Es gibt nicht nur „den“ öffentlich-rechtlichen Rundfunk ÖRR, der sich in Klima-Aktivismus gefällt, das unsichtbare Spurengas CO2 mit Bildern von Schonsteinen belegt, die Wasserdampf ausstoßen (auch noch angefärbten), jede Hitzewelle mit dem Weltuntergang assoziiert und Hitze jedes Mal als einzigartig seit „Beginn der Aufzeichnungen“ hervorhebt. Inzwischen ist dies nur noch lächerlich, durch den schlechten Bildungsstand der deutschen Bevölkerung aber leider immer noch wirksam.
In ausgesprochen positivem Gegensatz dazu gibt es aber auch den vom ARD und ZDF betriebenen Sender Phoenix mit Terra X, der am 17.07.2026 zur besten Sendezeit um 20.15 den Beitrag „Europa in der letzten Eiszeit“ brachte (s. Mediathek Phoenix). Wer die 45 Minuten dieser Sendung, die etwa die letzten 45.000 Jahre abdeckte, angeschaut hat, wird sie nicht mehr vergessen. Diese dreiviertel Stunde war umwerfend gut, spannend, anschaulich, verständlich und auch noch von bestem Unterhaltungswert. Sie lieferte vor allem jede Menge an neuen Erkenntnissen, die – einschlägige Fachleute ausgenommen – kaum einem Zuschauer bekannt sein dürften.
Die Sendung behandelt für Mitteleuropa den heutigen wissenschaftlichen Stand der Klimaentwicklung, der Pflanzengeographie, der Lebewesen und der archäologischen Knochen-Funde über die jüngsten 45.000 Jahre. Schwerpunktmäßig wurde die zugehörige deutsche universitäre Forschung gezeigt und mit interessanten Interviews unterlegt. Das gesamte Spektrum reichte von europäischen Temperaturen über Steppenvegetation, Großtiere, den Homo Sapiens, seine Kunstwerke, Jagdmethoden und Ernährung bis hin zum Neandertaler. Letzterer starb aus bis jetzt unbekannten Gründen in der geschilderten Periode aus. Infolge sexueller Kontakte mit dem Homo Sapiens sind Neandertaler-Gene aber noch zu einigen Prozent-Anteilen in unserer DNA aufzufinden.
Im Folgenden sollen nur einige Punkte näher erwähnt werden, die auch besser fachlich informierten EIKE-Lesern vermutlich unbekannt sein dürften und frühere Kenntnisse oft komplett umwerfen.
- Obwohl die Gletscher der letzten Eiszeit weit nach Norddeutschland hineinragten, war Mitteleuropa in dieser Zeit aus überwiegenden Wäldern zu einer Steppe mit etwa heutigen sibirischen Temperaturen geworden. Diese Steppe erstreckte sich von westlich fast der Atlantikküste bis östlich nach Russland hinein und war vom Moschusochsen, Polarfuchs, Mammut, Steppenbison, Wollnashorn, Riesenhirsch, Pferd, Flusspferd und dem Höhlenlöwen bewohnt, um die wichtigsten zu nennen. In sie wanderte auch der Homo Sapiens aus Afrika ein, weil sich hier die Jagd von Großsäugern mit viel Fleisch besonders lohnte und er trotz der etwas unwirtlichen Temperaturen gut überleben konnte. Er traf auf den Neandertaler, der bereits seit etwa 400.000 Jahren existierte. Einige fließende Gewässer wie das Bayerische Altmühltal waren über die gesamte Jahreszeit sogar eisfrei.
- Bei der Neuauswertung von früheren archäologischen Funden als Knochen oder ganzen Skeletten wurden die modernsten Analysemethoden angewandt, so dass man heute sehr gut über die zurückliegenden Zeiten der Funde und vor allem über die DNA der damaligen Lebewesen Bescheid weiß. Diese Methoden arbeiten an der Grenze des physikalisch und technisch Machbaren, denn noch vor wenigen Jahren erschien eine DNA-Analyse von Knochenresten, die über mehrere 10.000 Jahre alt waren, unmöglich Aber auch die C-14-Methode (Halbwertszeit von C-14 sind 5730 Jahre) kommt bei organischen Resten von 40.000 Altersjahren nicht mehr mit simpler Zerfallsmessung aus. Erst die neuen Methoden ermöglichten dann die Entdeckung völlig neuer Zusammenhänge.
- Bohrkerne aus den Maaren der Vulkaneifel wurden ausgewertet (Uni Mainz), die insbesondere Pollen und Pflanzenreste als wichtige Proxies enthielten. Etwa vor 45.000 Jahren wandelte sich die mitteleuropäische Landschaft aus Wäldern zur Steppe um, und als Folge wanderten große Säugetiere ein. Die Symbiose von Großtieren mit Steppengräsern ließ ihre Zahl ansteigen. Die Gründe, warum sich die Landschaft änderte, wurden in der Sendung wohl aus Zeitgründen nicht näher dargelegt. Wenn man im Internet nach den Gründen sucht, läuft es auf eine für den Baumbewuchs extrem ungünstige Folge von kurzfristigen starken Klimaänderungen hinaus.
- Interessant ist, dass ein junger Mann namens Klaus Reiss bereits Ende der 1940-er Jahre mit seiner Suche am Oberrhein nach urzeitlichen Tierknochen begann. Er fand im Laufe der Zeit an die 20.000 Tierknochen, aber man wusste damals noch nicht, wie man sie einordnen sollte. Es ist etwas unverständlich, dass kein Wikipedia-Beitrag über den Pionier Klaus Reiss zu finden ist. Heute gehören seine Funde zu dem großen Forschungsprojekt „Eiszeitfenster Oberrheingraben“ https://klaus-tschira-stiftung.de/projekte/eiszeitfenster-oberrheingraben/ . Die frühere Annahme, dass Flusspferde nach Ende des letzten Zwischenglazials etwa vor 120.000 Jahren ausstarben, hat sich inzwischen erledigt. Flusspferde gab es am Rhein noch bis zum Ende der letzten Eiszeit.
Mehr über die Sendung soll hier aber nicht weiter verraten werden.
Man kann natürlich nicht in ARD und ZDF hineinschauen. Dass aber neben sachlichem Klima-Quatsch wissenschaftlich einwandfreie und hervorragende Sendungen im ÖRR möglich sind, belegt die Existenz einer Redaktionsminderheit, die seriös zu berichten wünscht. Wenn der ÖRR zukünftig überleben will, wäre er gut beraten grüne Klima-Propaganda in der historischen Mülltonne zu versenken und eine andere Verwendung für seine Klima-Aktivisten zu finden.















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Wer hat das CO2 zum auftauen gemacht???
1.000 Meter Eis über Deutschland
In vielen Teilen Norddeutschlands war das Eis damals bis zu 1.000 Metern dick. Zum Höhepunkt der Eiszeit vor etwa 135.000 Jahren reichten die Gletschermassen bis südlich von Berlin, Hannover oder Bremen.
2002_02_19
https://www.scinexx.de/dossierartikel/1-000-meter-eis-ueber-deutschland/
Mit der Schule wurden Ausflüge zu den
Endmoränen südlich von Hannover gemacht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Endmor%C3%A4ne
Ein Beispiel für eine Endmoränenlandschaft der Weichsel-Kaltzeit befindet sich bei Chorin in Brandenburg. Die Osthannoversche Endmoräne der Saale-Kaltzeit erstreckt sich zwischen Drawehn in der Lüneburger Heide und Göhrde im Wendland. Ein weiteres Relikt der Saale-Kaltzeit ist die Ankumer Höhe im Landkreis Osnabrück. Jene Eisrandlage nannte man hier Rehburger Phase.[6] Viele Endmoränen prägen das Norddeutsche Tiefland. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern geben Ahrensbök, Kiel und Strasburg (Uckermark) markante Beispiele. In Flensburg ragen die Endmoränen um die Förde fast 70 Meter auf.
Siehe auch: Brohmer Berge und Hornheimer Riegel
Ich konnte das leider nicht sehen weil ich aus Prinzip keine TV-Glotze benutze (18,36 soll ich trotzden zahlen). Aber es scheint ausnahmsweise eine ordentliche Sendung gewesen zu sein. Weiß die „Klimawissenschaft“ den inzwischen, welche Ursachen die Klimaänderungen damals hatten, ich meine zum Beispiel so Änderungen wie das Ende der Dryas-Zeit, oder wenigstens die Dansgaard-Oeschger-Ereignisse?
Ich hoffe, jedem hier ist bewusst, dass für die Rekonstruktion des Paläoklimas in der Regel die selben grundlegenden Klimamodelle mit der gleichen Klimaphysik verwendet wird und dort der gleiche Zusammenhang von CO2-Konzentration und CO2-Strahlungsantrieb verwendet wird, wie in den IPCC-Prognosen?
Die Ergebnisse der Paläklimaforschung stehen im Einklang mit den rezenten Ergebnissen des anthropogenen Klimawandels bzw. stützen diese sogar. Somit gibt es den hier angedeuteten Widerspruch in der Berichterstattung nicht.
Ich würde jeden, der den CO2-Strahlungsantrieb grundsätzlich ablehnt, bitten, kurz darzulegen, wie er/sie diese Position mit den Erkenntnissen der Paläoklimaforschung vereinbart.
Herr Englert, die Paläoforschung liefert aus Eisbohrkernen (Ausgasungssensitivität) eine etwa 20fach höhere Klimasensitivität als der strahlungsphysikalische ECS-Wert von etwa 0,6 Grad pro CO2-Verdoppelung. Deshalb hat ja IPCC die Sensitivität (als faulen Kompromiss zwischen Paläo- und Neuzeit) um den Faktor 4 reduziert – was immer noch um den Faktor 5 zu hoch ist. Siehe https://www.fachinfo.eu/dietze2022.pdf
Oha! Da ist Ihnen aber gleich am Anfang ein böser Schnitzer passiert!
Sie haben da leider was missverstanden: Die 6,5 K/ 100 ppm sind nicht die Klimasensivität von CO2!!! Wurde auch so nicht vermittelt. Diese Zahl beschreibt aber die gesamte Klimaveränderung während eines Eiszeitzyklus, nicht die direkte CO2-Wirkung.
Die 20-fach höhere „Klimasensivität“ in Ihrer zitierten Grafik errechnen Sie aus allen erwärmenden Faktoren, nicht nur aus CO2, es wird ja in der Grafik direkt Erwärmung und c(CO2) verglichen!
Klimasensivität von CO2 errechnet sich nicht einfach über dT/dc(CO2).
Das würde ja bedeuten, c(CO2) und T sind linear abhängig. Da gibt’s aber noch Wasserdampf, Methan , Wolkenrückkopplungen etc…
Anders ausgedrückt: Wenn es vor 1000 Jahren 6,5 K wärmer geworden ist und CO2 um 100 ppm stieg, heißt das nicht, dass 100 pp immer ein Grad auslösen, es könnte ja auch die Sonne damals stärker geworden sein.
Um das klar zu stellen: Die Vostok-Konferenz hat nie 6,5 K/ 100 ppm alleine für CO2 behauptet.
„strahlungsphysikalische ECS-Wert von etwa 0,6 Grad pro CO2-Verdoppelung“
Wo haben Sie den Wert her? IPCC spricht spricht von 2,4 -bis 4, was auch nicht das 20-fache des Wertes aus dem Eisbohrkern ist, weil dieser ja gar nicht angegeben wird.
Der IPCC hat keine Kompromisse gemacht, sondern detailliert beschrieben, wie man auf 2,5-4 kommt. Da steht nichts von „Mittelwert aus Paläo- und Neuzeit“.
Nur eine Verständnisfrage zwischendurch, Herr @Thorsten_Englert, ehe man sich hier zum wiederholten mal in Zahlensalaten verliert: Können die Klimamodelle, mit denen die Zukunft des Planeten Erde berechnet wird, die Kalt- und Warmzeiten durch Reanalyse richtig, d.h. den gesicherten, paläoklimatologischen Daten entsprechend, abbilden? Bisher habe ich keine Studien o. dgl. dazu gefunden. Zusatzverständnisfrage: Wie erklären Sie den relativ geringfügigen Anstieg der Kohlendioxidkonzentration als Auslöser für Warmzeiten? Bisher wurde eher angenommen, daß damals CO2 der Temperatur folgte, nicht die Temperatur dem CO2.
„Können die Klimamodelle, mit denen die Zukunft des Planeten Erde berechnet wird, die Kalt- und Warmzeiten durch Reanalyse richtig, d.h. den gesicherten, paläoklimatologischen Daten entsprechend, abbilden? „
Mal abgesehen davon, dass man „Reanalysen“ nur mit Messdaten machen kann und man hier eher von „Paläo-Rekonstruktion“ reden würde…
Ja, z.B.. Kageyama et al. (2020): „The PMIP4-CIMP6 Last Glacial Maximum experiments: preliminary results and Comparison with the PMIP3-CMIP5 simulations“
zeigt, dass die Modelle das letzte glaziale Maximum in guter Übereinstimmung zu den Proxies abbilden können, im Bereich der jeweiligen Unsicherheiten.
Dies widerlegt nebenbei Ihre Aussage unseres anderen Chats „Prognose-Modelle werden nicht für die Paläoklimatologie verwendet“.
Ich bin diesbezüglich übrigens sehr auf Ihre Antwort gespannt.
Zusatzverständnisfrage: Wie erklären Sie den relativ geringfügigen Anstieg der Kohlendioxidkonzentration als Auslöser für Warmzeiten? „
Zusatz-Antwort: Gar nicht. CO2 war wohl damals nicht der Auslöser. Damals waren vermutlich die Milancovic-Zyklen der Auslöser für die Erwärmung, der CO2-Anstieg „nur“ ein Rückkopplungs-Effekt, was Ihre letzte Bemerkung erklärt. Siehe Shakun et al (2012). Heute haben wir entsprechende Bedingungen nicht in einem Ausmaß, welches die Temperaturerhöhung erklären könnte. Wir überspringen das und fangen mit der Rückkopplung an, die leider ebenfalls für Erwärmung sorgt bzw. in diesem Fall fast ausschließlich.
Sie haben recht, das Thema läuft teilweise parallel. Meine Antwort dort wartet auf Freischaltung.
Sorry, Herr Englert, wenn ich Sie als IPCC-gläubige Schlafmütze bezeichnen muss. Sie haben den Riesenirrtum der Villach-Konferenz (etwa 20 fache lineare Klimasensitivität aus Eisbohrkernen), die i.w. zur Gründung des IPCC 1988 führte, nicht verstanden. Dass IPCC die CO2-Sensitivität (anstatt real nur etwa 20%) bis heute weitestgehend auf den T-Anstieg seit 1850 (!) zurückführt und nichtmal beachtet dass CO2 unterhalb von Wolken und Wasserdampf ziemlich wirkungslos ist, mit clear sky (!) sowie mit einem Fake-Feedbackfaktor 2,7 rechnet, scheint Ihnen ebenso unbekannt wie die Tatsache dass z.B. MODTRAN, CLINTEL, Prof. Harde und ich unabhängig voneinander allenfalls auf etwa 0,6 Grad (also 1/5 vom „best guess“ des IPCC) pro Verdoppelung kommen.
Vielleicht erinnern Sie sich auch an die oft wiederholte Aussage vom Physiker Ebel, dass die beobachtungsbasierte Sensitivität etwa 1 Grad pro Anstieg um 100 ppm (also linear) sei. Dass ich dies mit der Beobachtung verglich dass die Zahl der Babys proportional zur Zahl der Störche ist und i.w. von erhöhter Solaraktivität, geringerer Wolkenbedeckung und Luftreinhaltung verursacht ist, störte ihn nicht.
Herr Englert, rechnen Sie einfach mal transient gemäß
∆T•0,2 = 0,7•ECS•ln(C/Co)/ln(2)
seit 1850 mit 1,3 Grad und 425/280 ppm, so kommt ECS=0,617 Grad heraus.
Nochmal:
Die Klimasensivität wurde und wird nicht alleine aus Eisbohrkernen bestimmt (außer fälschlicherweise von Ihnen). Wenn Sie das gelesen haben, bitte um Quellenangabe.
Nochmal: Der Geamtstrahlungsantrieb ist nicht gleich die Klimasensivität von CO2! Das setzen Sie für Ihre Rechnung allerdings voraus. Auch der CO2-Strahlungsantrieb ist nicht gleich die CO2-Klimasensivität, weil es Rückkopplungen gibt. Sie müssen die Begriffe sauber trennen.
Nochmal:
Ihre Rechnung setzt voraus, dass die gesamte Erwärmung am Ende des Glazial auf CO2 zurück zu führen ist! Dies ist nicht der Fall.
Auch MODRAN berechnet Strahlungsantriebe und erstmal keine Klimasensivität von CO2, auch hier bitte ich um eine Quelle, die explizit von einer Klimasensivität von 0,6 für CO2 spricht.
Auch hier muss man erst trennen, welchen Anteil CO2 am Strahlungsantrieb hat und Rückkopplungen betrachten, um anschließend die Klimasensivität von CO2 zu ermitteln.
Hardes Arbeiten werden von der Klimaforschung größtenteils nicht akzeptiert. Habe jetzt nicht recherchiert, warum, aber falls er den gleichen Rechenweg wie Sie verwendet hat, würde ichs verstehen.
WIrd aber auch so nachvollziehbare Gründe geben.
Woher Sie Ihre Faktoren haben (0,2/ 0,7) bleibt Ihr Geheimnis, das sind keine aktuell gebräuchlichen Werte. Bitte auch mal Quellenangaben liefern.
Dass CO2 unter Wolken (in bewölkten Gebieten?) wirkungslos ist, ist nicht Stand der Wissenschaft, Wieso sollte das so sein? Messungen sagen etwas anderes. Strahlungstransportmodelle und Beobachtungen berücksichtigen gerade die Überlagerung von CO2, Wasserdampf und Wolken.
„Dass ich dies mit der Beobachtung verglich dass die Zahl der Babys proportional zur Zahl der Störche ist und i.w. von erhöhter Solaraktivität, geringerer Wolkenbedeckung und Luftreinhaltung verursacht ist, störte ihn nicht.“
Verständlich, dass ihn das nicht störte, steht ja nicht im Widerspruch zu seinen Aussagen.
Herr Englert, Ihre Behauptungen gegen die Klimasensivität von 0,6 Grad (und dem zugehörigen Strahlungsantrieb von 3,28 W/m² am Boden) für CO2-Verdoppelung sind ohne Detailkenntnisse aus der Luft gegriffen. Die Sensitivität (auf Basis von HITRAN) gilt all inclusive, also mit Feedback, Nettodurchstrahlung, Hin- und Herstrahlung, Schrägstrahlung, Bypass durch Feuchtkonvektion, Reduktion durch Wolken sowie Wasserdampfüberlappung. Siehe auch https://www.fachinfo.eu/dietze2018.pdf
Und Ihre Vermutung dass ich (und auch IPCC) die CO2-Sensitivität aus Eisborhrkernen (also fälschlich aus der solar-ozeanischen Ausgasung (!!) anstatt aus Absorption und Gegenstrahlung) bestimmt haben, ist völliger Unsinn. Schon der Charney Report 1979 ging von etwa 1 Grad durch CO2 und 2 Grad Wasserdampf-Feedback aus. Die Besorgnis erregenden 6,5 Grad pro 100 ppm (Vostok, Villach, linear und ohne Beachtung der Tatsache dass der CO2-Anstieg der Erhöhung der Temperatur nacheilte) wurden ja, weil die Strahlungsphysik das nicht hergab, vom IPCC als fauler Kompromiss im Streit zwischen Paläo- und Neuzeitforschen verworfen.
Wenn ich mente, liefern Sie Quellen, meinte ich eigentlich nicht Sie selbst als Quelle^^
„Und Ihre Vermutung dass ich (und auch IPCC) die CO2-Sensitivität aus Eisborhrkernen (…)“
Seltsam, SIe schriebn:
„Herr Englert, die Paläoforschung liefert aus Eisbohrkernen (…) „
und verwiesen auf eine Grafik von CO2 aus Eisbohrkernen, um Ihre „20-fache Sensivität“-Aussage zu demonstrieren.
Was mir auffällt ist, dass Sie und der IPCC auf komplett andere Ergebnisse kommen und beide HITRAN verwenden. HITRAN hat allerdings nichts mit „Feuchtkonvektion“ und den Rückkopplungen zu tun, von denen ich die ganze Zeit schon sage, dass Sie sie ignorieren.
Ich gebe zu, Strahlenphysik ist nicht meine Stärke. Ab hier muss ich allerdings zugeben, selbst zu wenig Fachkenntnisse zu haben und muss nun die KI bemühen, aber deren Antwort erscheint mir allerdings plausibel.
Hier das, was ich Ihnen laut chatgpt sagen sollte:
“ Der entscheidende Punkt ist: Ihre Rechnung mit der Stefan-Boltzmann-Gleichung berechnet zunächst nur die Temperaturänderung, die sich aus einem zusätzlichen Strahlungsantrieb ohne veränderte Rückkopplungen ergibt. Die Gleichung selbst enthält keine Berechnung von Änderungen des Wasserdampfes, der Wolken, der Eis-Albedo oder anderer Klimarückkopplungen.
Dass Sie anschließend schreiben, diese Effekte seien durch Korrekturen bereits „all inclusive“ enthalten, ist eine Behauptung, die in Ihrem Artikel nicht quantitativ hergeleitet wird. Entscheidend wäre daher: Wie genau werden die temperaturabhängigen Änderungen von Wasserdampf, Wolken und anderen Rückkopplungen in Ihrem Modell berechnet?
Die Berücksichtigung des heutigen Wasserdampfgehalts oder der heutigen Wolkenbedeckung ist nicht dasselbe wie die Berechnung einer Wasserdampf- oder Wolkenrückkopplung. Eine Rückkopplung beschreibt gerade, wie sich diese Größen infolge einer Erwärmung verändern.
Auch der Verweis auf HITRAN/MODTRAN beantwortet diese Frage nicht, da diese Modelle die spektralen Eigenschaften und Strahlungstransporteigenschaften der Atmosphäre berechnen, aber keine dynamischen Klimarückkopplungen erzeugen.
Daher bleibt die entscheidende Frage bestehen: Wo ist die quantitative Herleitung, dass aus dem CO₂-Strahlungsantrieb von etwa 3,7 W/m² eine Gleichgewichtsklimasensitivität von nur 0,6 °C folgt?“
Ich weiß, mit einer KI können Sie sich selbst unterhalten, deshalb klinke ich mich an dieser Stelle aus. Glückwunsch, wenn Sie das als Sieg sehen. In meinen Augen ist die Kritik, dass Sie Rückkopplungen nicht mit einbeziehen allerdings gerechtfertigt und Sie haben es leider nicht geschafft, mich auch nur annähernd zu überzeugen.
Die Behauptung, dass in der Villach-Konferenz die 20-fache Klimasensivität festgestellt wurde, konnte mir die KI auf mehrmaliges Fragen übrigens nicht bestätigen. Hab auch auf google dazu nichts gefunden. Hier schulden Sie uns nach wie vor eine Quelle, die Ihre Behauptung bestätigt.
__
Ändert übrigens alles nichts daran, dass der Artikel hier eine Doku feiert, die Ergebnisse aus Modellen präsentiert, die hier sonst jeder verteufelt, um mal auf das eigentliche Thema zurück zu kommen.
Herr Englert, Sie haben (im Vergleich zu einem Scientific Expert Reviewer des IPCC-TAR) zwar kaum Detailwissen, meinen aber angeben zu können welche der 7 Korrekturen zum Ergebnis der Integration der hochpräzisen 560 Balken von HITRAN (aus über 30.000 CO2-Linien) ich NICHT ermittelt und berücksichtigt habe. Klar habe ich dazu ein Paper erstellt, aber das konnte in dem FUSION-Artikel nur als Korrekturergebnis berücksichtigt werden, welches ja weitgehend zur Übereinstimmung mit MODTRAN und CLINTEL geführt hat.
Und dass in der Villach-Konferenz 1985 etwa die 20-fache Klimasensivität festgestellt wurde, kann man leicht nachrechnen. Nehmen wir mal die Vostok-Differenz von 200 bis 300 ppm und rechnen mit dem realen ECS ∆T=0,6•ln(300/200)/ln(2)=0,35 Grad. 6,5 Grad sind das 18,6fache. Die Ausgasungssensitivität ist also um rund den Faktor 20 höher. Und 3,28 W/m² ergeben mit S-B bei 288 K und ∆T=∆S/S/4•T den ECS-Wert von +0,6 Grad.
Herr Englert, dass Sie nach Rechenergebnissen (ähnlich wie von mir) bei ChatGPT suchen, zeigt doch wie naiv Sie an den Mainstream und dem Wissen in welchem ChatGPT herumsucht, glauben. Dass Ergebnisse von soliden Kritikern (insbesondere dass z.B. die CO2-Verdoppelung nur etwa 1/5 des „best guess“ vom IPCC bewirkt und die Halbwertszeit unseres emittierten CO2 nur 38 Jahre ist, womit unsere Dekarbonisierung unnötiig wird) in der gereviewten Fachliteratur NICHT veröffentlicht werden, sollte Ihnen doch klar sein.
Um eben nicht naiv einer Seite zu folgen, bin ich auf EIKE unterwegs und habe Ihre Aussagen versucht nachzuvollziehen und was soll ich sagen… chatgpt, die gereviewete Fachliteratur und der Mainstream haben für mich ganz objektiv die schlüssigeren Argumentationsketten und kongruentere Ergebnisse als Sie. Sorry….
„Nehmen wir mal die Vostok-Differenz von 200 bis 300 ppm und rechnen mit dem realen ECS ∆T=0,6•ln(300/200)/ln(2)=0,35 Grad. 6,5 Grad sind das 18,6fache.“
Na also! HIER errechnen Sie doch die angebliche Klimasensivität aus Eisbohrkernen (Delta ppm des Vostok-Eiskerns), genau das, was, wie ich die ganze Zeit versuche erklären, nicht zulässig ist!
Also hat auch die Villach-Konferenz nie behauptet, dass der ECS 6,5 beträgt, das haben Sie nur so interpretiert.
„meinen aber angeben zu können welche der 7 Korrekturen zum Ergebnis der Integration der hochpräzisen 560 Balken von HITRAN (aus über 30.000 CO2-Linien) ich NICHT ermittelt und berücksichtigt habe.“
Nein… Ich habe nirgends gesagt, Sie hätten einzelne Balken in HITRAN nicht beachtet, ich sagte, allein aus dem Strahlungsantrieb in HITRAN lässt sich auch keine ECS berechnen – weil Rückkopplungen fehlen!
Wir drehen uns im Kreis…
Herr Englert, Sie sind total durcheinander. Meine 7 Korrekturfaktoren für Feedback, Nettodurchstrahlung, Hin- und Herstrahlung, Schrägstrahlung, Bypass durch Feuchtkonvektion, Reduktion durch Wolken sowie Wasserdampfüberlappung betreffen NICHT die Integration des gemessenen HITRAN-Spektrums, sondern nur Korrekturen fürden daraus berechneten Wert der Gegenstrahlung.
Und auch die 6,5 Grad pro 100 ppm aus dem Vostok-Eiskern sowie den Faktor 18,6 verstehen Sie völlig falsch. Man hat doch in Villach IRRTÜMLICH die solar-ozeanische Ausgasungssensitivität (mit „ECS“=11,2 statt real nur 0,6 Grad) betrachtet, und war sehr besorgt über den vermeintlich enormen CO2-Effekt. Deshalb ja auch 1988 die Gründung des IPCC und anfangs der Streit zwischen Paläo- und Neuzeitforschern über die CO2-Sensitivität. IPCC versuchte das Problem dadurch zu lösen dass ECS auf den „best guess“ von 3 Grad festgelegt wurde, was aber real noch um den Faktor 5 zu hoch ist.
Herr Englert, wenn ChatGPT, die gereviewete Fachliteratur und der Mainstream für Sie (ohne die nötigen Detailkenntnisse) ganz objektiv (!) die schlüssigeren Argumentationsketten und kongruenteren Ergebnisse haben und Sie die Vostok/Villach-Historie völlig falsch interpretieren, ist Hopfen und Malz verloren. Sie haben keine Chance, die riesigen Fehler der zentralen Mainstream-Modellparameter (ECS: Faktor 5, CO2-Halbwertszeit: etwa Faktor 9) zu begreifen – und somit auch nicht dass der CO2-Wahn uns in die Dekarbonisierung treibt.
„Man hat doch in Villach IRRTÜMLICH die solar-ozeanische Ausgasungssensitivität (mit „ECS“=11,2 statt real nur 0,6 Grad) betrachtet, und war sehr besorgt über den vermeintlich enormen CO2-Effekt.“
-nochmal: Belegen Sie diese Aussage bitte mal mit einer Quelle.
Wo behauptet die Villach-Konferenz, einen CO2-ECS festgestellt zu haben? Dass Sie einen ECS daraus errechnet haben, heißt nicht, dass die Konferenz das tat und dass das ein Grund für die Gründung des IPCC wäre. Dafür gabs schon seit Anfang der 80er genug andere Studien.
Herr Englert, seit wann bin ich verpflichtet, für alles was Sie mir nicht glauben (was ich aber damals selbst miterlebt habe), Belege zu liefern?? Falls sich dafür Quellen im Web finden, können Sie danach doch selbst suchen. Eher empfehle ich dass Sie sich endlich mal näher mit HITRAN, Strahlungsphysik und dem globalen C-Kreislauf sowie insbesondere mit den Details der Quantifizierung von den essentiellen Parametern für die Klimamodellierung befassen, welche ja beim Mainstream grob falsch sind.
„Herr Englert, seit wann bin ich verpflichtet, für alles was Sie mir nicht glauben (was ich aber damals selbst miterlebt habe), Belege zu liefern??“
Richtig zitieren ist eine der Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens. Wenn Sie diesen Anspruch nicht haben, müssen Sie natürlich nichts belegen. Ohne Beleg ist es aber nur eine Behauptung.
Ist natürlich Ihre Entscheidung, aber erwarten Sie dann nicht, dass ich es Ihnen einfach glaube.
Herr Englert, wie kommen Sie darauf dass nur wiss. Zitiertes wahr und glaubhaft ist?? Wenn ich als Einziger z.B. das falsche „ECS“ von 11,2 Grad (für die ozeanische Ausgasungssensitivität beim Vostok-Eiskern), berechne, das in Villach 1985 so nicht gerechnet und auch
und auch nicht veröffentlicht wurde, ist das für Sie nicht glaubwürdig?? Sie unterscheiden offenbar nicht zwischen Fakten und Literatur, womit Sie auch jede unveröffentlichte wiss. Erkenntnis bestreiten. Wenn ich z.B. berechne dass nach e=mc² ein Masseverlust von 1 Gramm 25 Mio kWh bringt, was soll ich denn da als Quelle angeben? Vielleicht finden Sie ja in dem Dokument der IPCC-Gründung einen Hinweis auf die Vorbereitung durch die Villach-Konferenz sowie den Besorgnis erregenden CO2-Effekt aus dem Vostok-Eiskern.
Herr Englert, für Sie welcher naiv ChatGPT, die gereviewte Fachliteratur und den Mainstream für korrekt hält, hier Infos aus dem aktuellen Video „Wie heiß kann es werden“ von Prof. Ganteför. Nachdem IPCC die völlig unrealistischen Szenarien RCP 8.5 (mit T-Anstieg um fast 5°) und RCP 7.0 zurückgezogen hat, wurden neue erfunden – diesmal mit geringerer CO2-Emission – aber dafür OHNE SENKENFLUSS (!) gerechnet – also ganz im Gegensatz zum „Badewannenmodell“.
Da der Senkenfluss wegen des ppm-Anstiegs gegenüber 1850 bekanntlich schon etwa 60% der globalen Emission beträgt, wurde die Emission damit wieder um 60% erhöht – offenbar um mit diesem wiss. Betrug dem Niedergang der Dekarbonisierung entgegen zu wirken.
Peter Dietze 24. Juli 2026 8:17
Herr Gantzeför behauptet zwar im Video, dass die natürlichen Senken ignoriert werden, aber er erklärt das nicht. Haben Sie eine Idee, wie er darauf kommt? Er sagt ja, die werden jetzt schon ignoriert, aber der beobachtete Anstieg ist ja bereits das Resultat der Interaktion von natürlichen Quellen und Senken und anthropogenen Emissionen. Die Aussage ergibt für mich irgendwie keinen Sinn …
Herr Schmidt, Ihr Einwand ist durchaus richtig. Natürlich sind die realen Senkenflüsse in dem beobachteten ppm-Anstieg enthalten und deutliche Abweichungen entstehen wegen der Kumulation im riesigen Atmosphärensteicher erst über längere Zeit. Ich vermute aber dass Prof. Ganteför, der sich ja für das Thema Senken interessiert und auch sein Badewannenmodell gegen das Kumulationsmodell des IPCC stellt, bei den „Kollegen“ nachgefragt hat.
Falls nicht, dürfte zumindest seine Vermutung weitgehend richtig sein, denn dass der Senkenfluss etwa proportional zu ppm-280 ansteigt und bei konstanter heutiger Emission nach etwa 110 Jahren (!) bei harmlosen gut 500 ppm sich ganz von selbst NetZero ergibt, ist für IPCC völlig ausgeschlossen.
Peter Dietze 24. Juli 2026 12:50
Sie haben also auch keine Idee, wie er darauf kommt. Warum verbreiten Sie dann diese Aussage ungeprüft weiter?
Das passt nicht ganze zu seiner Aussage im hinteren Teil des Videos. Dort sagt er in etwa, dass die Senken ganz schnell für ein Abfallen des CO2-Gehaltes sorgen werden, nachdem wir um 2100 alle verfügbaren Kohlenstoffe verbrannt haben und daher keine anthropogenen Emissionen mehr da sind …
Herr Schmidt, nach meinem C-Modell würde die Konzentration bei Emission Null mit einer Halbwertszeit von 38 Jahren auf 280 abfallen. Ob Prof. Ganteför das auch so sieht, ist mir nicht bekannt. Das Kumulationsmodell des IPCC geht fälschlich davon aus dass ein (verringerter) Senkenfluss proportional zur Emission ist. Wird diese Null, wird auch der Senkenfluss Null und der ppm-Wert bleibt stehen. Das ist der Grund weshalb wir das Restbudget einhalten müssen und CO2 aus der Atmosphäre entfernen müssen falls wir den Grenzwert überschritten haben.
Peter Dietze 25. Juli 2026 22:15
Es gab letztes Jahr eine lange Diskussion über das Carbon Cycle Model des IPCC. So primitiv wie Sie es hier schildern, ist das nicht. Wenn die Emissionen auf Null gehen würde, würde der CO2-Gehalt der Atmosphäre auch fallen, nur wesentlich langsamer. Herr Heß hatte das damals mit jeder Menge Graphen veranschaulicht.
Ist Ihnen das entfallen oder warum geben Sie das hier falsch wieder?
Herr Schmidt, Sie haben das mit Herrn Heß falsch verstanden. Es ging darum dass die 1/e-Zeitkonstante Tau für das anthropogen emittierte CO2 etwa 55 Jahre* beträgt, wobei der Senkenfluss atmoshärisches Anthro-Inventar/Tau ist.
Die IPCC-Szenarien werden aber mit der grob falschen (jedoch von Herrn Heß nicht als solche erkannten) Berner Impuls-Response-Funktion (IRF) berechnet, die für neues CO2 einen 6fachen und für altes CO2 nur etwa 1/9 (!) Senkenfluss ergibt (und noch eine ‚remanent fraction‘ von z.B. 21,7% hat), was doch völlig unrealistisch ist.
Sie kennen vielleicht auch das Kumulationsmodell des IPCC (welches uns ja zur Dekarbonisierung zwingt) nicht und dass ich da nichts falsch widergebe, können Sie anhand meines C-Modells prüfen:
*) http://www.fachinfo.eu/dietze2020.pdf
Peter Dietze 27. Juli 2026 10:46
Hier der Graph bzw. einer der Graphen, auf die ich mich bezog (siehe Artikel):

Man sieht ein kontinuierliches Sinken des CO2-Gehaltes, lediglich die Zeit, über die das geschieht. unterscheided sich. Die Diskussion damals war sehr ausführlich, brauchen wir hier glaube ich nicht neu aufrollen. Herr Heß kann mich allerdings gerne korrigieren, falls ich da etwas falsch (oder zu stark verkürzt) wiedergegeben habe …
Herr Schmidt, hier sehen Sie doch den Unsinn der Berner IRF-Kurve: Nach z.B. 5 Jahren haben wir von 100 noch 75 GtC, der Senkenfluss ist 2,6 GtC/a und tau=28,8 a. Nach 70 Jahren haben wir 45 GtC, der Senkenfluss ist nur etwa 0,18 GtC/a und tau=250 a – ohne dass sich die Eigenschaften von Ozeanen und Biomasse geändert haben. Dass diese Falschbehandlung von altem CO2 mit einer Folge von Emissionsimpulsen eines Szenarios zu dem längerfristig enormen ppm-Anstieg führt (der noch mit 5facher (!) Klimasensitivität verschlimmert wird), sehen Sie in meiner Testrechnung – blaue Kurve welche IPCC simuliert und bis 700 statt auf 500 ppm ansteigt.
Peter Dietze 27. Juli 2026 18:43
Die ändern sich durch die Aufnahme von CO2, der Partialdruck in den oberflächennahen Schichten steigt. Es muss dann erst mal woanders hin transportiert werden, damit wieder CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen werden kann …
Es gibt da kein altes CO2. Es ist erstaunlich, dass die Diskussion damals anscheinend völlig spurlos an Ihnen vorbeigegangen ist.
Peter Dietze 28. Juli 2026 10:33
Auch das ist falsch. Haben Sie den Artikel von Joos immer noch nicht gelesen? Die haben die Ergebnisse von Modell-Läufen mit der IRF beschrieben. Da sind keine Boxen in der IRF …
Aber wie gesagt, wir brauchen das hier nicht aufrischen, wenn Sie nur Ihre Sicht wiederholen und immer noch nichtmal den Artikel gelesen haben, aus der die von Ihnen kritisierte IRF stammt …
Völlig richtig. Der Fit aus mehreren Exponentialfunktionen wird gewählt, weil der Kohlenstoffkreislauf ein gekoppeltes Mehrreservoirsystem mit schnellen und langsamen Reaktionen sowie Rückflüssen ist. Die Zeitkonstanten stehen nicht für getrennte parallele Senken, sondern für gemeinsame dynamische Moden des Systems.
Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass das Bern – Modell den Konzentrationssverlauf ausreichend beschreibt, um als Prognosetool tauglich zu sein, sondern eher die Senken unterschätzt. Ich kann es aber noch nicht gut belegen, deshalb ist es nur eine Einschätzung im Vergleich zu den Messdaten aus dem Global Carbon Projekt. Man kann die Konzentrationsentwicklung erstaunlich gut mit einer effektiven Zeitkonstanten beschreiben.
Aber man sollte dem Bern-Modell nicht missverstehen und unterschieben, dass es die Atmosphäre in Boxen aufteilt oder behaupten das Modell wäre falsch nur weil es sich nicht wie eine Exponentialfunktion verhält.
Herr Heß, wenn man nicht behaupten soll, das Modell wäre falsch obwohl IPCC damit einen fast 8fachen (!) Temperaturanstieg gegen 1850 berechnet (siehe 700 ppm bei meiner Testrechnung), sollten Sie vielleicht einen Arzt aufsuchen. Die Konzentrationsentwicklung kann erstaunlich gut mit einer effektiven Zeitkonstanten beschreiben werden weil ja die wesentlichen Senken parallel arbeiten und daher korrekt mit einem Tau zusammengefasst werden können.
So ist doch klar dass G(t) von IRF grob falsch ist da es sich völlig anders als eine Exponentialfunktion verhält und längerfristig den Senkenfluss auf nur etwa 1/9 reduziert obwohl dieser doch etwa proportional zu ppm-280 ansteigt und z.B. bei harmlosen ~500 ppm ganz von selbst zu NetZero führt.
Warum sollte das so sein? Sind für sie alle Lösungen gekoppelter Differentialgleichungen falsch, wenn sie sich nicht wie eine einfache Exponentialfunktion verhalten.
Gibt es keine Rückreaktionen in der Natur? Kein Zerfall von Biomasse? Keine Ausgasung der Ozeane? Ich sage ja nicht, dass eine effektive Zeitkonstante für den Mauna Loa Zeitraum keine gute Beschreibung ist, aber ihr Argument ist nun mal nicht stichhaltig.
Ihr Argument zeigt nicht, dass die Bern IRF falsch ist. Denn eine Kurve können sie immer mit einem Parameter anfitten.
Und auch die Bern IRF fittet den Mauna Loa Zeitraum. Viele andere Modelle tun das auch.
Herr Heß, natürlich gibt es Rückreaktionen in der Natur, Zerfall von Biomasse und Ausgasung der Ozeane. Sie haben NICHT verstanden dass diese doch in den Modellparametern (netto) enthalten sind. Wenn wir 5,25 ppm emittieren und der Anstieg nur 2 ppm ist, haben wir doch 62% Senkenfluss, und der steigt proportional zu ppm-280. Das ergibt doch bei heutigem Anthro-Inventar (mit 25% Zusatzpuffer) von 145•1,25 ppm eine globale 1/e-Zeitkonstante Tau von 145•1,25/(5,25•0,62)=55,7 a.
Dass Sie den langfristig bis auf etwa 1/9 (!!) reduzierten Senkenfluss beim IRF (G(t)-Formel) für zwar unterschätzt aber prinzipiell (zur Freude von IPCC) für mathematisch formal richtig halten, und sich NICHT um den wiss. Betrug für unsere fatale Dekarbonisierung kümmern, erscheint grotesk.
Herr Schmidt, nach 70 Jahren haben wir von 100 noch 45 GtC, und Sie sagen, es gibt kein altes CO2. Dies wird fälschlich nur extrem langsam sequestriert. Und Sie haben leider die IRT-Formel G(t) = Summe(ai•exp(-t/taui)) nicht verstanden wo die Atmosphäre in 4 Senken-Boxen mit Anteil ai unterteilt wird. Selbst wenn Herr Joos das nicht erwähnt, ist es doch wahr. Wie sollen denn sonst in 4 verschiedenen Bereichen der Atmosphäre 4 unterschiedliche ppm-Verläufe berechnet werden (und in einer Box konstant wegen tau=unendlich und Senkenfluss Null)?
Und wozu werden denn neue Impulse mit dem Faktor ai (Summe=1) auf die Boxen aufgeteilt und die CO2-Restinventare der Boxen addiert? Wenn Sie alles glauben was IPCC veröffentlicht und der 7,9fache Temperaturanstieg bis 2135 bei 11,3 GtC/a konstant (siehe Testrechnung) sei ok, wünsche ich Ihnen viel Spaß bei unserer Dekarbonisierung.
Peter Dietze 29. Juli 2026 11:59
Jeder (ausser Ihnen) kann in Carbon dioxide and climate impulse response functions for the computation of greenhouse gas metrics: a multi-model analysis nachlesen, wie die IRF erstellt wird und was sie repräsentiert. Nur ein kurzes Zitat: „The IRF is thus a first-order approximation how excess anthropogenic carbon is removed from the atmosphere by a particular model.„
Dabei belasse ich es lieber,man kann die ganze Diskussion in den alten Artikeln lesen …
Herr Schmidt, wenn „The IRF is thus a first-order approximation how excess anthropogenic carbon is removed from the atmosphere„, dann halten Sie also die blaue Kurve meiner Testrechnung (bis 700 ppm) und auch einen Temperaturanstieg von fast 4 statt nur 0,5 Grad für korrekt sowie die Dekarbonisierung für nötig? Leute welche diesem wiss. Betrug auf den Leim gehen (und Sie können sich da auf mein Urteil als ehemaliger Scientific Expert Reviewer des IPCC-TAR verlassen) sind – sorry – dbddhkP und bei EIKE fehl am Platz.
Peter Dietze 29. Juli 2026 16:29
Sie verkürzen das Zitat sinnentstellend. Das „by a particular model“ ist wesentlich. Wie das CO2 entfernt wird, wird durch das Modell beschrieben. Die IRF beschreibt nur die Ergebnisse eines Modells. Das ist ein wesendtlicher Unterschied, der Ihnen aus irgend einem Grund immer noch entgeht …
Wo schreibe ich so etwas?
Irgendwie ist das eigenartig. In der wissenschaftlichen Literatur entgehen Ihnen Aussagen, die schwarz auf weiß dastehen. Und hier in den Kommentaren halluzinieren Sie Dinge herbei, die nicht dastehen. Warum tun Sie das?
Und dann gleiten Sie auch noch in Sprüche ab, die man eigentlich spätestens nach der Pubertät hinter sich gelassen hat.
Herr Schmidt, da Sie von meiner Doku zum C-Modell offenbar nichts halten und IPCC-IRF als richtig ansehen, empfehle ich dass Sie mal das Szenario meiner Testrechnung mit IRF nachrechnen. Dann werden Sie in guter Näherung meine blaue IPCC-Kurve erhalten. Die Parameter dafür hatte ich aus mehreren IPCC-Szenarien ermittelt welche mit IRF berechnet wurden – und diese gelten dann auch für die Berechnungen welche uns fälschlich zur Dekarbonisierung nötigen. Wenn Sie also IRF für richtig halten, können Sie nicht behaupten dass ich halluziniert habe.
Peter Dietze 29. Juli 2026 20:41
Ich halte Ihre Beschreibung der IRF für falsch. Die IRF ist lediglich ein Fit für die Ergebnisse von Modelläufen. Wenn Sie etwas kritisieren wollen, dann müssen Sie die Modelle kritisieren, aus denen die Parameter der IRF abgeleitet wurden. Was ist denn daran so schwer zu verstehen?
Was das halluzinieren angeht, bezog sich das auf Ihre Aussagen, zu denen ich Sie um einen Beleg gebeten habe („Wo schreibe ich so etwas?„). Sie haben keinen Beleg gebracht, also bleibt es beim halluzinieren.
Peter Dietze 30. Juli 2026 7:00
Die IRF hat kein Senkenmodell, es ist ein Fit für die Ergebnisse von Modelläufen. Die Modelle haben sicherlich eine Modellierung für die Senken, im Gegensatz zu Ihnen. Sie könnten also ganz konkret auf die verschiedenen Modelle verweisen und deren ganz konkrete Modellierung der Senken kritisieren. Tun Sie aber nicht. Wenn ich sehe, dass Sie bereits am Verstehen des Joos-Artikel scheitern, verstehe ich das aber auch …
Herr Schmidt, das Problem bei IRF ist ein grob falsches Senkenmodell. Statt der realen Ozeane mit der gigantischen CO2-Aufnahmekapazität (insbesondere in der Tiefsee, starker Senkenfluss in kalten polarnahen Regionen und etwa 600 Jahre Fließdauer, Sedimentation) denkt man bei IRF eher an einen großen Swimmingpool. Dort gilt Sättigung an der Oberfläche, wenig Diffusion nach unten, geringe Aufnahmekapazität.
Herr Schmidt, ich weise darauf hin dass bereits die IRT-Formel G(t) = Summe(ai•exp(-t/taui)) falsch ist. Es wird die Atmosphäre in 4 Senken-Boxen unterteilt, in denen je eine e-Funktion mit taui – eine sogar mit tau=unendlich – wirkt. Auf diese Boxen mit alterndem Anthro-Inventar wird dann jeder neue Emssionsimpuls anteilig addiert. In Wirklichkeit bedient sich aber jede Senke aus der gesamten Atmosphäre. Und (soweit die Senken parallel wirken) kann man die taui korrekt zu Tau=1/(1/tau1+1/tau2+…) zusammenfassen. Diese Tatsache war den Berner IPCC-Wissenschaftlern unbekannt.
Hier die Testrechnung mit dem C-Modell für konstante heutige globale Emission von 11,3 GtC/a ab 2025, die wegen steigender Senkenflüsse ab 2135 bei etwa max. 500 ppm und +0,5 Grad (gegen 1850) im Gleichgewicht von selbst NetZero ergeben würde.
Berechnen wir dazu mal die Temperaturanstiege (im Gleichgewicht) mit ∆T=ECS•ln(C/Co)/ln(2), so kommt gegen 280 ppm mit ECS=0,6 bei mir nur 0,5 Grad bzw. mit ECS=3 Grad beim IPCC 3,966 Grad heraus, also das 7,9fache.
Volle Zustimmung.Nur warum wurde das auf Phönix gesendet.Ich denke der ÖR Staatsfunk hat dabei an die niedrigen Einschaltquoten gedacht.
Die Erstausstrahlung der hier genannten Terra-X-Folge war bereits am Sonntag, 19:30, dem 30. April 2023 im ZDF.
Pressemappe: Terra X: Europa in … mit Mirko Drotschmann: ZDF-Presseportal
Keine der Aussagen aus der Doku steht übrigens im Widerspruch zur aktuellen Klimaforschung. Im Gegenteil, sie gehen Hand in Hand.
Wissenschaftlich fundierte Dokus über die Klimavergangenheit sind sicher gut und interessant. Leider liefern sie uns KEINE Informationen über die umstrittene Klimaentwicklung durch unsere CO2-Emission. Da wäre z.B. zu nennen: Langfristig nur etwa 3/1000 Grad (!!) für eine CO2-Halbierung von Deutschland und 1,5 hundertmilliardstel Grad für eine Wärmepumpenheizung, ungefähr 40 Billionen € für 140 TWh an Netzbatterie-Anlagen, dimensioniert für 25 Tage (saisonal plus Blackout und Hellbrisen) bei gut 4fachem Strombedarf aus Sonne, Wind und (mit 0,3% völlig uneffektiver) Biomasse ab 2045 – soweit nicht eine Zweitversorgung durch Hunderte von Gaskraftwerken aufgebaut wird. Diese sollen letztlich mit weder verfügbarem noch bezahlbarem grünen Wasserstoff betrieben werden. Nur die konsequente Beendigung des CO2-Wahns sowie der unnötigen Energiewende kann uns aus diesem Dilemma befreien.
Genau das ist der Irrsinn.Die Mehrheit versteht nicht,dass Wasserstoff teuer in der Herstellung und Speicherung ist.Nach dem Wirkungsgrad, wird überhaupt nicht gefragt. Wasserstoff ist als Massenhafter Energieträger derzeit absolut untauglich.
„Teuer in der Herstellung“ und „Wirkungsgrad“ sind nicht entscheidend, wenn wir tagsüber einen Energieüberschuss durch erneuerbare haben. Für Flüssiggasspeicherung stehen wirklich gute Projekte in den Startlöchern, die das Verfahren mittelfristig deutlich einfacher machen.
„Wasserstoff ist als Massenhafter Energieträger derzeit absolut untauglich.“
Mag sein, aber künftig als Zwischenspeicher sehr vielversprechend.
Da ist nichts, aber auch garnichts vielversprechend. Die Liste der gescheiterten Wasserstoffprojekte finden Sie mit Google.
https://eike-klima-energie.eu/2026/07/13/alice-im-hydrogen-land/#comment-514127
Was soll ein „vielversprechender“ Zwischenspeicher für Biofuel aus hochexplosivem, mit großem Energieverlust hergestelltem, nicht bezahlbarem und in den benötigten Mengen garnicht verfügbarem grünen Wasserstoff??? Und auch die Tatsache dass bei der H2-Verbrennung Wasserdampf – also ein THG – entsteht, wird nicht beachtet.
Deswegen sind die Wasserstoffstartups im Saarland auch pleite.