Ralph Alexander
Eine kürzlich erschienene Studie schürt die Befürchtung, das Erdklima befinde sich auf einem „Treibhauskurs“ – einem Pfad, auf dem sich selbst verstärkende Rückkopplungen das Klimasystem über einen Punkt ohne Wiederkehr hinaus treiben, eine irreversible Katastrophe, jenseits derer der Planet unerträglich heiß werden würde. Ein genauer Blick auf die Beweislage zeigt jedoch, dass diese Behauptung absurd ist, da es keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass wir uns derzeit auch nur annähernd einem solchen Kipppunkt nähern.
Dies ist keine neue Form von Panikmache. Tatsächlich veröffentlichte der Hauptautor der Studie vor über sechs Jahren eine weitere Studie mit dem Titel „World Scientists’ Warning of a Climate Emergency“ (Warnung der Wissenschaftler der Welt vor einem Klimanotstand), die vielleicht den Beginn der jüngsten Besessenheit von der irrigen Vorstellung einer durch die globale Erwärmung verursachten Klimakrise markiert. Und eine neue NGO (Nichtregierungsorganisation) namens Global Tipping Points hat in den Jahren 2023 und 2025 Angst schürende Berichte über Kipppunkte veröffentlicht.
Extremwetter
Dass wir uns einem Wendepunkt nähern, so betont die neue Studie, zeige sich an einer angenommenen Zunahme extremer Wetterereignisse, die laut der Studie „häufiger, intensiver und kostspieliger“ würden. Die Beobachtungsdaten zeigen jedoch, dass die meisten Formen extremer Wetterereignisse weder häufiger noch intensiver werden, wie ich an dieser Stelle bereits mehrfach dargelegt habe (siehe Kategorie „Wetterextreme“). Die steigenden Kosten von Naturkatastrophen sind lediglich eine Folge des Bevölkerungswachstums und des ständig steigenden Wertes von Immobilien, die von Gefahren bedroht sind.
Der Bericht der NGO aus dem Jahr 2025 enthält die folgende Zusammenfassung der vermeintlichen, durch die globale Erwärmung verstärkten Kipppunkte, denen unsere Erde gegenübersteht. Die vertikalen Balken stellen den Bereich der erwarteten Temperaturanstiege dar, die verschiedene Kipppunkte auslösen würden. Die im Bericht behauptete Nähe der Kipppunkte zeigt sich darin, dass die Untergrenzen aller Balken im aktuellen Erwärmungsbereich liegen.
Dennoch lässt sich leicht nachweisen, dass keiner dieser Kipppunkte unmittelbar bevorsteht– ebenso wenig wie einige andere, die in dem Bericht genannt werden. Ich werde hier nur auf drei davon eingehen: Korallenriffe, Eisschilde und die AMOC (Atlantische Meridionale Umwälzströmung).
Korallenriffe
Der obigen Abbildung zufolge hat das Absterben der Korallenriffe in den niedrigen Breitengraden bereits begonnen, mit einem geschätzten Kipppunkt von 1,2 Grad Celsius über den vorindustriellen Temperaturen. Diese kurzsichtige Behauptung, die wahrscheinlich auf vorübergehenden Verlusten der globalen Korallenbedeckung während der jüngsten Phase erhöhter Meerestemperaturen beruht, ist irrational.
Der australische Physiker und führende Korallenriff-Experte Professor Peter Ridd hat in einem Bericht aus dem Jahr 2023 dargelegt, dass die meisten aufgrund höherer Temperaturen ausbleichenden Korallen nicht absterben, sondern sich innerhalb eines Jahrzehnts oder weniger rasch erholen können. Dies wird durch Studien zum australischen Great Barrier Reef belegt, das über die zuverlässigsten Langzeitaufzeichnungen zur großflächigen Korallenbedeckung verfügt. Trotz vier vermeintlich katastrophaler Bleicheereignisse in den sechs Jahren vor 2022 erreichte die Korallenbedeckung des Riffs im Jahr 2024 einen Rekordwert, wie in der Abbildung unten links dargestellt:
Die Abbildung rechts zeigt die geschätzte weltweite durchschnittliche Bedeckung durch Steinkorallen (durchgezogene Linie) und die damit verbundene Unsicherheit (schraffierte Bereiche) seit Ende der 1970er Jahre. Ridd weist darauf hin, dass Daten vor Ende der 1990er Jahre aufgrund der geringen Stichprobengröße kaum aussagekräftig sind; die Daten seitdem lassen jedoch insgesamt nur geringe Schwankungen erkennen – und schon gar nichts, was auf einen bevorstehenden oder bereits überschrittenen Wendepunkt hindeuten würde.
Antarktis
Was den möglichen Zusammenbruch des westantarktischen Eisschildes angeht, gibt es ebenfalls keine Anzeichen dafür, dass ein solches katastrophales Ereignis unmittelbar bevorsteht. Wie ich bereits in einem Beitrag aus dem Jahr 2025 dargelegt habe, wächst der antarktische Eisschild insgesamt und schmilzt zum ersten Mal seit Jahrzehnten nicht mehr. Dies wird in der folgenden Abbildung veranschaulicht, welche die Veränderungen der Masse des antarktischen Eisschildes von April 2002 bis Dezember 2023 in Milliarden Tonnen zeigt:
AMOC
Schließlich habe ich in einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag auch die äußerst unwahrscheinliche Verlangsamung – geschweige denn den Zusammenbruch – der AMOC thematisiert. Alle Behauptungen über ein bevorstehendes Unheil stützen sich auf Klimamodelle, die in der Vergangenheit generell nur wenig treffsichere Vorhersagen geliefert haben. Zwar stützen einige Modelle tatsächlich die Annahme einer geschwächten AMOC, doch ist eine solche selektive Auswahl höchst unwissenschaftlich, und viele der ignorierten Modelle simulieren tatsächlich eine verstärkte AMOC.
Die folgende Abbildung aus der neuen Studie stellt die globale Durchschnittstemperatur der vergangenen Jahrtausende grafisch dar, ergänzt durch Zukunftsprognosen auf der Grundlage sogenannter SSPs (Shared Socioeconomic Pathways), die von Szenarien mit niedrigen bis zu solchen mit hohen Emissionen reichen. Wie der Klimaautor Roger Pielke Jr. bereits mehrfach betont hat (siehe zum Beispiel hier), sind Szenarien mit hohen Emissionen wie SSP5-8.5 unrealistisch extrem. Realistischere Szenarien wie SSP1-2.6 oder sogar SSP2-4.5 werden in naher Zukunft nur zu einer moderaten Erwärmung führen, ohne dass die Wahrscheinlichkeit besteht, dass dadurch Kipppunkte ausgelöst werden.
This article was published first on Science under Attack on 27 April 2026.
Ralph B. Alexander
Ralph B. Alexander, ein Wissenschaftsautor, der die Wissenschaft über politische Korrektheit stellt, ist Verfasser mehrerer aktueller Berichte über Wetterextreme und die globale Erwärmung; außerdem ist er Autor der Bücher „Science Under Attack: The Age of Unreason“ und „Global Warming False Alarm“. Als promovierter Physiker der Universität Oxford hat er zahlreiche wissenschaftliche Forschungsarbeiten und Berichte zu komplexen technischen Themen verfasst. Dr. Alexander war als Forscher an Laboren in Europa und Australien tätig, war Professor an der Wayne State University in Detroit, Mitbegründer eines Materialunternehmens und Marktanalyst für umweltfreundliche Materialien bei einer kleinen Beratungsfirma. Er wuchs in Perth in Westaustralien auf und lebt derzeit in Kalifornien.
Link: https://clintel.org/we-are-nowhere-near-a-climate-tipping-point/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE



















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Das aktuelle Temperaturniveau ist etwa mit der mittelalterlichen Warmphase vergleichbar, wahrscheinlich war es damals noch etwas wärmer. Aber die mittelalterliche Warmphase bestand etwa 5 Jahrhunderte. Wenn eine solche Erwärmung zu massiven Extremwettern führen soll, wo sind dann die Massen an Berichten aus dem Mittelalter über solche Ereignisse?
Ein weiterer Punkt ist das angebliche Absterben der Korallen. Wenn die Erwärmung zum Absterben führen würde, müsste ein Großteil der Korallen bereits im Mittelalter abgestorben sein.
Auch das ewige versiegen der AMOC ist ein solches Beispiel. Auch die AMOC müsste im Laufe des Mittelalters versiegt sein.
Dabei ist die mittelalterliche Warmphase die am geringsten ausgeprägte Erwärmung der letzten 10.000 Jahre. Als die Ägypter die Pyramiden errichtet haben war es deutlich wärmer und diese Warmphase hat auch deutlich länger angehalten.
Herr Krohn, völlig korrekt, danke für Ihren Kommentar.
Da die Erde weder ein Treibhaus ist, noch je war, sind solche „Katastrophen“-Meldungen nur etwas für Menschen, die nie eine Schule von innen gesehen oder immer geschlafen haben.
Trump beerdigt CO2-Dogma: Prof. Fritz Vahrenholt über das Ende der Klimawende Video anschauen! 2025_08_07 https://weltwoche.de/daily/trump-beerdigt-co2-dogma-prof-fritz-vahrenholt-ueber- das-ende-der-klimawende/
Trump, Retter der Wissenschaft: Mit ihrem nüchternen Bericht zur Erderwärmung holt die US-Regierung die Klimaforschung von der Agitprop auf den Boden der Realität zurück 2025_08_04 https://weltwoche.de/daily/trump-retter-der-wissenschaft-mit-ihrem-nuechternen- bericht-zur-erderwaermung-holt-die-us-regierung-die-klimaforschung-von-der- agitprop-auf-den-boden-der-realitaet-zurueck/
Trump beerdigt CO2-Dogma: Prof. Fritz Vahrenholt über das Ende der Klimawende
2025_08_07
https://www.youtube.com/watch?v=uYa4wal3pTU
Offizieller Bericht des US-Energieministeriums zeigt: CO2-Verteufelung schadet dem Klima mehr, als sie nützt
2025_08_06 https://weltwoche.de/daily/offizieller-bericht-des-us-energieministeriums-zeigt-co2- verteufelung-schadet-dem-klima-mehr-als-dass-sie-nuetzt/
A Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate (DOE) Sehr detaillierter Bericht 2025_07_23 https://www.energy.gov/sites/default/files/2025- 07/DOE_Critical_Review_of_Impacts_of_GHG_Emissions_on_the_US_Climate_J uly_2025.pdf
Seit 600 Millionen Jahren kein Zusammenhang zwischen Temperatur und CO2 zu sehen. Wir brauchen mehr CO2!!!
Prof. Dr. William Happer, Prof. Dr. Richard Lindzen: https://www.sec.gov/comments/s7-10-22/s71022-20132171-302668.pdf
In dem Kurzbericht der Universität Exeter „GTP_summary_report_2025-V7a-161125-PAGES-LO-RES.pdf“ kommt der führende Begriff tipping point auf 48 Seiten 205 mal vor.
In dem Langbericht der Universität Exeter „GTP-2025-FULL-REPORT-FINAL-V9a-101125.pdf“ kommt der führende Begriff tipping point auf 379 Seiten 2.671 mal vor.
Der Konjunktiv könnte (engl.: may) findet sich 10 mal in der Kurzform und 408 mal in der Langform des Berichts. In keinem Fall wird der tipping point (Kipp-Punkt) weder inhaltlich, zeitlich noch örtlich fixiert erläutert und/oder dargestellt. Was passiert genau, wann, wo und in welchem Umfang? Stets werden gemäß der seit Urzeiten benutzen Wahrheitsformel ‚wenn … dann … sonst‘ Ängste in Richtung eines nahen Untergangs formuliert – mit der Aufforderung, sich entsprechend dem Wohlgefallen einer rettenden Politik zu unterwerfen. Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt. Ablasshandel halt.
„Kipp-Punkt“ = hirnverbrannter co2-AGW-schizo Schwachsinn!!!…
Es gibt nur einen Kipppunkt in unserer Nähe … Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, bei ihm kippt jede Diskussion.
Seit 2 1/2 Jahren sinkt die Globaltemperatur. Wir sind wieder bei unter 1,5°C.
Da es eine „Globaltemperatur“ nicht gibt, hat mich das nie interessiert.
Ein Punkt wird bei dem ganzen Alarmismus um die AMOK grundsätzlich ausgeblendet, nämlich das mögliche Eintreffen einer erneuten Great Salinity Anomaly, wie in den späten 1960er bis (in allen Auswirkungen) 1980er Jahre. Dabei unter anderem auch auf die AMOC partiellen Einfluss hatte. Ich hege sowieso manchmal den Verdacht das die Alarmisten insgeheim auf eine Umkehr der antizyklonalen Winde über der Beaufort-See hoffen um eine, wenn auch ursächlich anders geartete, „Bestätigung“ ihrer kruden These präsentieren zu können. 😀
Leider spielen da laut aktuellen Studien die arktischen Eise und der Wind noch nicht ganz mit, weil der „Ice-Ocean Governor“ derzeit das Gegenteil zeigt, einen Antrieb der antizyklonalen Strömungen durch dünneres Meereis anstatt dicke, verharkte Eisblöcke, getragen von den Winden und der Rauhigkeit der Unterseite der dünneren, frei treibenden Schollen. Das hat zudem zu einer starken Anreicherung(ca. 8.000 Kubikkilometer zusätzlich) des Beaufort-Wirbels mit kaltem Süßwasser geführt. Wehe wenn die Winde sich drehen, dann feiern die PIKler ein Hoffest, als mindestes. :-O
…..eine weitere Studie mit dem Titel „World Scientists’ Warning of a Climate Emergency“ (Warnung der Wissenschaftler der Welt vor einem Klimanotstand)…
So so, Warnung der Wissenschaftler! Richtig müßte es heißen Warnung der Voodoo-Wissenschaftler, die vom Geschäftsmodell CO2-Treibhauslüge und Klimaweltuntergang sehr gut leben. Und zwar von unseren zwangsrekrutierten Steuer-Geldern für die angebliche Klimarettung.
Wie lange lassen wir diesen Klima-Hokuspokus noch zu. Warum wehren wir uns nicht rigoros!!
Geehrter Herr Kowatsch,
bei uncut-news bin ich heute durch einen Beitrag von Tyler Durden auf einen Artikel von Roger Pielke Jr. gestoßen (Link im Text) mit dem Titel: „RPC 8.5 ist offiziell tot“ Der Artikel ist recht lang, mit vielen Grafiken und Erklärungen.
Ich zitiere hier einen Ausschnitt der Einleitung von Tyler Durden:
„Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat gerade die nächste Generation von Klimaszenarien veröffentlicht“, schrieb der Wissenschaftspolitik-Analyst Roger Pielke Jr. und nannte es „große Neuigkeiten“, dass die extremsten Szenarien, die über viele Jahrzehnte die Klimaforschung dominiert hatten, eliminiert wurden.
Die Schlussfolgerung war eindeutig: „Das IPCC und die breitere Forschungsgemeinschaft haben nun eingeräumt, dass die Szenarien, die in den letzten zwei Bewertungszyklen des IPCC die Klimaforschung, Bewertung und Politik dominiert haben, unplausibel sind. Sie beschreiben unmögliche Zukünfte.“
Diese „unmöglichen Zukünfte“ bildeten über mehr als ein Jahrzehnt das Rückgrat apokalyptischer Klimakommunikation – schmelzende Polkappen, überflutete Küsten, Massenaussterben, weitverbreitete Ernteausfälle und globaler Hunger, stets unmittelbar bevorstehend und stets als Begründung für sofortige, wirtschaftsumwälzende Maßnahmen zur Abwendung einer Katastrophe, die sich nun als näher an Science-Fiction denn an realistische Projektion einordnen lässt.
Der neue IPCC-Rahmen stuft das verbleibende „HOCH-Szenario“ offiziell von einem erwarteten Ergebnis zu einem „explorativen Gedankenexperiment, nicht einer Projektion“ herab.
Pielke stellte fest, dass der vorherige Rahmen „keine systematische Anstrengung zur Bewertung der Plausibilität von Szenarien“ enthielt, was bedeutete, dass die beängstigendsten Pfade über Jahre hinweg die politische Debatte dominieren konnten, ohne dass jemand eine grundlegende Realitätsprüfung vornahm.
„Was heute zählt, ist, dass die Gruppe mit der offiziellen Verantwortung für die Entwicklung von Klimaszenarien für das IPCC und die breitere Forschungsgemeinschaft nun eingeräumt hat, dass die Szenarien, die in den letzten zwei Bewertungszyklen die Klimaforschung, Bewertung und Politik dominiert haben, unplausibel sind. Sie beschreiben unmögliche Zukünfte.“
Bemerkenswerterweise wurde der überarbeitete Rahmen technisch bereits 2021 angenommen, gelangte jedoch erst jetzt ins öffentliche Bewusstsein, da entsprechende technische und institutionelle Änderungen nachgezogen wurden. Und es ist berechtigt zu fragen, warum. Die politischen Konsequenzen dieser „unmöglichen Zukünfte“ waren sehr real.“
Herr Kowatsch, das ist doch der Hammer, oder? Das IPCC gibt zu, dass es uns Jahrzehnte lang verar…t hat. Da müsste doch auch die Wolke 7 der Klimaspinner so langsam verdampfen. Mit harten Aufschlag auf dem Boden der Realität!
Was denken Sie darüber?
Mit besten Grüßen
Michael Winter