Inzwischen existiert der selbst ernannten Weltklimarat und das PIK Potsdam, die praktisch per Satzung festgeschrieben haben, dass CO2 der alleinige Hauptverursacher einer fortdauernden menschengemachten Erwärmung wäre. Und dass die CO2-Zunahme ausschließlich menschenerzeugt wäre, was auch bezweifelt werden darf. Den Kohlendioxidanstieg der Atmosphäre bestreitet niemand. Die Messung am Mouna LOA, nach der eigentlich alle anderen CO2-Messstationen der Welt geeicht sind, zeigt die erste Abbildung.

Abb. 1: Seit 1958, dem Messbeginn nimmt der CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu. Derzeit um etwa 2 ppm pro Jahr. Aktueller Stand 2020: 418 ppm

Dieser CO2-Zunahme stellen wir die Deutschlandtemperaturen des Novembers der letzten 95 Jahre gegenüber:

Abb. 2: Neben extrem kalten Novembermonaten wie 1993 mit 0,37C im Schnitt gibt es wärmere wie 2015, wo uns der November mit Sonnenschein und milden Temperaturen verwöhnte. Vergleiche auch 1926 mit 2020: 6,1 zu 6,0°C. Also gleich. Wo ist die angeblich besorgniserregende Novembererwärmung der letzten 95 Jahre aufgrund des CO2-Anstieges um etwa 140 ppm?

Viele Klimawissenschaftler glauben aufgrund ihrer Berechnungen an eine schwache bis fast gar keine Wirkung des Treibhauseffektes, es gibt aber auch eine Minderheit an Angstrompetern, die sich selbst Klimafolgenwissenschaftler nennen, und diese taxieren die CO2-Klimasensitiviät in einen Größenbereich von 1,5 °C bis 4,5 °C aufgrund ihrer Computersimulationen und Szenarien. Also überdimensioniert hoch, um daraus ihre Angstprognosen entwickeln zu können. Versuchsbeweise: gar keine.

Dass auch ein großer Anteil des leichten Novemberanstieges vom menscherzeugten Wärmeinseleffekt bei den Stationen verursacht wird, soll hier zunächst außer Acht gelassen werden, genauso die Frage nach der Höhe des WI-Anteils. Wir gehen im Folgenden von der falschen Annahme aus als wären die Novemberreihen Deutschlands wissenschaftlich vergleichbar und die leichte Erhöhung würde ausschließlich durch vom Menschen verursachtes CO2 erzeugt.

Betrachten wir nun einzelne Zeitabschnitte der letzten 95 Novembermonate.

  1. Von 1926 bis 1993: 68 Jahre gleichmäßige leichte Abkühlung

Abb. 3: Von 1926 bis 1993 zeigen die Novembermonate einen leichten Temperaturrückgang, wobei 1993 ein ausgesprochen kalter November war. Ein Anzeichen für einen Temperaturwechsel

2. Seit 1994: Mit einem Temperatursprung setzte die Novembererwärmung ein.

Abb. 4: 1994 wurde der Monate November durch einen Temperatursprung angenehm wärmer und die Erwärmung setzte sich in den letzten 27 Jahren kontinuierlich fort.

Zwischenergebnis

Im Zeitraum 1926 bis 1993, also 68 November lang kühlte der Monat in Mitteleuropa ab. Ein Zeitraum, in welchem diverse Klimawissenschaftler eine neue kleine Eiszeit vorhersagten.

Dieser 68-jährige Abkühlungszeitraum zeigt bereits, dass CO2 nichts oder nur sehr wenig mit der Temperaturentwicklung zu tun haben kann.

Unsere Frage war: Wirkte Kohlendioxid im November zunächst 70 Jahre lang abkühlend?

Antwort: Nein, CO2 hat entweder gar keine Wirkung oder eine nur sehr untergeordnete Wirkung auf die Entwicklung der Novembertemperaturen in Deutschland.

Zum Wärmeinseleffekt: In beiden Zeitphasen der Betrachtung ist dieser bei den deutschen Wetterstationen gestiegen. Bei einer Herausrechnung des WI-effektes wäre die Trendlinie in Phase 1 etwas stärker fallend und in Phase 2 weniger steil ausgefallen wie…?

Ja wie wenn sich Deutschland seit 1926 überhaupt nicht verändert hätte. Von der leichten Gesamterwärmung des Betrachtungszeitraumes wäre wohl nichts übrig geblieben.

Leider gibt es diese Voraussetzung einer vergleichenden Temperaturbetrachtung in Deutschland nicht, wir haben lediglich eine Wetterstation in Virginia, in den USA gefunden, deren unmittelbare Standortumgebung in den letzten 100 Jahren fast unverändert blieb.

Abb. 5: Bei der Dale-Enterprise Wetterstation bei einer solitären Farm in Virginia/USA gibt es kaum einen Wärmeinseleffekt, da sich die Umgebung weniger verändert hat wie bei den deutschen Wetterstationen. Sogar über den gesamten Betrachtungszeitraum der letzten 95 Jahre wurde der Monat November leicht kälter. Der Temperatursprung 1994 fehlt.

Die fast wärmeinselfreie Wetterstation in Virginia zeigt, dass sich die Novembertemperaturen seit Anbeginn der Betrachtung immer noch abkühlen. CO2 hat dort keine Erwärmungswirkung und würde sogar seit 95 Jahren abkühlend wirken, wenn es denn eine Kausalität gäbe. Folglich hat auch die DWD Erwärmung über den gesamten Zeitraum 2 Gründe: a) den ständig steigenden WI-effekt und b) natürliche Ursachen an Klimaveränderungen.

Fazit: Will man den menschengemachten Anteil an der Erwärmung bekämpfen, dann müsste man die weitere Bebauung, Asphaltierung und Trockenlegung der Landschaft einstellen. Nur dann wären seriöse Temperaturvergleiche möglich. Leider stehen (fast) alle DWD-Wetterstationen da, wo es mehr oder weniger starke Eingriffe in die Landschaft gab und gibt (Flughäfen, Zersiedelung, neuerdings auch WI-Effekte in der freien Landschaft durch Wind- und Solarparks sowie den Ausbau der Stromnetze für die völlig vergeigte, teure, umweltschädliche Energiewende).

Derartiges Grundwissen einer soliden Langzeitmessung lernen die Studenten der naturwissenschaftlichen Fächer in den Anfangssemestern.

Temperatursprünge im November

Wie schon bei den Vormonaten, wollen wir uns den Verlauf der Novembertemperaturen in Deutschland seit dem Beginn regelmäßiger, flächendeckender Aufzeichnungen einmal näher ansehen. Gab es da Klimasprünge? Dieser Begriff ist zwar nicht exakt statistisch oder klimatologisch definiert – aber markante Sprünge, welche eine mindestens 25ig-jährige, einigermaßen konstante Klimaphase zugunsten einer neuen, mindestens ebenso langen ablösen und somit von mindestens einer Generation erlebt werden, können als solche gelten:

Abb. 6: Im November lassen sich drei markante Klimaphasen finden. Eine erste, recht kühle mit deutlichem Abkühlungstrend bis 1925, dann eine mildere Phase zwischen 1926 und 1993, welche aber immer wieder einzelne, kältere November bei leichtem Abkühlungstrend aufwies. Letztlich die aktuelle, sehr milde Phase seit 1994 mit deutlichem Erwärmungstrend. Der November 2020 schaffte es aber bei weitem nicht unter die fünf wärmsten Novembermonate seit Aufzeichnungsbeginn. Die roten Balken markieren die arithmetischen Mittel der drei Phasen, deren Streuungen sich kaum unterscheiden. Nur auf Kosten der aktuellen, vermutlich nicht ewig andauernden Warmphase erwärmte sich der November seit 1881 in Deutschland merklich.

Nun lohnt es sich, die aktuelle, 1994 beginnende Warmphase einmal genauer zu betrachten; dazu verglichen wird deren Verlauf in Deutschland mit dem nicht weit entfernten Zentralengland:

Abb. 7: Seit 1994 hat sich der November in Deutschland erheblich erwärmt – in Zentralengland blieb diese Erwärmung trotz überall stark steigender CO2-Konzentrationen aus.

Aber wie ist nun dieses unterschiedliche Erwärmungsverhalten zu erklären? Wie schon öfters erläutert, beeinflusst die AMO die Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen und damit die Temperaturverhältnisse. Die aktuelle AMO-Warmphase führte zu häufigeren Süd- und Südwestlagen, welche aber nur deshalb erwärmend wirkten, weil Mitteleuropa auf der „warmen“ Vorderseite der Tiefs liegt. England, eher auf deren Rückseite liegend, konnte von deren Erwärmungswirkung nicht profitieren.

Wir hoffen, dass Deutschland noch recht lange von der warmen Vorderseite des Tiefs profitieren darf.