Christian Freuer

Vorbemerkung: Auch diese Woche liegt der Schwerpunkt der Meldungen in Asien, vor allem China.

Hier zunächst ein Nachtrag zu einer Meldung auf dem Alarmisten-Blog wetteronline.de (!) vom 17. Februar, der Cap Allon entgangen ist: Schnee in Saudi-Arabien.

Meldungen vom 19. Februar 2024:

Skandinaviens extremer Frost lässt „Seidenschwänze“ in den Süden ziehen

Da die globalen Temperaturdaten unzuverlässig sind, geben die Bewegungen der Natur vielleicht den besten Aufschluss über die Abkühlung des Klimas.

In Skandinavien war es den ganzen Winter über ungewöhnlich kalt, was in den -44,3 °C auf dem finnischen Flughafen Enontekiö gipfelte (der niedrigste Wert in Fennoskandien in diesem Jahrhundert). Infolgedessen hat UK einen seltenen „Seidenschwänze-Winter“ erlebt.

Ein Paar Seidenschwänze auf einem gefrorenen Beerenzweig.

Aufgrund der extremen Kälte im Norden sind in dieser Saison viele Tausend Seidenschwänze mehr als sonst in den Süden geflogen. Berichte über diese Vögel, die für ihr unverwechselbares glattes Gefieder bekannt sind, kommen von den gesamten britischen Inseln, sogar aus dem Süden Londons.

Der rekordverdächtige Frost im Januar hat zweifellos zum Südzug der Vögel beigetragen, aber es scheint, dass die meisten Seidenschwänze schon vorher in diesem ebenfalls außergewöhnlich kalten Herbst angekommen sind.

Im Oktober und November 2023 sanken die Temperaturen in ganz Skandinavien deutlich unter den saisonalen Durchschnitt. In Norwegen war der Oktober der kälteste Monat seit 2009, und in weiten Teilen Schwedens war der November der kälteste seit 14 Jahren.

Die Vögel spürten, dass kältere Zeiten bevorstanden, und zogen anscheinend vorsorglich weiter nach Süden als sonst.

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China: Tausende stranden in historischer Kälte

Die örtlichen Behörden haben rund 43 000 Reisende gerettet, die nach einem weiteren starken arktischen Ausbruch auf verschiedenen Autobahnen in der zentral- und nordchinesischen Provinz Gansu gestrandet waren.

Wie bereits Ende Januar und Anfang Februar haben rekordverdächtige Tiefsttemperaturen und Schneefälle Chinas Autobahnen, Eisenbahnen und Flughäfen in die Knie gezwungen, so dass Hotels, Restaurants, öffentliche Einrichtungen und sogar Regierungsstellen für kältegeplagte Reisende geöffnet wurden, um ihnen einen Schlafplatz, warmes Wasser und Essen zu bieten.

Am Samstag lagen die Durchschnittstemperaturen zwischen -39°C und -28°C im Süden Xinjiangs sowie -32°C und -16°C im Norden Xinjiangs.

Am Sonntag sanken die Temperaturen weiter, und es wurden historische Rekorde aufgestellt. Der Höhepunkt dieser Entwicklung trat in Turhong im Kreis Fuyun in Xinjiang auf. Dort wurde ein Tiefstwert von -52,3 °C registriert, der den alten regionalen Rekord von -51,5 °C vom 21. Januar 1960 brach und damit für die niedrigste Temperatur in der meteorologischen Geschichte Xinjiangs sorgte.

Außerdem wurde damit die bisher niedrigste Februartemperatur in China erreicht, die 1969 in der Stadt Mohe, Heilongjiang, gemessen worden war.

Mohe hält übrigens den nationalen Rekordtiefstwert in China, der erst letztes Jahr aufgestellt worden war (-53.0°C, 22. Januar 2023).

Begleitet wurde die Kälte von meterhohem Neuschnee, der zu den historischen Schneemengen vom Anfang des Monats hinzukam.

In Altay Hemu, Xinjiang, hatten sich bis Samstag 210 cm angesammelt.

Es folgt der Ausblick auf immer neue Kaltluftvorstöße bis mindestens Ende Februar.

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Eingeschneites Pakistan

Auch für Islamabad, Pakistan, ist nach einem Einbruch von Kaltluft arktischen Ursprungs mit starkem Schneefall zu rechnen.

Das pakistanische Wetteramt rechnet bis Dienstag mit erheblichen Schneemengen in Gilgit-Baltistan, Kaschmir, Khyber-Pakhtunkhwa, der Region Potohar, Islamabad, Punjab und Nord-Belutschistan.

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Alta (Utah) meldet über 10 m Schnee

In den letzten Tagen ist im Wasatch-Gebiet meterweise Neuschnee gefallen, so dass das Alta-Skigebiet zum Beispiel die 10-Meter-Marke überschritten hat.

Nach den historischen Schneemengen des letzten Jahres begann die Saison im Dezember trocken und schneearm.

Seitdem haben regelmäßige Stürme das Gebiet – und den Westen der USA im Allgemeinen – heimgesucht, und nach wochenlangen frischen, flauschigen Niederschlägen liegt der Schnee in Alta nun 10,5 m hoch (Stand: Sonntag).

Es ist noch mehr Schnee zu erwarten, auch in Utahs Nachbarstaaten Colorado, Wyoming, Idaho, Nevada und Kalifornien.

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Es folgt noch ein Abschnitt zu einem besonders großen Sonnenfleck.

Link: https://electroverse.substack.com/p/scandinavias-extreme-freeze-sees?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 20. Februar 2024:

Chinas Big Freeze dehnt sich nach Süden aus und erreicht immer mehr Gebiete

Chinas rekordverdächtiger arktischer Ausbruch (-52,3°C) zieht weiter nach Süden und beschert den zentralen und östlichen Provinzen starken Temperaturabfall und heftigen Schneefall.

Nach Angaben des Nationalen Meteorologischen Zentrums (NMC) kam es am Sonntag im Norden zu starkem Wind, weit verbreiteten Sandstürmen, dramatischen Temperaturstürzen und heftigen Schneestürmen, und es wird erwartet, dass sich diese Bedingungen im Laufe der Woche nach Süden und Osten ausbreiten werden.

Am Montag erneuerte und erweiterte das NMC seine orangefarbene Warnmeldung für eine Kältewelle.

Kälte und Schnee werden dann am Mittwoch noch weiter nach Süden ziehen, berichtet chinadaily.com. Zentrale Provinzen wie Shandong, Henan, Jiangsu, Anhui und Hubei werden für den Rest der Woche von starken Schneefällen oder sogar Schneestürmen heimgesucht.

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Schnee „so hoch wie Pferde“ in Kirgisistan

Wie schon Mitte Dezember meldet das zentralasiatische Land Kirgisistan erneut meterhohen Neuschnee.

Der Bezirk Kara-Kulja in der Region Osch im Südwesten Kirgisistans wurde von Schneefällen erfasst, die Neuschnee über 130 cm brachten. Wie akipress.com berichtet, „erreichte der Schneefall die Höhe von Pferden“.

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Es folgt noch ein Überblick über die Januar-Witterung in den USA, wobei Blogger Cap Allon wieder kräftig gegen die Warm-Hysterie der NOAA austeilt.

Den Abschluss bildet nochmals ein Blick auf die Sonnenaktivität.

Link: https://electroverse.substack.com/p/chinas-big-freeze-expands-south-takes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 21. Februar 2024:

Weiterhin hohe Schneedecke in Moskau

Dieser Winter in Moskau wird wegen seiner Fröste und seines Rekordschnees in Erinnerung bleiben.*

[*Man kann wohl davon ausgehen, dass andere Dinge für die Moskowiter noch wichtiger sind].

Am Morgen des 19. Februar betrug die Schneehöhe an der Moskauer Wetterstation VDNKh 67 cm, was mehr als das Doppelte der Norm ist. In Balchug lag die Schneehöhe bei 59 cm, im MSU-Gebiet bei 70 cm und in Konkovo bei 80 cm.

Für Moskau werden Mitte der Woche weitere Schneefälle erwartet, die die Schneehöhen auf ein Rekordniveau bringen könnten (der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 1994).

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183 cm Schnee in Nordindien

Trotz der trockenen (aber kalten) Wintersaison in Indien haben Gulmarg und die höher gelegenen Gebiete im Kaschmirtal gerade einen beträchtlichen Schneezuwachs erhalten: Bis Dienstagmorgen hat das Skigebiet allein in den letzten 48 Stunden über 90 cm Schnee erhalten.

Nach offiziellen Berichten des meteorologischen Dienstes fielen in Gulmarg in den letzten beiden 24 Stunden 50 cm bzw. 40 cm, insgesamt also fast ein Meter, während die Temperatur im Skigebiet weit unter dem Durchschnitt lag: -4°C.

Die arktischen Bedingungen haben sich nach Süden in den benachbarten Bundesstaat Himachal Pradesh ausgebreitet, wo 263 Straßen gesperrt wurden, darunter 4 Nationalstraßen wie der berüchtigte Rohtang-Pass, auf dem allein in den letzten 24 Stunden 135 cm Schnee gefallen sind.

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Autobahnen und Kommunikation in Pakistan unterbrochen

Auch im benachbarten Pakistan hat der seit drei Tagen anhaltende starke Schneefall die Kommunikationsverbindungen unterbrochen und Straßen blockiert. Zu den betroffenen Gebieten in der Upper Hazara Division gehören Kaghan, Naran, Shogran, Nathiagali, Donga Gali und Thandiani.

In Galyat fielen über 75 cm Schnee, in Kaghan und Naran sogar über 120 cm bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (C).

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China gefriert

Wie vorhergesagt, ist der polare Ausbruch in China weiter nach Süden und Osten vorgedrungen und hat nun auch die Provinz Shandong erfasst.

Chinas Temperaturgefälle zwischen Nord und Süd ist eine Geschichte für sich.
Während die rekordverdächtige polare Luftmasse nach Süden sinkt, verdrängt sie anomale Wärme.

Das sehen wir auch in Japan, wo sich derzeit ein Wechsel von rekordverdächtiger Februarwärme zu bitterer arktischer Kälte vollzieht:

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Ausdehnung des arktischen Meereises weiterhin über dem 20-jährigen Mittel

In Richtung Norden liegt die Ausdehnung des arktischen Meereises im Jahr 2024 (ebenso wie lange Zeit im Jahre 2023) über dem multidekadischen Durchschnitt:

Quelle: NSIDC

Die etablierten Medien haben sich in den letzten Monaten weitgehend aus der Berichterstattung über Vorgänge im Polargebiet herausgehalten – ein verräterisches Zeichen. Was für eine Blamage für die Propaganda-Armee der AGW-Partei wie die BBC, die zuversichtlich behauptete, dass die Arktis bis 2013 eisfrei sein würde, ist das Meereis:

Weiter unten im Artikel liest man:

Unabhängigen Forschern wie mir, die behaupten, dass die Sonne der Haupttreiber des Klimas ist, wird die Werbung gestrichen, aber die BBC und andere, die sich jahrzehntelang der Verbreitung erwiesener „Fehlinformationen“ schuldig gemacht haben, bleiben über jeden Vorwurf erhaben, ihr Wort gilt immer noch als Evangelium.

[Dieser Fettdruck vom Übersetzer hinzugefügt]

Information ist Macht. Desinformation ist Machtmissbrauch.“

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–58,7°C in der Antarktis

In der Antarktis wurde am 20. Februar in Vostok mit -58,7°C ein neuer saisonaler Tiefstwert gemessen.

Ebenfalls erwähnenswert sind die -55, 6°C am Dome Fuji AWS und die -55,9°C an der Station AGO-4 AWS.

Link: https://electroverse.substack.com/p/deep-snow-persists-in-moscow-6-feet?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 22. Februar 2024:

Stärkster Schneefall in der Mongolei seit 1975

Dieser Winter hat dem großen ostasiatischen Land Mongolei die stärksten Schneefälle seit 1975 beschert, so die mongolische Regierung in einer kürzlich veröffentlichten Presseerklärung.

Starker Frost und Schneestürme haben zum Tod von etwa 668.000 Tieren geführt. Als Reaktion darauf haben die Behörden Katastrophenhilfsmaßnahmen eingeleitet und stellen ab dem 19. Februar lebenswichtige Hilfsgüter wie Lebensmittel, Brennstoffe und Viehfutter für die betroffenen Gebiete bereit.

Die Winter in der Mongolei haben sich in den letzten Jahren verschärft. Zwischen 1940 und 2015 wurde zweimal pro Jahrzehnt offiziell ein Dzud ausgerufen; in den letzten Jahren haben die Dzuds an Häufigkeit zugenommen und treten nun jährlich auf.

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„In Gulmarg sieht es aus wie in der Antarktis“

Der Schnee hat die nördlichen Bundesstaaten Indiens unter sich begraben. Schwere Schneefälle trafen unter anderem Jammu und Kaschmir sowie Himachal Pradesh.

„In Gulmarg sieht es aus wie in der Antarktis“, berichtet pipanews.com, nachdem sich dort „meterhoher Schnee“ angesammelt hat. Die Fotos sehen wirklich atemberaubend aus:

„Kältewellen“ haben in Indien in den letzten Jahrzehnten laut einer IITM-Studie zugenommen.

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Es folgt ein Abschnitt zu einem erwarteten Wintereinbruch in Europa, der sich inzwischen als falsch herausgestellt hat. Außerdem erwähnt Allon noch Vorgänge in der Stratosphäre.

Wostok, Antarktis: Abkühlung auf –60,7°C

Am Mittwoch (21. Februar) sank die Temperatur in der Antarktis unter -60°C.

In Wostok war es mit einem Tiefstwert von -60,7°C am kältesten. Dieser Wert ist einer der frühesten jemals in der Antarktis gemessenen Werte unter -60 °C, gleichauf mit dem sehr frühen Wert von -60,1°C, der am 21. Februar 2021 am Dome Fuji erreicht wurde (im Vorfeld des kältesten Winters (April-September) in der Geschichte der Antarktis).

In diesem Jahr herrschen ähnliche Bedingungen, und die Kälte ist genauso stark und anhaltend wie im Jahr 2021 – wenn nicht sogar noch stärker.

Mit einem Durchschnitt von -34,4°C war der Januar 2024 der kälteste Januar in Vostok seit 1989 (-34,6°C). Der Vormonat, der Dezember 2023, war ebenfalls anomal kalt, einer der kältesten in den Aufzeichnungen, und enthielt (bis Anfang Januar) eine beispiellose Serie von Werten unter -40 °C. Und davor war der November 2023 der zweitkälteste aller Zeiten, nur übertroffen vom November 1983, und zwar um gerade einmal 0,1 °C.

Insgesamt ist dieser Sommer mit einem Durchschnitt von -34,3 °C der zweitkälteste in den Büchern seit den 1950er Jahren.

Link: https://electroverse.substack.com/p/mongolias-largest-snowfall-since?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 23. Februar 2024:

China: 117 Tiefsttemperatur-Rekorde gebrochen (Dienstag)

China hat in den vergangenen zwei Tagen Kälte-, Hitze- und Niederschlagsrekorde (Regen und Schnee) gebrochen.

Während im äußersten Süden anomale Wärme herrschte, ist es im größten Teil des 9,597 Millionen km² großen Landes kälter als im Durchschnitt, was sich in den Aufzeichnungen widerspiegelt.

Nach dem historischen Tiefstwert von -52,3 °C in Turhong (Chinas niedrigste jemals aufgezeichnete Februartemperatur) verzeichneten am Donnerstag (22. Februar) weitere 117 Wetterstationen ihre kältesten Februartage.

Wie bei den arktischen Ausbrüchen Ende Januar und Anfang Februar erweist sich diese jüngste Runde polarer Kälte als ebenso verheerend.

Zusätzlich zu den Kälterekorden wurden am Donnerstag auch 17 monatliche Schneehöhenrekorde gebrochen.

Der Schnee fiel ungewöhnlich weit im Süden, etwa in den Provinzen Zhejiang, Jiangxi und Fujian, während im Norden, unter anderem in Xinjiang, stärkere Niederschläge auftraten.

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Weitere aktuelle Meldungen folgen nicht, wohl aber eine längere Betrachtung zu einer La Nina-Vorhersage der NOAA (wird separat übersetzt), ein Abschnitt „Kältewellen in den USA sind Folge der globalen Erwärmung“ und einer zu Vorgängen auf der Sonne.

Link: https://electroverse.substack.com/p/china-broke-117-low-temperature-records?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 9 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 23. Februar 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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