Meldungen vom 4. Mai 2026:

Griechenland: Kältester Mai-Tag in Athen seit 1890

Der Mai hat mit einem Wintereinbruch im Südosten Europas begonnen.

Eine Kaltfront ist von Russland her nach Süden gezogen und hat ungewöhnlich niedrige Temperaturen nach Griechenland, in die Türkei und auf den gesamten Balkan gebracht. In den Bergen liegt wieder Schnee, in den höher gelegenen Becken im Landesinneren ist Frost aufgetreten, und die für Anfang Mai typische Wärme wurde von einem Wettergeschehen verdrängt, das eher für den Spätwinter als für den Frühling typisch ist.

Die griechische Hauptstadt verzeichnete den kältesten 1. Mai seit Beginn der Aufzeichnungen.

In Athen wurden am 1. Mai nur 14 °C gemessen, was kälter ist als die 16 °C aus dem Jahr 1944 und die 17 °C aus dem Jahr 1987. Laut den Aufzeichnungen berichtet Naftemporiki, dass es sich um den kältesten 1. Mai in Athen seit 1890 handelt.

Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf die Hauptstadt.

In weiten Teilen Griechenlands stiegen die Tageshöchsttemperaturen nur mühsam auf 12 °C bis 14 °C. Bis zum 2. Mai waren die Tiefsttemperaturen in einigen Gebieten unter den Gefrierpunkt gefallen. In Seli sank die Temperatur auf -3,2 °C, in Ochyro Neurokopiou auf -1,4 °C, in Vevi Florina auf -1,4 °C und in Perithori Neurokopiou auf -0,8 °C.

Dann kam der Schnee.

Auf dem Olymp fiel Neuschnee, ebenso wie in den meisten höher gelegenen Gebieten Zentralgriechenlands und auf dem Peloponnes.

Am 3. Mai erreichte der Winter sogar die Tore Athens.

In den Bergen oberhalb der Stadt wurde Schnee bis auf etwa 800 m Höhe gemeldet, der sich auf dem Parnitha und dem Penteli (beide am nördlichen Rand der Hauptstadt) niederschlug, woraufhin die Behörden vorsichtshalber den Verkehr auf der Parnithos-Allee sperrten.

Die Türkei und weite Teile Südosteuropas waren von der gleichen Kältewelle betroffen.

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China: an 31 Mersspunkten neue Kälterekorde

Chinas Frühlingskälte endete nicht mit dem April. Nachdem Shanghai sich mit einer Tageshöchsttemperatur von nur 11,7 °C begnügen musste – der niedrigsten Tageshöchsttemperatur Ende April seit 1939 –, begann der Mai mit einer weiteren Rekord-Kälteserie.

Offizielle Messstationen zeigen, dass am 1. Mai an 31 Standorten die Tiefsttemperaturrekorde für den Monat Mai gebrochen oder eingestellt worden sind, wobei die stärksten Abweichungen in den Provinzen Jiangxi, Zhejiang, Anhui, Hubei und Guangdong zu verzeichnen waren.

In Guangde in der Provinz Anhui sank die Temperatur auf 5,7 °C und unterbot damit einen seit 1966 bestehenden Mai-Rekord. In Zhenhai sank die Temperatur auf 6,5 °C und lag damit unter dem Wert von 2023. Pan’an brach einen Rekord aus dem Jahr 2013, Qingtian einen aus dem Jahr 1987, Xuancheng einen aus dem Jahr 1965, und in An’yi in Jiangxi fiel die Temperatur unter einen Rekord, der seit 1961 Bestand hatte.

Um noch einige weitere zu nennen: Jiujiang unterbot ein Mai-Tief aus dem Jahr 1960, Shicheng aus dem Jahr 1961 und Guangchang aus dem Jahr 1965, und Shangrao fiel unter 10 °C und unterbot damit einen Mai-Reckord, der zuletzt 1990 erreicht und erstmals 1981 aufgestellt worden war.

Es handelte sich um eine ausgedehnte, rekordverdächtige Luftmasse, die im Mai tief in den Süden Chinas vordrang – zu einer Jahreszeit, in der Hitze und Luftfeuchtigkeit normalerweise rasch zunehmen.

Neben der Kälte meldete CCTV Schneefall in Teilen von Zentral-Tibet, im Osten und Süden von Qinghai sowie im Nordwesten des Sichuan-Plateaus, wobei in einigen Gebieten große, möglicherweise rekordverdächtige Schneemengen fielen.

Mit Blick auf die kommende Woche geht das Nationale Meteorologische Zentrum Chinas davon aus, dass die Wetterlage auf dem Plateau auch in der neuen Woche aktiv bleibt, wobei für weite Gebiete mäßiger bis starker Schneefall prognostiziert wird und lokal Schneestürme möglich sind.

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Kanada: Winter lässt nicht locker

Der April 2026 war in weiten Teilen Kanadas erneut ein kalter Monat.

Yellowknife lag rund 3,7 °C unter dem monatlichen Durchschnitt für April. Churchill lag 3,3 °C unter dem Normalwert. Rankin Inlet lag 3,4 °C darunter, Iqaluit um 4,2 °C unter dem Normalwert. In Wabush lag die Temperatur 3,5 °C unter dem Durchschnitt. In Saskatoon waren es -3 °C, in Regina -2,6 °C, in Winnipeg -1,5 °C und in Kenora -2,2 °C.

Höhere Temperaturen waren selten und auf einzelne Regionen beschränkt.

Dieser Kälteeinbruch im April kam nicht aus heiterem Himmel. Bereits im Dezember war der Winter wieder richtig hart geworden.

In Braeburn, Yukon, fiel die Temperatur schnell auf -55,7 °C, den niedrigsten Dezemberwert seit 1975. In Mayo und Dawson lagen die Temperaturen mehr als zwei Wochen lang unter -40 °C. Whitehorse erlebte wiederholt Nächte mit Temperaturen unter -30 °C. Von Yukon bis Neufundland herrschten im Dezember unterdurchschnittlich kalte Bedingungen.

Januar und Februar brachten dann Kanadas zweiten und dritten ungewöhnlich kalten Monat in Folge.

Der März hielt den Norden im tiefen Winter gefangen. Im Yukon beispielsweise wurde der kälteste März seit 1950 verzeichnet. Die Nordwest-Territorien verzeichneten den zweitkältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen. Nunavut erlebte den drittkältesten.

Das gleiche arktische Wetter erstreckte sich bis nach Alaska, wo der zweitkälteste März seit 1972 gemessen worden war.

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Meldungen vom 5. Mai 2026:

Südost-Europa: Intensivierung der Kälte

Nachdem Athen den kältesten 1. Mai seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet hatte, hielt die Kälte über Nacht bis zum 4. Mai an und führte in ganz Griechenland und auf dem gesamten Balkan zu historischen Tiefstwerten für den Monat Mai.

Mehrere Messstationen stellten Mai-Rekorde auf oder näherten sich diesen, darunter auch Werte um den Gefrierpunkt in relativ niedrigen Höhenlagen.

Der tiefste Wert wurde am Flughafen Tripolis im Zentrum des Peloponnes in Griechenland gemessen. Auf einer Höhe von rund 650 m sank die Temperatur an dieser Messstation auf -1,2 °C – die niedrigste jemals im Mai gemessene Temperatur. In der Umgebung von Tripolis fielen die Werte sogar auf -2 °C, was einen neuen Rekordwert für den Mai in Südgriechenland darstellt.

Zahlreiche griechische Messstationen brachen am 4. Mai Monatsrekorde: In Florina sank die Temperatur auf -1,5 °C, in Kastoria auf -1,4 °C, in Lamia auf 2,8 °C, in Serres auf 2,9 °C und auf Zakynthos auf 5,8 °C.

Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf Griechenland.

In Nordmazedonien fiel die Temperatur am Flughafen Skopje auf -1,6 °C und erreichte damit den Mai-Rekordwert. In Bulgarien sank die Temperatur am Musala-Gipfel auf -15,5 °C – die niedrigste Mai-Temperatur des Landes seit den -15,6 °C im Jahre 1935.

Kaltluft aus Russland strömte über den Balkan nach Süden, brachte Frost in die Becken und Täler zurück und bedrohte Obstgärten, Weinberge und Frühkulturen.

Weiter östlich zog das gleiche Wetterphänomen die Türkei zurück in den Winter. Izmir verzeichnete eine Tageshöchsttemperatur von nur 10,8 °C und brach damit den bisherigen Mai-Kälterekord der Stadt von 14,8 °C, der am 2. Mai 1944 aufgestellt worden war.

Auch ab einer Höhe von etwa 800 m fiel wieder Schnee, wobei laut den türkischen Verkehrsbehörden „plötzliche starke Schneefälle“ wichtige Strecken für Lkw und Sattelzüge unpassierbar machten.

Das allgemeine Wettergeschehen ist in der gesamten Region gleich: Ein Tiefdruckgebiet zieht kältere, feuchte Luft vom Schwarzen Meer nach Süden, hält die Temperaturen weit unter dem Normalwert und bringt in höheren Lagen späten Schneefall.

Für den 4. und 5. Mai wird im Anti-Taurus-Gebirge eine Schneehöhe von 30 cm erwartet.

Für den Monat Mai ist dies ein außergewöhnlicher regionaler Kälteeinbruch.

Anmerkung des Übersetzers dazu: Kaltluftvorstöße kommen natürlich immer wieder mal vor, gerade auch im Frühjahr. Bemerkenswert ist hier also nicht der Vorgang als solcher, sondern die ungewöhnliche Intensität desselben.

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Fernost-Russland: Mai-Schnee in Kamtschatka

Ein Wintereinbruch ist auch im russischen Fernen Osten zu verzeichnen.

Petropawlowsk-Kamtschatski, die Hauptstadt von Kamtschatka, wurde am 5. Mai von starken Schneefällen heimgesucht.

Die Behörden warnten vor Schneeverwehungen in den Bergen und im Vorgebirge sowie vor vereisten Straßen. Die Wetterbedingungen in der Stadt waren so beeinträchtigend, dass die Behörden den Unterricht für Schüler der Klassen 1 bis 4 absagten.

Dieser späte Schneefall folgt auf eine besonders harte Saison für Kamtschatka. Bereits im Januar verzeichnete die Halbinsel laut dem russischen Wetterdienst den stärksten Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die offiziellen Schneefallaufzeichnungen für Kamtschatka reichen bis ins Jahr 1879 zurück.

An mehreren Orten hat sich innerhalb weniger Tage (9. bis 15. Januar) die Schneemenge mehrerer Monate angesammelt, was zu meterhohen Schneeverwehungen führte, Fahrzeuge und Gebäude unter sich begrub, Straßen und Flughäfen lahmlegte und Notfallmaßnahmen zur Dachräumung erforderlich machte, um Einstürze zu verhindern.

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Meldungen vom 6. Mai 2026:

Östliches Mittelmeer: Schnee auf Zypern und in Israel

Die gleiche Kaltluftmasse, die auf dem Balkan und in der Türkei für ungewöhnlichen Schneefall gesorgt hatte, ist nun in den östlichen Mittelmeerraum vorgedrungen, wobei aus den Bergen Zyperns und Israels von seltenem Schneefall im Mai berichtet wird.

Zypern erwachte am 4. und 5. Mai zu Schneefall im Troodos-Gebirge – ein Ereignis, das weit außerhalb der für die Insel üblichen Normwerte für Anfang Mai liegt.

Seit Montag wurde das Skigebiet Troodos von starken Schneefällen heimgesucht, wobei die Schneehöhe auf mindestens 10 cm stieg. Lokalen Berichten zufolge nähert sich die Schneehöhe in Chionistra 20 cm, wobei es weiterhin schneit, und solche Szenen werden im Mai als äußerst selten beschrieben.

Der gleiche Kälteeinbruch erreichte auch den Berg Hermon in Israel.

Auf den höheren Hängen des Berges fiel diese Woche in einer Höhe von etwa 2.000 m Schnee, was laut einem Bericht der Zeitung „The Times of Israel“ den ersten Schneefall im Mai dort seit mindestens 15 Jahren darstellt.

Die kalten Wetterbedingungen werden für den Rest der Woche auf dem Balkan, in der Türkei und weiter östlich anhalten.

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Indien: Weiter ungewöhnlich kühl im Norden

Noch weiter östlich hat eine westliche Strömung die Temperaturen in weiten Teilen Indiens deutlich unter den Normalwert gesenkt, wobei in den höheren Lagen von Jammu und Kaschmir erneut Spätschnee fiel.

In dieser Woche wurde die Mughal Road bei Pir Ki Gali, dem Hochpass, der Shopian mit den Distrikten Rajouri und Poonch verbindet, durch Neuschnee gesperrt, wodurch rund 180 Fahrzeuge festsaßen.

Die Kälte war nicht auf den Gebirgspass beschränkt.

Sowohl die Höchst- als auch die Tiefsttemperaturen lagen in weiten Teilen Indiens, insbesondere im Norden, deutlich unter dem Normalwert, und es gab keine wirklichen Anzeichen für die drückende Hitze, die sich in dieser Jahreszeit normalerweise im Land aufbaut.

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Japan: Kälte-Rekord auf Okinawa

Mehrere Wetterstationen in Okinawa im Süden Japans haben die niedrigsten Mai-Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen.

Besonders hervorzuheben ist Tokashiki, wo die Tiefsttemperatur auf 13,7 °C fiel und damit den bisherigen Mai-Tiefstwert von 14 °C aus dem Jahr 1991 unterbot. Zum Vergleich: Die JMA gab die durchschnittliche monatliche Tiefsttemperatur in Tokashiki im Mai mit 20,4 °C an.

Lokalen Berichten zufolge verzeichneten vier Messstationen in Okinawa Rekordtiefstwerte für den Mai: wie bereits erwähnt Tokashiki, der Flughafen Kumejima mit 14,9 °C, die Insel Miyagi in Uruma mit 14,9 °C und der Flughafen Naha mit 15,4 °C.

Die Okinawa Times beschrieb die Kälte als eher typisch für Mitte Februar als für Anfang Mai.

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Meldungen vom 7. Mai 2026:

Europa: Kälte auch hier

Von starkem Frost in den nordischen Ländern über Neuschnee in den Alpen bis hin zu einem weiteren Wintereinbruch im Südosten – ein Großteil Europas friert in diesem Mai.

In der Nähe von Tampere in Finnland sanken die Temperaturen in der Nacht zum Mittwoch auf -6,9 °C und stellten damit den lokalen Mai-Rekord ein (der zuvor im Jahr 2021 erreicht worden war).

Die Kälte herrscht auch in Norwegen.

In Trondheim-Voll fielen die Temperaturen die zweite Nacht in Folge unter 0 °C – zum ersten Mal seit 2021 verzeichnete die Station so spät im Jahr zwei oder mehr Frostnächte. Diese Entwicklung dürfte noch mindestens einige Tage anhalten. (Der Rekord liegt weiterhin bei den 10. bis 16. Mai 2020, als sieben aufeinanderfolgende Frostnächte verzeichnet worden waren.)

Weiter südlich kehrte am Mittwoch starker Schneefall in die Westalpen zurück.

In Tignes fiel im Zentrum des Skigebiets Schnee, während Les 2 Alpes auf seinem Gletscher beachtliche 50 cm meldete. Die Schneefallgrenze sank hier während der Kältewelle bis 1.600 m.

Der Schnee betraf auch Höhenrouten in der Schweiz, darunter den Simplonpass im Wallis.

Dies folgt auf mehrere Tage mit strengen winterlichen Bedingungen weiter südöstlich.

Griechenland begann den Mai mit historischer Kälte, wobei Athen den kältesten 1. Mai seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnete, während starker Schneefall die Höhenlagen in weiten Teilen des Balkans, der Türkei, Zyperns und auch des israelischen Hermon-Berges traf.

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Indien: Die übliche Sommer-Hitze lässt auf sich warten

Der Mai ist in Indien der Höhepunkt der Hitze vor der Monsunzeit, der „Sommerhöhepunkt“, bei dem die Temperaturen im Landesinneren meist über 40 °C steigen. In diesem Jahr hat sich die Hitze jedoch verzögert.

Eine Nachmittagsaufnahme zeigte, dass keine indische Wetterstation die 38 °C-Marke überschritt – ein für den Mai bemerkenswerter Vorgang:

Der indische Wetterdienst IMD bestätigt, dass am 6. Mai in weiten Teilen Zentral- und Nordindiens, darunter Uttar Pradesh, Uttarakhand, Haryana, Rajasthan, Madhya Pradesh, Jharkhand, Chhattisgarh, Bihar und das an den Ganges angrenzende Westbengalen, deutlich niedrigere Höchsttemperaturen herrschten.

„Der kälteste Sommer, den ich je erlebt habe“, schrieb ein Beobachter. „Es sind 24 Grad (C)!“

In Himachal Pradesh trug Neuschnee dazu bei, die Temperaturen zu senken. In Tabo beispielsweise fiel die Temperatur auf nur 0,8 °C, während sie in Shimla auf ungewöhnlich niedrige 9 °C sank.

Die allgemeine Vorhersage des IMD für Mai deutet auf anhaltend unterdurchschnittliche Temperaturen in weiten Teilen des Landes hin, bei überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen.

An einigen Orten wird es wieder heiß werden. Es ist Indien. Es ist Mai. Doch vorerst wurde die übliche Hitze vor dem Monsun unterbrochen. Die Hitze der Hochsaison wird durch wiederholte Einbrüche kühler Luft aus dem Norden gedämpft.

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USA: Ungewöhnliche Mai-Schneemassen

Der Winter hat über der Front Range wieder Einzug gehalten.

In Denver wurden am 6. Mai nur 3 °C gemessen, während der Normalwert bei 19 °C liegt. Nachts sank die Temperatur in der Stadt sogar auf -1 °C – eine für Anfang Mai ungewöhnlich starke Abkühlung, die möglicherweise Schäden verursachen könnte.

Der Schnee war das größere Ereignis.

Am Denver International Airport fielen rund 15 cm Schnee, was diesen Sturm zu einem der stärksten Mai-Schneestürme in der Geschichte Denvers und wahrscheinlich zum stärksten Mai-Ereignis seit 2003 macht. Im Durchschnitt fallen in der Stadt im gesamten Monat Mai nur etwa 2,8 bis 4,3 cm Schnee.

In Boulder fiel fast doppelt so viel Schnee wie in Denver.

Die Stadt verzeichnete rund 28 cm Schnee, was diesen Sturm zum drittgrößten Mai-Schneesturm in der Geschichte von Boulder macht. Nur der 5. und 6. Mai 1978 mit 58 cm und der 1. und 2. Mai 2013 mit 31 cm liegen noch darüber.

Daten des NWS zeigten am späten Nachmittag 48 cm in der Nähe des St. Mary’s Glacier, während AP von 76 cm rund um Estes Park berichtete, was deutlich über dem Monatsdurchschnitt von 10 cm liegt. Der Sender Denver7 berichtete unter Berufung auf NWS-Meldungen, dass in den Bergen im Norden Colorados bis Mittwochmittag fast 91 cm Schnee gefallen seien.

Der Schnee war nass, schwer und zerstörerisch.

Voll belaubte Bäume bogen sich unter der Last und rissen Stromleitungen quer über die Front Range mit sich. Xcel teilte mit, dass seit Mitternacht mehr als 75.000 Haushalte wieder mit Strom versorgt worden seien, wobei sich die Reparaturarbeiten bis in den Donnerstag hinein erstreckten.

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Meldungen vom 8. Mai 2026:

Australien: Frühe Kälte und Schnee im Südosten

Eine Luftmasse antarktischen Ursprungs sorgt in Victoria, New South Wales, dem Australian Capital Territory und Tasmanien für frühsaisonalen Schnee, Hagel, eisige Winde und Frost.

In den Skigebieten fielen einen Monat vor der geplanten Eröffnung der Lifte mehr als 15 cm Neuschnee.

In Victoria erreichte der Schnee Teile von Kinglake, Pheasant Creek, Marysville, den Yarra Ranges und dem Mount Dandenong; laut dem Bureau of Meteorology fiel der Schnee in einigen Gebieten bis auf eine Höhe von etwa 400 m.

Mt Buller meldete am Donnerstagmorgen einige Zentimeter Neuschnee.

Was die Temperaturen angeht, so sank die Temperatur am Mt Hotham auf etwa -6,5 °C, während am Flughafen Melbourne um 9 Uhr morgens nur 6,2 °C gemessen worden sind – allesamt deutlich unter dem Normalwert.

Auch in New South Wales herrschte eisige Kälte.

An der Thredbo Top Station sank die Temperatur auf -6,5 °C. Der Schnee erreichte Cooma auf rund 800 m Höhe und fiel bis auf Seehöhe in Jindabyne, wo Schnee selbst mitten im Winter selten ist.

Auch das ACT wurde davon erfasst: Am Mt Ginini wurden -4,2 °C gemessen. In Tasmanien wurden am Mt Wellington -3 °C und in Liawenee -0,9 °C gemessen.

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Kanada: Immer noch winterlich in den Prärien

Die kanadischen Prärien hatten gerade einen kalten Winter hinter sich, doch der Frühling brachte kaum Abwechslung. Nun sorgt der Mai erneut für starken Frost.

In Saskatchewan bestätigte Environment Canada eine Reihe von täglichen Tiefsttemperaturrekorden für den 6. und 7. Mai: In Rosetown sank die Temperatur auf -11,2 °C und brach damit den alten Rekord von -9,4 °C aus dem Jahr 1929. In Coronach sank die Temperatur auf -11 °C und übertraf damit die alte Bestmarke von -5 °C aus dem Jahr 1982. Weyburn erreichte -9,3 °C und übertraf damit die -8,7 °C aus dem Jahr 2019. Lucky Lake stellte mit -8,4 °C einen neuen Rekord auf, während Leader mit -8,3 °C seinen Rekord von 1929 einstellte.

Die umfassendere Liste der Messstationen zeigt, wie weitreichend der Kälteeinbruch war: -11,1 °C in Val Marie, -10,1 °C in Yellow Grass, -9,5 °C in Bratts Lake und Mankota, -8,1 °C in Regina und -7,9 °C in Saskatoon.

Zum Vergleich: Der durchschnittliche Tiefstwert für Saskatoon im Mai im Zeitraum 1981–2010 liegt bei 5,9 °C, während der niedrigste in diesem Datensatz aufgeführte Mai-Wert -9,5 °C beträgt, gemessen am 8. Mai 1996. Ein Wert von knapp -8 °C liegt somit etwa 14 °C unter dem nächtlichen Normalwert für den Mai und nahe der Untergrenze des historischen Mai-Spektrums der Stadt.

Auch in Manitoba sank die Temperatur: In Brandon auf -9,3 °C, Wasagaming auf -8,8 °C, Deerwood auf -8,4 °C, Gretna auf -8,3 °C , Carberry auf -8 °C und Winnipeg auf -6 °C.

Die typische Tiefsttemperatur im Mai in Brandon liegt bei etwa 3 °C, womit -9,3 °C etwa 12 °C unter dem Normalwert liegen. Die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen in Winnipeg Anfang Mai liegen bei etwa 4 °C bis 6 °C, was -6 °C zu einem heftigen Spätfrühlings-Kälteeinbruch macht, viel mehr als eine gewöhnliche Kältewelle.

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Grönland: Eisverlust verlangsamt sich

Satellitendaten zeigen eine deutliche Verlangsamung des jährlichen Netto-Eisverlusts in Grönland.

Die nachstehende Grafik zeigt die jährliche Massenbilanz Grönlands von 2006 bis 2025.

Höhere Balken stehen für größere Verluste. Niedrigere Balken stehen für geringere Verluste. Die gestrichelte Linie stellt den linearen Trend über diesen Zeitraum dar und verläuft nach oben, sind doch die Verluste im Laufe der Zeit immer weniger stark ausgefallen.

Wie auf Electroverse berichtet, hat die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) Grönlands in den letzten Jahren einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Die SMB entspricht jedoch nicht der Gesamtbilanz der Eiskappe. Sie umfasst Schneefall, Oberflächenschmelze, Sublimation und Abfluss. Die Gesamtbilanz umfasst auch den Eisabfluss in den Ozean. Offizielle GRACE-FO-Daten berücksichtigen all diese Faktoren und zeigen, dass die Verluste in Grönland seit Jahren rückläufig sind – das genaue Gegenteil des einseitigen Beschleunigungsszenarios, das vom Klima-Establishment nach wie vor propagiert wird.

Link: https://electroverse.substack.com/p/australias-southeast-hit-by-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 20 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 1. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Bemerkung: Der ständige Wechsel der Schrifttypen ist ein technischer Fehler und bislang nicht beeinflussbar.

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