temperaturen vorherrschen wird, aber die Medien werden sich nicht darum scheren.
Die Medien scheinen sich auch nicht für die außergewöhnliche, anhaltende Kälte zu interessieren, die den antarktischen Kontinent fest im Griff hat.
Ebenso wenig berichten sie über die Rekordkälte der letzten sechs Wochen (und es geht weiter) in der Hocharktis (+80° N):

Tagesdurchschnittstemperatur und Klima nördlich des 80. Breitengrades [DMI]
Anmerkung: Noch nie zuvor war es in der inneren Arktis im Mai und Juni so kalt (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1958 zurück). Die Region hat den Gefrierpunkt noch immer nicht überschritten, was Wochen später ist als es historisch gesehen üblich.
Der Planet verbrennt NICHT. Und trotz der Schlagzeilen über die Hitze in Europa sind die globalen Temperaturen am Mittwoch tatsächlich gesunken (von 0,325 °C auf 0,285 °C im Vergleich zum Zeitraum 1991–2020):
Hier sollte man aber natürlich die üblichen Vorbehalte gegenüber einer solchen Statistik beachten. A. d. Übers.
Link: https://electroverse.substack.com/p/western-europes-omega-heat-western?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE


















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"Ergänzung: Der 06Z – Lauf des GFS bestätigt den 00Z – Lauf, nur dass jetzt der Hauptlauf schon für den 10. und 11. Juli 25°C im 850 hPa – Niveau anzeigt, also 43°C am Boden. Der Durchschnitt der Läufe bleibt bei 18°C, also 35°C am Boden.
Noch zur Arktis: Spitzbergen (80°N) erwärmte sich vom Jahrzehnt 1961 – 1970 zum Jahrzehnt 2016 – 2025 um 9 K, die Januarmonate um 17,5 K.
Da spielt es doch keine Rolle, wenn es mal 6 Wochen um 3 oder 4 Grad zu kalt ist, das ist doch Pippikram.
Was auffällt: Südgrönland kalt, Seegebiet südlich Grönland kalt, West – und Mitteleuropa warm. Ich glaube, in den 60ern war es umgekehrt. Kann man das als Regel formulieren ????? Hängt das wiederum mit der NAO und AO zusammen?
Natürlich ist eine Omega – Lage nichts Besonderes. Natürlich kann man auch Sommer in früheren Jahrhunderten herauskramen, die so heiß wie der Jahrtausendsommer 2003 waren, z.B. 1807 oder 1623 oder 1540. Aber es fehlt der Ausgleich durch „kalte“ Sommer. Der letzte gegenüber 1961 – 90 zu kalte Sommer war in den 80iger Jahren, seither gibt es nur Jahrhundertsommer, bis auf 1993 und 1996, die „Durchschnitt“ waren.
Bei dieser Omega – Lage, ein bisschen tiefer Druck vor Portugal und ein bisschen hoher Druck über Mittel – und Osteuropa, genügt, um in Deutschland 42°C hervorzubringen.
An meinem Wohnort (910 m ü.N.N., Nordschwarzwald), hatte es gestern 34,8°C, die Tiefsttemperatur in der Nacht war 25,8°C, jetzt 13 Uhr, hat es gegenüber gestern schon abgekühlt, 30,7°C. Das sind Nachttemperaturen, die es in den 70ern nicht mal tagsüber gab. Mit anderen Worten, eine gleiche Großwetterlage ist heute um mindestens 3 – 4 Grad wärmer als in den 60ern oder 70ern.
Der Juni 2026 ist in meiner Region bis gestern (Samstag) um 3,3 K über 1991 – 2020, um 5,0 K über 1961 – 90, das ist wie die Entfernung der Erde zum Mond.
Zu Ihrem Ausflug in die Arktis: Dann sollten Sie auch die extrem hohen Temperaturen von Januar, Februar, März erwähnen, sonst ist es cherry – picking.
Die Antarktis führt ein Eigenleben, dazu gibt es genug Literatur.
Wie geht es mit den Temperaturen jetzt in Deutschland weiter, ich beziehe mich im Folgenden auf den Sonntag 00 Uhr Lauf von GFS, Temperatur 850 hPa in meiner Region:
Die Temperaturen gehen ab morgen (Montag) langsam zurück, erreichen am 2.Juli den Durchschnittwert von 1991 – 2020, das ist für das Empfinden von manchen Leuten schon arktisch und die jammern dann schon wieder: Wann wird es endlich wieder Sommer?
Bis 6. Juli bleibt es bei diesem Niveau. Dann wirft die nächste Hitzewelle ihre Schatten bzw. ihre Sonne voraus. Am 14 Juli sind nur 2 der 30 Läufe unter dem Durchschnitt von 1991 – 2020, also 28 Läufe darüber, der wärmste Lauf bei 25°C, das wären 43° am Boden, der Durchschnitt bei 17°C, das sind locker 35°C.
Der Juni 2026 wird in Europa zu warm (1991 – 2020), er wird global zu warm (Spencer), trotzdem wird der Planet nicht verbrennen. Aber „realistisch“ sollte man schon sein.
Das Diagramm:
Ich habe ihren Text verstanden,eine kleine Amerkung; „Die Erde wird nicht verbrennen. Die Sonne brennt nicht — sie ist ein Fusionsreaktor, kein Feuerball. Die Erwärmung ist real und messbar, aber sie führt nicht zu einem planetaren Flammeninferno. Realistisch bleiben heißt: Physik ernst nehmen und Klimarisiken anerkennen, ohne apokalyptische Bilder.“
Ich habe den Satz von Herrn Freuer zitiert: „Der Planet wird nicht verbrennen.“ Gemeint ist die Erde. Dieser Aussage stimme ich zu. Ihren Ergänzungen stimme ich auch zu.
Liegt das nun ursächlich am CO2, Herr Braun?
Sie sehen an meinen Beiträgen, dass ich nicht auf CO2 fixiert bin. Es ist wahrscheinlich ein Faktor unter mehreren. Dies wird ja auch von Herrn Baritz und Herrn Kowatsch nicht bestritten. Die Herren sprechen von „homöopathischer Dosis“, wie groß diese Dosis ist, darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.