H. Sterling Burnett

Abfälle, bei industriellen Wind- und Solaranlagen allgegenwärtig ein Problem, häufen sich an oder werden überall verstreut. In diesem Beitrag lasse ich die Diskussion über die Abfälle außer Acht, die bei den Abbau-, Veredelungs-, Fertigungs- und Bauprozessen im Rahmen der Herstellung und Errichtung von Wind- und Solaranlagen entstehen.

Beschränke ich diese Diskussion auf Windkraftanlagen, so habe ich in früheren Beiträgen von „Climate Change Weekly“ das Problem des Verschleißes an den Vorderkanten der Turbinen beschrieben, der durch starke Winde, Regen, Hagel und andere Wetterphänomene verursacht wird. Diese tragen die Rotorblätter ab und führen dazu, dass Tonnen winziger Plastik-, Harz- und Polymerabfälle auf das Gelände rund um landgestützte Anlagen in Schottland und Schweden gelangen. Bei Offshore-Windkraftanlagen ist der Verschleiß an den Vorderkanten noch gravierender und verschmutzt das Meer sowie die Nahrungskette.

Der durch Windkraftanlagen verursachte Müll ist noch offensichtlicher und schädlicher, wenn die Turbinen explodieren oder einstürzen – was keine Seltenheit ist, wie zahlreiche Videos zeigen.

Ein kürzlich erschienener Artikel der „Washington Times“ beschrieb spezifische Probleme bei „Vineyard Wind“, dem ersten kommerziellen Offshore-Windpark des Landes.

Im Jahr 2023 brach vor der Küste von Massachusetts ein Turbinenblatt ab und zerfiel, was zur Schließung von Stränden führte, da die Trümmerteile die gewerbliche und Freizeitfischerei sowie Strandbesucher gefährdeten. Nach diesem katastrophalen Ausfall wurden alle Rotorblätter überprüft, wobei bei 68 von 72 Risse oder schwerwiegenden Mängel festgestellt worden waren, so dass sie ausgetauscht werden mussten. Zwischen Vineyard Wind und GE Vernova dauern die Rechtsstreitigkeiten darüber an, welches Unternehmen für die durch den Zusammenbruch verursachten Schäden in Höhe von fast 1 Milliarde Dollar aufkommen muss.

Obwohl neue Windkraftanlagen installiert und die Bauarbeiten abgeschlossen wurden, produziert Vineyard Wind weniger als die Hälfte der versprochenen Energie, weil 13 der mittlerweile 62 Windkraftanlagen derzeit außer Betrieb sind.

Fortlaufende und steigende Reparaturkosten sowie unvorhergesehene Betriebskosten drohen, die Industrieanlage in einen „Friedhof stillgelegter Windparks“ zu verwandeln, wie ein Sprecher von Vineyard Wind einräumte.

Das ist die Verschwendungsbilanz (in Bezug auf tatsächlich beschädigte Teile und verschwendete Ressourcen) bei nur einer einzigen Windkraftanlage.

Hinzu kommt das tatsächliche, immer größer werdende Verschwendungsproblem im Zusammenhang mit der industriellen Windenergie.

Das Material jeder Windkraftanlage hat einen Wert. Bei einer Wiederverwertung beträgt dieser Wert jedoch weniger als 10 Prozent der Kosten für die Stilllegung von Onshore-Anlagen und nur 3 Prozent der Kosten für die Stilllegung von Offshore-Anlagen. Und da die Materialien in den Rotorblättern noch weniger wert und so verbunden sind, dass sie schwer zu recyceln sind, stapeln sich Windkraftanlagen, Rotorblätter, Türme und Zusatzausrüstung wie Gondeln mit Getrieben und verschandeln in einigen Regionen des Landes riesige Flächen.

Es lassen sich leicht Bilder finden, die zerbrochene und verlassene Windkraftanlagen auf Hawaii zeigen, die vor sich hin rosten und zerfallen, nachdem sie seit Jahren aufgegeben worden waren. In Texas haben es die an der Stilllegung von Windkraftanlagen beteiligten Unternehmen als einfacher empfunden, anstatt die versprochene ordnungsgemäße Entsorgung und das Recycling durchzuführen die Trümmer auf offenem Gelände zu lagern, was zu einer illegalen, störenden Verschandelung der Landschaft und einer potenziellen Gesundheitsgefahr führt.

Dieser Praxis geht jedoch nun zu Ende. „USA Today“ berichtete kürzlich:

Ein texanisches Gericht hat dem Bundesstaat eine einstweilige Verfügung erteilt, um Windkraftanlagen-Recyclingunternehmen daran zu hindern, Lieferungen von Windkraftanlagenflügeln anzunehmen, und verpflichtet sie, mit der Sanierung von zwei Standorten in West-Texas zu beginnen, an denen Flügel illegal entsorgt worden sind.

Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton gab am Dienstag bekannt, dass seine Behörde eine einstweilige Verfügung gegen Global Fiberglass Solutions, Inc. und andere verbundene Unternehmen erwirkt habe. Die Verfügung verpflichtet das Unternehmen zudem, Tausende von entsorgten Windkraftanlagenflügeln an zwei Standorten in Sweetwater in Texas zu beseitigen.

„An diesen illegalen Standorten werden keine neuen Lieferungen von Windradflügeln mehr angenommen, und die Beklagten sind nun gesetzlich verpflichtet, mit der Beseitigung der Tausenden von weggeworfenen Flügeln zu beginnen, die sie in Sweetwater unverantwortlicherweise zurückgelassen haben“, erklärte Paxton in einer Stellungnahme. „Wir werden nicht zulassen, dass texanisches Land als illegale Mülldeponie missbraucht wird.“

Angesichts des geringen Werts der Materialien, aus denen Windkraftanlagen, Maschinen und Rotorblätter bestehen, und der hohen Stilllegungskosten könnten Global Fiberglass Solutions und andere Unternehmen, die sich zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Windkraftanlagen verpflichtet haben, bald in die Insolvenz geraten. Wenn die Energieerzeuger, die industrielle Windkraftanlagen errichten, betreiben oder in Auftrag geben, letztendlich die gesamten Lebenszykluskosten einschließlich der ordnungsgemäßen Entsorgung tragen müssen, werden die Kosten der Anlagen steigen, wodurch Windenergie – ohne Subventionen und Steuervergünstigungen – gegenüber herkömmlichen Stromerzeugungsquellen noch weniger wettbewerbsfähig wird, als sie es ohnehin schon ist.

Werden andere Bundesstaaten dem Beispiel von Texas folgen? Wer weiß? Doch es gibt zumindest Anzeichen dafür, dass der Abfallstrom der „grüner als alle anderen“-Windkraft zunehmend wahrgenommen wird – ein notwendiger erster Schritt, um ihn ordnungsgemäß zu bewältigen oder durch den Stopp neuer industrieller Windkraftanlagen gänzlich zu verhindern.

Quellen: USA Today; Washington Times (behind paywall)

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-586-wind-trash-is-a-problem-on-and-offshore/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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