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Der starke El Niño von 2026 könnte seinen Höhepunkt früher als erwartet erreichen, prognostizieren doch zwei Prognoseverfahren der NOAA einen Rückgang im Laufe des Winters vorhersagen – auch wenn offizielle Prognosen weiterhin von einer Rekordstärke ausgehen.

Die jüngste wöchentliche relative Niño-3,4-Anomalie liegt bei +2,4 °C und nähert sich damit dem historischen Dreimonats-RONI-Höchstwert von +2,4 °C, der während des „Super“-El-Niño von 1982–83 erreicht worden war. Allerdings sind diese Messwerte nicht direkt vergleichbar: Der offizielle Dreimonatswert für dieses Jahr liegt bei +1,7 °C.

Und nun deutet das bias-korrigierte CFSv2-Modell der NOAA darauf hin, dass die aktuelle Erwärmung möglicherweise bereits nahe an ihrem Maximum liegt, wobei die Temperaturen bis zum Frühjahr voraussichtlich stetig in Richtung neutraler Bedingungen zurückgehen werden.

Graphik: Die um Verzerrungen und Streuungen korrigierte CFSv2-Prognose der NOAA deutet darauf hin, dass El Niño möglicherweise bereits seinen Höhepunkt erreicht hat, wobei für den Winter eine deutliche Abschwächung und bis zum Frühjahr 2027 eine Rückkehr zu neutralen Bedingungen prognostiziert wird.

Ein separates Prognosesystem der NOAA, das SPEAR-Modell des GFDL, zeigt ebenfalls, dass El Niño seinen Höhepunkt erreicht hat, wobei eine Abschwächung bis zum Beginn des Winters erwartet wird:

Zudem ist das Ereignis von 2026 im Vergleich zu anderen El-Niño-Ereignissen geografisch ungewöhnlich.

Im äußersten Osten des Pazifiks liegt die relative Niño-1+2-Anomalie bei +4,4 °C. Weiter westlich ist der Wert für Niño 4 auf der gleichen Skala jedoch auf -0,1 °C gesunken. Die Erwärmung konzentriert sich stark auf den Osten, anstatt sich gleichmäßiger über den tropischen Pazifik zu verteilen. Der Ort und die Dauer der Erwärmung im Pazifik bestimmen maßgeblich, wie El Niño die atmosphärische Zirkulation und das Winterwetter in Tausenden von Meilen Entfernung beeinflusst, was bedeutet, dass diese aktuelle Konstellation zu Wetterlagen führen könnte, die normalerweise nicht mit einem starken El Niño in Verbindung gebracht werden.

Graphik: NOAA-Daten zeigen die außergewöhnliche Ost-West-Kluft des El Niño: Die relativen Anomalien der Meerestemperatur liegen im äußersten Osten des Pazifiks bei +4,4 °C, während sie weiter westlich in der Region „Niño 4“ nur −0,1 °C betragen.

Die negative Pazifische Dekadische Oszillation (PDO) sorgt für eine weitere Komplikation.

Dennoch geht die offizielle Prognose der NOAA weiterhin von einer Wahrscheinlichkeit von 83 % für einen rekordbrechenden dreimonatigen Höhepunkt im Zeitraum Oktober bis Dezember aus. Die korrigierten CFSv2- und SPEAR-Prognosen deuten jedoch auf ein Ereignis hin, das vergleichsweise früh seinen Höhepunkt erreichen, im Laufe des Winters an Stärke verlieren und eine weniger konventionelle atmosphärische Reaktion hervorrufen könnte.

Und die Aufmerksamkeit wird sich bald auf das richten, was als Nächstes kommt: eine möglicherweise scharfe Umkehr hin zu einem ebenso starken La Niña-Phänomen im Jahr 2027.

Link: https://electroverse.substack.com/p/blizzards-batter-northwest-china?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke. Die verlinkten Beiträge sind aber frei verfügbar.)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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