Vorbemerkung des Blogbetreibers (Climate Realism): Die „New York Times“ sowie viele andere Nachrichten-Portale machen viel Wirbel um die jüngste Verteidigung und Befürwortung der Zuordnung einzelner Wetter-Ereignisse durch die National Academies of Science. Dies ist in schändlicher Weise unwissenschaftlich, da Wetter in einem chaotischen System entsteht und unmöglich auf menschliche Emissionen zurückgeführt werden kann, geschweige denn auf die Emissionen eines bestimmten Unternehmens. „Climate Realism“ hat bereits mehrfach auf die Absurditäten der „Wissenschaft“ der Attribution hingewiesen. Dennoch wird sie immer wieder im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten gegen die Öl- und Gasindustrie eingesetzt und wurde bereits von einem amtierenden Richter am Obersten Gerichtshof der USA befürwortet, was die Voreingenommenheit der höchsten Gerichte offenbart.

Gary Abernathy

Anfang dieses Jahres strich die Trump-Regierung ein Kapitel zum Klimawandel aus einem Handbuch, das von Richtern, Staatsanwälten und Strafverteidigern genutzt wird, „um die wissenschaftlichen Komplexitäten der ihnen vorliegenden Fälle besser interpretieren zu können“. Für diejenigen unter uns, die nicht an Zufälle glauben, ist die Reaktion auf diese Streichung ein Musterbeispiel dafür, wie links-chaotische Klimakämpfer und ihre Verbündeten in den Medien sofort in Aktion treten, um eine ins Straucheln geratene linke Sache zu retten.

Erstens veröffentlichte die „National Academies of Sciences, Engineering and Medicine“, eine nichtstaatliche Einrichtung, kurz darauf einen Bericht, der darauf abzielte, die „Zuschreibung extremer Ereignisse“ voranzutreiben – eine fragwürdige wissenschaftliche Prämisse, die bestimmte Unternehmen und Aktivitäten dafür verantwortlich machen will, inwieweit sie zur Verschlimmerung von Wetterkatastrophen beitragen.

Zweitens veröffentlichten linke Medien – angeführt wie üblich von den wichtigsten Sprachrohren der Demokratischen Partei wie der „New York Times“ – Berichte über diesen Report und lösten damit eine Echokammer der Berichterstattung aus, die darauf abzielte, die Ergebnisse zu legitimieren, die Öffentlichkeit in Alarmstimmung zu versetzen und den Aufruf zum Kampf zu verstärken.

„Das führende wissenschaftliche Beratungsgremium des Landes veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, in dem es ein aufstrebendes Forschungsgebiet unterstützt, das Regierungen dabei helfen könnte, Öl-, Gas- und Kohleunternehmen für die durch Extremwetter verursachten Schäden zur Verantwortung zu ziehen“, verkündete die Times atemlos.

Zwar hat die „Times“ sorgfältig darauf hingewiesen, dass der neue Bericht „keine Empfehlungen dazu enthält, wie die Attributionswissenschaft in Politik und Recht eingesetzt werden sollte“, doch bleibt die Tatsache bestehen, dass für viele Linke ein Hauptgrund für den Bericht tatsächlich darin besteht, ihn als Waffe in Politik und Recht einzusetzen.

Unbeabsichtigt komisch wirkt die eigene Folgerung der „Times“, in der eingeräumt wird, dass „Ergebnisse der Attributionsforschung in verschiedenen Arten von Rechtsfällen relevant sein könnten“.

Beispiele gefällig?

„In einer Klage in Höhe von 50 Milliarden Dollar gegen Ölkonzerne“, so der Bericht, „berief sich Multnomah County [Landkreis] in Oregon auf eine Zuordnungsstudie, die zu dem Schluss kam, dass die rekordbrechende Hitzewelle des Sommers 2021 im pazifischen Nordwesten ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel ‚praktisch unmöglich‘ gewesen wäre.“

Dem Bericht zufolge ermöglichen es Computermodelle zur Untersuchung von Wetterereignissen den Wissenschaftlern nun, „die Wahrscheinlichkeit ähnlicher Ereignisse in einer hypothetischen Welt abzuschätzen, in der die Industrienationen durch den Ausstoß von Treibhausgasen keine Erwärmung verursacht hätten. Sie können historische Aufzeichnungen nach früheren Fällen durchsuchen, in denen sich atmosphärische Wetterlagen auf bestimmte Weise angeordnet haben, und dann untersuchen, wie viel heißer oder regenreicher das Wetter war, wenn die gleichen Wetterlagen heute auftreten.“

Richtig. Und mit der angeblichen Fähigkeit, festzustellen, wie viel von diesen Schwankungen auf menschliches Handeln zurückzuführen ist, geht – so hofft die Linke – die zusätzliche Möglichkeit einher, dass Regierungen und Gerichte Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie zur Rechenschaft ziehen können.

Für die politische Linke reicht es nicht aus, die größten Sprachrohre der Welt zu kontrollieren – die linksradikalen (ehemals Mainstream-)Medien –, die der Welt eifrig das radikale Mantra des Klimawandels vermitteln.

[Hervorhebung vom Übersetzer, weil er betonen will, dass es hierzulande natürlich genauso ist!]

Sie wollen mehr als das. Sie wollen, dass ihre Theorien in Vorschriften verankert und – was am wichtigsten ist – gesetzlich festgeschrieben werden. Sie wollen, dass Anschuldigungen gegen Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie ohne Wenn und Aber mit Schuldsprüchen gleichgesetzt werden.

Um ihre Ziele zu erreichen, beharren sie darauf, dass „die überwiegende Mehrheit“ der Wissenschaftler sich alle bzgl. eines Standpunktes einig sei, ohne solche pauschalen Behauptungen jemals zu quantifizieren. Wie viele Wissenschaftler gibt es weltweit? Wie viele davon sind Klimaforscher oder gar Meteorologen? Wie viele genau stimmen einer bestimmten Schlussfolgerung zu? Wie viele sind anderer Meinung?

Die faulen Medien der extremen Linken – Handlanger der ultraliberalen Bewegung – verlangen diese Antwort gar nicht. Sie plappern einfach die offizielle Linie nach. Die „Times“ tut Gleiches und behauptet: „Wissenschaftler wissen seit langem, dass die globale Erwärmung, die durch Treibhausgasemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe verursacht wird, bestimmte Arten von Extremwetterereignissen intensiver und wahrscheinlicher macht.“ Welche Wissenschaftler? Von wie vielen?

Der Artikel in der „Times“ behauptet, dass die Studie, der er eine so große Bedeutung beimisst, „von einem Ausschuss aus 14 Wissenschaftlern aus den Bereichen Meteorologie, Rechtswissenschaften, Soziologie, Bauingenieurwesen und anderen Disziplinen erstellt wurde“.

Vierzehn? Im Ernst? Und das waren nicht einmal alles Klimaforscher? Nein. Es gab „Wissenschaftler“ – wie auch immer man das definieren mag – aus den Bereichen Rechtswissenschaften, Soziologie und „anderen Disziplinen“ – vielleicht Holzverarbeitung oder Kerzenherstellung?

Zugegebenermaßen gibt es einige wissenschaftliche Untersuchungen, welche die wissenschaftlichen Grundlagen der „Zuschreibung extremer Ereignisse“ in Frage stellen, darunter diese von Roger Pielke Jr. (der kein genereller Klimawandelskeptiker ist). Unterm Strich ist dies die schwache Grundlage, auf der die Linke die Welt dazu bringen möchte, den Einsatz von Erdgas, Öl und Kohle – den effektivsten Energieträgern der Menschheitsgeschichte – einzuschränken.

Und da das System der freien Marktwirtschaft bei der Abschaffung dieser Rohstoffe kläglich versagt (weil die Menschen sie gerne nutzen), wenden sich die Klima-Kreuzzügler an Regierung und Gerichte, überschwemmen diese Instanzen mit politischen Abhandlungen, die als „Wissenschaft“ bezeichnet werden, und beharren darauf, dass jeder, der ihrer Propaganda widerspricht, „wissenschaftsfeindlich“ oder ein „Klimaleugner“ sei.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Sich auf das Konzept der „Zuschreibung extremer Ereignisse“ einzulassen, ist ein schlüpfriger Abhang, der in Treibsand führt. Können wir den genauen Anstieg der Fettleibigkeit ermitteln, der einem bestimmten Schokoriegelhersteller angelastet werden kann? Werden Forscher behaupten zu wissen, welche Inhalte auf welcher Social-Media-Plattform zu einem bestimmten Anstieg der Kriminalität geführt haben? Wird der Tag kommen, an dem wir einen öffentlichen Schulbezirk verklagen können, weil nur 73 % seiner Absolventen beruflich erfolgreich waren, verglichen mit 82 % der Absolventen eines benachbarten Schulbezirks?

Im besten Fall ist die „Zuschreibung extremer Ereignisse“ eine interessante hypothetische Übung – eine fundierte Vermutung. Mehr nicht. Es wird ein tragischer Tag sein, an dem Regierungen und Gerichte beginnen, sich darauf als handfeste Beweise zu stützen – und eine Warnung an Schokoriegelhersteller, sich einen Anwalt zu nehmen.

Gary Abernathy is a longtime newspaper editor, reporter and columnist. He was a contributing columnist for the Washington Post from 2017-2023 and a frequent guest analyst across numerous media platforms. He is a contributing opinion columnist for The Empowerment Alliance, which advocates for realistic approaches to energy consumption and environmental conservation.

Originally posted at The Empowerment Alliance via RealClearEnergy. Reposted with permission.

Link: https://climaterealism.com/2026/08/climate-crusaders-turn-to-flimsy-extreme-event-attribution-to-bring-down-oil-gas-and-coal/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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