Die Ursachen für die Erwärmung und den Gletscherschwund im antarktischen Klima stehen nicht im Einklang mit einem linear ansteigenden Trend des atmosphärischen CO₂-Gehalts.
Wissenschaftler (Park et al., 2026) haben festgestellt, dass die Muster der Lufttemperatur, der Meerestemperatur und des Gletscherschwunds in der Nähe der King-George-Insel (nördlich der nördlichsten Spitze der Antarktischen Halbinsel) in den letzten vier Jahrzehnten mit den negativen bis positiven Phasen des Southern Annual Mode (SAM) und natürlichen Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre übereinstimmen.
Phasen der Abkühlung und des Gletschervorstoßes wechseln sich mit Phasen der Erwärmung und eines deutlichen Gletscherrückgangs ab, folgen jedoch weder einem linear ansteigenden Muster noch den Trends bei den Treibhausgasemissionen.
Die Wissenschaftler stellen einen allgemeinen Rückgang der Gletscherrückgangsraten von Mitte der 1990er Jahre bis 2015 fest, als „kühlere Phasen den Rückgang verlangsamten“.
Die Studie „zeigt, wie gekoppelte Wechselwirkungen zwischen Fjordgeometrie, Ozean und Atmosphäre das Rückzugsverhalten bestimmen“.
Menschliche Aktivitäten beeinflussen weder die Erwärmung noch den Gletscherrückzug.

Quelle: Park et al., 2026
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Elephant Island liegt nur 130 km nordöstlich von King George Island. Dort leben zahlreiche Pinguine und Robben.
Eine aktuelle Studie (Atkinson et al., 2022) berichtet von einer signifikanten (ca. -0,75 °C) Abkühlung auf Elephant Island (lila) seit den 1990er Jahren, was mit der Abkühlung entlang Südgeorgiens, der Scotia-See und der gesamten Westantarktischen Halbinsel in den letzten Jahrzehnten übereinstimmt.

Quelle: Atkinson et al., 2022
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Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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Das sieht man auch im dazu gehörigen Bild und auch im Graphen – Position der Gletscherzunge:
In dem Graphen der Rückzugrate gibt es nur 4 Punkte, an denen die Rate 0 oder negativ ist.
Das Papier beschreibt und zeigt also einen deutlichen Rückgang des Gletschers. Die Überschrift ist irgendwie irreführend oder falsch. Irreführend falls eigentlich „Es gibt keinen linearen Gletscherschwund“ gemeint war, falsch falls tatsächlich „Es gibt keinen Gletscherschwund“ gemeint war.
Sehe ich auch so. Aus dem Inhalt der Studie lässt sich die Überschrift nicht ableiten.
…Seit den 1980er Jahren gibt es entlang der nördlichen Antarktischen Halbinsel weder eine lineare Erwärmung noch einen Gletscherschwund..
Das wissen wir bei EIKE eigentlich alle. Die Frage ist aber wie bringen wir das dem ARD und ZDF bei? Denn all die Hallodris und Wetterterlis erzählen das Gegenteil.
Die lügen, weil sie lügen müssen. Sonst müssten sie ja zugeben, dass sie gelogen haben, im besten Falle die Unwahrheit gesagt haben.
Wer lügt denn nun,
Die Warmisten /Klimaalarmlisten oder diejenigen, die eine Grafik präsentieren, die einem Gletscherrückgang darlegt und dennoch die Artikelüberschrift bringen:
Entweder lügen die Autoren oder sie haben nicht verstanden worüber sie schreiben.
So oder so, beides disqualifiziert.
MfG Ketterer
Hallo Herr Ketterer
Die Aussage lautet: „Seit den 1980er Jahren gibt es entlang der nördlichen Antarktischen Halbinsel weder eine lineare Erwärmung noch einen Gletscherschwund“
Durch Weglassen von Satzteilen haben Sie daraus das Gegenteil gemacht.
Josef Kowatsc 21. April 2026 10:55
Sie sehen an den Textausschnitten und dem Bild ja, dass es einen Gletscherschwund gab: „Ab 1986 setzte jedoch ein signifikanter Rückzug ein, …Der stärkste Rückzug ereignete sich zwischen 1989 und 2000, … Seit 2000 hat sich die Gletscherzunge stetig zurückgezogen…“
Die Überschrift ist also falsch, was den Gletscherschwund angeht. Was ich aber nicht Herrn Freuer vorwerfen möchte – ich denke, er hat die Intention der Originalüberschrift getroffen. Kenneth Richard muß regelmäßig mit dem Vorwurf leben, dass er Inhalte von Artikeln nicht korrekt wiedergibt.
Ja Herr Schmidt,
das hat fast schon Cap Allon-‚Qualität‘.
Herr Kowatsch,
nehmen wir einmal an, der Autor Kenneth Richards wollte sagen, dass es keinen linearen Gletscherschwund gab.
Dann ist meine (mangelhafte) Interpretation ‚laut dem Autor gäbe es keinen Gletscherschwund‘ zwar nicht korrekt aber sicherlich nicht ‘das Gegenteil‘ .
Sie als Anhänger der linearen Trendgeraden müssten doch sehen, dass der substantielle Gletscherrückgang im Bereich der antarktischen Halbinsel in starkem Gegensatz zu ihrem Mantra steht, das da lautet: ‚in der Antarktis Schmelzen keine Gletscher‘.
Die Überschrift dieses Beitrags stützt ja für den flüchtigen Leser ihr Mantra, die zugrunde liegende Arbeit wiederspricht diesem jedoch deutlich.
MfG
Ketterer
Also das mit dem Gegenteil haben Sie bisher noch nicht erklärt, Herr Kowatsch.
Schmilzt un der beschriebene Gletscher oder schmilzt er nicht.
Wer lineares Verhalten beim Gletscher sucht, dem kann man wenig helfen…..