Präsidentschaftskandidat Mitt Romney versteht, dass zur Erreichung dieser Ziele die amerikanische Innovationsfähigkeit endlich von der Leine gelassen werden muss. Die exzessiven regulatorischen Strangulierungsgriffe auf Industrien und Arbeitskapital müssen reduziert werden, damit es uns möglich ist, die sicheren, erprobten Technologien einzusetzen, um unsere riesigen Lagerstätten von Öl, Gas und anderen Energieträgern zu erschließen und auszubeuten. Er weiß, dass wir all das tun können, ohne wichtige Umweltstandards zu opfern.

Präsident Obama glaubt inbrünstig daran, dass die Lösung in höheren Steuern, mehr Regulierung und Regulatoren liegt, unsere unterirdischen Ressourcen unangetastet zu lassen und eine schmerzhafte Wende von Kohlenwasserstoffen hin zu Wind-, Solar- und Bioenergie.

Die Obama-Vision war eine vollkommene Katastrophe. Zahllose Pleiten und Entlassungen werden ergänzt durch unverzichtbare ewige Subventionen, die hart arbeitenden und produzierenden Menschen und Industrien weggenommen werden; geplant von unzähligen Bürokraten für gescheiterte Technologien und Industrien; durchgeführt von kumpelhaften Kooperativen, die sich für den Gefallen, dass man ihnen substantielle Vorteile aus der pflichtgemäßen Freigebigkeit der Steuerzahler hat zukommen lassen, dadurch revanchieren, dass sie diese Gelder in die Kampagne zur Wiederwahl kooperativer Politiker stecken.

Im Gegensatz dazu funktioniert die Romney-Vision tatsächlich. Große Kapitalinvestitionen [bain Capital investments] brachten uns [die Firmen] Staples, The Sports Authority, Steel Dynamics und andere Erfolgsgeschichten. In jüngster Zeit hat die Innovationsfähigkeit des privaten Sektors von Amerika an der Energiefront durch Schweiß und Beharrlichkeit neue Technologien und Entdeckungen gebracht, die den Mythos von „Peak Oil“ und der „bevorstehenden Erschöpfung“ von Petroleum in den USA und weltweit abrupt beendet haben.

Horizontales Bohren und hydraulisches Brechen zum Beispiel wurde durch die Privatindustrie entwickelt, von privaten Investoren gefördert und auf privaten Ländereien getestet. Es musste sich nicht abhängig machen von Subventionen der Steuerzahler, der Genehmigung durch öffentliche Bürokraten oder den Zugang zu Schieferlagerstätten auf öffentlichem Land.

Wäre es anders, wäre das „Fracking” niemals Realität geworden. Der unglaubliche Boom hinsichtlich Öl, Gas, Arbeitsplätzen und Einkommen in North Dakota, Texas und Pennsylvania hätte sich nie ereignet. Riesige Vorkommen von Öl, Erdgas und Erdgaskondensate [natural gas liquids] wären für immer in Schieferformationen Tausende Fuß tief unter der Erdoberfläche eingeschlossen geblieben.

Die Preise für Erdgas würden immer noch über 8 Dollar pro 1000 Kubikfuß (million Btu) liegen anstatt wie heute zwischen 2,50 und 3 Dollar. Amerika würde immer noch in Übersee nach Öl ausschauen, um die Kohle zu ersetzen, die die EPA von Obama effektiv aus unserem Energiekreislauf, aus unserer Stromerzeugung, der Beschäftigung und der Wirtschaft entfernt.

Aber dank des Bohrens und von Fracking auf privatem Land nimmt die Öl- und Gasproduktion unter vernünftigen Regelungen der US-Bundesstaaten zu, zum ersten Mal seit 15 Jahren, trotz weiterhin bestehender Moratorien in dieser Hinsicht auf öffentlichem Land on- und offshore. In Amerika lauert der Schatz einer produzierenden Renaissance, betrieben zum größten Teil durch den Zugang zu ergiebigen, zuverlässigen und bezahlbaren Treibstoffquellen, um die Industrien, Raffinerien und Chemiekraftwerke zu versorgen.

Das massenhafte Gasvorkommen in der Marcellus-Schieferformation hat Shell dazu gebracht, ein Ethan „brechendes“ Kraftwerk im Wert von 2 Milliarden Dollar in der Nähe von Pittsburgh zu planen, was zu 10 000 kurzfristigen und weiteren 10 000 dauerhaften Arbeitsplätzen führen würde. Stahlwerke, Stromerzeuger und zahlreiche andere Industrien würden ebenfalls vom Schiefergas profitieren.

Dem „Energy 2020”-Bericht von Citigroup zufolge könnte die Petroleumindustrie in den USA „bis zu 3,6 Millionen Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 schaffen und das Bruttoinlandsprodukt der USA um bis zu 3 Prozent steigen lassen“, während gleichzeitig auch Milliarden Dollar für lokale, bundesstaatliche und die Zentralregierung abfallen würden [Original: billions of dollars in lease bonuses, rents, royalties and taxes for local, state and federal governments].

Fracking könnte in einer Depression steckenden Gebieten in Maryland, New York, Ohio und andere Staaten neue Arbeitsplätze und Einkommen bescheren. Der erweiterte Zugang zu unserem neu gefundenen Jahrhundertschatz von Kohlenwasserstoff-Energie wird die Preise niedrig halten und den Abfluss von Arbeitsplätzen aus unserem Land umkehren. Er würde Arbeitsplätze für Millionen amerikanischer Hochschulabgänger und Arbeitsloser sowie eine neue Blütezeit für die jetzige und zukünftige Generationen bereit stellen.

Mehr noch, die Vorteile hinsichtlich Energie, Produktion, Beschäftigung und Wirtschaft wären unbelastet von besorglichen Einflüssen auf die Umwelt. Hydraulisches Brechen wurde seit 1949 angewendet und wurde inzwischen mehr als 2,5 Millionen mal durchgeführt, sicher und ohne irgendwelche ernsten Probleme.

Fracking-Flüssigkeiten bestehen zu 99,5% aus Wasser und Sand. Der Rest sind Chemikalien, die die Sandpartikel in der Flüssigkeit gelöst halten, das bakterielle Wachstum bekämpfen und den Gasfluss und die Gaserzeugung verbessern. Die meisten heute benutzten Zusätze sind Pflanzenöle und allgemeine biologisch abbaubare Chemikalien, die auch in Käse, Bier, Dosenfisch, Milchdesserts, Shampoo und anderen Nahrungsmitteln und Kosmetika vorhanden sind. Die sich ständig verbessernden Technologien, Techniken und Regeln werden in Zukunft Umweltrisiken weiter reduzieren.

An alle, die sich wegen einer katastrophalen, vom Menschen verursachten globalen Erwärmung Sorgen machen: Erdgas emittiert viel weniger Kohlendioxid als Kohle. Es entstehen auch keine Abfälle oder Strahlung, die die Ausweitung der Kernkraft stigmatisiert haben. Anders als bei Windturbinen werden keine Vögel oder Fledermäuse geschreddert. Anders als Sonnenenergie werden nicht Millionen Acres naturnaher Landschaften verbraucht, die mit Photovoltaik-Paneelen zugepflastert werden müssen.

Unglücklicherweise haben Fakten wie diese die Peak-Oil-Betonköpfe und Anti-Kohlenwasserstoff-Aktivisten innerhalb und außerhalb der Obama-Administration nicht stoppen können. Sie wurden zu Meistern der Angsterzeugung und Propagandisten, die ihre „Sag einfach nein!“-Opposition zu nordamerikanischer fossiler Treibstoffenergie vorantreiben. Sie benutzen Strafanträge, Lobbyarbeit, Falschmeldungen und Demonstrationen, um das Bohren, Fracking, die Keystone XL-Pipeline, Kohleabbau und –verbrennung sowie zahlreiche andere Projekte zu blockieren, während sie weiter nach Subventionen, Begünstigungen und Ausnahmen von Umweltgesetzen für Wind-, Solar- und Bioenergie-Programme verlangen.

Während seiner ersten Rede zur Amtseinführung, in den Tiefen der Großen Depression, hat Präsident Franklin Roosevelt dem amerikanischen Volk gesagt: „Das Einzige, was wir fürchten müssen, ist die Furcht selbst; namenloser, unbegründeter und ungerechtfertigter Terror, der die benötigten Bemühungen, Rückzug in Vorankommen zu verwandeln, paralysiert“.

Umweltextremisten schlagen den entgegen gesetzten Weg ein und argumentieren, dass das Einzige, vor dem wir Angst haben müssen … eigentlich so ungefähr alles ist.

Wir brauchen Arbeitsplätze und eine erneuerte wirtschaftliche Vitalität. Wir alle wollen eine saubere Umwelt. Seit dem ersten Earth Day im Jahr 1970  haben Industrien aller Art immense Fortschritte bei der Reduktion von Emissionen und bei Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit gemacht. Zweifellos werden sie in dieser Hinsicht weitere Fortschritte erzielen.

Aber das Nachgeben von Furcht und Hysterie sowie das Werfen immer neuer Stolpersteine in den Weg einer vernünftigen Energieversorgung und wirtschaftlicher Entwicklung bringt viel mehr Nach- als Vorteile für unsere Nation und seine Bewohner.

Das Team Obama ist der Arm der Regierung der Umweltextremisten-Lobby. Es ist an der Zeit, diese zu ersetzen durch ein Team Romney, das eine vernünftige und verantwortungsvolle nordamerikanische Energie- und Wirtschaftsentwicklung versteht, ermutigt und ermöglicht.

Paul Driessen

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Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of Eco-Imperialism: Green power Black death.

Link: www.icecap.us  Rubrik „The Political Climate“ vom 19. 8. 2012

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Dieser Artikel ist eine geradezu klassische Ergänzung und Unterstreichung  zu der Zusammenstellung, die Herr Limburg kürzlich bei EIKE hier veröffentlicht hat.