Eine Meldung vom 10. Juni 2026:

In den Modellen sind die Ozeane vertauscht

Eine neue Studie in „Nature Communications“ untersucht den Temperaturunterschied zwischen den Meeresoberflächen der nördlichen und der südlichen Hemisphäre seit 1950.

Die Modelle gingen von einer Entwicklung aus. Die Realität sah anders aus.

CMIP6-Modelle zeigen, dass sich die Ozeane der nördlichen Hemisphäre schneller erwärmen als die der südlichen Hemisphäre. Beobachtungen belegen das Gegenteil: Die Ozeane der südlichen Hemisphäre haben sich schneller erwärmt.

Graphik: Die Modelle sagten ein bestimmtes Ozeanströmungsmuster voraus. Die Beobachtungen zeigten ein anderes. Abbildung c verdeutlicht die Diskrepanz zwischen den CMIP6-Ergebnissen und den gemessenen Trends der Meerestemperatur.

Der beobachtete Trend liegt etwa beim 1. Perzentil der Modellstreuung.

Die Autoren führen diese Diskrepanz darauf zurück, dass die Modelle die Reaktion auf Treibhausgase durch Rückkopplungen zwischen Wind, Verdunstung und Meerestemperatur überschätzen. Das Problem ist in Modellen mit hoher Gleichgewichts-Klimasensitivität noch ausgeprägter. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Modelle den Einfluss von Treibhausgasen auf dieses zentrale Ozeanmuster übertreiben, während Beobachtungen eine weitaus stärkere Rolle von Aerosolen und natürlichen Antrieben zeigen.

Die Ozeane dominieren die Wärmespeicherung der Erde. Wenn Modelle nicht nachweisen können, wohin diese Wärme seit 1950 tatsächlich geflossen ist, verdienen ihre Katastrophenszenarien weit weniger Beachtung als Politiker, Aktivisten und Medien ihnen zuteil werden lassen.

——————————–

Meldungen vom 12. Juni 2026:

Das Problem der 1930er Jahre

Laut NOAA war 2024 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen in den kontinentalen Vereinigten Staaten. Die Originaldaten von 98 ländlichen Langzeitmessstationen sprechen jedoch eine andere Sprache.

In dieser Aufzeichnung bleibt 1934 das wärmste Jahr. Es folgt 1921. Auch frühere Spitzenwerte, darunter 1828 und 1878, übertreffen das Jahr 2024.

Die Schlagzeile „das heißeste Jahr aller Zeiten“ basiert nicht auf den reinen Thermometerwerten. Sie hängt vom Startdatum, der Auswahl der Messstationen, der Gewichtung, der Datenergänzung, der Homogenisierung und der Anpassung ab.

Die ursprünglichen Daten aus ländlichen Gebieten deuten nach wie vor eindeutig auf die 1930er Jahre hin:

Graphik: Die ursprünglichen, unbereinigten Daten der ländlichen Messstationen zeigen, dass die 1930er Jahre nach wie vor den Hitzerekord in den USA anführen.

——————————–

WHO-Behauptungen über den Hitzetod

Eine von der WHO einberufene Kommission für Klima und Gesundheit fordert, den „Klimawandel“ als globalen Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit einzustufen, wobei sie sich dabei vor allem auf die steigende Zahl der hitzebedingten Todesfälle in Europa stützt.

Der „Lancet Countdown Europe“-Bericht beziffert die Zahl der hitzebedingten Todesfälle für das Jahr 2024 auf rund 62.000 und stellt fest, dass das Risiko für hitzebedingte Todesfälle seit 1990 stark gestiegen ist. Allerdings ist die Bevölkerung Europas im gleichen Zeitraum stark gealtert, und die hitzebedingte Sterblichkeit steigt mit zunehmendem Alter stark. Mehr ältere Menschen bedeuten mehr registrierte hitzebedingte Todesfälle, auch wenn sich das altersbereinigte Risiko kaum verändert hat.

Das ist eine weitere fehlende Spalte.

Tatsächlich hat sich das Risiko für hitzebedingte Todesfälle in Europa seit 1990 nur geringfügig verändert. Bei der heutigen Bevölkerungszahl beträgt der Anstieg weniger als 850 zusätzliche hitzebedingte Todesfälle – statistisch gesehen unbedeutend.

Kältetodesfälle hingegen sind nach wie vor die weitaus häufigere Todesursache. Daten von JRC/Lancet beziffern die Zahl der kältebedingten Todesfälle in Europa auf fast 400.000 pro Jahr. Das ist eine niedrige Schätzung, aber selbst wenn wir davon ausgehen, zeigt dies, dass die Kälte sechseinhalb Mal so viele Europäer tötet wie die Hitze.

Hitze tötet, sicher. Aber Kälte tötet weitaus mehr. Es ist daher nur logisch, dass die „globale Erwärmung“ als insgesamt positiv angesehen wird.

Einschub des Übersetzers dazu: Derartige Irreführungen sind an sich nichts Nueues, müssen aber wohl immer wieder neu wiederholt werden. Bereits vor vielen Jahren ist mir die folgende Graphik untergekommen.

Die linke Seite soll suggerieren, dass sich beides in etwa die Waage hält. Aber man betrachte mal die Einteilung der Einheiten auf der Ordinate: in der linken Graphik sind sie bei den Hitze-Todesfällen ganz anders dargestellt als auf der kalten Seite. Der rechte Teil zeigt die gleiche Graphik bei gleicher Einteilung der Ordinate. Die linke Graphik wird kolportiert – achtet da jemand auf die Einteilung?

Link: https://electroverse.substack.com/p/june-snow-returns-to-the-alps-oregons?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

——————————–

Meldungen vom 15. Juni 2026:

Vor der Erwärmungs-Panik gab es die Abkühlungs-Panik

Im Jahr 1972 wurde das Weiße Haus gewarnt, dass eine globale Abkühlung die Zivilisation bedrohen könnte.

Der Brief stammte von George Kukla und R.K. Matthews und wurde im Anschluss an eine Klimakonferenz der Brown University über die aktuelle Warmzeit und deren mögliches Ende verfasst. Darin lautete die Warnung: Eine erhebliche Verschlechterung des Klimas sei eine „sehr reale Möglichkeit“ und „könnte schon sehr bald eintreten“.

Die befürchteten Folgen waren eine geringere Nahrungsmittelproduktion, kürzere Vegetationsperioden, gestörte Niederschlagsmuster, Schneestürme, Überschwemmungen und tödlicher Frost.

Die Gewissheit, dass das Klima katastrophale Auswirkungen haben wird, hat eine lange Geschichte. In den 1970er Jahren waren die Befürchtungen hinsichtlich einer Abkühlung so groß, dass sie sogar bis ins Weiße Haus vordrangen. Doch innerhalb eines Jahrzehnts wurde die Öffentlichkeit mit Geschichten über genau die gegenteilige Katastrophe gefüttert.

——————————–

Der Sonnenzyklus Nr. 25 macht erneut schlapp

Der 25. Sonnenzyklus ist erneut aus der Bahn geraten.

Am 8. Juni lag die tägliche Sonnenfleckenzahl bei etwa 150. Bis zum 14. Juni war sie auf 41 gesunken (und erholte sich am 15. Juni nur teilweise auf 61). Dieser Rückgang drückt nun den Monatsdurchschnitt nach unten, der auf rund 120 gesunken ist, nachdem er Anfang Juni noch bei etwa 140 gelegen hatte.

Die sichtbare Sonnenscheibe ist nur spärlich mit Flecken übersät.

Aufnahmen des NASA/SDO vom 15. Juni zeigen nur eine Handvoll kleiner aktiver Regionen.

Auf der Rückseite sieht es nicht viel besser aus.

Aufnahmen des Solar Orbiter zeigen etwa acht fleckige aktive Regionen, vor denen sich meist ein breiterer ruhigerer Bereich erstreckt, bevor sie in das Sichtfeld rotieren. Hinter dem Sonnenrand ist keine offensichtliche Aktivitätswand zu erkennen.

SILSO hat bereits das Maximum des Sonnenzyklus‘ 25 im Oktober 2024 gekennzeichnet.

Der Zyklus kann zwar noch Flares und kurzlebige Ausbrüche hervorbringen, doch der jüngste Rückgang passt zum allgemeinen Muster: SC25 schwächt sich ab und kann seine Protuberanzen nicht mehr aufrechterhalten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/arctic-cold-vs-the-melt-season-hottest?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

image_pdfBeitrag als PDF speichernimage_printBeitrag drucken