Dr. Lars Schernikau
Energieökonom, Rohstoffhändler, Autor (aktuelles Buch: „Die Unbequeme Wahrheiten … über Strom und die Energie der Zukunft“)
Weitere Informationen, darunter der vollständige Blogbeitrag zum Thema Kohle mit dem Titel Dank Kohle bleibt das Licht an…erleben wir gerade eine „neue“ Renaissance der Kohle?, ist hier zufinden www.unpopular-truth.com in Deutsch und Englisch
Seit Jahren schon wird Kohle wie ein Auslaufmodell behandelt … ein Schimpfwort, von dem uns gesagt wurde, es würde im Zuge der „Energiewende“ still und leise verschwinden.
Und dennoch hier sind wir … Der weltweite Kohleverbrauch ist keineswegs zurückgegangen, ganz im Gegenteil: Er ist von rund 6 Milliarden Tonnen im Jahr 2008 (als ich mein erstes Buch über Kohle, „The Renaissance of Steam Coal“, schrieb) auf heute etwa 9 Milliarden Tonnen gestiegen. Nicht zu vergessen der Seehandel, der sich fast verdoppelt hat! Die Frage ist also nicht, ob die Kohle verschwindet, wie man uns gesagt hat, sondern ob wir dieses nützliche schwarze Gestein von vornherein falsch eingeschätzt haben.
Unsere materielle Welt funktioniert dank etwas, vor dem wir zurückschrecken…
Wir glauben gerne, dass wir mit all unseren Geräten, Apps, KI und Cloud-Speichern in einer „sauberen“ digitalen Welt leben, aber unsere physische Welt ist nicht verschwunden und sollte in dieser Überlegung ebenfalls berücksichtigt werden.
Stahl, Zement, Metalle, Düngemittel … so viele Elemente, die für den Aufbau unseres modernen Lebens notwendig sind, das nach wie vor direkt oder indirekt stark von Kohle abhängt.
Wusstest du, dass etwa ein Drittel der gesamten Kohle nicht zur Stromerzeugung, sondern in der Industrie verbraucht wird? Berücksichtigt man den Stromverbrauch für industrielle Zwecke, wird tatsächlich mehr als die Hälfte der weltweiten Kohle von der Industrie verbraucht, um unseren Alltag aufrechtzuerhalten:Stahlproduktion,
- Zementherstellung,
- Chemikalien und Düngemittel,
- industrielle Hochtemperaturwärme (die übrigens auch zur Herstellung von Silikon für die allseits beliebten Solarmodule verwendet wird 😉), und so weiter und so fort.
Nimmt man die Kohle aus diesem System heraus, verliert man nicht nur Strom, sondern auch die Möglichkeit, unsere physische Umwelt zu gestalten und zu verbessern.
Die überraschende Tatsache in Bezug auf Strom ist, dass immer noch mehr als ein Drittel des weltweiten Stroms aus Kohle gewonnen wird … nicht, weil Kohle gerade im Trend liegt, sondern weil sie funktioniert, „demokratisch“ ist und so verdammt günstig
Werfen wir einen Blick auf die Gründe für diese Aussage:
- Kohlekraftwerke sind nicht wetterabhängig. Sie stellen ihren Betrieb nicht ein, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint
- Kohle birgt keine Explosionsgefahr; man kann Brennstoff für mehrere Monate im eigenen Garten lagern, ohne dass komplexe Lagersysteme oder Versorgungsanlagen erforderlich sind, und sie ist in reichlich vorhandenen Mengen verfügbar, ohne dass eine einzelne Region das Angebot monopolisiert
- Kohlekraftwerke stehen einfach da und verrichten still und zuverlässig ihre Arbeit – kostengünstig, Stunde für Stunde, Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt
- und ein modernes Kohlekraftwerk kann weniger lokalen Feinstaub ausstoßen als eine stark befahrene Kreuzung!
Das ist auch der Grund, warum Kohle immer wieder auftaucht, wenn Energiesysteme unter Druck geraten – selbst in Ländern, die behaupten, sich davon abgewendet zu haben.
Die wichtige Rolle der Kohle
Jedes Jahr entnimmt die Menschheit der Erde etwa 110 Milliarden Tonnen Rohstoffe, wobei etwa 9 Milliarden Tonnen davon aus Kohle bestehen.
Fast die Hälfte des weltweiten Seeverkehrs besteht lediglich darin, Energieträger wie Öl, Gas und Kohle von einem Ort zum anderen zu transportieren. Kohle ist kein Nischen-Brennstoff … mit einer jährlichen Produktionsmenge von 1,5 Milliarden Tonnen ist Kohle einer der wichtigsten Treiber der Weltwirtschaft.
Ich nehme an, ihr habt schon mal das Argument gehört, dass „wir nicht ewig Kohle abbauen können“, und ja, das stimmt, aber die Kohle-Reserven werden uns so schnell nicht ausgehen! Davon sind wir noch weit entfernt, tausende von Jahren!
Je nachdem, wie man es betrachtet, hat die Welt:
- über 100 Jahre nachgewiesene Reserven und
- Gesamtressourcen, die wir heute bereits kennen und die Tausende von Jahren reichen würden – 20- bis 30-mal mehr als bei Erdgas, Erdöl oder Uran
- Kohle ist geografisch weit verbreitet, was bedeutet, dass sie nicht so einfach kontrolliert, unterbrochen oder „abgeschaltet“ werden kann. Aus Sicht der Energiesicherheit ist das von großer Bedeutung!
In der Zwischenzeit dreht sich die Welt weiter
Während China weiterhin in großem Umfang Kohlekraftwerke baut, plant Indien eine erhebliche Steigerung der Stromerzeugung aus Kohle, und Südostasien setzt für sein Wachstum auf Kohle.
Selbst die USA überdenken derzeit die Rolle der Kohle für die Stabilität ihrer Stromnetze.
Wie sieht es also in Europa aus? Sobald die Stromnetze unter Druck geraten, greifen sie dort immer noch auf Kohle zurück
In solchen Krisenzeiten haben nicht nur Indien, Japan, die Philippinen und die USA, sondern sogar Italien wieder auf Kohle zurückgegriffen (Details mit allen Sourcen hier: Dank Kohle bleibt das Licht an…erleben wir gerade eine „neue“ Renaissance der Kohle?,)
Also, wie sieht die Sache nun wirklich aus?
In meinem Blogbeitrag – „Dank Kohle bleibt das Licht an…“ (link) – geht es nicht darum, für oder gegen irgendetwas zu sein.
Es geht darum, die Realität der Kohle zu verstehen, und zwar, dass Kohle:
- fest in industriellen Systemen verankert ist
- strukturell mit der Stromversorgungssicherheit verbunden und dafür verantwortlich ist sowie
- nach wie vor von zentraler Bedeutung für das globale Wachstum und die wirtschaftliche Entwicklung ist
Die eigentliche Frage dreht sich nicht darum, ob Kohle genutzt wird … sondern darum, ob wir tatsächlich verstehen, was es bedeuten würde, Kohle zu ersetzen
Wenn ihr denkt, Kohle gehöre der Vergangenheit an … dann überseht ihr das Gesamtbild, das weitaus komplexer und relevanter ist, als die meisten Schlagzeilen es vermuten lassen.
→ Die vollständige Aufschlüsselung, die Daten und die Analyse auf Systemebene findest du in meinem ausführlichen Blogbeitrag:
“Dank Kohle bleibt das Licht an…erleben wir gerade eine „neue“ Renaissance der Kohle?”
Wenn ihr mehr über die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Kohle erfahren möchtet, solltet ihr euch unbedingt ein Exemplar meines Buches „Schernikaus Kohlehandbuch“ besorgen, das als gedruckte Ausgabe oder als E-Book bei Amazon oder in Ihrer bevorzugten Buchhandlung erhältlich ist.
In meinem nächsten Blogartikel rechne ich aus, warum lokale Braunkohle in Deutschland weiterhin ökonomisch bei Weitem der günstigste Weg bleibt, Strom zu erzeugen (hier anmelden).


















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CO2 ist Dünger
Zu wenig CO2 –> CO2 Begasung & Düngung alle Infos https://www.gasido.de/blog/posts/co2-im-gewaechshaus-co2-begasungduengung-alle-infos
NASA-Satellitendaten belegen „schockierend großen“ Düngeeffekt durch CO₂
2021_10_20
https://www.epochtimes.de/umwelt/nasa-satellitendaten-belegen-schockierendgrossen-duengeeffekt-durch-co%E2%82%82-a3625655.html
National Bureau of Economic Research https://www.nber.org/
Environmental Drivers of Agricultural Productivity Growth_ CO₂ Fertilization of US Field Crops Issue Date October 2021 Revision Date December 2025
https://www.nber.org/system/files/working_papers/w29320/w29320.pdf
https:/doi.org/10.3386/w29320
Schul-Physik 8. Klasse
https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Hauptsatz_der_Thermodynamik
–> Energie kann nicht erneuert werden
Weltweit werden aus physikalisch unmöglicher “Erneuerbaren Energie” zu 5,56% erzeugt!!
2025
Statistical Review of World Energy
https://www.energyinst.org/statistical-review
Und in kürze werden die ute´s / björn´s/ etc aus der hecke springe und sagen, daß man alle o.g. produkte (für die kohle als heizmittel grundlage sind) ja sooo günstig mit volatilem zappelstrom herstellen könnte… ABER die phöse öl/kohle-lobby verhindert das.
Man muss nicht Kohle vollständig ersetzen, der Kohlestrom wird nur über die Jahre immer weniger immer weiter aus dem Stromsektor verdrängt.
@ Werner Müller
Ihre beigestellte Grafik ist veraltet, die aktuelle Grafik reicht bereits bis 2026.
Die Verdrängung von weltweit importierter Kohle für die deutsche Stromprodukion bis zum deutschen Kohleausstieg 2038 betrachte ich als positiv für Deutschland und eher als einen wirkungsvollen Antrieb und gleichzeitige Notwendigkeit für eine Umstellung auf einen dezentralisierten Ausbau mit nuklearen Kleinkraftwerken SMR. Zwecks verlässlicher Erzeugung des allgemein steigenden Strombedarfs – beispielweise für politisch favorisierte eAutos, Wärmepumpen, Rechenzentren etc.
Deutsche Kohle kann durchaus weiterhin als nicht ersetzbarer Energieträger zum Nutzen der chemischen Industrie mit ihren unzähligen und existenziell bedeutsamen Produkten ihre bisherige wohlstandserhaltene Funktion behalten.
Die Stahlindustrie braucht auch Kohlenstoffe.
Kohle dient als wichtigster kohlenstoffhaltiger Rohstoff für die Stahlherstellung
„Mit steigendem Kohlenstoffgehalt nimmt die Festigkeit und Härte des Stahls zu. Dies macht ihn ideal für Anwendungen, die eine hohe Belastbarkeit erfordern, wie z. B. Werkzeugstähle, Baustahl oder Bauteile in Maschinen.“
Mit Elektrizität oder Wasserstoff funktionniert das nicht.
Aber der Herr Werner hat wohl Ahnung von nichts.
Zitronenfalter falten keine Zitronen und Schmetterlinge schmettern Niemanden nieder. 😉
Für 1 kWh Strom braucht man ca. 3 kWh Primärenergie aus der Kohle.
Jedes kWh Windstrom oder pv.Strom vermeidet ca. 3 kWh Kohle.
Herr Müller,
ohne Ihre Sonne oder Wind haben Sie überhaupt keinen Strom.
„Für 1 kWh Strom braucht man ca. 3 kWh Primärenergie aus der Kohle.“
Mir ist es egal woher der Strom kommt.
Aber Herr Müller wird mir sicherlich den Inhalt meiiner Tiefkühlschränke im Falle eines längerem Stromausfalls ersetzen.
Träumen kann ich immer.!
Mir ist es nicht egal, woher der Strom kommt.
Kommt Strom vom Kohlekraftwerk, kostet mich die kWh ca. 30 Cent.
Kommt Strom vom Hausdach, kostet mich die kWh ca. 1 Cent.
Nur haben wir keinen längeren Stromausfall.
Selbst wenn der Netzstrom ausfällt können wir wochenlang selbst monatelang die Grundversorgung im Haus mit pv.Strom und dem Stromspeicher sicherstellen.
Wie kann das sein, das Sie sich Sorgen um den Inhalt ihrer Tiefkühlschränke machen?
Sie haben doch einen 6 kWh Stromspeicher und damit können Sie doch X Tage die Tiefkühlschränke beglücken.
Kohle schickt keine Rechnung. Schon gewusst?
Die Tonne Steinkohle kostet ca. 90 €/Tonne ab Landesgrenze (25.04.2026).
Also,
auch die Kohle schickt einer Rechnung.
Herr Sachs hat zumindest vom Stromsektor keine Ahnung.
Wo gibt es in Deutschland oder in der EU noch einen Stromanschluss der 220 V liefert?
Das sind 230 V Nennspannung die geliefert werden wenn Sie nur einen 6kVA Stromanschluss haben.
Üblich ist in Deutschland ein Dreiphasen-Stromanschluss mit 230 V / 400 V Nennspannung.
Die Globalstrahlung ist in Deutschland
(mittlere 30-jährige Jahressumme 1981-2010, DWD)
1054 kWh / m² pro Jahr.
Sie Herr Sachs haben ja nicht mal verstanden was W und kWh sind.
Ja Frau Alina Alanka,
2024 noch 94,8 TWh Kohlestrom und
2025 nur noch 93,9 TWh Kohlenstrom aus Deutschland.
Eine Umstellung auf einen dezentralisierten Ausbau mit nuklearen Kleinkraftwerken SMR wird es nicht geben weder in Deutschland noch weltweit.
SMR die wird es nur in absoluten Nischenanwendungen geben und das erst in X-Jahren.
Der SMR wurde bei EIKE bereits vor 15 Jahren eine glorreiche Zukunft bescheinigt, nur gekommen ist nichts, nichts was Substanz hat.
Naja, Stromerzeugung durch sogenannte Erneuerbare;ist nur ein relativ kleiner Energiesektor.
„Die weltweite Nachfrage nach Kohle dürfte dieses Jahr nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) ein neues Rekordhoch erreichen. Die Fachleute gehen davon aus, dass der Verbrauch um 0,5 Prozent auf 8,85 Milliarden Tonnen Kohle steigt, wie sie in ihrem neuen Jahresbericht schreiben (2025).‘
Erneuerbare Energien decken ein Fünftel des globalen Energieverbrauchs, auch in Deutschland.
Wasserkraftwerke machen 40% der Stromerzeugung durch „Erneuerbare“ aus.
Also kommen Sie nicht nur mit der Stromerzeugung in Deutschland.
[unendlich-viel-energie.de/mediathek/grafiken/primaerenergieverbrauch]
Eine Teilwahrheit ist auch eine Lüge!
Um wahnsinnige 0,5 Prozent ist der Kohleverbrauch angestiegenen und das solle eine Erfolgsmeldung sein, Herr Sachs?
Von 2023 zu 2024 ist der Kohleverbrauch um nur 544 TWh angestiegen, ein anstieg von 1,1 Prozent und von 2024 zu 2025 sollen das nur noch ein Anstieg von 0,5 Prozent sein bei der Kohle.
Die erneuerbaren Energien haben ihre TWh beim Strom um 9,7 Prozent ausgebaut von 2023 zu 2024.
Achso Herr Müller,
wen wollen Sie verarschen?
„Die erneuerbaren Energien haben ihre TWh beim Strom um 9,7 Prozent ausgebaut von 2023 zu 2024.“
Sie unterschlagen das 80% der weltweiten Energien von Kohlenstoffen erzeugt werden.
Und Ihre Scheixx „Erneuerbaren“ haben nur zu 9,7% zum Stromverbrauch ausgebaut.
Also will ich gerne Lieb sein.
So sind die sogenannten „Erneuerbaren“ heute +10% bei der Stromerzeugung in Deutschland gestiegen.
20% + 10% = 22 Prozent.
MfG
Die erneuerbaren haben um +866 TWh Strom zugelegt, 2023-2024.
Die fossilen haben um +238 TWh Strom zugelegt, 2023-2024.
Selbst wenn sie den gesamten Anstieg bei der Kohle betrachten, also alle Sektoren wo Kohle Eingesetz wird, sind das nur +544 TWh Primärenergie in Form von Kohle, 2023-2024.
Von den +544 TWh Kohle sind bereits 400 TWh in Stromsektor verschwunden um die +134 TWh beim Kohlestrom zu realisiert.
Bleiben noch ca. +144 TWh Primärenergie in Form von Kohle in allen anderen Bereichen von Stahlherstellung bis chemische Industrie usw.
Sie unterschlagen das 80 kWh von Kohlenwasserstoffen für ca. 120 km fahren mit dem Benziner reichen.
Sie unterschlagen das 80 kWh von der pv-Anlage für ca. 420 km fahren mit dem e.Auto reichen.
Das ist grob das ca. 3,5-fache was man bei den kWh aus den Erneuerbaren an Strecke mit dem Auto fahren kann, als von jeden kWh gekaufter fossiler Energie.
Sie unterschlagen das 80 kWh von Kohlenwasserstoffen für ca. 80 kWh beim Heizen vom Haus reichen.
Sie unterschlagen das 80 kWh von der pv-Anlage und der Wärmpumpe für ca. 250 kWh beim Heizen vom Haus reichen.
Das ist grob das ca. 3,5-fache was man bei den kWh aus den Erneuerbaren an Wärme bekommt, als von jeden kWh gekaufter fossiler Energie.
Sie unterschlagen das 80 kWh von Kohlenstoffen für ca. 27 kWh Strom reichen.
Sie unterschlagen das 80 kWh von der pv-Anlage auch 80 kWh an meiner Stechdose sind.
Das ist grob das ca. 3-fache was man an kWh Strom aus den Erneuerbaren bekommt, als von jeden kWh gekaufter fossiler Energie.