Vorbemerkung: Dieser Kältereport ist kürzer als die vorherigen. Dafür bringt Cap Allon immer wieder kurze Beiträge ohne zeitlichen Bezug, die allesamt in die „Kurzmeldungen“ Eingang finden.
Ein Schwerpunkt der letzten Woche bzgl. Kälte waren wohl Teile Chinas, wo es diesbezüglich ziemlich zur Sache ging. Aber auch die Arktis meldet extreme Kälte.
Eine Meldung vom 15. Juni 2026:
Arktis: Kälte vs. Schmelz-Saison
Die Hocharktis tritt nun in die Schmelzsaison ein, wobei die Temperaturen am unteren (kalten) Rand der modernen Aufzeichnungen liegen.
Daten des DMI zur täglichen Lufttemperatur in 2 m Höhe nördlich von 80° N zeigen, dass das Jahr 2026 weit unter dem im Juni üblichen Temperaturanstieg liegt. Die rote Linie liegt eng an der Untergrenze des Bereichs von 1958 bis 2026. Der erfahrene Meteorologe Joe Bastardi bezeichnete die Kälte als „beispiellos“.
Am 12. Juni sank der 80°N-Durchschnitt auf -4,2 °C. Am 14. Juni lag er mit -2,3 °C immer noch unter dem Gefrierpunkt.
Im Juni nähert sich die innere Arktis normalerweise der 0 °C-Marke. Unterhalb dieser Grenze bleibt die Schmelze an der Oberfläche begrenzt.
Die Öffentlichkeit wird mit Warnungen vor einer Verstärkung der Erwärmung überschüttet, während das zentrale arktische Becken auf oder nahe dem kältesten Juni-Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958 liegt.
Und die polare Kälte beschränkt sich nicht auf die Arktis.
[Hervorhebung im Original]
Sowohl das GFS- als auch das ECMWF-Modell zeigen einen ausgedehnten Kaltluftkörper über der Antarktis, einschließlich der Region um den Südpol.
Anomaliekarten zeigen, dass große Gebiete im Inneren der Antarktis am 15. Juni deutlich unter dem Normalwert lagen, mit Abweichungen meist im Bereich von -7 °C bis -15 °C. Einige Gebiete liegen sogar noch darunter.
Die „Warmblobs“ werden benannt werden. Die polare Kälte wird wegdiskutiert werden.
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Eine Meldung vom 16. Juni 2026:
West-Australien: Kälte bricht Rekorde in den Weizenanbau-Gebieten
Der Weizengürtel von Westaustralien erlebte am 15. Juni eine rekordverdächtige Kältewelle mitten im Winter.
Am Flugplatz Cunderdin wurden nur 10,8 °C gemessen, womit der seit 1996 verzeichnete Juni-Tiefstwert für die Höchsttemperatur gebrochen wurde.
In Northam wurden 10,4 °C gemessen, womit die bisherige Tiefsttemperatur für Juni von 10,7 °C vom 20. Juni 1968 unterboten wurde. Die umfassendere Northam-Tabelle des BoM, die bis ins Jahr 1907 zurückreicht, listet einen noch kälteren Juni-Tiefstwert auf, nämlich 10 °C aus dem Jahr 1947, obwohl dieser Datensatz nicht vollständig zuverlässig ist.
Die Kälte war weit verbreitet.
In Lake Grace wurden 10,2 °C gemessen, in Corrigin 10 °C, in Hyden 10,9 °C, in Wongan Hills 11,7 °C und in York 12 °C – allesamt etwa 8 °C unter dem Normalwert. Die Beobachtungen des BoM zeigen zudem, wie gering der Tagesgang der Temperatur war. In Northam schwankten sie zwischen nur 8,7 °C und 10,4 °C. In Cunderdin lagen sie zwischen 9 °C und 10,8 °C. Die Tageswärme blieb schlichtweg aus.
Am 16. Juni hatte die Kälte auch tiefere Lagen erreicht. Am Flughafen Perth sank die Temperatur auf 1 °C mit Bodenfrost von -1 °C. In Gingin fiel die Temperatur auf -0,8 °C. In Pearce RAAF wurden 0,6 °C gemessen. Diese Werte liegen zwischen 9 °C und 10 °C unter dem Normalwert.
In der Stirling Range wird sogar Schnee als möglich angesehen.
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Eine Meldung vom 17. Juni 2026:
Südpol: Abkühlung unter die 100°F-Marke
Während die Schlagzeilen der Mainstream-Medien vor allem den Rückgang des Meereises in der Westantarktis hervorheben – oft ohne dabei auf die darunter liegenden Vulkane oder den fast überall sonst zu verzeichnenden Zuwachs beim Meereis einzugehen –, verzeichnet der Kontinent derzeit extrem niedrige Temperaturen.
Am 16. Juni sank die Temperatur an der Amundsen-Scott-Südpolstation auf -73,6 °C (-100,5 °F). Das Tageshöchstwert lag bei nur -69,9 °C.
Damit wurde am Südpol zum ersten Mal seit dem 3. September 2023 wieder ein Wert unter -70 °C gemessen; damals verzeichnete die Station -72,3 °C.
Auch an anderen Stationen in der Antarktis herrschten am 16. Juni extrem niedrige Temperaturen.
Am Dome Fuji wurden -73,7 °C gemessen, Nico verzeichnete -72,3 °C, Vostok erreichte -70 °C, Henry AWS meldete -68,6 °C, Concordia erreichte -66,7 °C und Kupol Fuji verzeichnete -65,9 °C.
Dies verdeutlicht das Ausmaß der Kälte auf dem inneren Plateau.
McMurdo beispielsweise verzeichnet im Juni einen Mittelwert von –28 °C gegenüber dem monatlichen Normalwert von –22,6 °C.
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Eine Meldung vom 18. Juni 2026:
Südamerika: Intensiver Kaltlufteinbruch
Der Winter in Südamerika nimmt jetzt richtig Fahrt auf.
Am 17. Juni wurden in Santa Catarina unter dem Einfluss einer trockenen Polarluftmasse in 16 Städten, vom Meio-Oeste bis zu den Planaltos, Tiefsttemperaturen im Minusbereich gemessen. In Bom Jardim da Serra sank die Temperatur auf -6,7 °C – die niedrigste in Brasilien in diesem Jahr gemessene Temperatur.
INMET warnte davor, dass die Kälte im Süden und Südosten Brasiliens anhalten werde, wobei in den südlichen Hochländern sowie in der Serra Gaúcha, im Hochland von Santa Catarina und im südlichen Paraná Frostgefahr bestehe.
In Chile herrschte im Süden die gleiche Kälte.
Im offiziellen täglichen Wetterbericht des DMC wurden für Balmaceda -5,3 °C, für Coyhaique -2,7 °C, für Puerto Williams -2,3 °C sowie für Temuco und Puerto Montt jeweils 0 °C angegeben.
Weiter südlich kommen in Argentinien und Patagonien noch starke Schneefälle hinzu. Vorhersagen und Warnungen deuten auf Schneefälle in Santa Cruz und Feuerland hin, wobei in Teilen des Südwestens von Santa Cruz 20 cm und lokal sogar deutlich mehr erwartet werden.
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Meldungen vom 19. Juni 2026:
China: Anhaltende extreme Kälte
In den Höhenlagen Chinas herrscht weiterhin Frostgefahr.
Am 19. Juni wies die Live-Beobachtungsrangliste der CMA für Gande 0,5 °C, für Haiyan 0,8 °C, für Shuanghu 0,9 °C und für Zeku 0,9 °C aus. Zhongba erreichte gerade einmal 1,1 °C. In Henan wurden 1,2 °C gemessen. Dari erreichte 1,8 °C. Maqen 1,9 °C. Seda 2,2 °C. Und Jiuzhi 2,4 °C. All dies sind für Ende Juni äußerst ungewöhnliche Werte.
Das kam nicht aus heiterem Himmel.
Der Juni hat in ganz China bereits eine Reihe von starken Kälteeinbrüchen mit sich gebracht.
Am 7. Juni stellten insgesamt 12 nationale Wetterstationen neue Tiefsttemperaturrekorde für den Monat Juni auf oder egalisierten diese. Am 8. Juni verzeichnete China weitere 16 Kälterekorde für den Juni, darunter sieben Tiefstwerte für die Tiefsttemperatur und neun für die Höchsttemperatur.
Nordchina erlebt keinen schwülen Sommer. Das Bild wird geprägt von wiederholten Kälteeinbrüchen und Temperaturen, die kaum über dem Gefrierpunkt liegen.
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Arktis: Rekord-kalter Beginn der Schmelz-Saison
Die vom DMI erfasste Zeitreihe der täglichen Durchschnittstemperaturen für die Hocharktis zeigt, dass das Jahr 2026 nach wie vor auf dem niedrigsten Niveau für diese Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958 liegt.
Bis Mitte Juni sollte die Kurve eigentlich in Richtung des sommerlichen Schmelzplateaus steigen. Stattdessen bleibt die Temperatur im Jahr 2026 unter dem Gefrierpunkt und liegt am unteren Ende des DMI-Archivs.
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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 26 / 2026
Redaktionsschluss für diesen Report: 19. Juni 2026
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




















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