„Der allgemeine Feind der Menschheit ist der Mensch. Auf der Suche nach einem neuen, uns einigenden Feind kam uns der Gedanke, dass Verschmutzung, die Bedrohung durch die globalen Erwärmung,  Wasserknappheit, Hungersnöte und dergleichen diese Rolle einnehmen könnten. All diese Gefahren haben ihren Ursprung in menschlicher Einmischung, und man kann sie nur überwinden durch verändertes Verhalten. Der wirkliche Feind ist demnach die Menschheit selbst“.

Sie glauben, dass all diese Probleme dem Menschen geschuldet sind, aber durch technologische Fortschritte einer wachsenden Bevölkerung abgemildert werden. Verändertes Verhalten bedeutet im Grunde, was Thomas Malthus mit seinem Gedanken in die Welt gesetzt hat, dass die Welt überbevölkert ist. Er glaubte, dass Wohltätigkeit und Hilfe für die Armen eine Hauptursache des Problems sei, und dass es notwendig sei, die Bevölkerung durch Regeln und Vorschriften zu reduzieren. Die Bemühungen des TCOR gipfelten in den politischen Aktivitäten der Konferenz von Rio 1992, die von Maurice Strong (einem TCOR-Mitglied) unter dem Umweltprogramm der UN (UNEP) organisiert worden ist.

Die Hypothesen und Objektiven wurden zur Hauptstruktur der Agenda 21, dem Masterplan für das 21. Jahrhundert. Der Bedrohung durch die globale Erwärmung wurde in Rio Rechnung getragen mit der Gründung des UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) und der Schaffung des IPCC. Dessen Aufgabe war es ausschließlich, Beweise dafür zu finden, dass menschliches CO2 ein Beitrag des allgemeinen Feindes sei.

Das IPCC war dabei sehr erfolgreich. Trotz aller Enthüllungen über korrumpierte Wissenschaft und ihrer gescheiterten Vorhersagen (Projektionen) steht CO2 immer noch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit hinsichtlich Energie und Umwelt. Beispielsweise wird auf zahlreichen Websites der Regierung der CO2-Ausstoß neuer und gebrauchter Autos aufgelistet. Autobauer arbeiten daran, Autos mit immer geringerem CO2-Ausstoß zu bauen und damit zu werben, und sei es auch nur zu dem Zweck, möglichst grün dazustehen. Die Autoindustrie, welche die Wissenschaftler in ihren Reihen hat, die es besser wissen, hat sich hinsichtlich CO2 kollektiv den Öko-Schikanen unterworfen. Damit stehen sie nicht allein. Sie kommen damit durch, weil sie die unnötigen Kosten an eine umnebelte Bevölkerung weiterreichen, die „nur im Sinn hat, das Richtige zu tun“.

Der TCOR übertrug Malthus’ Behauptung auf einen Wettlauf auf alle Ressourcen bis zu deren Erschöpfung, der bereits im Gange sei. Sowohl Malthus als auch der COR glauben, dass die Begrenzung der Bevölkerung obligatorisch sei. Darwin hatte eine Ausgabe des Essay on Population bei sich und äußerte sich zu dessen Einfluss auf seine Evolutionstheorie in seinem Journal Beagle im September 1838. Die Saat der Verzerrung bzgl. Überbevölkerung wurde durch Darwins Akzeptanz der Malthus’schen Behauptungen gelegt.

In der von Paul Johnson erstellten Biographie von Charles Darwin wird der Widerspruch zwischen Darwins wissenschaftlichen Methoden und seine Akzeptanz der Malthus’schen Thesen kommentiert:

Malthus’ Ziel war es, Wohltätigkeit abzuschaffen und die bestehenden Armen-Gesetze zu reformieren, welche seinen Worten zufolge die Hilflosen ermutigen und so das Problem verschlimmern. Das war nicht Darwins Problem. Was ihn berührte, war der Kontrast zwischen der geometrischen Progression (Brüten) und der arithmetischen Progression (Nahrungsmittel). Er war kein Mathematiker und hat die Logik hinter Malthus‘ Einlassungen nie hinterfragt … tatsächlich war Malthus‘ Gesetz Unsinn. Er hat es nie bewiesen. Er hat es in den Raum gestellt. Das Fehlen auch nur eines kleinsten Beweises in seinem gesamten Werk war augenfällig. Warum ist Darwin das nicht aufgefallen? Ein Mysterium. Malthus’ einziger „Beweis” war die Bevölkerungszunahme in den USA.

Es gab keinen einzigen Punkt, an dem Malthus’ geometrischen/arithmetischen Regeln sich mit den bekannten Fakten trafen. Und er hatte keinerlei Grund, von den hohen Raten des amerikanischen Bevölkerungszuwachses auf einen stetigen Verdoppelungs-Effekt alle 25 Jahre zu schließen.

Er schluckte den Malthusianismus, weil es zu seinen emotionalen Bedürfnissen passte, er hat keine Tests durchgeführt und nicht den Skeptizismus an den Tag gelegt, den ein Wissenschaftler haben sollte. Es war eine seltene Abweichung von der Disziplin seines Fachgebietes. Aber es war eine sehr bedeutende.

Darwins Zustimmung zu Malthus gaben dessen Ideen eine Glaubwürdigkeit, die sie nicht verdient hatten. Seitdem hat die Malthus’sche Behauptung die Wissenschaft dominiert, ebenso wie die Sozialwissenschaft und zuletzt die Umweltbewegung. Selbst heute noch glauben viele, die die Falschheit der globalen Erwärmung durch die Menschen erkannt haben, dass Überbevölkerung ein echtes Problem ist.

In allen TCOR-Aktivitäten stand die Überbevölkerung im Mittelpunkt. Drei Bücher waren für diese Botschaft wesentlich, nämlich The Population Bomb (1968) und Ecoscience: Population, Resources and Environment (1977) von Paul Ehrlich, wobei er Letzteres zusammen mit Obamas Wissenschafts-Zaren John Holdren geschrieben hat. Außerdem Limits to Growth von Meadowes et al., veröffentlicht 1972. Darin war das Vorgehen des IPCC mittels Computervorhersagen (Projektionen) vermutet worden. Darin heißt es:

Falls sich die gegenwärtigen Wachstumstrends hinsichtlich Weltbevölkerung, Industrialisierung, Verschmutzung, Nahrungsmittelerzeugung und Ausbeutung von Ressourcen unverändert fortsetzen, werden die Grenzen des Wachstums auf diesem Planeten irgendwann während der nächsten 100 Jahre erreicht sein.

Auf der Website des COR heißt es:

Sie haben ein Computermodell erstellt, das die Beziehungen zwischen verschiedenen globalen Entwicklungen einbezieht und Simulationen für alternative Szenarien entwickelt. Teil der Modellierung waren die unterschiedlichen Mengen der möglicherweise erschließbaren Ressourcen, unterschiedliche Niveaus der landwirtschaftlichen Produktivität, Geburtenkontrolle und Umweltschutz.

Man schätzte die gegenwärtig verfügbaren Mengen einer Ressource, bestimmte die Verbrauchsrate und fügte eine steigende Nachfrage wegen zunehmender Industrialisierung und Bevölkerung hinzu und kam mit einfachen linearen Trendanalysen zu dem Ergebnis, dass die Welt dem Untergang geweiht ist.

Der Wirtschaftsexperte Julian Simon stellte den TCOR und die Hypothesen von Ehrlich in Frage.

Ehrlich hatte behauptet: „Wenn ich ein Zocker [gambler] wäre, würde ich sogar wetten, dass England im Jahr 2000 nicht mehr existieren würde“. Simon betrachtete diese Behauptung als zu dumm, um sich überhaupt damit zu befassen. Er reagierte mit einem „öffentlichen Angebot von 10000 Dollar … für meine Annahme, dass die Kosten von nicht von der Regierung kontrollierten Rohstoffen (einschließlich Getreide und Öl) langfristig nicht steigen werden“.

Simon schlug vor:

„Sie können Ihre eigenen Modalitäten festlegen: wählen Sie irgendeinen Rohstoff – Kupfer, Zinn, was auch immer – und wählen Sie irgendein Datum in der Zukunft, irgendein Datum, das über ein Jahr in der Zukunft liegt, und ich wette, dass der Preis dieses Gutes an jenem Datum niedriger sein wird als derzeit“.

John Holdren wählte die Materialien und den Zeitpunkt. Simon hat die Wette gewonnen.

Der globalen Erwärmung liegt der Gedanke zugrunde, dass sich das CO2 wegen zunehmender Industrialisierung und wachsender Bevölkerung bis auf schädliche Niveaus anreichern würde. Die politische Manipulation der Klimawissenschaft wurde mit Entwicklung und Kontrolle der Bevölkerung auf vielfache Weise verbunden. Hierzu gibt es einen Kommentar von Senator Tim Wirth aus einem PBS interview. Man hatte ihn gefragt: „Welches Ereignis Ende der achtziger Jahre hat Ihrer Ansicht nach zum Höhenflug des Themas globale Erwärmung geführt?“ Er erwiderte:

Ich glaube, dass es Ende der achtziger Jahre eine ganze Reihe von Ereignissen gegeben hat. Erstens gab es da den (NASA-Wissenschaftler) James Hansen 1988 … Wir hatten ein weitreichendes Gesetz eingebracht, und zwar ein Gesetz zur Klimaänderung mit 18 Punkten; darunter Bevölkerung, Konservierung – und auch Kernkraft. Es enthielt alles, was wir uns in Bezug auf die Klimaänderung vorstellen konnten … Und dann folgte die Reihe von Anhörungen, in denen Jim Hansen der Star-Zeuge war.

In Wikipedia liest man über Wirth:

Im State Department arbeitete er mit Vizepräsident Al Gore an globalen Umwelt- und Bevölkerungsthemen und unterstützte die Ansicht der Regierung zur globalen Erwärmung. Als Unterstützer des Kyoto-Protokolls verkündete Wirth den Einsatz der USA für gesetzlich bindende Grenzen von Treibhausgas-Emissionen.

Gore war 1988 bei der Hansen”-Anhörung der Vorsitzende und stand im Mittelpunkt der These, dass die Bevölkerung die Grundlage aller anderen Probleme sei. Er führte die US-Delegation bei der International Conference on Population and Development im September 1994 in Kairo.

Diese Konferenz war eine Fortentwicklung der Konferenz 1992 von Rio, auf der die Bevölkerung mit allen anderen vermeintlichen Problemen in Zusammenhang gebracht worden waren.

Die explizite Integration der Bevölkerung in wirtschaftliche Entwicklungsstrategien wird sowohl das Tempo der nachhaltigen Entwicklung und der Erleichterungen erhöhen und zum Erreichen von Bevölkerungs-Objektiven beitragen sowie zu einer Verbesserung der Lebensumstände.

Dieses Thema stand im Mittelpunkt der Rio+20-Konferenz im Juni 2012 und war dazu gedacht, der Rio-Konferenz des Jahres 1992 neuen Schwung zu verleihen.

Die Zahlen

Die Welt ist nicht überbevölkert. Jener Trugschluss zieht sich durch die gesamte Umweltforschung, die Politik und die Planungen, einschließlich der globalen Erwärmung und jüngst der Klimaänderung. Wie also sehen die Fakten hinsichtlich der Weltbevölkerung aus?

Das Zensus-Büro der USA gibt eine laufende Schätzung der Weltbevölkerung. Am 15. Februar 2012 wurden 6.994.551.619 Menschen vermutet. Am 30. Oktober 2011 ist Behauptungen der UN zufolge die 7-Milliarden-Grenze gerissen worden; der Unterschied beträgt 5.448.381. Das ist mehr als die Bevölkerung von 129 Ländern der 242 Länder, die von Wikipedia genannt werden. Der Unterschied bestätigt, dass die meisten statistischen Angaben hierzu grobe Schätzungen sind, vor allem jene der UN, die sich auf individuelle Mitgliedsländer stützen, obwohl es von dort keinen genauen Zensus gibt.

Die Bevölkerungsdichte ist ein bedeutenderer Parameter. Die meisten Menschen konzentrieren sich in küstennahen Gebieten und Flussmündungen, die etwa 5 Prozent der Landfläche ausmachen. Man vergleiche die Bevölkerung in Kanada, dem zweitgrößten Land der Welt mit etwa 35,3 Millionen Einwohnern geschätzt im Jahre 2013 mit Kalifornien mit einer geschätzten Bevölkerung von 37,3 Millionen Menschen (2010). Einige illustrieren die Bedeutungslosigkeit der Dichte, indem sie jeden in ein bekanntes Gebiet stellen. Zum Beispiel, dividiert man die Fläche von Texas, umgerechnet knapp 700.000 km² durch die Weltbevölkerung im Jahre 2012, 6.994.551.619 Menschen, kommt man auf eine Fläche von knapp 100 m² pro Person. Wenn man alle Menschen in ein Gebiet presst, ist das etwas anderes als die Möglichkeit, dort zu leben. Der größte Teil der Welt ist nicht von Menschen bewohnt.

Bevölkerungs-Geographen trennen das bewohnte Gebiet von den nicht bewohnten Gebieten. Die Verteilung in beiden ändert sich mit der Zeit infolge sich ändernder Technologie, Kommunikationsmöglichkeiten und der Kapazität zur Erzeugung von Nahrungsmitteln. Viele dieser Änderungen haben mit Klimakontrolle zu tun. Der Gebrauch von Feuer und Kleidung erlaubte das Überleben in kälteren Gebieten, während Bewässerung die Ansiedlung in ariden Gebieten möglich machte. Moderne Umweltschützer würden am liebsten alle diese evolutionären Fortschritte wieder abschaffen.

Ironischerweise ist das irrige Problem die Lösung

Das alles klingt nur zu vertraut bei der Ausbeutung der Wissenschaft für eine politische und persönliche Agenda. Aber es gibt eine sogar noch größere Tragödie, weil die Entwicklung, die TCOR und IPCC verdammen, tatsächlich die Lösung ist.

Alle Bevölkerungsvorhersagen von Ehrlich und Anderen waren falsch, aber wichtiger und auch verdammenswerter war, dass sie eine andere Entwicklung ignorierten, die man schon 1929 entdeckt hatte und die sich im gleichen Zeitraum wie die Malthus’schen Behauptungen entfaltete. Bekannt ist dies unter der Bezeichnung Demographic Transition [etwa: Demographischer Übergang].

Sie zeigt, was auch Statistiken bestätigen, dass die Bevölkerung mit zunehmender Industrialisierung und Wirtschaftswachstum abnimmt. In entwickelten Ländern ist dies so dramatisch, dass die Bevölkerungspyramide inzwischen in Schieflage geraten ist. Es gibt nicht mehr genügend junge Menschen gibt, um die massiven Sozialprogramme für die Älteren zu finanzieren. Einige Länder umgehen dieses Problem durch Einwanderung, was aber schlicht und ergreifend zu anderen Problemen führt. In Ländern, die die Zuwanderung nicht zulassen oder stark beschränken wie z. B. Japan gibt es ganz andere Probleme. Solche Länder bieten Anreize, mehr als zwei Kinder zu bekommen, so wie es Präsident Putin in Russland verkündet hat. China hat drakonische und unmenschliche Maßnahmen ergriffen, um die Ein-Kind-Politik durchzusetzen. Die Ironie liegt darin (obwohl daran nichts komisch ist), dass sie jetzt die größten Erzeuger von CO2 und des größten Wirtschaftswachstums sind. Wenn sie einfach nur den demographischen Übergang studiert und den Dingen einfach ihren Lauf gelassen hätten, dann hätten die schon eingetretenen und noch zu erwartenden Tragödien vermieden werden können.

Die Welt ist nicht überbevölkert. Malthus wartete mit dem Gedanken auf, dass die Bevölkerung irgendwann nicht mehr ausreichend mit Nahrung versorgt werden könnte. Die gegenwärtige Erzeugung von Nahrungsmittel würde Schätzungen zufolge 25 Milliarden Menschen ernähren, Tendenz wachsend. Der Punkt ist, dass in den Entwicklungsländern etwa 60 Prozent der Nahrungsmittel niemals auf dem Esstisch landen. In entwickelten Ländern liegt dieser Prozentsatz bei 30%, hauptsächlich durch Möglichkeiten der Kühlung. In ihrer blinden Begeisterung haben die gleichen Leute, die für das IPCC-Fiasko verantwortlich waren, die technologische Lösung dieses Problems bekämpft – bessere und billigere Kühlung. Das Thema CFC/Ozon wurde künstlich geschaffen, um CFCs zu verbannen und eine globale Kontrolle durch das Montreal-Protokoll einzuführen. Genau wie das Kyoto-Protokoll handelte es sich dabei um eine massive, teure, unnötige Lösung für ein nicht existierendes Problem.

TCOR und später die Agenda 21 des UNEP haben die Malthus’sche Denkweise zur Überbevölkerung übernommen und auf alle Ressourcen ausgeweitet. Sie ist inzwischen zur Grundsatzlehre aller Politiker und der gesamten Politik geworden. Das IPCC wurde ins Leben gerufen, um die Verantwortung für die globale Erwärmung oder jüngst der Klimaänderung dem menschlichen CO2 in die Schuhe zu schieben, und zwar CO2 von einer industrialisierten zunehmenden Bevölkerung. Beide gingen sie von falschen Hypothesen aus, haben manipulierte Daten und Wissenschaft benutzt, die sie in Computermodelle eingaben, die wenig überraschend falsch waren. Das Ergebnis ist, dass der Trugschluss der globalen Erwärmung infolge menschlichen CO2 ein Unterbereich des Trugschlusses der Überbevölkerung ist.

Link: http://wattsupwiththat.com/2014/01/05/overpopulation-the-fallacy-behind-the-fallacy-of-global-warming/

Übersetzt von Chris Frey EIKE