Erinnern Sie sich noch an Jürgen Trittin, der als Umweltminister im Jahre 2004 diesen bemerkenswert dummen Satz abgesondert hat:

„Die Förderung erneuerbarer Energien (kostet) einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat … – so viel wie eine Kugel Eis“ (BMU, 2004).

Quelle: BMU – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. (2004, 30. Juli). Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) tritt in Kraft [Pressemitteilung Nr. 231/04]

Zwischenzeitlich hat sich dieser Unfug oder diese freche Lüge eine neue sprachliche Verkleidung zugelegt und lautet nun:

„Wind und Sonne schicken keine Rechnung…“

Wie oft in den letzten Jahren haben sie diesen Blödsinn lesen oder hören müssen.

Die tatsächliche Entwicklung der Strompreise privater Haushalte, ohne die Rechnung von Wind und Sonne, sie sieht so aus:

Obschon Wind und Sonne keine Rechnung schicken, sind die Stromkosten in dem Maße gestiegen, in dem Wind- und Solarenergie ausgebaut wurden. Mit der Einführung des Erneuerbaren Energiengesetzes im Jahre 2000 steigen die Kosten stetig und auf mehr als das doppelte ihres Ausgangsniveaus, um dann 2023 die Anfälligkeit des auf Sand, Solar und Wind gebauten Stromnetzes für Preisschocks geradezu dramatisch offenzulegen. Da Wind und Sonne nicht nur keine Rechnung schicken, sondern zuweilen die Stromlieferung verweigern, ist Backup notwendig, Gas und Kohle in Deutschland, und dieser Backup kostet dann, wenn man billige Bezugsquellen aus ideologischen Gründen streicht, und nunmehr teuer kaufen muss, viel Geld.

Viel Geld kostet das Ganze Steuerzahler und private Haushalte, deren Stromrechnung sich zu

  • ~40% aus Kosten für Beschaffung und Vertrieb;
  • ~25% aus Netzentgelten;
  • ~35% aus Steuern und Abgaben:
    • Stromsteuer (2.05 ct/KWh);
    • Konzessionsabgabe (1.67 ct/KWh – Abgabe an Gemeinden);
    • Aufschlag für besondere Netznutzung (1.56 ct/KWh);
    • Offshore-Netzumlage (0,94ct/KWh, Anbindung von Offshore-Anlagen);
    • KWKG-Umlage (0,45 ct/KWh – Förderung der Kraft-/Wärmekopplung);
  • 19% Mehrwertsteuer auf alles (inklusive der Steuern, also Doppelbesteuerung);

zusammensetzt.

Wie kommen die hohen Strompreise zustande: So!
Über Steuern und Abgaben und vor allem irre politische Entscheidungen:

„Der hohe und seit mehr als 20 Jahren überproportional steigende Strompreis für Haushalte ist das Ergebnis politischer Entscheidungen. In Deutschland wurde entschieden, den Ausbau erneuerbarer Energien mit Subventionen zu erreichen und nicht über den Preismechanismus, d. h. nicht mit einer CO2 -Steuer oder einem Zertifikatpreis. Umgesetzt wurde diese Entscheidung vor allem mit dem EEG von 2000, das auf Einspeisevergütungen (ESV) und Regulierungen setzte. Damit erhielt der gezielte Ausbau Erneuerbarer absoluten Vorrang vor Wirtschaftlichkeit und Kosteneffizienz.“

Neubäumer, Renate (2026). Warum ist der Strompreis für Haushalte in Deutschland (zu) hoch?.Wirtschaftsdienst 106(3): 176-183.

Das nennt man im Englischen ein Racket, „an illegal enterprise (such as extortion or fraud or drug peddling or prostitution) carried on for profit“ – ein illegal betriebenes Geschäft, wie Erpressung, Betrug oder Drogenhandel oder Prostitution, das betrieben wird, um Profit zu machen. Indes, das Racket „Erneuerbare Energie“, an dem wenige so unverschämt viel verdient haben, das sie so vielen geraubt haben, es ist eines, das ganz legal betrieben wird, weil ideologisch Verblödete, die trotz oder gerade wegen Inkompetenz Parteikarriere gemacht haben, etwas benötigen, um ihre Tatkraft und ihre „Vision“ unter Beweis zu stellen.

Die Kosten, die private Haushalte zu tragen haben, sind nur ein Teil der Kosten dieses ideologischen Wahns. Hinzu kommen zwischen 300 und 400 Milliarden Euro, die seit 2000 über das Erneuerbare Energiengesetz und direkte Subventionen an die Nutznießer dieser „politischen Entscheidung“ geflossen sind, von Steuerzahlern an diese umverteilt wurden. Damit nicht genug: Netzausbau, die Anbindung von Offshore-Windparks, Redispatch-Kosten, die anfallen, um das Stromnetz vor Blackout zu bewahren, also Kosten, die entstehen, weil konventionelle Kraftwerke für den unzuverlässigen Strom ohne Rechnung Rückendeckung betreiben müssen, Kosten, die entstehen, um den Strom ohne Rechnung, der zeitweise zuviel produziert wird und entsprechend die Gefahr eines Blackouts mit sich bringt, loszuwerden und den, der ihn abnimmt, dafür zu bezahlen, Kosten, die entstehen, um den, der Strom ohne Rechnung erstellt, dafür zu bezahlen, dass er es lässt, all diese Kosten kommen nich hinzu.

Der Irrsinn könnte nicht größer sein.

Doch, er kann. Die entsprechenden Kosten belaufen sich seit 2000 auf rund 500 Milliarden Euro. Mit anderen Worten, deutsche Steuerzahler bezahlen nicht nur die höchsten Strompreise in Europa und weltweit, sie finanzieren diese extrem hohen Strompreise mit rund 900 Milliarden Euro seit 2000. Das Privileg „die höchsten Strompreise“ zahlen zu dürfen, wird somit teuer erkauft.

Und für all diese Kosten erhält man als Gegenleistung ab und an ein wenig Strom:

Quelle: Datenfuzzi

Seit Beginn des Jahres 2026 haben Erneuerbare Energieträger in knapp 15% die notwendige Netzlast gesichert. Seit Beginn des Jahres sind 5.016 Stunden vergangen. 744.5 Stunden von diesen 5.016 Stunden konnte der Strombedarf (Netzlast) mit dem Strom aus Erneuerbaren Energien abgedeckt werden. 14.89% der Zeit, die seit dem 1. Januar 2026 vergangen ist, konnte die Stromnachfrage mit Erneuerbaren Energien gesichert werden.

Das ist, was man für die höchsten Strompreise weltweit und 900 Milliarden Euro an Investitionen erhält.

It’s a racket!

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceFiles hier

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