Die Gäste in der Sendung:
– Annemarie Botzki, Klimaaktivistin
– Thorsten Glauber, Umweltminister in Bayern, Freie Wähler
– Ingo Hahn, Fraktionsvorsitzender der AfD im Bayerischen Landtag
– Justus Haucap, Wirtschaftswissenschaftler, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Wir sind in so einer ernsten globalen Situation – ich finde, diese Diskussion kann man sich sparen, auch im öffentlich rechtlichen Fernsehen. Ganz ehrlich.
….sagt Annemarie Botzki von Extinction Rebellion, der noch radikaleren (bzw. extremistischen) Partnerorganisation von Fridays for future. Das geht dann selbst dem ARD-Moderator zu weit, der nach dem zweiten Mal reagiert:
Wir haben schon die Aufgabe, einen bestimmten Anteil der Bevölkerung, der die AfD und Herrn Hahn wählt, in die Diskussion einzubeziehen.
Recht hat er; und gut, daß es mal jemand in den Öffentlich-Rechtlichen sagt. „Klimaleugner“ wie Michael Limburg oder AfD-Politiker wie Jörg Meuthen oder Alice Weidel findet man in Gesprächssendungen kaum noch, Markus Lanz ausgenommen.
Zweiter Pluspunkt dieser Münchener Runde ist, auch wenn es paradox erscheint, die Einladung der XR-Chefin Botzki. XR-Leute sieht man kaum im Fernsehen, da die Redaktionen wohl ahnen, welche Extremisten das sind und daß diese, wie hier geschehen, gleich ordentlich lospoltern.
Nicht vergessen: Der Haupt-Gründer von XR ist Roger Hallam, der Ende 2019 den Holocaust leugnete und seitdem der Damnatio memoriae anheim gefallen ist (sogar auf Wikipedia – schauen Sie einmal hier). Es ist nicht glaubhaft, daß Hallams antisemitische Ansichten zuvor intern unbekannt waren, was aber wohl nicht störte, da die Öko-Organisation als teilweise israel-und judenfeindlich bekannt ist.
Und wer ist eigentlich Annemarie Botzki, sozusagen die Luisa Neubauer von XR? Sie ist 34, stammt aus Duisburg, studierte Sozialwissenschaft, Europäische Politik und Umweltmanagement.
Thilo Jung, der in letzter Zeit durch seine Angriffe auf Boris Reitschuster bekannt wurde, hat sie einmal interviewt. Im Gespräch erzählt sie, daß sie lange für die russische nichtstaatliche (?) Nachrichtenagentur Interfax in London arbeitete, und dabei sich um Themen wie Energie kümmerte.
Interessanter Link – vergessen wir nicht: Sollte Deutschland eines Tages alle Kohle- und Kernkraftwerke gesprengt haben, braucht es dennoch eine doppelte Infrastruktur mit Notfall-Ersatz-Kraftwerken, die mit russischem Gas betrieben werden, wenn irgendwo Dunkelflaute herrscht (also häufig). Die russische Regierung unter Putin, die über Gazprom die Energieindustrie des Landes kontrolliert, hat als gewisse Interessen an der deutschen Energiewende….
Ob Frau Botzki diese Zusammenhänge klar sind? Im Video wirkt sie eher naiv.