Vijay Jayaraj

Mehrere Studien von Biologen und Ornithologen schlagen Alarm hinsichtlich der Auswirkungen, die sogenannte umweltfreundliche Technologien auf Vögel und andere Wildtiere haben. Viele alternative Energien grundsätzlich befürwortende Forscher geben mittlerweile vor, dass Wind- und Solarenergie harmlos seien.

Das Problem beginnt bei der Energiedichte. Um den gleichen zuverlässigen Strom wie ein Erdgas- oder Kernkraftwerk zu erzeugen, benötigen Wind- und Solaranlagen Tausende Hektar zusätzliche Fläche. Das ist keine Ideologie. Das ist Physik. Doch in der Eile, willkürliche „Netto-Null“-Ziele zu erreichen, wird die Umwelt zerstört, obwohl sie doch angeblich geschützt werden soll.

Auch die Mojave-Wüstenschildkröte, eine uralte Überlebenskünstlerin unter rauen Bedingungen, verliert den Kampf gegen den Solarboom.

Wind- und Solaranlagen töten Wildtiere, zerstückeln Lebensräume, stören Ökosysteme und hinterlassen ökologische Verwüstungen, die weit über das hinausgehen, was die grüne Lobby zugeben möchte. Politiker und finanzstarke Umwelt-NGOs verkaufen Wind- und Solarenergie nach wie vor als Retter der Natur. Die Daten zeigen jedoch etwas ganz anderes: Diese Projekte verdrängen Wildtiere nicht nur. Sie töten sie im industriellen Maßstab.

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

Eine schockierende Untersuchung ergab, dass sich Wind- und Solarparks weltweit mit 2.310 bedrohten Amphibien-, Vogel-, Säugetier- und Reptilienarten überschneiden, was 36 % der weltweit bedrohten Arten entspricht. Die grüne Utopie wird auf den Gräbern der Schwachen errichtet.

Eine weitere Studie ergab, dass 2.206 in Betrieb befindliche Anlagen für erneuerbare Energien 886 Schutzgebiete, 749 wichtige Biodiversitätsgebiete und 40 einzigartige Wildnisgebiete geschädigt haben. Forscher gehen davon aus, dass sich dieser Fußabdruck um weitere 30 % vergrößern wird, weil immer mehr Naturreservate industrialisiert werden.

Eine Auswertung von 84 begutachteten Studien zu Onshore-Windkraftanlagen dokumentierte 160 Fälle von Artenverdrängung, wobei Vögel, Fledermäuse und verschiedene Säugetiere betroffen waren.

Für den Steinadler wird der Preis in Todesfällen gemessen. Im Westen der Vereinigten Staaten haben sich die dokumentierten Todesfälle zwischen 2013 und 2024 mehr als verdoppelt und sind von 110 auf 270 gestiegen.

Eine Untersuchung von 42 afrikanischen Raubvogelarten ergab einen Rückgang um 88 % über einen Zeitraum von 20 bis 40 Jahren und identifizierte Windparks als einen der Hauptfaktoren. In China fiel der Boom der Windenergie mit einem Rückgang der gesamten Vogelpopulationen um fast 10 % nach dem Bau von Windparks zusammen. Im Landkreis Changdao, einer wichtigen Zugroute für 330 Vogelarten, berichteten lokale Gemeinden von rückläufigen Vogelpopulationen und vermehrter Schädlingsaktivität. In einem erstaunlichen Eingeständnis des Scheiterns ließen die Behörden 80 Windkraftanlagen abreißen, um das Ökosystem zu retten.

Solarenergie bringt ihre eigenen Schäden mit sich. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass großflächige Solaranlagen in feuchten Regionen einen fast vollständigen Zusammenbruch der Vegetation auslösen können. Die Solarmodule blockieren das Sonnenlicht, verändern das Mikroklima und destabilisieren den Boden. Wenn die Wurzeln verschwinden, bricht auch das Fundament des Ökosystems zusammen.

In Wüsten-Ökosystemen stören Solaranlagen die Wachstumszyklen der Pflanzen und schaden den Mikroorganismen, welche die Wüste am Leben erhalten. In China hat der Ausbau der Photovoltaik mehr als 5000 km² landwirtschaftliches, sandiges und grasbewachsenes Gelände fragmentiert und degradiert.

Der Ausbau der Solarenergie verringert zudem den Artenreichtum in intakten Landschaften. Umzäunungen schaffen Barrieren, die Tiere einschließen und den für gesunde Populationen notwendigen Genfluss blockieren.

Allein in den Vereinigten Staaten verursacht die Solarenergie Schätzungen zufolge jedes Jahr zwischen 37.800 und 138.600 Vogelsterben. Ein Grund dafür ist der „Seeneffekt“: Aus der Luft ähneln riesige Felder von Solarmodulen einer Wasserfläche.

Eine Studie aus Polen bestätigte diesen Effekt und zeigte, dass Photovoltaik-Anlagen Wasservögel aufgrund ihrer wasserähnlichen Spiegelungen anziehen. Die Vögel fliegen in der Erwartung eines Sees hinab und prallen stattdessen gegen glühend heißes Glas. Die Forscher identifizierten an sechs Standorten 70 gefährdete Vogelarten, wobei sich das höchste Kollisionsrisiko auf einen Umkreis von 200 Metern um die Anlagen konzentrierte.

Auch die Mojave-Wüstenschildkröte, eine uralte Überlebenskünstlerin unter rauen Bedingungen, ist dem Solarboom zum Opfer gefallen. Von 2004 bis 2014 sank ihr Bestand um 39 %. Solarprojekte im industriellen Maßstab haben rund 40.000 Hektar ihres Lebensraums zerstört. Wir verdrängen eine Art, die seit Millionen von Jahren in der Mojave-Wüste lebt, um Platz für Solarmodule zu schaffen, die in 20 Jahren veraltet sein werden.

Die rücksichtslose Ausweitung von Energieprojekten mit geringer Dichte in wertvolle Ökosysteme muss aufhören. Der grüne Wandel ist rot gefärbt vom Blut der Lebewesen, die wir eigentlich schützen sollten.

[Hervorhebung vom, Übersetzer]

This piece originally appeared at TheBlaze.com and has been republished here with permission.

Author

Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, VA and writes frequently for the Cornwall Alliance. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK, and resides in India.

Link: https://cornwallalliance.org/the-environmental-left-will-not-admit-what-wind-and-solar-destroy-2/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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