Ian Joughin/University of Washington via AP
Die Presse schürt erneut Panik und verbreitet die Behauptung, der Thwaites-Gletscher in der Antarktis, der sogenannte „Weltuntergangsgletscher“, stehe kurz vor dem Zusammenbruch und drohe, die Küsten der Welt zu überfluten. Diese Behauptung ist falsch. Sie ist schon seit 1989 falsch, als ein UN-Beamter gegenüber der Associated Press erklärt hatte, dass „…ganze Nationen durch den Anstieg des Meeresspiegels von der Erde verschwinden könnten, wenn der Trend der globalen Erwärmung nicht bis zum Jahr 2000 umgekehrt wird.“
Ja, der Gletscher schrumpft. Ja, Wissenschaftler untersuchen ihn intensiv. Aber Schrumpfen ist nicht das Gleiche wie Zusammenbrechen. Und ein Zusammenbruch ist kein Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende globale Katastrophe. Der Sprung von gemessenem Eisverlust zu Schlagzeilen, die das Ende der Küstengebiete prophezeien, beruht eher auf Modellierungsszenarien und dramatischer Sprache als auf tatsächlich beobachteten Daten.
Der Thwaites-Gletscher enthält etwa 600.000 Gigatonnen Eis. In Nachrichtenberichten werden oft prognostizierte Verluste in der Größenordnung von Hunderten von Gigatonnen hervorgehoben und diese Zahlen so dargestellt, als deuteten sie auf einen drohenden Zusammenbruch hin. Das tun sie nicht. Selbst ein Verlust von 200 Gigatonnen über Jahrzehnte hinweg macht nur einen winzigen Bruchteil der Gesamtmasse des Gletschers aus. Dieser Kontext ist wichtig, auch wenn er in diesem Klimakatastrophen-Geschrei regelmäßig ausgeklammert wird.
Die zugrunde liegende Wissenschaft ist weitaus differenzierter als die Schlagzeilen vermuten lassen. Die International Thwaites Glacier Collaboration hat Instrumente unter dem schwimmenden Schelfeis installiert und direkt das relativ warme zirkumpolare Tiefenwasser gemessen, das unter den Gletscher eindringt. Dieses unter der Oberfläche befindliche Meerwasser, das etwa 1 Grad Celsius über dem Gefrierpunkt liegt, schmilzt das Eis von unten. Dies ist ein Problem der Ozeanzirkulation. Es handelt sich nicht in erster Linie um einen Zusammenhang mit der vermeintlichen Erwärmung der Atmosphäre.
Diese Unterscheidung wird selten deutlich gemacht.
Das durch den Ozean verursachte Schmelzen an der Basis ist seit Jahrtausenden Teil des dynamischen Systems der Antarktis. Schelfeise werden dünner und ziehen sich zurück. Die Aufsetzkanten wandern. Diese Prozesse werden von Meeresströmungen, dem Salzgehalt, Windverhältnissen und der Topografie des Untergrunds beeinflusst. Sie sind komplex und regional unterschiedlich. Sie verlaufen nicht nach dem Zeitplan der Fernsehnachrichten.
Was ein echtes wissenschaftliches Problem zu einer politischen Panikmache macht, ist das Vertrauen in Worst-Case-Modellszenarien. Modelle der Eisschilde beinhalten Annahmen über die Instabilität von Meeres-Eisklippen und Hydrofrakturierung. Geringfügige Änderungen dieser Parameter können zu sehr unterschiedlichen Prognosen für den künftigen Meeresspiegelanstieg führen. Die dramatischsten Ergebnisse im Bereich von mehreren Metern hängen stark von diesen Annahmen ab.
Aber Modelle sind nicht das Gleiche wie Messungen.
Die beobachtete Ausdünnung und der Rückgang sind real. Doch die Prognose eines vollständigen strukturellen Zusammenbruchs innerhalb eines Jahres oder sogar weniger Jahrzehnte erfordert eine Extrapolation der Klimamodelle über das hinaus, was direkt beobachtet worden ist. Der Unterschied zwischen anhaltendem Rückgang und irreversibler Zersetzung ist enorm, wird in der Medienberichterstattung jedoch oft verwischt.
Die Eisentwicklungen in der Antarktis variieren zudem erheblich je nach Region. Während Teile der Westantarktis in den letzten Jahrzehnten an Masse verloren haben, zeigten andere Regionen, darunter Teile der Ostantarktis, je nach betrachtetem Zeitraum Phasen der Stabilität oder Zuwächse. Der Kontinent verhält sich nicht wie ein einziger, einheitlicher Block schmelzenden Eises.
Zudem vollzieht sich der Anstieg des Meeresspiegels allmählich. Daten von Gezeitenmessstationen und Satellitenaltimetrie zeigen, dass der globale Meeresspiegel um Millimeter pro Jahr steigt, nicht um Meter pro Jahrzehnt. Selbst bei den pessimistischsten Prognosen würden sich signifikante Beiträge der Antarktis über viele Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte erstrecken. Eine Anpassung der Küstengebiete ist nicht nur möglich, sondern in vielen Teilen der Welt bereits im Gange.
All dies bedeutet nicht, dass Thwaites ignoriert werden sollte. Es handelt sich um einen wichtigen Gletscher in einer sensiblen Meeresumgebung. Eine fortgesetzte Beobachtung ist unerlässlich. Doch wissenschaftliche Vorsicht sollte nicht durch eine Gewissheit auf Boulevardniveau ersetzt werden.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Es zeichnet sich zudem ein allgemeinerer Trend ab. In den letzten zehn Jahren schwankten die Prognosen zum antarktischen Eis zwischen Behauptungen über einen unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch und revidierten Einschätzungen, welche die Zeitpläne angesichts neuer Daten nach hinten verschoben. Tatsächlich sind 77 Prozent des antarktischen Schelfeises stabil. Jede neue Studie sorgt für Schlagzeilen über Kipppunkte und Punkte, an denen es kein Zurück mehr gibt. Doch dann bringen Folgeuntersuchungen Nuancen ins Spiel. Die Schlagzeilen werden selten mit gleicher Prominenz korrigiert.
Der Begriff „Weltuntergangsgletscher“ ist an sich schon ein Marketinginstrument für Klimapanikmache. Er suggeriert Unausweichlichkeit und Endgültigkeit. Die Wissenschaft arbeitet nicht mit Absolutheiten. Sie bewegt sich im Bereich von Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheitsspannen.
Die Politik sollte sich auf beobachtete Trends und realistische Prognosen stützen, nicht auf Worst-Case-Szenarien, die als ausgemachte Sache dargestellt werden. Küstenstädte haben seit Jahrhunderten mit Bodensenkungen, Stürmen und einem allmählichen Anstieg des Meeresspiegels zu kämpfen. Es gibt technische Lösungen. Es gibt Anpassungsstrategien, und Panik ist keine Strategie.
Wenn die Presse verkündet, dass Thwaites kurz vor dem Zusammenbruch steht und die Küsten überfluten wird, berichtet sie nicht über eine nüchtern festgestellte Unvermeidbarkeit. Sie übertreibt die äußersten Auswüchse von Worst-Case-Szenarien aus Klimamodellen, die inzwischen zurückgenommen worden sind, und stellt sie als kurzfristige Gewissheiten dar.
Die Gletscher der Antarktis verdienen Beobachtung und wissenschaftliche Erforschung. Sie verdienen es nicht, zu saisonalen Schreckensmeldungen im Stil der Boulevardpresse gemacht zu werden.
Link: https://redstate.com/heartlandinstitute/2026/06/04/the-myth-of-the-doomsday-glacier
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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[phys.org/news/2020-12-newly-greenland-plume-thermal-arctic.html]
[spektrum.de/podcast/feuer-unterm-eis-vulkanismus-am-nordpol/2219026]
Also was schmiltzt durch Klimawandel und was durch Vulkanismus/Erdwärme?
Der Twaites Gletsche befindet sich neben dem Pine Island Gletscher und unter diesem wurde ein activer Vulkan entdeckt.
[antarcticajournal.com/active-volcano-discovered-under-glacier-in-antarctica/]
Man kann wohl annehmen das die vulkanische Aktivität auch das Meerwasser erwärmt.
Also nicht unbedingt eine Veränderung der Meeresströmungen.
Es bräuchte Temperaturmessungen nahe des Festlandssockels um festzustellen ob die Wärme von dort kommt oder nicht.
Mit einem Mini-U-boot sollte das wohl möglich sein.
Professor Jørgen Peder Niels Bohr Institute – University of Copenhagen „The Climate Change story told by ice cores…“ 2021_11_11 https://www.youtube.com/watch?v=L1mjG_F8ppw&t=145s
Greenland ice cores reveal warm climate of the past Niels Bohr Institute – University of Copenhagen The new results from the NEEM ice core drilling project in northwest Greenland, led by the Niels Bohr Institute at the University of Copenhagen show that the climate in Greenland was around 8 degrees C warmer than today during the last interglacial period, the Eemian period, 130,000 to 115,000 years ago. “Even though the warm Eemian period was a period when the oceans were four to eight meters higher than today, the ice sheet in northwest Greenland was only a few hundred meters lower than the current level, which indicates that the contribution from the Greenland ice sheet was less than half the total sea-level rise during that period,” says Dorthe Dahl-Jensen, Professor at the Niels Bohr Institute, University of Copenhagen, and leader of the NEEM-project.
2013_01_22 https://nbi.ku.dk/english/news/news13/greenland-ice-cores-reveal-warm-climateof-the-past/
Zudem vollzieht sich der Anstieg des Meeresspiegels allmählich.
Diese Aussage des Artikels ist realistisch. Plausibel ist auch, dass der Meeresspiegel überhaupt steigt. Aber nicht wegen schmelzender Gletscher oder wegen der Wärmeausdehnung der Meere. Diese Faktoren sind nachrechenbar und führen zu unmerklichen Anstiegen.
Der Meeresspiegel steigt, weil seit Jahrzehnten die Landmassen der Erde großflächig trockengelegt werden! Das haben die Klimaapostel nicht auf dem Radar, leider auch nicht der Autor des Artikels. Fakt ist:
An der Erdoberfläche der Länder verschwinden und verkleinern sich alle Seen und durch Trinkwassergewinnung und industrielle Nutzung wird der Boden bis in hunderte Meter Tiefe entwässert. Alles dem Boden entzogene Wasser landet im Meer und führt zum täglichen leichten Anstieg des Meeresspiegels
Aber nicht nur das: Alle Flüsse der Welt transportieren täglich hunderte Millionen Tonnen Feststoffe ins Meer und füllen den Meeresboden auf. Wasserverdrängung, das Wasser drängt nach oben. Auch ohne menschliches Zutun füllen alle Ostseezuflüsse dieses Binnenmeer auf.
Jetzt könnte man die KI wieder rechnen lassen, um wieviele Millimeter pro Jahr.
Jener Teil eines Gletschers, der bereits am Wasser schwimmt, verändert den Meeresspiegel nicht mehr. Verändern können nur jene Eismassen, die zuvor an Land auflagen und dann ins Wasser rutschten.
Die unterliegen im Integral aber der Eisreproduktion durch Niederschläge aufgrund von verdunstetem Wasser durch Regen und Schnee, was zu neuer Nährung des Gletschers führt. Es ist ein Kreislaufprozeß, der natürlich Schwankungen durch alle möglichen Ursachen haben kann.
Hallo Herr Strasser,
selbst das Teil des Gletschers über dem Wasser schwimmt nicht solange er fest mit dem Gletscher verbunden ist.
Erst durch Kalben (Abbruch) wird es zu schwimmendes Eis.
Ist wie ein Brett das auf Land aufliegt und auf das Wasser herausragt.
Erst durch abbrechen schwimmt ein Teil auf dem Wasser.
MfG
Herr Sachs ihr Beitrag in Kurzfassung (freundliche Version):
„Herr Sachs hat keine Ahnung von Glaziologie“
Das, was da vor dem Thwaites-Gletscher auf die Amundsensee rausdrückt, wird als Schelfeis bezeichnet. Und Schelfeis ist keine starre Platte sondern es schwimmt. Wenn ein Stück davon abbricht („kalbt“) wird es nicht mehr als Schelfeis bezeichnet sondern das Bruchstück ist dann ein sogenannter Eisberg (kein „Kalb“). Der schwimmt auch, wie Mutti Schelfeis. Eis, das schwimmend schmilzt, erhöht nicht den Wasserstand (denken sie an spezifische Dichte und Verdrängung und so). Daraus folgt: Der Meeresspiegel steigt nicht wegen Abbrüchen an der Thwaites-Gletscherzunge.
Ian Joughin/University of Washington
Dieser Autor scheint sich keine Temperaturdiagramme der Wetterstationen in der Antarktis angeschaut zu haben. Damit weiß er folgendes Ergebnis nicht: Die Antarktis wurde in den letzten 40 Jahren nicht wärmer, damit können auch keine Gletscher schmelzen. Was im Sommer wegschmilzt, wächst im Winter wieder nach. Vorausgesetzt die Niederschläge ändern sich nicht.
Gletschersterben in der Antarktis durch bewußte Lügen:
Die Sterbelüge ist schon seit 1989 falsch, als ein UN-Beamter gegenüber der Associated Press erklärt hatte, dass „…ganze Nationen durch den Anstieg des Meeresspiegels von der Erde verschwinden könnten, wenn der Trend der globalen Erwärmung nicht bis zum Jahr 2000 umgekehrt wird.“
Der Trend der globalen Erwärmung wurde nicht umgekehrt, ab 1987 auf 1988 wurde es in vielen Teilen der Welt durch einen Temperatursprung plötzlich wärmer, nur in der Antarktis wurde es nicht wärmer.
Da die Antarktis eher leicht abkühlte, genauso wie die Temperaturen bei der deutschen Neumayer Station können dort in der Antarkts auch keine Gletscher schmelzen. Wir zeigen entsprechende Temperaturdiagramme in unserem nächsten Mai 3-Teil.
Dass die Gletscher schmelzen, ist eine unverschämte Lüge der System-Medien im Auftrag der Politik.
Das Gegenteil ist der Fall : in Wahrheit wachsen die Gletscher und auch die arktischen und antarktischen Eismassen nehmen zu, weil CO2 die Erde kühlt. Das ist bewiesen.
Herr Gouder
Schmelzen heißt mehr Eis-Abnahme übers Jahr als Zunahme. Gletscher schmelzen in den Alpen, weil es in Europa vor allem im Sommer und tagsüber wärmer wurde, der Grund ist die Zunahme der Sonnenstunden und die Zunahme der Strahlungsintensität.
Sollte momentan der Zugspitzgletscher schmelzen bei einer bisherigen Junitemp von
– 0,7 Grad, dann ist der Grund hierfür nicht Temperatur, sondern die Eisverschmutzung, was die Oberfläche der Gletscher verdunkelt. In der Antarktis gibts keine Eis- und Schneeverschmutzung.
Ihre allgemeinen Sprüche können Sie sich schenken.
Herr Kowatsch schreibt:
OMG wann wird Herr Kowstsch denn endlich verstehen, dass es bie der Frage, ob Gletschereis schmilzt nicht auf die Mitteltemperatur ankommt.
Es ist die Höchsttemerperatur die relevant ist. Und diese ist bei der Zugspitze in diesem Juni bei 7,5°C. Im Mai waren es 10°C.
Natürlich kommt es dabei auch auf die Sonnenstunden an. Aber nicht auf die Mitteltemperatur. Wurde Ihnen schon des Öfteren erklärt, S‘ ischd wia wen ma dem Ox ens Horn pfetza däht…
nix fer oagut
Ketterer
Die Gletscher auf Grönland und der Antarktis schmelzen, Eisbären und Pinguine sterben wie die Fliegen, die Ozeane laufen über und wir werden alle sterben – nur weil diese Klimaleugner ganz viel Rindfleisch essen, keine Batterieautos kaufen wollen und ständig an ihrem Händi mit der KI rumdaddeln. Argumentation auf Gouder-Niveau.