Von Jo Nova
Universität: Das Institut für höhere Konformität
Junge, leicht beeinflussbare Erwachsene an der Universität befinden sich mitten im Sumpf des Linksextremismus. Die gute Nachricht: Trotz allem haben viele noch einen gewissen Bezug zur Realität. Die schlechte Nachricht: Fast keiner von ihnen traut sich, dies auch auszusprechen – weder gegenüber Dozenten noch gegenüber Kommilitonen, und in etwa der Hälfte der Fälle nicht einmal gegenüber dem Partner. Das Studium lehrt sie schließlich etwas: wie man Anpassung vortäuscht und wie man seine Meinung verbirgt.
Auf Nachfrage gaben erstaunliche 88 % aller Studierenden zu, auf dem Campus progressivere Ansichten vorgetäuscht zu haben, als sie tatsächlich vertraten. 80 % hatten sogar Arbeiten eingereicht, die ihre eigenen Ansichten verfälschten, um sich den Meinungen ihrer Professoren anzupassen. Für manche war dies so selbstverständlich, dass es ihnen in Fleisch und Blut übergegangen war.
Stellen Sie sich vor, wie es für Dozenten und Forscher wäre, von Ja-Sagern und überschwänglichen Mädchen umgeben zu sein! Sie könnten sich die grandiosesten Gedankenspiele ausdenken, umgeben von Zuckerwatte, ohne dass auch nur ein Funke der Realität den Ballon vor dem Start mit Passagieren zum Platzen bringen könnte.
Es ist ein Teufelskreis. Jeder Student, der Zustimmung vortäuscht, lässt die herrschende Meinung populärer erscheinen, als sie tatsächlich ist. Andere Studenten beobachten diesen künstlichen Konsens und schweigen. Hochverehrte Professoren fühlen sich wie Götter, überzeugt von der unfehlbaren Richtigkeit ihrer Ideen. Ein kleiner, vorgetäuschter Konsens erzeugt einen noch größeren.
Dieser Mangel an Meinungsfreiheit auf dem Campus war der Tod von Jason Arday. Cambridge hätte schon vor zehn Jahren die Kritiker der Woke-Ideologie anhören müssen. Sie hätten die gängigen Dogmen hinterfragt, bevor Ruf gefestigt und die Folgen katastrophal und tragisch verheerend wurden.
Inszeniertes Tugendposen ist zu einer Bedrohung für die Hochschulbildung geworden.
–Von Forest Romm und Kevin Waldman, The Hill
Zwischen 2023 und 2025 führten wir 1452 vertrauliche Interviews mit Studenten der Northwestern University und der University of Michigan durch.
Wir fragten: Haben Sie jemals vorgegeben, progressivere Ansichten zu vertreten, als Sie tatsächlich vertreten, um gesellschaftlich oder akademisch erfolgreich zu sein? Erstaunliche 88 Prozent antworteten mit Ja.
Diese Dissonanz zeigt sich überall. 78 Prozent der Studierenden gaben an, sich in Bezug auf ihre Überzeugungen zur Geschlechtsidentität selbst zu zensieren; 72 Prozent in Bezug auf Politik; 68 Prozent in Bezug auf Familienwerte. Mehr als 80 Prozent sagten, sie hätten Arbeiten eingereicht, die ihre Ansichten verfälschten, um sich den Professoren anzupassen. Für viele ist dies zur Gewohnheit geworden – ein Instinkt zur akademischen und beruflichen Selbsterhaltung.
Selbst in einigen der Institutionen der Welt, die am wenigsten ein Geschlechterverhältnis vertreten, glauben nur 7 %, das Geschlecht ein breites Spektrum ist.
87 Prozent bezeichneten sich ausschließlich als heterosexuell und befürworteten ein binäres Geschlechtermodell. Neun Prozent zeigten sich teilweise offen für Genderfluidität. Lediglich sieben Prozent akzeptierten Geschlecht als ein breites Spektrum an Möglichkeiten, und die meisten von ihnen gehörten aktivistischen Kreisen an.
Es ist fast ebenso sehr eine soziale wie eine berufsbezogene Frage. Drei Viertel der Studierenden teilen ihre wahren Ansichten zu manchen Themen nicht einmal engen Freunden mit. Und fast die Hälfte teilt sie ihren Partnern nicht mit (was wahrscheinlich bedeutet, dass vor allem Männer ihre politischen Meinungen gegenüber ihren Freundinnen für sich behalten. Bis zu 40 % der jungen Frauen in den USA bezeichnen sich als liberal oder sehr liberal, während dies nur 25 % der jungen Männer tun).
73 Prozent der Studierenden berichteten von Misstrauen gegenüber Gesprächen mit engen Freunden über diese Werte. Fast die Hälfte gab an, ihre Überzeugungen in intimen Beziehungen regelmäßig zu verbergen, aus Angst vor ideologischen Konsequenzen.
Wir wissen, dass die Frage, ob biologische Männer Frauensport betreiben, eine 80:20-Frage ist – eine Frage, bei der 80 % der Bevölkerung (sogar an Universitäten) die gleiche Meinung vertreten. In der Realität dürfte das Verhältnis eher bei 90:10 liegen.
Am aufschlussreichsten ist vielleicht: 77 Prozent gaben an, der Ansicht zu widersprechen, dass die Geschlechtsidentität in Bereichen wie Sport, Gesundheitswesen oder der Datenverarbeitung Vorrang vor dem biologischen Geschlecht haben sollte – würden diese Meinung aber niemals laut äußern. 38 Prozent bezeichneten sich selbst als „moralisch verwirrt“ und unsicher, ob Ehrlichkeit noch ethisch vertretbar sei, wenn sie Ausgrenzung bedeute.
Authentizität, einst als psychologischer Vorteil angesehen, ist zu einer sozialen Belastung geworden. Und diese Fragmentierung endet nicht an der Klassenzimmertür. 73 Prozent der Studierenden gaben an, Gesprächen über diese Werte mit engen Freunden misstrauen zu können. Fast die Hälfte sagte, sie würden ihre Überzeugungen in intimen Beziehungen regelmäßig verbergen, aus Angst vor ideologischen Konsequenzen. Dies ist nicht einfach nur Gruppenzwang – es ist Identitätsregulierung im großen Stil, und sie wird institutionalisiert.
Erstaunlich, dass sich trotz der unaufhörlichen Propaganda der letzten zehn prägenden Jahre immer noch 87 % der jungen Erwachsenen an diesen beiden Universitäten als heterosexuell bezeichnen. Es könnte schlimmer sein.
Doch wenn diejenigen, die schwierige Fragen stellen, nicht belohnt werden, wird jede Professorengeneration absurder als die vorherige. Die klügsten Studenten wissen, dass sie in der akademischen Welt nicht zurechtkommen, und nur die Gehorsamsten bleiben.
In diesem Fall kommt die Wissenschaft nicht einmal mit jeder einzelnen Beerdigung voran.
REFERENZ:
Quelle: Umfrage der Northwestern University und der University of Michigan 2024–2026
Samuel Adams, Der Preis, den wir für den inszenierten Progressivismus im Hochschulwesen zahlen , AEI, 19. August 2026
Zum Thema
Wie man den Kulturkampf gewinnt – indem man ihnen die Zukunft zeigt, die sie sich wünschen.
Independent Women’s Voice hat die richtige Idee. Verbreitet sie!
Es ist ein tolles kleines Video über die langfristigen Folgen von „kostenlosen Dingen“.
Wouldn’t it be cool to see what the future actually might look like? pic.twitter.com/uthWHa6dBT
— Independent Women's Voice (@IWV) August 19, 2026
















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Es betrübt mich sehr, daß es heutzutage und ganz verschärft wieder so ist.
Frau Scharnowski, plappern Sie nicht alles einfach nur nach. Haben Sie denn alles schon vergessen? Was ist denn heute wirklich so wie früher?
Oder ist es vielmehr so:
Selber denken bringt Erkenntnis. Denken Sie mal über folgendes nach:
Sie sind unhöflich.
Frau Scharnowski, es tut mir leid, dass Sie meinen Text als unhöflich wahrnehmen und ich bitte Sie, das zu entschuldigen. Hier ist es üblich, den, entgegen des EIKE-Mainstreams, Denkenden mit Hohn und Spott zu überschütten. Inzwischen erwartet man keinen, der es mit der Höflichkeit ernst nimmt. Umso mehr würde es mich freuen, wenn Sie die Ausnahme sind.
Streichen Sie also bitte die ersten beiden Sätze aus meinem ersten Kommentar und ersetzen Sie ihn durch: „Frau Scharnowski, haben Sie denn alles schon vergessen?“
Inzwischen gab es ja schon weitere Kommentare, denen ich mich teilweise anschließen kann.
Nein, ich habe nichts vergessen! Angefangen von den Schikanen an der Uni im Fach Marxismus, weil ich kein Arbeiterkind war und auch keine Genossin. Und (ältere) ehemalige DDR-Bürger haben eine feinere Antenne für staatliche Übergriffigkeit als Westdeutsche. Man muß heute niemanden mehr einsperren. Es gibt auch feinere Methoden, einen zu demütigen und Existenzen zu vernichten.
Auch Informationsquellen werden einem zuweilen vorenthalten. In einer Reha-Klinik, die ich besuchte, waren alle möglichen Internetseiten erreichbar, aber nicht: EIKE, Tichys Einblick, Klonovsky, pi-news … Merkwürdig, nicht wahr? Rechenzentren können Seiten sperren!
Frau Scharnowski, wenn ein Rechenzentrum nicht alles durchlässt, ist das kein Zeichen von Zensur. Blacklisten dienen der eigenen (für die Rechenzentren) Sicherheit. Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass die Patienten der Charité im Patientenradio keinen Deutschlandfunk bekommen. Ist der jetzt auch zensiert? Zensur bedeutet nicht, dass jeder alles anbieten muss. Auf Ihrem Handy/Tablet konnten Sie über mobile Daten die Seiten bestimmt erreichen. Lt. Wiki: „Zensur ist der Versuch der Kontrolle menschlicher Äußerung“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Zensur)
Die Meinungsmanipulation ist tatsächlich untergründiger, aber nur scheinbar freiheitlicher geworden. Sie hat dabei etwas erreicht, wovon die DDR-Meinungsmacher wahrscheinlich nicht einmal geträumt hatten. In der DDR hätten es nur ganz wenige Menschen toleriert, wenn man ihnen erzählt hätte, es gäbe mehr als zwei Geschlechter und Sexualentwicklungsstörungen wären frei wählbar, dass das Gas des Lebens etwas ist, das man vermeiden muss, eine Grenzöffnung für überwiegend Handaufhalter vorwiegend aus West- und Mittelasien wäre allein finanziell undenkbar gewesen (ist sie jetzt eigentlich auch), selbst, wenn den DDR-Oberen eingefallen wäre, Menschen in Zellkulturen umzuwandeln, dann hätte das in den damals noch freien Medien im Westen ein Riesenwirbel erzeugt wie für die anderen Lügenkomponenten auch. Kurz gesagt: Wir hätten uns den ganzen Lügenkomplex nicht andrehen lassen, für den sich die Mehrheit der Wessis (und weniger der Ossis) selbst jetzt noch in scheinbar freier Wahl seit mindestens zehn Jahren immer wieder entscheidet. Ich wage nicht zu entscheiden, was schlimmer ist – Meinungsmanipulation mit Zwang oder Meinungsmanipulation mit Dummheit.
Anstatt immer neue Punkte aufzumachen, wäre es zielführender gewesen, auf schon angesprochene Punkte einzugehen. Das können Sie ja jetzt nachholen. Der Aufhänger war, dass es jetzt so wie früher ist. Ein Vergleich ist da naheliegend. Eine Spekulation darüber, wie es in der DDR heute wäre, ist nicht beweisbar und damit entbehrlich.
Lesetip: https://lernen-aus-der-geschichte.de/beitrag/11667/
Ihr „Lesetip“, ihre Belehrung (31.08., 17:40) und ihr Gejammer über den „unhöflichen“ EIKE-Mainstream (31.08.,14:39) ergeben eine fragwürdige Zusammenstellung. Selbstreflexion scheint nicht ihr Ding zu sein. Aber das hatten wir bereits desöfteren.
Es geht nicht um Spekulationen darüber, wie es in der DDR heute wäre, wenn es diesen widerwärtigen, roten Zwergstaat noch gäbe. Es geht um selbst und unmittelbar gesammelte Erfahrungen, auf die sie offenkundig nicht zurückgreifen können.
Und, es tut mir leid, wenn sie das jetzt als unhöflich empfinden, ihre kindische Auflistung von Erinnerungspunkten ist ein Schuß in ihr eigenes Knie. Es gibt heute wieder „Gesinnungshaft“ und Zersetzungsmaßnahmen (z.B. Kontenkündigungungen, pressebegleitete Wohnungsdurchsuchungen durch die Polizei in frühen Morgenstunden), es gibt wieder Reisebeschränkungen und Zensur, es gibt …
Schau’n sie einfach mal nach, was Hannah Ahrendt über Merkmale totalitärer Herrschaft geschrieben hat. Ich befürchte aber, ihnen fehlt die selbst und unmittelbar gesammelte Erfahrung, um das zu verstehen.
Um auf die EIKE-Themen Klima und Energie zurückzukommen: Was halten Sie eigentlich von der Markierung anderer Menschen als „Klimaleugner“ (siehe Wikipedia) – auszusprechen mit eregiertem Zeigefinger und mit Hinweis auf einen Konsens? (Kein Diskussionsangebot)
Da fällt mir ein: Die Lehre von Marx ist allmächtig weil sie wahr ist! – stand damals auf einem knallroten Spruchband, an dem ich morgens auf dem Weg zur Arbeit vorbei musste. Wenn „von Marx“ durch „des Klimawandels“ ersetzt wird, passt es zur heutigen Zeit 🤮
Herr Nitschke, ich habe nicht belehrt, sondern lediglich mit dem Link dezent auf einen Irrtum hingewiesen. Wie hätten Sie es gemacht?
Ist der Hinweis auf ungerechte Behandlung schon jammern?
Ich habe die für mich wesentlichsten Faktoren angeführt. Wenn Sie eine andere Priorisierung haben können Sie die natürlich anbringen.
Für die folgenden Punkte setzen Sie bitte Ihre Beispiele gleich in Vergleich zur DDR. Darum ging es ja.
Nennen Sie bitte Beispiele für Gesinnungshaft und Zersetzungsmaßnahmen. Wem wurden welche Konten gekündigt und eine neue Kontenanlegung unmöglich gemacht? Wohnungsdurchsuchungen finden immer früh statt. Welche Wohnungsdurchsuchung wurde von der Presse begleitet? Wer hat eine Reisebeschränkung bekommen? Zeigen Sie Beispiele einer Zensur.
Merkmale einer totalitären Herrschaft werden Sie überall finden. Auch im „Dritten Reich“, Nordkorea oder Russland werden sie Merkmale demokratischer Staatsführung finden. Merkmale müssen eingeordnet/bewertet werden. Stellen Sie doch mal alle relevanten Merkmale der DDR den entsprechenden Merkmalen des heutigen Deutschland gegenüber.
Zuschreibungen werden häufig durch die Medien gemacht und setzen sich durch oder eben auch nicht. Man kann sie für sich ablehnen. Ich gebe zu, dass die Benennung „Klimaleugner“ auch eine Wertung enthält. Da diese Szene sich selbst schon seit langem (siehe Link von 2011) als „Klimarealisten“ bezeichnet, gehe ich von einem Unentschieden aus.
(https://eike-klima-energie.eu/2011/01/30/die-widerlegung-des-solareinflusses-der-exodus-der-sogenannten-klimaskeptiker/)
Einige wenige Beispiele für Gesinnungshaft, Zersetzungsmaßnahmen, Kontenkündigungen u.dgl. (Überschneidungen sind teilweise vorhanden). Anm.: Ich werde hier Beispiele listen, die bereits öffentlich bekannt sind und keine Fälle ventilieren, die der breiten Öffentlichkeit bisher verborgen blieben. Ich werde auch strittige Fälle wie den der sog. Sächsischen Seperatisten nicht listen (kann jeder auf AchGut o.ä. selbst nachlesen).
Der Fall Michael Ballweg (nach jahrelanger Verfolgung, Inhaftierung und medialer Verleumdung freigesprochen)Der Fall des Weimarer Familienrichter Christian Dettmar (Entlassung wegen eines Urteils gegen Koronamaßnahmen die sich im nachhinein als unwirksam unf falsch erwiesen haben)Die Fälle von Verweigerung des passiven Wahlrechts gegen mehrere AfD-Kandidaten (ohne persönliche Verfehlungen allein aufgrund ihrer Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei)Der Fall Jürgen Elsässer (beim Polizeiüberfall von eingebetteten Pressefotografen im Bademantel an seiner Wohnungstür abgelichtet)Die Fälle Hadmut Danisch, Hüseyin Doğru, Ulrich Heiden, Flavio von Witzleben u.a. (De-Banking, teilweise Zugriffsverhinderung auf Privatvermögen wegen ungewünschter Berichterstattung)Der Fall Martin Sellner (erlogene Potsdamer Geheimkonferenz – inzwischen gerichtlich entlastet, Einreiseverbote De-Banking)Ausreiseverbot gegen Mitglieder der VVN-BdA nach Bulgarien 2023 (durch Bundespolizei rechtswidrig verhängt)Zensur bzw. Sperrung der Internetseiten von Russia Today (RT)Weitere Beispiele gefällig?
Welcher Dissident konnte erfolgreich aus einem Strafverfahren in der DDR rausgehen?
M. Ballweg ist freigesprochen worden, weil der Verbleib der Spendeneinnahmen nicht aufzuklären war. In einem Rechtsstaat folgt darauf ein Freispruch.
Christian Dettmar wurde wegen Rechtsbeugung verurteilt. Das Sie die Maskenpflicht anders beurteilen ist nicht Thema der Debatte.
Polizeieinsätze werden in aller Regel nicht der Presse vorab angekündigt. Das würde auch den Erfolg des Einsatzes gefährden. Trotzdem passiert es immer wieder. Ohne Frage – unschön. Ist halt Pressefreiheit über die Einsätze zu berichten. Jürgen Elsässer hatte selbst entschieden, wie er die Tür aufmacht. Auch er wurde freigesprochen. In der DDR hätte es das nicht gegeben.
Hüseyin Dogru steht auf der EU-Sanktionsliste. Die EU hat das Recht sich gegen Einflussnahme aus Russland zu wehren. Auch wenn die Schuld direkt nicht nachgewiesen werden kann. In Russland kommen Mensch mit entsprechenden Anschuldigungen ins Gefängnis oder Straflager und überleben manchmal nicht.
Martin Sellner ist Österreicher. Deutschland kann natürlich unliebsamen Menschen die Einreise verweigern. In der DDR wurde allen die Ausreise fast völlig verweigert. Nur in die damalige CSSR konnte man ungehindert reisen. Für Ungarn brauchte man die Genehmigung der DDR. Um nach Rumänien oder Bulgarien zu reisen musste man durch Ungarn oder musste fliegen. War nicht billig. Mehr Länder waren für den allgemeinen DDR-Bürger nicht freigegeben.
RT wurde die Lizenz entzogen. Ein Staat muss sich wehren können. Der Zugang ist weithin möglich und nicht verboten. In Russland wird solch ein Vorgang viel rigoroser umgesetzt. Das Internet ist dort deutlich eingeschränkt. Ausländische Medien sind nur sehr eingeschränkt zugänglich.
Wie man jetzt schon sieht, sind Ihre Beispiele im Vergleich zur DDR oder Russland ein Zeichen der Rechtstaatlichkeit. Natürlich muss sich ein Staat auch wehren können. In Deutschland kann jeder seine Behandlung vom Gericht prüfen lassen. Gefühlt verliert in D der Staat etwa die Hälfte der Fälle. In der DDR oder Russland wurde kein Prozess vom Staat verloren. Das ist der Unterschied.
Herbert Marcuse Antirassismus als Mittel der Zersetzung westlicher Gesellschaften
Entsprechendes Potenzial sah Marcuse in den „Ausgebeuteten und Verfolgten anderer Rassen und anderer Farben“. Diese mangele es jedoch an Bewusstsein dafür, dass sie „Opfer von Gesetz und Ordnung“ seien, weshalb man ihnen dieses vermitteln müsse. Unter der Führung und Anleitung linker Intellektueller könnten diese Gruppen, die Marcuse nicht für selbstständige Akteure hielt, zu den erhofften „Barbaren“ waren, die „das Imperium der Zivilisation bedrohen.
Das man diese Strategie noch um den Faktor Schuld am Untergang erweitert hat, ist offensichtlich nur Konsequent und über die Ablassgebühren werden die willfährigen Heilsbringer dieser Ideologie gut versorgt.
Herr Steinmetz, was ein Herr Marcuse meint bzw. wie sie es erweitern würden, ist mir egal. Ich habe mich auf den Vergleich zu früher (DDR) geäußert. Wenn Sie sich daran beteiligen wollen, bitte. Den ideologischen Überbau brauche ich nicht
Es hat schon einen Bezug zu unserer damaligen Situation, im Westen mauserte sich da die Erkenntnis den dummen Arbeiter kriegt man, so fett und verwöhnt wie er war, nicht mehr für eine Revolution eingefangen also konzentrieren wir uns doch lieber auf die „Neger mit Cadillac“, die Barbaren wie es noch zu Zeiten der Frankfurter Schule heißen durfte. Die westlinken und Grünen haben dies anscheinend gut verinnerlicht und nachdem das Schreckgespenst, für Agitatoren, Ostblock-Regime weggebrochen war setzte man voll auf die alte Schule und den bis dato unerfüllten Traum.
Herr Steinmetz, noch einmal. Ihren ideologischen Überbau brauche ich nicht. Wenn Sie mich, mit einem Vergleich zu früher, von einer Revolution überzeugen wollen, müssen Sie diesen Vergleich auch machen. War es früher besser? Wäre es unter den damaligen Konstellationen heute besser? Das sind die entscheidenden Fragen.
Alle weiteren Aspekte würden den Rahmen hier sprengen. Ich habe mich nur gemeldet, weil die Frau Scharnowski diesen Vergleich aufgemacht hat.
Viel Sinn kann ich in Ihren Zeilen nicht erkennen, insbesondere nicht wirklich eine Alltagsbeschreibung der heutigen Zeit. 🙁
Dann eben nicht. Sie dürfen auch eine andere Meinung haben.
Ich bin überzeugt, daß kein Student, der etwa in Potsdamm einen Abschluß erreichen will, sich traut, z. B. dem Hrn. Rahmstorf zu widersprechen oder sich mit ihm anzulegen. So einer wäre zum ewigen Durchfallen verurteilt.
Wer hingegen brav mit den Spatzen pfeift, bekommt einen Abschluß, eine Anstellung und ein angenehmes Leben.
Das ist ganz normal menschlich. Ich meine auch, viele denken nach Erhalt eines Diploms nur mehr wenig darüber nach, was wirklich ist bzw. sein kann. Wie schon zuvor lautet die Devise dann noch stärker „Copy & Paste“
Vielleicht gibt es nicht nur technologische Lebenszyklen (Disruption und Basisinnovation, Wachstumsphase, Sättigung, Stagnation und Disruption, Kollaps und Ersetzung) sondern auch einen Zyklus für Demokratien (große Erschütterung, Installation und Aufbauphase, Höhepunkt, Selbstzerstörung und Degeneration, Zerfall und Ablösung), ganz ohne Verschwörungen und geheime Eliten.
Zumindest konnte dieser Lebenszyklus schon an vielen historischen Demokratien beobachtet werden. Keine Demokratie wurde je älter als 250 Jahre.
Und wenn man sich dieses Entstehen, Wachsen, hernach das Umkippen in die schlechtere Qualität in den verschiedensten aktuellen Institutionen (Unis, Wissenschaftsbetriebe, Gewerkschaften, NGOs, Konzernen, Parteien, Bürokratien der Staats- und Sozialverwaltung) ansieht, dann könnte in der These eine Menge Wahrheit stecken.
Vielleicht können sich Demokratien einfach systemisch nicht dauerhaft erhalten, oder?
Sie haben völlig Recht, Herr Lange. Es sind Zyklen – nicht nur das Klima wandelt sich in Zyklen über völlig unterschiedliche Zeiträume, sondern auch Gesellschaften. Sie haben den Werdegang treffend beschrieben.
Das tiefer liegende Phänomen gibt hier die Chaos-Theorie vor. Eine bestimmte Ordnung entwickelt/wandelt sich, bis sie an einen Punkt kommt, wo keine Entwicklung mehr möglich ist. So wie aus einem alten Baum kein junger Baum werden kann (erst muss der alte Baum sterben, bevor daraus ein neuer junger Baum erwächst), kann eine Gesellschaftsordnung, wenn sie am Ende ist, nicht in eine neue Gesellschaftsordnung überführt werden.
Nette Aussichten, ich weiß.
MfG
Die Sozialisten, Bolschewisten, Marxisten, Terroristen, Maoisten, Nationalisten und Islamisten, also alle Kollektivisten und Quasi-Kollektivisten wussten bzw. wissen das, deshalb zerstören sie zuerst über ein bis zwei Generationen das Vorhanden, auch ein Marsch durch die Institutionen ist so ein Weg hin zur Zerstörung, um sodann im Chaos ihre Utopie, ihre Diktatur, ihr sonstiges Unding zu errichten, oder?
Genauso ist es in der Technik. Eigentlich immer wenn eine Technik ausgereift ist, wird sie durch eine neue ersetzt. Dampflok-Diesellok-E-Lok. Möglicherweise wird es bein PKW genauso sein. Vielleicht hat man irgendwann einen besseren Energiespeicher. Dann wird der E-Antrieb sich durchsetzen. Die Infrastruktur muss sich allerdings mitentwickeln. Niemand weiß es vorher.
Und die meisten neuen Technologie sind einfach nur Kurzblüher. Die Technologie deren sich der Mensch schon am längsten bedient haben gleichzeitig die größte Chance gegenüber neuen Technologien weiterhin länger zu überleben, oder?
Manch Neues hat sicherlich Potential, aber nur unter sinnvollen Rahmenbedingungen und nicht als Zwangsbeglückung ohne vernünftige Voraussetzungen. Und dazu bedarf es keiner minderbelichteter Polithopser und deren wissenschaftlichen Gefälligkeitsapostel, sondern gestandene Praktiker mit Sachkenntnis.Politik und Praxis spielen immer dann erfolgreich zusammen wenn sich jeder nur auf seinem Felde zum handeln berufen fühlt, Politik setzt den weitgefassten ordnungspolitischen Rahmen und die Paktiker füllen diesen technologieoffen aus.
„Genauso ist es in der Technik. Eigentlich immer wenn eine Technik ausgereift ist, wird sie durch eine neue ersetzt. Dampflok-Diesellok-E-Lok.“
Sie verkennen dabei einen wesentlichen Umstand welcher in „wird sich durchsetzen“ und „wird durchgesetzt“ sein ursächliches Problem findet. Niemand hat Dampflok ->Diesellok -> E-Lok zwangsweise verordnet, der Markt und die Wirtschaftlichkeit plus Effizienz haben dies geregelt. Daraus entwickelten sich allmähliche Übergänge welche keinerlei Verwerfungen provoziert haben, denn genau diese sind Kostentreiber und wenn dann noch unter Zwang geschehen, dann finden sich sehr schnell Kostgänger die keinerlei Leistung zusätzlich erbringen aber einen großteil der zusätzlich entstehenden Kosten abgreifen.