Linnea Lueken

RealClear Politics veröffentlichte kürzlich einen Artikel mit dem Titel [übersetzt] „War der Klimawandel der größte Finanzbetrug der Geschichte?“, in dem Stephen Moore argumentiert, dass die für Klimaschutzmaßnahmen ausgegeben Billionen Dollar keinen Einfluss auf die Eindämmung des Klimawandels hatten, sondern vielmehr die Entwicklung und Armutsbekämpfung verlangsamt haben. Moore hat Recht. Die Ausgaben haben nicht nur zu keiner Veränderung der Erwärmungsrate oder zu einer Verringerung des Anstiegs des Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre geführt, sondern das Geld wurde auch so ausgegeben, dass sich die Lebensbedingungen der Menschen weltweit verschlechtert haben.

Moore bezieht sich auf die kürzlich von Bjorn Lomborg berechneten Schätzungen zu den Klimaschutzausgaben, die sich in den letzten 30 Jahren auf mindestens 16 Billionen Dollar belaufen.

„Und wofür?“, fragt Moore, „Durch diese beschämende und kolossale Fehlallokation von Humanressourcen wurde und wird kein einziges Leben gerettet. Der Kampf gegen sichere und reichlich vorhandene fossile Brennstoffe hat in armen Ländern unzählige Menschenleben gekostet und diese Länder durch die Blockade erschwinglicher Energie noch ärmer gemacht“, fuhr Moore fort.

Das ist absolut richtig.

Fossile Brennstoffe sind billiger, zuverlässiger und energiereicher als erneuerbare Energiequellen. Mainstream-Medien behaupten regelmäßig, dass erneuerbare Energien wie Wind und Sonne billiger sind, weil ihr „Brennstoff“ – Wind und Sonnenlicht – kostenlos ist. Das ist zwar richtig, aber weitgehend irrelevant. Die Gewinnung dieser Energie ist nicht kostenlos, nicht einmal annähernd. Die am häufigsten herangezogene Kennzahl für die Kosten verschiedener Energiequellen ist die der Stromgestehungskosten (LCOE). Die LCOE-Messung ignoriert jedoch viele der wichtigsten Kosten, die für intermittierende Ressourcen wie Wind und Sonne spezifisch sind. Dazu gehören spezielle Subventionen, die nur sie über erneuerbare Energien erhalten, die Kosten für die Absicherung der Stromversorgung für Zeiten, in denen der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, massive Überbauung und Übertragungskosten in abgelegene Gebiete.

Wie in vielen Beiträgen von Climate Realism erläutert, darunter hier sowie hier und hier, gehören Wind- und Solarenergie unter Berücksichtigung der Gesamtkosten durchweg zu den teuersten Energiequellen überhaupt. Wenn beispielsweise die gesamten Systemkosten einbezogen werden, kostet Erdgas 40 US-Dollar pro Megawattstunde, während Solarenergie, die oft als die kostengünstigste erneuerbare Energiequelle angepriesen wird, mit 413 US-Dollar pro Megawattstunde tatsächlich an der Spitze der Rangliste steht. (Siehe folgende Grafik:)

Abbildung 1: Durchschnittliche Gesamtkosten für Strom, basierend auf Texas, in Dollar pro Megawattstunde. Aus der ARC-Scorecard

Märkte und Gemeinden haben sich nicht für Wind- und Solarenergie entschieden und hätten dies auch nicht getan, wenn es nicht massive Anreize, Beschränkungen für historische Energiequellen und verschiedene staatliche Vorschriften gegeben hätte. Nur Subventionen halten die Branche der erneuerbaren Energien im Westen am Leben. Die Medien, die es besser wissen sollten behaupten, dass fossile Brennstoffe massive Subventionen vom Bund erhalten, aber das Gegenteil ist der Fall. Grüne Energie erhält viel, viel mehr. (Siehe folgende Graphik:)

Abbildung 2: Daten aus dem Bericht „EIA Federal Financial Interventions and Subsidies in Energy in Fiscal Years 2016–2022” (Finanzielle Interventionen und Subventionen des Bundes im Energiebereich in den Haushaltsjahren 2016–2022), Tabelle A6. Schätzungen der energiespezifischen direkten Ausgaben, Haushaltsjahre (FY) 2016–22. Quelle

Unter Präsident Biden erhielten Wind- und Solarenergie trotz eines Anteils von nur 21 Prozent an der heimischen Stromerzeugung den größten Anteil an direkten und indirekten Subventionen, nämlich etwa 46 Prozent. Zum Vergleich: Die Kernenergie produziert 18 Prozent des Stroms in den USA und erhält nur magere 1,5 Prozent der verfügbaren Bundeszuschüsse. Fossile Brennstoffe machen etwa 60 Prozent der Stromerzeugung aus und erhalten 13 Prozent der Subventionen, die größtenteils in Form von allen Unternehmen zur Verfügung stehenden Steuerabzügen für diese Unternehmen gewährt werden, und nicht in Form von Direktzahlungen.

Ärmere Nationen wurden unter dem Vorwand des Klimaschutzes daran gehindert, ihre eigenen Ressourcen und Stromnetze zu entwickeln, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass private Banken dem Beispiel staatlich unterstützter internationaler Entwicklungsbanken folgten und sich weigerten, Projekte zu finanzieren, die als „schmutzig” gelten oder einen CO₂-Fußabdruck haben.

Und doch, wie Moore betont, „hat sich die Temperatur des Planeten nicht um ein Zehntel Grad verändert”.

Das ist richtig, und darüber hinaus hat sich der Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre nicht verlangsamt. (Siehe folgende Graphik:)

Moore weist zu Recht darauf hin, dass die ausgegebenen Billionen Dollar besser anderweitig hätten eingesetzt werden können, beispielsweise zur Unterstützung der oben genannten Entwicklungsländer mit echten Energie-Investitionen und Infrastrukturplänen, um sie besser gegen Naturkatastrophen zu wappnen. Es handelt sich in der Tat um enorme Opportunitätskosten, die nun endgültig verloren sind.

Wären mehr Mainstream-Medien bereit gewesen, die richtigen Fragen zu stellen und sich auf Realismus statt auf Greenwashing zu konzentrieren, hätten durch diesen Finanzbetrug Billionen eingespart werden können. RealClear Politics leistet einen großartigen Dienst, indem es harte, aber ehrliche Artikel wie den von Moore veröffentlicht; andere Medien sollten es ihnen gleichtun.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Autorin: Linnea Lueken is a Research Fellow with the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy. While she was an intern with The Heartland Institute in 2018, she co-authored a Heartland Institute Policy Brief „Debunking Four Persistent Myths About Hydraulic Fracturing.“

Link: https://climaterealism.com/2026/02/realclear-politics-is-right-the-climate-hoax-is-a-massive-financial-scam/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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