von Uli Weber

Wenn wir uns das Titelbild ansehen, dann wird sofort deutlich, was eine installierte solare Leistung von 103.260 Megawatt in der Stromversorgung einer wohlstandsverwahrlosten vormaligen Industrienation anzurichten vermag. Und da zu viel immer noch nicht genug ist, plant die Bundesregierung nach Angaben des NDR, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 % zu steigern:

  • Bis 2030 soll die Leistung von Windkraftanlagen auf 145 Gigawatt steigen.
  • Bis 2045 soll die Windkraft dann 230 Gigawatt erreichen.
  • Bei der Solarenergie sollen es 2030 sogar schon 215 Gigawatt sein.
  • Bis 2045 soll die Leistung der Solaranlagen insgesamt 400 Gigawatt betragen.

Bis 2030 steht also eine Verdoppelung des Solarpeaks an und bis 2045 eine Vervierfachung. Schon heute hat die Stromversorgung in unserem Land die Qualität einer kaputten Uhr, denn die zeigt 2x am Tag die richtige Zeit an – und genauso kreuzt die Lastlinie des Stromverbrauchs 2x am Tag die solare Erzeugungsspitze.

SARC: So würde das wohl aussehen, wenn religiöse Klimamissionare einen neuen MINT-fernen Aberglauben erfunden hätten und damit seit Jahrzehnten Vorschulkinder indoktrinieren würden.

Zitat von Stars Insider auf MS:

Die Dominanz des Menschen auf der Erde geht auf die außergewöhnliche Fähigkeit zurück, in großen Gruppen flexibel miteinander zusammenzuarbeiten. Anders als bei anderen Arten beruht unsere Zusammenarbeit auf dem gemeinsamen Glauben an abstrakte Konstrukte wie Nationen, Geld und Menschenrechte. Diese Konzepte existieren objektiv gar nicht, sondern entstehen erst durch kollektive Geschichten, die wir erschaffen und verbreiten. Die Fähigkeit, sich rund um erfundene Realitäten zu vereinen, ist zweifellos die außergewöhnlichste Eigenschaft unserer Art und der Grundstein der menschlichen Zivilisation.“

Hat sich vielleicht der feste Glaube an eine Klimakatastrophe schon zu einer MINT-fernen Ersatzreligion entwickelt und stürzen wir, zuerst intellektuell und später dann auch wirtschaftlich mit unserem Lebensstandard, ins fossilfreie Mittelalter zurück – ja, wird nicht gerade durch vorsätzliche ideologische Verblendung die Deindustrialisierung unseres Landes betrieben?

Heute gilt nicht mehr das Leistungsprinzip, sondern der feste Glaube an die Teilhabe von allen an allem, was man sich nur wünschen kann, auch wenn man dazu keinerlei fachliche Fähigkeiten und charakterliche Eignung mitbringt. Naja, das ist nicht ganz richtig, für Minijobber, Malocher, niedere Chargen in Verwaltung, Behörden und Unternehmen, Selbständige, Bauern und Handwerker sowie den Mittelstand gilt ein solches Wünschdirwas natürlich nicht, denn die sind auf jene Tätigkeiten zurückgeworfen, die sie wirklich beherrschen. Irgendwo muss ja schließlich die primäre und sekundäre Wertschöpfung für die tertiäre Wünschdirwas-Inversion unseres vormaligen Leistungsprinzips herkommen. Glücklich­erweise gibt es wenigstens noch unsere Wissenschaft, die sich in der historischen Entwicklung der abendländischen Aufklärung große gesellschaftliche Verdienste erworben hat. Heute, in einer Zeit von existenziellen Bedrohungen und Fake News, steht diese Wissenschaft in ganz besonderer Verantwortung für unsere Gesellschaft, der sie als Gegenleistung für ihre Alimentierung mit unserem Steuergeld ehrliche wissenschaftliche Erkenntnisse in zentralen Fragen unserer Zeit vermittelt:

Abbildung: Screenshot von der Internetseite der Helmholtz Gemeinschaft – Genehmigung für Informationszwecke im Impressum

Auf der HELMHOLTZKLIMA Dialog-Plattform kann sich der besorgte Bürger jederzeit Gewissheit über den Stand unserer Wissenschaft verschaffen und sich über böswillig verbreitete Lügenmärchen aufklären lassen. Dort heißt es beispielsweise zur Fragestellung „Kann man sich auf die Klimaforschung verlassen?“:

Behauptung: ‚Der IPCC betreibt Panikmache‘

Behauptung: ‚Der sogenannte Weltklimarat wurde mit dem Ziel gegründet, Beweise für die Theorie von der menschengemachten Erderwärmung zu finden. Damit waren alternative Forschungsansätze von vornherein ausgeschlossen. So ist es auch kein Wunder, dass der IPCC den Klimawandel ständig übertreibt.‘

Fakt ist: Ziel des IPCC ist eine neutrale Zusammenfassung des Forschungsstands, und mehrfach wurde dabei der Klimawandel unterschätzt

Quelle: https://www.helmholtz-klima.de/klimafakten/behauptung-der-ipcc-betreibt-panikmache

Also schaunmermal bei Wikipedia zum IPCC nach, Zitat: „Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), im Deutschen als Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen, meist als Weltklimarat bezeichnet, wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen, um für politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen mit dem Ziel, Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen zu bieten.“

November 1988 ist etwas ungenau, schließlich hat dieser Monat 30 Tage. Auch im Internet lässt sich keine genauere Datumsangabe finden, aber niemand, auch nicht das IPCC, hat einen ganzen Monat lang Geburtstag. Also schaunmerdochmal direkt beim IPCC vorbei, den der muss es ja wissen, Zitat in GOOGLE-Übersetzung:

Die Einrichtung des IPCC wurde 1988 von der UN-Generalversammlung befürwortet. Seine ursprüngliche Aufgabe bestand – wie in der Resolution 43/53 der UN-Generalversammlung vom 6. Dezember 1988 dargelegt – darin, eine umfassende Bestandsaufnahme sowie Empfehlungen zu erarbeiten, die den Wissensstand der Klimawissenschaft, die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels sowie potenzielle Reaktionsstrategien und Elemente für ein mögliches künftiges internationales Klimaübereinkommen betreffen.“

Dort steht also gar nichts vom November 1988, vielmehr wird der 6. Dezember 1988 als der Tag angegeben, an dem das IPCC 1988 von der UN-Generalversammlung befürwortet und beauftragt wurde. Undjetztschaunmermal, was die Gründer damals ganz konkret vom IPCC verlangt haben. Auszug aus der in der 70. Plenarsitzung der 43. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 6. Dezember 1988 verabschiedeten Resolution 43/53 in deutscher Übersetzung mit Hervorhebungen:

Generalversammlung – Dreiundvierzigste Tagung

43/53. Schutz des globalen Klimas für die gegenwärtigen und künftigen Generationen der Menschheit

Die Generalversammlung,

Die Initiative der Regierung Maltas, der Versammlung den Punkt „Erhaltung des Klimas als Teil des gemeinsamen Erbes der Menschheit“ zur Beratung vorzuschlagen, mit Wertschätzung begrüßend,

Besorgt darüber, dass bestimmte menschliche Aktivitäten globale Klimamuster verändern könnten, was gegenwärtigen und zukünftigen Generationen potenziell schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Folgen droht,

Mit Besorgnis zur Kenntnis nehmend, dass die zunehmenden Beweise darauf hindeuten, dass ein kontinuierliches Wachstum der atmosphärischen Konzentrationen von Treibhausgasen zu einer globalen Erwärmung mit einem eventuellen Anstieg des Meeresspiegels führen könnte, deren Auswirkungen für die Menschheit katastrophal sein könnten, wenn nicht rechtzeitig Schritte auf allen Ebenen unternommen werden,

[…..]

6. Fordert Regierungen, zwischenstaatliche und nichtstaatliche Organisationen sowie wissenschaftliche Einrichtungen nachdrücklich auf, den Klimawandel als vorrangiges Thema zu behandeln, spezifische, kooperative und handlungsorientierte Programme sowie Forschungsarbeiten durchzuführen und zu fördern, um das Verständnis für sämtliche Quellen und Ursachen des Klimawandels – einschließlich seiner regionalen Aspekte und spezifischen zeitlichen Rahmenbedingungen sowie der Ursache-Wirkung-Zusammenhänge zwischen menschlichen Aktivitäten und dem Klima – zu vertiefen, und sich, soweit angemessen, mit personellen und finanziellen Mitteln an den Bemühungen zum Schutz des Weltklimas zu beteiligen;

[…..]

70. Plenarsitzung, 6. Dezember 1988

Quelle: Download A_RES_43_53-EN.pdf von https://digitallibrary.un.org/record/54234?v=pdf

Also, so ganz ausdrücklich wurde das IPCC hier ja tatsächlich nicht exklusiv mit dem Klimawahn beauftragt, sondern vielmehr alle – also alle Regierungen, alle zwischenstaatlichen und nichtstaatlichen Organisationen sowie alle wissenschaftlichen Einrichtungen wurden dort nachdrücklich aufgefordert, den Klimawandel als vorrangiges Thema zu behandeln und sich mit personellen und finanziellen Mitteln an den Bemühungen zum Schutz des Weltklimas zu beteiligen – also auch das IPCC. Aber dazu benötigt es natürlich personelle und finanzielle Mittel.

Und woher kommen nun die finanziellen Mittel des IPCC?

Übersicht mit KI:Der IPCC (Weltklimarat) wird hauptsächlich durch freiwillige finanzielle Beiträge seiner Mitgliedsstaaten sowie durch personelle und administrative Unterstützung der Vereinten Nationen finanziert. Die wichtigsten Finanzierungsquellen im Detail:

  • Treuhandfonds: Der IPCC-Treuhandfonds finanziert das Sekretariat, die meisten Sitzungen, die Reisekosten für Experten aus Entwicklungsländern sowie die Publikation und Übersetzung der Berichte. Er wird durch freiwillige Spenden der 195 Mitgliedsstaaten gespeist.
  • Trägerorganisationen: Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) tragen durch die Bereitstellung von Personalmitteln und Räumlichkeiten direkt zur Finanzierung des Sekretariats bei.
  • Nationale Förderung (Gastgeberländer): Die Geschäftsstellen der Arbeitsgruppen und bestimmte Autorentreffen werden maßgeblich von den Ländern finanziert, in denen die jeweiligen Ko-Vorsitzenden ansässig sind (meist Industriestaaten).“

Die Finanzierung des IPCC kommt also direkt oder indirekt von den Regierungen derjenigen Mitgliedsländer, von denen die UN-Resolution 43/53 beschlossen worden war. Fassen wir die Faktenlage zur Unabhängigkeit unserer Wissenschaft also mal zusammen:

Nach Aussage der Helmholtz-Gemeinschaft ist das Ziel des IPCC eine neutrale Zusammenfassung des Forschungsstands.

Das IPCC selbst fühlt sich allerdings eher an die Resolution 43/53 der UN Vollversammlung vom 6. Dezember 1988 gebunden, nach der beispielsweise der Klimawandel als vorrangiges Thema zu behandeln sei.

Nun wird es spannend, denn hier ist guter Rat ist teuer: Der interessierte Leser wird sich jetzt möglicherweise fragen, ob unsere steueralimentierte Wissenschaft dem wertschöpfenden mündigen Bürger des Bonner GGs weiterhin als „unsere Wissenschaft“ aufrichtig zu Diensten steht, oder ob sie sich als „DerenWissenschaft“ zum informellen Teil von DerenDemokratie entwickelt haben könnte – und es bleibt offen, zu welchem Ergebnis er dabei am Ende wohl kommen mag…

 

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