Ostasien des nachts, das obere Foto von 1994/95, in dem Nordkorea klar hervor tritt, stammt von: http://photoblog.msnbc.msn.com/_news/2011/12/19/9564314-satellites-document-north-koreas-dark-ages?pc=25&sp=25.
Das untere Foto stammt aus dem Jahr 2009. Quelle: http://agora. ex.nii.ac.jp/~kitamoto/research/rs/stable-lights.html.en.
Die Fotos illustrieren nicht nur das Fehlen jeglicher ökonomischer Entwicklung in Nordkorea, sondern sie zeigen auch, dass Nordkorea den schwächsten Kohlenstoff-Fußabdruck der Welt hat. Und die verschiedenen Indikatoren menschlichen Wohlergehens spiegeln diese dunkle Realität, wie die folgende Tabelle zeigt.

So war es nicht immer. In den frühen fünfziger Jahren, so lange Daten verfügbar sind, lagen beide Länder hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung und des menschlichen Wohlergehens etwa gleichauf. Der Weltbank zufolge war die Lebenserwartung in Nordkorea 1960 etwas höher als im Süden (55,2 Jahre <-> 53,0 Jahre). Natürlich können die Daten aus dem Norden von der Regierung etwas aufgeblasen worden sein, bevor sie von der Weltbank übernommen worden waren, aber da bin ich nicht sicher.
Aber mit der Zeit ist die Lebenserwartung durch das freiere ökonomische System in Südkorea immer weiter gestiegen. Dann hat der Verlust von äußerer Unterstützung durch den Zusammenbruch der Sowjetunion Nordkorea in einen hoffnungslosen Fall verwandelt, und zwar seit den neunziger Jahren (siehe folgende Abbildung). Schließlich ist der Süden noch demokratischer und die wirtschaftlichen und sozialen Systeme immer transparenter geworden. Die Folgen davon sind in den obigen Fotos und der folgenden Abbildung eindrucksvoll erkennbar.

Bruttoinlandsprodukt und CO2-Emissionen, jeweils pro Kopf, von 1950 bis 2008. Quellen: Maddison (2008) und Weltbank (2011).
Die Bilder und die Tabelle sind unter Anderem eine eindrückliche Warnung vor den Gefahren einer übereifrigen Reduzierung des Kohlenstoff-Fußabdrucks eines Landes.
Indur Goklany
Den Originalartikel finden Sie hier
Übersetzt von Chris Frey für EIKE

Update 5.1.12

Die Nahezu-Stromausfälle und richtigen Stromausfälle nehmen auch bei uns dramatisch zu. U.a. der zunehmend kritischer werdende Daniel Wetzel von „Die Welt „hat das heute mal wieder thematisiert:
Glückssache Versorgung
Österreich rettet die deutsche Stromversorgung