Dr. Roger Watson, THE DAILY SCEPTIC
Wer sich einen Überblick darüber verschaffen möchte, warum sich so viele Pflegekräfte zunehmend von ihren Berufsverbänden entfremdet fühlen, tut gut daran, das Protokoll einer kürzlich abgehaltenen Sitzung hochrangiger Vertreter der Pflege zu lesen. Ich beziehe mich dabei auf die Fellows-Sitzung des Royal College of Nursing, die am 18. Juni in London stattfand. Ich habe das Privileg, Mitglied dieses Gremiums zu sein, war aber glücklicherweise nicht bei der Sitzung anwesend.
Man könnte meinen, dass sich eine Versammlung einiger der angesehensten Vertreter des Berufsstands mit der Krise befassen würde, welche die Pflege derzeit erfasst: Personalmangel, Pflege auf den Fluren, zusammenbrechende Universitäts-Fachbereiche, rückläufige Rekrutierungszahlen, Gewalt gegen das Personal, steigende Arbeitsbelastung und der unaufhaltsame Abfluss erfahrener Pflegekräfte aus dem Beruf.
Diese Themen kamen schließlich doch zur Sprache, jedoch erst nach einer langwierigen Diskussion über den Klimawandel. Offenbar gilt der Klimawandel mittlerweile als „die größte Bedrohung“ für die Gesundheit. Nicht die Wartelisten, nicht die Versorgung auf den Fluren, nicht die Unmöglichkeit für Patienten, einen Hausarzt aufzusuchen, nicht der chronische Mangel an examinierten Pflegekräften, nicht der Zusammenbruch der Pflegeausbildung oder Notaufnahmen, in denen Patienten tagelang auf Rollbetten liegen.
Auf der Tagung gab es Vorträge über ökologische Nachhaltigkeit, Strategien zur Anpassung an den Klimawandel, maximale Temperaturen am Arbeitsplatz, Aufklärungskampagnen zum Thema Hitze, globale Partnerschaften, Stadtplanung, Gebäudekühlung, die Erfahrungen von Kolleginnen und Kollegen im Ausland und die Notwendigkeit, sich „einen Tag im Leben einer Pflegekraft im Jahr 2050“ vorzustellen, die in einer Welt arbeitet, die zwei Grad wärmer ist als vor der Industrialisierung.
Das ist schlichtweg Klima-Alarmismus, der zeigt, dass die Führungskräfte in der Pflege den „Trank“ des Klimanotstands in vollen Zügen getrunken haben. Während ich dies schreibe, arbeite ich in Hongkong, wo die Pflegekräfte – ungeachtet der Hitzewelle, die ich in Großbritannien hinter mir gelassen habe – bei Temperaturen arbeiten, die um viele Grad höher sind als diejenigen, bei denen Pflegekräfte zu Hause arbeiten. Ich höre keine Beschwerden. Sollte sich die Welt um zwei Grad erwärmen, wird es in Großbritannien immer noch kühler sein als derzeit in Hongkong.
Das Royal College of Nursing, das vermutlich der Meinung ist, dass ihm jemand zuhört, hat einen Umwelt- und Gesundheitsnotstand ausgerufen und entwickelt derzeit Schulungsmaterialien, um seine Mitglieder für die Gefahren von Hitze zu sensibilisieren. Zudem erarbeitet es eine Nachhaltigkeitsstrategie, die über die eigenen Geschäftsabläufe hinausgeht und sich auf die berufliche Pflegepraxis erstreckt. Wirklich? Haben Pflegekräfte nichts Besseres zu tun?
Der Berufsstand erlebt derzeit die vielleicht größte Krise seiner modernen Geschichte. Krankenhäuser können nicht genügend Personal einstellen. Erfahrene Pflegekräfte verlassen den Beruf schneller, als sie ersetzt werden können. Universitäten streichen Lehrstühle, und Pflegeschulen verschwinden in riesigen multidisziplinären Fakultäten, in denen eine Führungsrolle der Pflege zunehmend fehlt. Die Forschungskapazitäten werden ausgehöhlt. Studenten sind hoch verschuldet, und viele schließen ihr Studium nie ab.
Diese Themen fanden schließlich Beachtung, doch die Diskussion über eine sichere Personalausstattung und die Pflege auf den Fluren befasste sich mit Problemen, mit denen Pflegekräfte täglich konfrontiert sind. Das sind genau die Themen, von denen Pflegekräfte erwarten, dass sie angesprochen werden, wenn sie einer Berufsorganisation für Pflegekräfte beitreten.
Beim Lesen des Protokolls fällt jedoch auf, wie bereitwillig die Pflege die Sprache des modernen Umweltaktivismus übernommen hat. Pflegekräfte werden dazu ermutigt, Einfluss auf Stadtplanung, Gebäudegestaltung, die Widerstandsfähigkeit von Gemeinden, die internationale Klimapolitik und globale Anpassungsmaßnahmen zu nehmen. Seit wann sind Pflegekräfte Experten für Stadtplanung, Architektur, Klimamodellierung oder internationale Umweltdiplomatie?
Es ist natürlich völlig unumstritten, dafür zu sorgen, dass Krankenhäuser während Hitzewellen kühl bleiben. Doch diese praktischen Belange erfordern kaum, dass Pflegekräfte zu Klimaaktivisten werden. Krankenhäuser mussten sich schon immer auf Wetterextreme vorbereiten. Das nennt man Notfallplanung. Es ist die Aufgabe von Führungskräften, Ingenieuren und der Gebäudeverwaltung, die mit dem klinischen Personal zusammenarbeiten.
Wenn es nach dem Royal College of Nursing geht, soll sich der Pflegeberuf neu als Umweltbewegung definieren. Es scheint keinerlei Bedenken zu geben, dass Mitglieder hinterfragen könnten, ob Klimaaktivismus überhaupt in den Aufgabenbereich einer Pflegeorganisation fällt.
Viele Pflegekräfte an vorderster Front könnten das Royal College of Nursing zu Recht fragen: Könnten wir nicht zuerst die Personalkrise beheben? Könnten wir uns nicht um die Pflege auf den Fluren kümmern? Könnten wir nicht die Pflegeausbildung retten? Könnten wir nicht verhindern, dass erfahrene Wissenschaftler aus dem Beruf abwandern?
Berufsverbände verfügen nur über begrenzte Zeit, begrenzte finanzielle Mittel und begrenzten Einfluss. Jede Stunde, die für Nachhaltigkeitsstrategien aufgewendet wird, ist eine Stunde, die nicht der Personalplanung gewidmet ist. Der Pflegeberuf wurde zu einem der vertrauenswürdigsten Berufe in der Gesellschaft, weil er sich auf die Pflege konzentrierte: die Betreuung von Patienten, das Eintreten für eine sichere Versorgung, die Verbesserung der Ausbildung und die Förderung der Forschung. Der Versuchung, sich jeder politischen Modeerscheinung anzuschließen, sollte widerstanden werden. Pflegekräfte haben schon immer zur öffentlichen Gesundheit beigetragen, aber sie sind keine Klimawissenschaftler, Stadtplaner oder Umweltlobbyisten.
In einer Zeit, in der der Pflegeberuf um sein Überleben kämpft, hat es etwas Absurdes sich vorzustellen, wie die Situation der Pflegekräfte im Jahr 2050 aussehen wird, während so viele von ihnen schon jetzt damit zu kämpfen haben, ihre Schichten im Jahr 2026 überhaupt zu überstehen. Ich würde vorschlagen, den Film „Climate: The Movie“ beim jährlichen Galadinner für die Fellows des Royal College of Nursing zu zeigen, aber ich fürchte, meine Einladung zu diesem Dinner könnte auf dem Postweg verloren gehen.
Professor Roger Watson is Professor of Nursing at Saint Francis University, Hong Kong. He has a PhD in biochemistry. He writes in a personal capacity.
Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/18/have-nurses-nothing-better-to-do-than-discuss-climate-change/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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ps. hatte mal eine echte Granate (wirklich ne „12“) dieses Berufsstandes an der Angel, nachdem sie mir sagte, sie hätte !!! 9 Mal !!! abgetrieben, hat sie nur noch eine Staubwolke gesehen: LAUF FOREST, LAUF!!! 😉
„Haben Krankenschwestern nichts Besseres zu tun, als über den Klimawandel zu diskutieren?“Hat Herr Watson nichts besseres zu tun, als auf Krankenpfleger/innen rumzuhacken, die sich um ihre Arbeitsbelastung und zukünftige Probleme sorgen?
Haben Sie den Artikel gelesen? Wie können Sie dann sowas schreiben: Hat Herr Watson nichts besseres zu tun, als auf Krankenpfleger/innen rumzuhacken, die sich um ihre Arbeitsbelastung und zukünftige Probleme sorgen?
Ihr Kommentar setzt sich mit dem Artikel von Dr. Watson praktisch überhaupt nicht auseinander. Herr Watson kritisiert nämlich, dass sich die genannten Pfleger/innen gerade nicht um die Probleme ihrer Arbeitsbelastung und ihres Berufes kümmern, sondern um imaginäre Märchenprobleme, die ihnen vom Geschäftsmodell Klimarettung eingetrichert wurden.
Bei mir entstand nämlich nach dem Lesen die Frage: Sind das überhaupt Krankenpfleger/innnen oder wird das nur von denen selbst behauptet?. Hat man deren Ausweis und die deren Angabe der Arbeitsstätte überprüft? Wohl kaum. Ich traue der vereinten mafiaartigen Lügengemeinde der CO2-Klimarettung grundsätzlich alles zu. Es sind abgrundtiefe schlechte Menschen, die uns ausrauben wollen.
Fragen wir doch lieber mal warum die kranken Schwestern bei „Corona“, in der „schlimmsten“ „Pandemie“ so viel Zeit hatten, im ganzen „Westen“, Videos für Dummtube und Tic Tac zu drehen, mit Choreographie, wo doch alles „total überlastet“ war, mit den „vielen“ Patienten. Ach ja, die Patienten gab es nicht, weil es keine Pandemie gab und die hatten daher massenhaft nichts zu tun, bis „wirksam und sicher“ die Patienten erzeugte. Bis heute kam aus den Reihen dieser Kreaturen nicht viel zur eigenen Rolle in den dreckigen Spiel, oder wie sie die Leute mit tödlichen „Heilbehandlungen“ nach Vorgabe WHO – China umbrachten 2020, entgegen allem was sie mal gelernt hatten.
Was bitte wollen sie / Sie Herr Frey, von diesen Verbrechen also erwarten? Die machen bei jedem Menschheitsverbrechen willig mit. Wie damals halt, vor „1000 Jahren“.
Herr Junge.,
Ihr Kommentar setzt sich mit dem Artikel von Dr. Watson praktisch überhaupt nicht auseinander. Dr. Watson kritisiert die Prioritätensetzung einer Berufsorganisation. Sie hingegen nutzen seinen Beitrag lediglich als Sprungbrett für eine pauschale Verurteilung eines gesamten Berufsstandes!
Sie behaupten, es habe keine Pandemie gegeben, Patienten habe es nicht gegeben und Pflegekräfte hätten Menschen vorsätzlich getötet. Für keine dieser schwerwiegenden Behauptungen führen Sie auch nur einen einzigen belastbaren Beleg an. An die Stelle einer Argumentation treten Unterstellungen, Beschimpfungen und moralische Verdammungsurteile.
Besonders befremdlich, ja regelrecht abstoßend ist Ihre Verallgemeinerung. Aus einigen während der Pandemie veröffentlichten Tanzvideos einzelner Beschäftigter schließen Sie auf Millionen Pflegekräfte weltweit. Ein solcher Schluss ist nicht nur logisch nicht haltbar, er ist der absolute Schwachsinn. Dass einzelne Mitarbeiter in ruhigen Momenten kurze Videos aufgenommen haben, sagt nichts über die Belastung unzähliger Intensivstationen, Notaufnahmen oder Pflegeeinrichtungen aus. Einzelbeispiele ersetzen immer noch keine seriöse Analyse, Herr Junge.
Mit der Bezeichnung von Pflegekräften als „Kreaturen“ verlassen Sie endgültig den Boden einer respektvollen Diskussion (was für eine „Kreatur“ sind Sie denn?). Wer einen ganzen Berufsstand entmenschlicht, liefert keine Argumente mehr, sondern offenbart vor allem die eigene Geringschätzung gegenüber Menschen, die oftmals unter schwierigen Bedingungen Verantwortung für Kranke und Hilfsbedürftige übernehmen.
Wer anderen „Verbrechen“ vorwirft, trägt die Verantwortung, diese Vorwürfe mit überprüfbaren Tatsachen zu belegen. Solange dies nicht geschieht, bleiben sie bloße Behauptungen. Eine ernsthafte Diskussion lebt von nachvollziehbaren Argumenten und belastbaren Belegen – nicht von Pauschalurteilen, Polemik und der Herabwürdigung ganzer Berufsgruppen.
Derartige, durchweg pejorative und diffamierende Äußerungen sollten Sie sich und uns künftig ersparen, Herr Junge. Sie tragen nichts zu einer sachlichen Auseinandersetzung bei.
Dazu ein Zitat von Napoleon Bonaparte: „Die Ärzte haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen als die Generäle.“
– https://gutezitate.com/zitat/254337
Das Fetzengeldsystem liegt in den letzten Zuckungen. Das Gesundheitssystem wird zu einem großen Teil durch Zwangsabgaben jener Sklaven finanziert, die noch in der Privatwirtschaft, in kleinen und mittelgroßen Betrieben arbeiten.
Die Firmenpleiten gehen zwar zurück, aber nur deshalb, weil es fast keine Firmen mehr gibt, die aufhören können. Um den Schein zu wahren, werden die freigesetzten Arbeitenden in Schulungen und Weiterbildung geschickt, oder schlicht Stempelgeld bezahlt.
Es fehlt das Geld an allen Ecken und Enden, und um das nicht offen eingestehen zu müssen, wird über die Hitze und das Klima referiert.
Gibt es überhaupt etwas Wichtigeres, als über den Klimawandel zu reden 😉 ? Schließlich kann man dem alles in die Schuhe schieben. Von mistigen Balkonblumen, die nichts taugen, über die vielen, vielen Toten wegen der Hitze usw. usf. Mal ganz abgesehen von den Kollaborateuren der Klimaideologie, die alles der Ideologie nachplappern müssen, muss doch überall in Europa ein stichhaltiger Vorwand gefunden werden, damit die Luft noch höher besteuert werden kann. Die Ukraine benötigt immer noch Waffen und Europa will sich kriegstüchtig machen. Schließlich muss das doch jemand bezahlen.
Historische Mission der Klimarettung: die Bewegung muss umfassend in alle Lebensbereiche der Gesellschaft getragen werden, in die Häuser und Keller, auf die Straßen, in die Schulen, Altenheime und Krankenhäuser – alles müssen wir verändern, wer Geschichte kennt, erinnert sich, oder?
Bei google nach „mittelalterliche warmzeit“ suchen
Suchen nach „google bilder kleine eiszeit“ suchen
Die Pflegekräfte sollten sich auf ihre zweifellos wichtige Arbeit konzentrieren, anstatt sich mit Klimawandel-Unsinn zu beschäftigen!
Nach meiner Überzeugung waren das gar keine Pflegekräfte. Sondern Leute von NGOs, die sich als Pflegekräfte ausgeben mußten und als bezahlte Pflegeinfanterie hier aufgetreten sind.
Woher kommt meine Überzeugung?
Mein Sohn und seine Ex-Verlobte sind beides Pflegekräfte, die beide ihren Beruf gewechselt haben wegen der unzumutbaren Zustände. Vor allem bei Corona. Die Leute sind ausgebildete Fachkräfte, werden aber fremdbestimmt. Was zu tun ist bestimmen unausgebildete, oftmals politisch eingesetzte Vorstände. Ein Mißstand, der sich inzwischen bei „unsere Demokratie“ durch alle Berufsverbände zieht.
z.B. Wer führt die Agentur für Arbeit, eine Behörde mit 200 000 Angestellten und Beamten? Antwort: die einstige Sozialistin Andrea Nahles, die noch niemals was gearbeitet hat. Die KI weiß: Als Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit erhält Andrea Nahles ein Jahresgehalt von rund 400.000 Euro. [1, 2]
Alles taube Nüsse, strohdumm in der Allgmeinbildung, aber mit dem richtige Parteibuch. Dumme Parteisoldaten, die wir bezahlen müssen, deshalb sind in Deutschland die Steuern am höchsten. Es wird Zeit, dass Deutschland endlich wieder auf den Kopf gestellt wird.
Pflegekräfte haben schon immer zur öffentlichen Gesundheit beigetragen, aber sie sind keine Klimawissenschaftler, Stadtplaner oder Umweltlobbyisten.
Und ich ergänze, das wollen die Leute auch gar nicht sein, das entspricht nicht ihrem menschlich sozialen Charakter und ihrer Berufung. Und die angesehensten Vertreter dieses Berufsstandes, die nach außen wirken, sind gar keine Pflegekräfte, sondern politisch eingesetzte Funktionäre, mit der Aufgabe Klimafußsoldaten zu finden. Und darüber geht der Artikel. Herr Watson hat die Vorgehensweise noch nicht ganz durchschaut.
Hat Dr. Watson nichts Besseres zu tun, als einen polemischen Artikel über Klimawandel zu verfassen?
Weiß er nicht, dass Hitze zu mehr Krankenhausaufnahmen führt, dass Hitze besonders für ältere Menschen eine große Belastung ist, dass es eine höhere Sterblichkeit bei Hitzewellen gibt, dass es zusätzliche Belastungen für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen durch Hitzewellen gibt?
Dr. Watson konstruiert einen Gegensatz zwischen Personalproblemen und Klimafolgen, der nicht existiert. Man kann sich gleichzeitig für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege und für den Schutz von Patienten vor den Folgen extremer Hitze einsetzen.
Wer fordert, dass Pflegeorganisationen über solche Risiken nicht sprechen sollen, trägt nicht zu einer Lösung bei.
Ja, ja, es ist schon schlimm. Die Hitze tut so manchem gar nicht gut. Das Leben ist einfach lebensgefährlich. Hat’s früher, also in der guten alten Zeit, alles nicht gegeben. Wir müssen dringen irgendwelche neuen Steuern einführen und die alten drastisch erhöhen. Dann wird’s wieder besser. Bestimmt!
Ein runde Beschreibung dafür, dass die kollektivistische Klimarettungs-Bewegung in alle Lebensbereiche zu tragen ist, oder?
Man kann es aber auch zu Ihrer Verteidigung umdrehen:
Wenn reiche Länder wie England und Deutschland seit Jahrzehnten täglich in allen politisch gesteuerten Medien vor kommender Erwärmung warnt, dann aber nicht seine Krankenhäuser, Schulen, Altenheime, et al. mit Klimaanlagen ausrüstet, dann ist das in erster Linie komplettes Versagen, und zwar politisches Versagen.
Daran gibt es nichts zu deuten. Die Liste von Gründen warum die Patienten immer noch auf den Fluren der Notaufnahmen verkümmern, ist dann naturgemäß eine Liste von Ausreden, der Versuch alle Versäumnisse schön zu reden, oder?
Herr Björn, lesen Sie den Artikel noch einmal.
Sie schreiben: „Hat Dr. Watson nichts Besseres zu tun, als einen polemischen Artikel über Klimawandel zu verfassen?“
Dieser Einstieg ist selbst polemisch und stellt kein sachliches Argument dar. Sie greifen den Autor persönlich an, anstatt dessen Argumente zu prüfen. Dass Dr. Watson an einigen Stellen eine polemische Sprache verwendet, ist richtig. Daraus folgt jedoch nicht, dass seine Kritik an der Prioritätensetzung falsch wäre.
Sie schreiben: „Weiß er nicht, dass Hitze zu mehr Krankenhausaufnahmen führt …?“
Watson behauptet nirgendwo, dass Hitze gesundheitlich ungefährlich sei oder dass Krankenhäuser sich nicht auf Hitzewellen vorbereiten müssten. Im Gegenteil schreibt er ausdrücklich:
„Es ist natürlich völlig unumstritten, dafür zu sorgen, dass Krankenhäuser während Hitzewellen kühl bleiben.“
Sie widerlegen daher keine Aussage Watsons, sondern argumentiert gegen eine Position, die Watson gar nicht vertritt. Das ist ein klassisches Strohmann-Argument.
Sie schreiben: „Dr. Watson konstruiert einen Gegensatz zwischen Personalproblemen und Klimafolgen, der nicht existiert.“
Hier liegt der Kern der Auseinandersetzung. Watson stellt keinen logischen Gegensatz zwischen beiden Problemen auf. Seine Aussage lautet vielmehr:
Berufsverbände verfügen nur über begrenzte Zeit, begrenzte finanzielle Mittel, begrenzte personelle Ressourcen. Deshalb müsse angesichts einer akuten Pflegekrise die Priorität auf den unmittelbar lösbaren Problemen liegen. Das ist eine Prioritätenabwägung und keine Behauptung, Klimafolgen existierten nicht oder seien unwichtig. Sie vereinfachen Watsons Argument und geben es dadurch unzutreffend wieder.
Sie schreiben: „Man kann sich gleichzeitig für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege und für den Schutz von Patienten vor den Folgen extremer Hitze einsetzen.“
Dieser Satz ist selbstverständlich richtig. Er widerlegt Watson jedoch ebenfalls nicht. Watson bestreitet nicht, dass man theoretisch mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen kann. Er argumentiert vielmehr, dass Berufsorganisationen aufgrund begrenzter Ressourcen Schwerpunkte setzen müssen. Auch hier gehen Sie am eigentlichen Argument vorbei.
Sie schreiben: „Wer fordert, dass Pflegeorganisationen über solche Risiken nicht sprechen sollen, trägt nicht zu einer Lösung bei.“
Auch dies schreibt Watson nicht. Er fordert an keiner Stelle ein Redeverbot. Seine Forderung lautet vielmehr, dass Klimaaktivismus nicht den Schwerpunkt einer Pflegeorganisation bilden sollte, solange fundamentale Probleme der Pflege ungelöst sind. Sie formulieren daraus eine wesentlich stärkere Behauptung („dürfen nicht darüber sprechen“), die sich im Originaltext nicht findet. Auch dies ist ein Strohmann.
Sie nennen zwar mehrere richtige Tatsachen über die gesundheitlichen Folgen von Hitze. Diese Tatsachen stehen jedoch mit Watsons eigentlicher Aussage kaum im Widerspruch.
Watsons zentrale These lautet: Nicht der Klimawandel als solcher wird kritisiert, sondern die Prioritätensetzung einer Pflegeorganisation angesichts einer akuten Pflegekrise.
Genau auf diese Prioritätenfrage gehen Sie praktisch nicht ein. Stattdessen setzen Sie sich überwiegend mit Positionen auseinander, die Watson ausdrücklich nicht vertritt.
Herr van Bentum, Sie versuchen, vom Thema abzulenken.
Watson behandelt Klimafolgen als etwas, das außerhalb des eigentlichen Pflegeauftrags liegt. Mit den gesundheitliche Folgen von Hitze, Extremwetter und anderen Umweltveränderungen haben aber gerade Pflegeorganisationen zu tun, weil sie direkte Auswirkungen auf Patientenversorgung und Arbeitsbedingungen haben.
Ich halte es für verantwortungsvoll, wenn Pflegekräfte darauf aufmerksam machen.
Hier mein polemischer Vorschlag: Sie gehen auf die Straße und treten für die Anliegen der Pflegekräfte ein. So schaffen Sie Ressourcen im Pflegebereich.
Herr Björn, Sie argumentieren erneut gegen eine Position, die Dr. Watson gar nicht vertritt. Dass Hitzewellen gesundheitliche Folgen haben können, bestreitet er ausdrücklich nicht. Seine Frage lautet vielmehr, ob eine Pflegeorganisation in einer existenziellen Personalkrise ihre begrenzten Ressourcen schwerpunktmäßig auf Klimaaktivismus oder auf die Lösung der akuten Probleme des Pflegewesens verwenden sollte. Genau diese Prioritätenfrage lassen Sie unbeantwortet.
Herr Björn, Sie argumentieren erneut gegen eine Position, die Dr. Watson gar nicht vertritt.
So ist es, aber das tun nahezu alle Infanteriefußsoldaten der CO2-Klimalüge hier bei EIKE. Damit eröffnen die gezielt ein Nebengleis und mit Ihrem und meinem Kommentar sind wir weg vom Artikel.
Die Frage ist keine offene Frage, sondern enthält die unbelegten Annahmen, dass sich Pflegorganisationen in der existenziellen Personalkrise befinden und dass sich Pflegeorgantisationen schwerpunktmäßig auf Klimaaktivismus konzentrieren anstatt sich für ihre eigentliche Aufgaben einzusetzen
Die erste Unterstellung ist völlig übertrieben und die zweite Unterstellung ist bösartig falsch. Sie zeigt, wie wichtig es ist, dass Pflegeorganisationen auf die Straße gehen, um auf Entwicklungen hinzuweisen, die die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Patientinnen und Patienten beeinträchtigen. Das sollen sie.
Und genau das will Watson nicht. Die Verbindung zwischen Klimawandel und Gesundheit wird von Watson ausgeblendet.
Bauern sollen sähen und ernten und nicht für bessere Ernten demonstrieren. Brückenbauer sollen Brücken bauen und nicht gegen Brückeneinstürze demonstrieren. Und Klimaforscher sollen Forschen und nicht über hohe Lufttemperatur schwurbeln. So ist es eben auch mit Krankenschwestern: Sollen pflegen, nicht auf der Straße rumplärren. Jeder, wofür er bezahlt wird!
Ich erkenne keinen polemischen Artikel über Klimawandel, sondern – wenn schon – eher polemischen Artikel über verschwendete Arbeitszeit. Das Pflegepersonal darf sich doch gerne auf höhere Temperaturen in der Zukunft einstellen, aber dann ist das lediglich einer von vielen Parametern, der in die Arbeitsprozesse einfließt. Punkt. Eine Diskussionspunkt von maximal 5 Minuten. Denkbarer Lösungsansatz: Klimaanlagen. Wer dem noch einen politisch-aktivistischen Ansatz hinzufügen will, kann um eine Petition werben, dass die Regierung doch bitte die hohen Ausgaben für CO2-Reduzierung streiche und diese besser in das Gesundheitssystem investiere. Das könnte eventuell mehr Beitrag zur menschlichen Gesundheit leisten.
Und kleine Polemik am Rande: Gerade im Sommer ist das typischerweise heißere Mallorca mit Rentnern aus dem mäßigeren deutschland, UK, usw. überlaufen, auf den Kanaren leben ganzjährig Rentner wegen der höheren Temperaturen, um nicht vorzeitig an Kälte zu sterben.
Und sobald die Temperaturen in Deutschland die 35 Grad überschreiten, haben wir es prompt wieder mit der xten Höllenhitze zu tun, die prompt wieder Tausende von Hitzetoten fordert. Im letzten Winter hatten wir hier Eis und Schnee, sogar eine zugefrorene Ostsee. Ich habe nirgendwo in den Medien gelesen oder gehört, dass nun aber Hunderttausende von Kältetoten zu beklagen waren oder zu beklagen seien würden. Ist schon eigentümlich, dass zehnfach mehr Kälte- als Hitzetote in den Medien keine Erwähnung finden. Das kommt mir alles reichlich verlogen vor.
Machen Sie sich nicht lächerlich. Ich bin 76 und vertrage die hochsommerlichen Temperaturen – wie jedes Jahr – auch nicht mehr so gut wie früher. Ich halte mich dementsprechend. Trinke viel, aale mich nicht in der Sonne, gehe in den frühen Morgenstunden oder späteren Abendstunden (ist bei uns noch möglich) spazieren, halte meinen Puls unter kaltes Wasser. Das wusste man früher noch. In der Mittagshitze wird Siesta gehalten. Wer unvernünftig ist, hat das eben mit einem Krankenhausaufenthalt zu bezahlen. In den Pflegeeinrichtungen ist es dagegen eine völlig andere Sache. Dort achtet man heutzutage wahrscheinlich kaum auf seine Pflegebedürftigen. Sind sowieso nur noch ein Kostenfaktoren und Aufbewahrungsorte, so schlimm das klingen mag.
Also ich vergaß: Warum sind die die Afrikaner und Araber noch nicht ausgestorben??? Dort ist es viel heißer als je bei uns im Hochsommer, auch aus früheren eigenen Erfahrungen weiß ich das. Ich denke, wir Menschen sind alle gleich?
Jämmerliche Rechthaberei.
Ich frage mich nicht mehr, wie die Leute in den südlichen Ländern die Hitze ertragen, alles Gewöhnung. Als ich nach etlichen Tagen früh ohne Hemd in die Küche kam, da „fröstelte“ es mich ein wenig. Kein Wunder, nur 25 Grad. Die Tage vorher habe ich so vor mich hin gedünstet, ein Ventilator am Fußboden hielt die Luft in Bewegung.
Aber was solls, in Zukunft werden die Wärmepumpen auf Umkehr gestellt, sollen doch die die Luft draußen erwärmen neben den hektargroßen Feldern mit ihren Solarheizkörpern.
Woher kommen im Winter die 21 Grad im Haus bei 15 Grad minus, von der WP oder vom E-Werk?
Natürlich ist das gewandelte Klima an der Plegekrise Schuld. Denn das Arbeits-Klima wird bekanntlich seit Jahren in diesem Bereich, und nicht nur in diesem, immer schlechter. Wir brauchen deshalb dringend mehr Zuwanderungsfachkräfte und vor allem Steuersubventionen für irgendwas mit Medien . . .
Die indiktrination muß weiter gehen… sonst bricht das eh schon marode kartenhaus vollständig zusammen. Es ist ja mittlerweile bekannt, daß diesen klimawahn nicht mehr so recht zieht… somit muß man sich über die „hitzewellen“ wieder zugang zu den „vom glauben abfallenden schäfchen“ schaffen.