H. Sterling Burnett
Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie widerlegt eine oder beide der folgenden Thesen: dass der Klimawandel in der Vergangenheit durch erhebliche Veränderungen der Kohlendioxidemissionen verursacht worden sei, oder dass das Klima der Erde so empfindlich sei, dass wir die Kohlendioxidemissionen (CO₂) drastisch reduzieren müssten, bevor es zu einer Klimakatastrophe kommt.
Die Studie untersuchte anhand von Proxydaten aus den letzten drei Millionen Jahren den Zusammenhang zwischen den CO₂- und Methankonzentrationen in der Atmosphäre sowie den Temperaturen. Das Team internationaler Forscher stellte fest, dass die CO₂- und Methankonzentrationen über Millionen von Jahren hinweg sowohl in Zwischeneiszeiten als auch in Eiszeiten weitgehend stabil waren und sich nur in einem Umfang veränderten, der innerhalb der potenziellen Fehlermarge oder der Unfähigkeit lag, anhand von Proxydaten genaue Messungen vorzunehmen – und dies in Zeiträumen, in denen sich die Temperaturen mehrfach um 5 °C oder mehr veränderten, manchmal innerhalb kurzer Zeiträume.
Die von den Forschern in der Antarktis entnommenen Eisbohrkerne deuten darauf hin, dass Temperaturschwankungen bis 5 °C auftraten, obwohl sich die Methankonzentrationen nicht veränderten und die CO₂-Konzentration teilweise nur minimal schwankte (20 ppm). Die Temperaturänderungen korrelierten teilweise mit der möglicherweise nicht vorhandenen Schwankung von 20 ppm, teilweise jedoch auch nicht. Es ist wichtig anzumerken, dass die aus den Proxydaten abgeleiteten 20-ppm-Veränderungen sechsmal geringer sind als der Anstieg seit 1830, in dessen Verlauf die Temperaturen um 1,2 bis 1,5 °C gestiegen sind – ein Wert, der weit unter der 5-K-Veränderung liegt, die sie mit viel geringeren CO₂-Veränderungen in Verbindung bringen.
In einem Kommentar zu diesem Befund schreibt Zero Hedge:
Die Welt der Klimawissenschaft (die „etablierte“ Fraktion) steht unter Schock, nachdem in alten Eisbohrkernen festgestellt worden war, dass der Kohlendioxidgehalt stabil blieb, als die Welt vor etwa 2,7 Millionen Jahren in eine Eiszeit eintrat. …
Die jüngste in Nature veröffentlichte Studie liefert einen Einblick in das alte „blaue“ Eis der Antarktis, das im Gebiet der Allan Hills entnommen wurde. Sie blickt weiter in die Vergangenheit zurück als die üblichen 800.000 Jahre umfassenden Aufzeichnungen aus Eisbohrkernen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass in den letzten drei Millionen Jahren, als der Meeresspiegel sank und sich die Eiszeiten verstärkten, die Konzentration der wichtigsten „Treibhausgase“ bemerkenswert stabil blieb. Zum ersten Mal hat die Arbeit die direkten Gasmessungen bis in das späte Pliozän zurückverfolgt. In den letzten drei Millionen Jahren bis zum Beginn des Pleistozäns zeigten die globalen Temperaturen einen langfristigen Abkühlungstrend von mehreren Grad Celsius, unterbrochen von immer stärkeren interglazialen Schwankungen. Bei interglazialen Temperaturschwankungen, wie im aktuellen Holozän, steigen die Temperaturen oft um 5 °C und mehr.
Angesichts solch erheblicher Temperaturschwankungen in Zeiträumen, in denen sich die CO₂- und Methankonzentrationen kaum oder gar nicht veränderten, könnte man meinen, dass die an der Studie beteiligten Wissenschaftler die These „Treibhausgase treiben den Klimawandel voran“ in Frage stellen würden – doch dem ist nicht so.
„Wir waren definitiv etwas überrascht“, so die Schlussfolgerung der Hauptautorin der Studie, Julia Marks-Peterson vom College of Earth, Ocean, and Atmospheric Sciences an der Oregon State University in Corvallis, Oregon. „Wenn die Ergebnisse zutreffen, könnten sie darauf hindeuten, dass selbst geringe Veränderungen der Treibhausgaskonzentrationen erhebliche Klimaveränderungen auslösen könnten.“ Nein, selbst minimale Veränderungen des CO₂-Gehalts können den Klimawandel antreiben: Sie tun dies nur nicht immer und stehen nicht immer in Zusammenhang mit dem Klimawandel. Die letzten rund 170 Jahre mit nur geringfügigen Klimaveränderungen deuten darauf hin, dass selbst enorme Veränderungen des CO₂-Gehalts nur minimale oder gar keine Veränderungen der Temperatur oder des extremen Wetters mit sich bringen. Dies ist besonders aufschlussreich, da die derzeitige Erwärmung um 1,2 °C ganz oder teilweise auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sein könnte, wie zum Beispiel den städtischen Wärmeinseleffekt, die Erholung von der Kleinen Eiszeit und den Rückgang der das Sonnenlicht blockierenden Luftverschmutzung, wobei Forscher die Veränderungen fälschlicherweise der CO₂-bedingten Erwärmung zuschreiben.
Tatsächlich könnte der jüngste Temperaturanstieg gänzlich natürlichen Ursprungs sein, wie es in dem Buch „Unstoppable Global Warming: Every 1,500 Years“ nahegelegt wird oder wie Les Hatton, emeritierter Professor für Informatik an der Kingston University, anhand von Eisbohrkernen herausgefunden hat.
„Anstiege um 1,1 °C über einen Zeitraum von 100 Jahren in der aktuellen Warmzeit, die vor 20.000 Jahren begann, traten in jedem sechsten Jahrhundert auf“, schreibt Zero Hedge unter Berufung auf Hattons Forschung. „Wenn man 150.000 Jahre zurückblickt, lag die Häufigkeit bei etwa einem von sechs bis einem von 20 Jahrhunderten.“
Quellen: Zero Hedge; Nature
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-579-climate-lawfare-under-counterassault-finally/, dritte Meldung
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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Die falschen Temperaturbehauptungen, die die alarmistische COP30-Agenda untermauern
2025_11_12
https://uncutnews.ch/die-falschen-temperaturbehauptungen-die-die-alarmistische-cop30-agenda-untermauern/
Es ist seit längerer Zeit bekannt, dass kleine Änderungen des CO2 – Gehalts zu einem Regimewechsel der Zirkulation führen können (z.B. Great Climate Shift zwischen 1984 und 1989, in Europa von 1987 auf 1988, Temperatursprung).
Abnehmende Aerosole nach El Chichon ab Mitte der 1980er, „geringe“ Zunahme des CO2, wenige Jahre, Luftreinhaltemaßnahmen greifen.
Zum Zusammenhang von CO2 und Klima finde ich ganz gut:
W. Oschmann, Deutscher Wetterdienst: Vier Milliarden Jahre Klimageschichte im Überblick (Internetadresse funktioniert nicht, wenn Sie interessiert sind, geben Sie Autor und Titel ein, dann klappt es)
„Es ist seit längerer Zeit bekannt, dass kleine Änderungen des CO2 – Gehalts zu einem Regimewechsel der Zirkulation führen können (z.B. Great Climate Shift zwischen 1984 und 1989, in Europa von 1987 auf 1988, Temperatursprung). „
Die Behauptung, dass „kleine Änderungen des CO₂-Gehalts“ der direkte Auslöser dieser konkreten, abrupten Sprünge waren, ist falsch. Das ist Verniedlichung der Problematik und physikalisch falsch. Sie es nicht beweisen, oder?
Zunächst ist es ein Ergebnis dieser genannten Studie.
Die Zirkulationsänderung der 1980er Jahre wird auf das Zusammenspiel von Verschwinden der Aerosole ab Mitte der 80er nach dem Ausbruch von El Chichon, den Luftreinhaltemaßnahmen und der durch den Vulkanausbruch unterdrückter anthropogener Erwärmung zurückgeführt, die nun „nachgeholt“ wurde. Dieses Zusammenspiel „triggert“ einen Regimewechsel, z.B. Übergang von negativer NAO in positive mit Temperatursprung.
Reid, P.C. et al: Global impacts of the 1980s regime shift
Global Change Biology. November 2015
https://doi.org/10.1111/gcb.13106
Neben der Klimakirche existiert auch die bekannte Evolutionskirche. Von der stammen auch die 4 Milliarden Jahre. Beweise? Natürlich keine. Alles nur Annahmen, damit das Glaubensbekenntnis hinhaut. Mal kurz spekulieren, was wäre, wenn es keine Milliarden Jahre gegeben hat. Wenn die biblische Sintflut historisch ist. Die geologischen Formationen darauf zurückzuführen sind usw.
Die Empörung ist selbst durch das Netz spürbar 🙂
Wenn ich das richtig sehe, sind Aussagen der Bibel, an die man glaubt, ein „Glaubensbekenntnis“. Natürlich werden die wenigsten von uns 4 Milliarden Jahre alt und sind deshalb keine Zeitzeugen.Aber es gibt inzwischen zuverlässige Methoden, die Aussagen über diese Zeiträume erlauben, man nennt dies wissenschaftliche Forschung.
Glauben können Sie, was Sie wollen, auch dass der Mond aus Schweizer Käse besteht. Wir leben in einem freien Land.
Als ob ich das nicht alles selber wüßte. Und nein, es gibt keine zuverlässigen Methoden zur Altersbestimmung. Alle Methoden beruhen auf Annahmen. Und diese Annahmen werden von den Evolutionisten eben so gewählt, daß Milliarden von Jahren rauskommen. Sonst bricht das ganze Gebaude der Evolutions-Kirche zusammen.
Es ist beides, Bibel wie auch Evolution, Glaubenssache. Wissenschaft ist es jedenfalls nicht, denn es gibt für die jeweiligen Aussagen keine direkte Beweismöglichkeit. Also vergessen sie die diesbezügliche „wissenschaftliche Forschung“. Auch wenn’s schwer fällt 😉
Wenn Sie alles relativieren bzw. (religiösen) Glauben und Wissenschaft gleichsetzen, also alles für „Glaubenssache“ halten, dann glauben Sie auch, dass diejenigen, die glauben, dass 2+2=5 ist, auch Recht haben, genauso wie die, die sagen 2+2=4. Oder Sie „glauben“, dass beides falsch ist.
Wieder nix verstanden !
Ich relativiere NICHT ALLES. Glaube ist Glaube und Wissenschaft ist Wissenschaft. Aber was man nicht experimentell nachweisen kann, ist eben keine Wissenschaft. Und Milliarden von Jahren und die Evolution von Arten kann man num mal nicht experimentell nachweisen. Es ist und bleibt eine reine Glaubenssache.
Aber es gibt Methoden der Altersbestimmung, die überprüfbar sind.
So, so und welche wären, die ohne Annahmen auskommen?
Die richtige Bezeichnung dazu wäre Schätzung.
Das Kambrium begann vor 610….545 Mio Jahre, je nach Quelle. Also Fehlertoleranz 65 Mio Jahre…
Nur daß diese Altersangaben lange von irgendwelchen radiometrischen Messungen einfach definiert wurden. Aufgrund der Annahme, daß die Meeressedimente soundso dick sind, die aktuelle Ablagerungsrate soundso und daher . . .
Kann man machen, hat mit Wissenschaft aber nix zu tun. Man braucht die Millionen und Milliarden Jahre einfach um die Unmöglichkeit der Evolution im Nebel der behaupteten laaaaaangen Vergangenheit zu verschleiern.
Information benötigt eine intelligente Quelle. Punkt aus. Und alle Lebewesen stecken voller Information. Also, woher stammt diese.
Oder benötigt Information keine intelligente Quelle? Also Information als Zufallsprodukt? Na dann präsentiere mal jemand dafür die Beweise.
Werter Herr Achatz, ich habe großen Respekt vor Ihrem Wissen, Logik und Urteilsvermögen. Es gibt aber ein Thema, bei dem wir beide von einem unterschiedlichen Ausgangspunkt ausgehen, da können wir keine gemeinsame Sprache finden.
Würde gerne über alles Andere mit Ihnen diskutieren, nur nicht über Vergangenheit die älter als paar tausend Jahre.
„Es gibt aber ein Thema, bei dem wir beide von einem unterschiedlichen Ausgangspunkt ausgehen, da können wir keine gemeinsame Sprache finden.“
Welcher unterschiedliche Ausgangspunkt wäre das und warum?
Unterschiedliche Ansichten sollte man doch besprechen können. Einfach seine Argumente darlegen. Weiteres ergibt sich dann. Würde mich schon interessieren.
Ich bin ein unverbesserlicher Atheist Herr Achatz, das bedeutet, ich glaube für alles gibt es eine natürliche Erklärung, such wenn die Menschheit diese häufig nicht kennt.
Ich respektiete zutiefst Ihr Glaube, teile ihn aber nicht. Über Ursprünge des Lebens kommen wir nicht zueinander, jeder bleibt bei seiner Meinung.
Wir können uns gerne auch privat austauschen, dazu bevollmächtige ich die Admins ausdrücklich Ihnen meine E Mail mitzuteilen. Streiten möchte ich aber nicht, habe Achtung.
Vielen Dank für ihre Rückmeldung Herr Georgiev. Ja, einen privaten Austausch würde ich auch begrüßen. Streiten, nein, das möchte ich auch nicht. Aber es ist in der heutigen Zeit schon eine Wohltat sich mit anderen ruhig und sachlich auszutauschen. Auch wenn man anderer Ansicht ist. Lernen kann man immer was.
Ein Zitat aus dem Beitrag von W. Oschmann, über die dritte Eiszeit (460-430 Mill. Jahre): „Der CO2-Gehalt der Atmosphäre sank auf etwa den 10-fachen heutigen Wert.“
Eine Eiszeit bei >4.000 ppm? Irgend etwas an der Story über das schreckliche Kohlendioxid stimmt nicht!
Es ist ansich schon ein ziemlicher Unsinn, der Meinung zu sein das ein Spurengas, welches selbst bei 4000ppm immer noch ein Artefakt ist, über 400 Mio Jahre zurück verfolgen zu können. Dafür gibt es nur geologische Archive, wenn überhaupt und diese zeigen keinerlei relevante Daten bezüglich des Atmosphäregehalts an. Allenfalls Silikatverwitterungen kann man ablesen und welche Zeiträume diese abdeckt weiß man ja, da geht es auch um epochale Größenordnungen. 🙁
Was soll das denn? Sie sind doch bestimmt groß und können das selbst recherchieren. Diese Eiszeit war vor allem durch die Plattentektonik und eine schwächer strahlende Sonne (etwa 4% weniger Leuchtkraft) möglich. Nähere Infos bei Skeptical Science: CO2 levels during the late Ordovician
Das mit dem Recherchieren ist so eine Sache. Da reicht ein Artikel nicht.
Da sollte man zuerst den Unterschied zwischen Eiszeit und Eiszeitalter begreifen. Die letzte Eiszeit ist vor 10.000 Jahre zu Ende gegangen, wobei das Eisschild in Europa und Amerika zurück gegangen ist. Es wurde ca 8 Grad wärmer.
Eiszeit vor Millionen von Jahren kann man gar nicht feststellen, die sind zu kurz dafür. Es handelt sich dabei um weitere Abkühlungen und zurück für paar 100T Jahre innerhalb eines Eiszeitalters.
Eiszeitalter wiederholen sich regelmäßig rund aller 250 Mio Jahre und dauern 5 bis 40 Mio Jahre. Dabei vereisen die Pole, die üblicherweise eisfrei sind. Und es ist üblicherweise 10 Grad wärmer als heute, wir befinden uns seit 26 Mio Jahre mittendrin.
Warum aller 250 Mio Jahre die Temperatur um 10, zeitweise um 20 Grad sinkt und zurück weiß niemand. Es ist nur klar, morgen oder in vielen Mio Jahren wird es wieder 10 Grad wärmer. Mit oder ohne Menschen. Und unabhängig vom CO2.
Das ist alles halbwegs bekannt, Herr Braun. Aber wenn die Plattentektonik und die vermutete Leuchtkraftschwäche der Sonne die zweite Eiszeitperiode herbeigeführt haben, warum gab es dann die Warmzeiten? Wirkt das CO2 bei Ihnen selektiv?
Plattformen wie SkS wurden gegründet, um im politischen Raum zu kontern. Es ist primär eine Kampfgemeinschaft gegen die „Klimaskeptiker“, man ist aber in den Argumentationen inkonsistent, einerseits bedient man das Energieflusskonzept und andererseits nutzt man das statistische GMST-Konzept (das wärmekapazitätenfreie Konzept) für die Legitimierung der politisch unterstützten Mainstreamnarrative. Cherry-Picking, weil man nicht zugeben darf, das für eine Energieflussdiskussion die historischen Daten fehlen, also die Daten für das „Normalklima“, da greift man bei SKS gern zum Fieberthermometer GMST. Auch SKS will Angst machen, Aufmerksamkeit erheischen und vor Folgen warnen, die noch niemand kennen kann, davon lebt man.
Im Kern verlässt Skeptical Science permanent die strenge thermodynamische Systemphysik und bedient sich der geowissenschaftlichen und politischen Pragmatik.
In einer Zeit die aggressive Wohlstandmehrung in den Entwicklungsländern mit massiven Bevölkerungswachstum erforderte, ist SKS doch auch schädlicher „Ausfluss“ einer alternden, zunehmend defensiven auch dekadenten westlichen Zivilisation, die zu Zivilisationsmüdigkeit und Fortschrittsskeptizismus neigt und den Machbarkeitstraum verloren hat?
Ja, oder?
Das ist jetzt schon eine – teilweise – philosophische Kommentierung. Ich muss zugeben, darüber habe ich mir noch wenig Gedanken gemacht. Ich sehe mehrere Plattformen, die Wetter und Klima zum Thema haben. Einige im Mainstream, andere – wie Eike – im skeptischen Lager. Auch „Eike“ verfolgt politische Ziele und im meteorologischen Bereich die Negierung eines Einflusses von CO2 auf die Temperatur, Ablehnung eines Treibhauseffekts.
Zunächst finde ich es gut, dass es zur Hysterie und Apokalypse Widerspruch gibt. Bei der Rigorosität kann ich allerdings nicht mitgehen. Aber es wäre langweilig, wenn alle dieselbe Meinung hätten. So spiele ich auch gerne die Rolle des advocatus diaboli. Und dann muss ich sagen, ich empfinde es positiv, dass meine oppositionellen Kommentare immer veröffentlicht wurden und Herr Kowatsch und Herr Baritz haben stets sachlich und ausführlich geantwortet.
Früher habe ich immer wieder auf einer mainstream Plattform geschrieben bis ich dann wegen einer Kleinigkeit für 6 Wochen gesperrt wurde, weil ich nicht genau der Spur folgte oder mein Kommentar wurde veröffentlicht, war dann 2 Stunden später verschwunden und nachdem ich protestiert hatte, war er wieder da. Solche Spielchen mag ich nicht.
Ich bin jetzt 76 Jahre alt und in meiner Zeit, die mir noch bleibt, habe ich natürlich Besseres und Schöneres zu tun als mich von irgendwelchen Leuten beleidigen zu lassen (denkfaul, dumm usw., bin übrigens promoviert in Geschichte nach meiner Pensionierung, trage den Titel aber nicht wie eine Monstranz vor mir her, bedeutet mir nichts). Ich versuche sachlich zu argumentieren, was mir vielleicht auch nicht immer gelingt. Vielleicht Gründe mich zurückzuziehen, aber man darf diesen Schreiern nicht das Feld überlassen.
Ja, ich sehe auch viel Pessimismus und Depression in Deutschland. Ich bin da anders, für mich ist das Glas immer halb voll, nie halb leer, gnadenloser Optimist eben.
Gut so, spielerisch optimistisch bleiben, und öfters mal die Perspektive wechseln, oder?
Herr Nitschke, das CO2 sank von geschätzten 15-17% zu Beginn des Lebens vor 3,6 Mrd Jahren gegenläufig zu O2 (von 0 auf 20%, gemäß Massenerhaltungssatz unweigerlich) bis kurz über Null. Die Schwankungen im ppm Bereich sind Peanuts. Die ersten Eiszeitalter gab es bei wohl 10%. Dann wieder 20 Grad wärmer (10 als heute), und dann wieder Eiszeitalter. Bei 10-5-3-1-0,5-0,05%…
Damit ist die ganze Diskussion obsolet. Auch wenn diese Studie ein Tick realistischer ist, anstatt sinnlos im Eis zu bohren kann man paar Minuten in der Erdgeschichte nachlesen und die Geldverschwendung sein lassen…
Natürlich spielen die Milankovic – Zyklen die Hauptrolle beim Übergang von Eiszeiten zu Warmzeiten und von Warmzeiten zu Eiszeiten.
Dazu empfehle ich nochmals: W. Oschmann. Deutscher Wetterdienst. Vier Milliarden Jahre Klimageschichte im Überblick
Die Frage von Herrn Nitschke bezog sich konkret auf die Eiszeit 460 – 430 Millionen Jahre.
Herr Braun, wenn Sie denkresistent sind müssen Sie hier nicht schreiben. Die Milankovic Zyklen beziehen sich auf dem Wechsel Eiszeit-Zwischenwarmzeit innerhalb von Zehntausende Jahren.
Mir dem Auftretten von Eiszeitalter aller 250 Mio haben sie nichts zu tun.
Wenn Sie Jahres- Zahlen von 460.000.000 und 10.000 in einen Topf werfen können Sie jeden Unfug schreiben und sich lächerlich machen.
Wenn das Oschmann auch nicht auseinander halten kann, sollte er bei mir nachfragen.
Wie Oschmann schreibt, gibt es unterschiedliche Gründe, die zu Warm – und Eiszeiten führen, das hängt von vielen Faktoren ab, die jedes Mal individuell zu beschreiben sind. Milankovic – Zyklen als Beispiel. Es geht aber jetzt um die Erwärmung im 20. und 21. Jahrhundert.
Im Übrigen lege ich Wert auf Sachlichkeit in der Diskussion und bin der Meinung, dass persönliche Angriffe unterbleiben sollten.
Wenn man Temperaturschwankungen von 20 Grad über Millionen Jahre einerseits, über 8 Grad über Tausende andererseits nicht auseinander halten will nach mehrfachen Erklärungen und nur schwafelt „habe was von Milankovic und Plattentektonik gehört“ und dann noch das Ganze mit kaum messbaren Schwankungen in paar Jahre in Verbesserung setzt, kann man von mir keine Höflichkeit erwarten.
Was auch immer Oschmann geschrieben hat, zu dem Thema hat es nichts zu tun.
Und worüber Herr Nitschke und meine Wenigkeit hier schreiben, kapieren Sie nicht. Ist wohl zu hoch.
Ich bringe ja die Erwärmung der letzten Jahrzehnte gerade nicht mit Warm – oder Eiszeiten der Erdgeschichte in Verbindung. Das sind ganz unterschiedliche Dinge.
Herr Nitschke schreibt etwas von „geomagnetischen, solaren oder planetaren Ursachen“, die sich in den letzten Jahren vielleicht ergeben haben und die verantwortlich für die Erwärmung sein könnten. Ich bin gespannt auf die Antwort.
Und was Höflichkeit angeht, lassen wir es, ich kann es einordnen.
Wenn du zu blöd bist, die absolut nicht mit Ursachen erklärte Abkühlung über 20 Grad anzuerkennen, weil du nie darüber gelesen hast, und nur über Milankovic stotterst, wobei seine Zyklen nicht im Geringsten eine Erklärung, sondern nur zeitliche Wiederholungen von relativ geringen Schwankunfen innerhalb des letzten Eiszeitalters dokumenriert, dann kann man sich nicht mit dir darüber austauschen. Und jeder, der sowohl eigentlich elementares Grundwissen und einfache Logik vemissen lässt, nenne ich unhöflich aber wahrheitsgemäß beim Namen.
Mit Ihnen möchte ich mich gar nicht austauschen. Sie reden am Thema vorbei. Ursachen gibt es für jeden Vorgang. Die Frage ist dann nur, sind die Ursachen schon bekannt oder noch nicht bekannt. Und reden Sie mich bitte nicht mit „Du“ an, mit solchen Leuten wie Ihnen möchte ich nichts zu tun haben, schon gar nicht per „Du“. Ich versuche trotzdem sachlich und nicht persönlich zu bleiben, wenn es mir auch schwerfällt.
Wenn bei 10% (als Beispiel, man kann mehrere andere Beispiele nehmen) CO2 die übliche Erdtemperarur 10 Grad wärmer als heute (dauerhaft über hunderte Mio Jahre, abgesehen von Schwankungen wie im Mittelalter oder die zuletzt, die schlicht nicht feststellbar sind), einfach um 20 Grad sinkt und dann bei den gleichen 10% wieder um 20 Grad steigt, bedeutet es, dass CO2 keinen signifikanten Einfluß auf die Temperatur hat. Punkt! Wer das nicht kapiert, den kann ich nicht beschreiben, ohne unhöflich zu werden.
Und wenn 10% die Erde nicht verbrennen ließen, nicht mal eine Eiszeit verhindern können, wie sollen 0,05% heute aufheizen? Es ist nur alberne Klimakirche unter Ausblenung der Erdgeschichte.
Warum und wieviel wärmer geworden ist doch komplett egal. Das einzige, was wirklich feststeht, es wird wieder 10 Grad wärmer und das Poleis wird schmelzen. Wie schon immer, wenn das Eiszeitalter zu Ende ist. Vielleicht hat es 1980 angefangen damit? Wer weiß das schon, wenn man die Mechanismen nicht ansatzweise kennt?
Wahrscheinlicher ist, dass es 1-3 Grad schwankt, dann paar mal wieder halb Europa und Nordamerika vereist und zurück, und erst in paar Mio Jahre die Erde zu der üblichen Temperatur zurückkehrt. Warum weiß niemand, nur soweit das weder CO2 noch der Mensch damit zu tun hat.
Karl Heinz, habe mir paar Minuten Zeit genommen, um deinen Propheten Oschmann durchzuziehen…
Selten so einen Schwachsinn gelesen. Überschrift “ 4 Milliarden Jahre“, Betrachtung einige Hundert. Nicht einmal als Klopapier nutzbar…
Kauf dir paar Bücher über die Erdgeschichte oder lass es sein…
Herr Georgiev, die hübschen Ganglinien der globalen Durchschnittstemperatur und der CO2-Konzentration über Milliarden Jahre kennen wir beide wahrscheinlich ganz gut. Und wir können sie einordnen. Wenn Herr Braun nun ersatzweise, weil die Story über die menschengemachte Klimaapokalypse ins Lächerliche abgleitet, mit den Milankowitsch-Zyklen um die Ecke kommt, wird es nicht viel besser um seine Bemühungen. Damit kann man vielleicht die kurzen Warmzeiten (Eem-, Holstein- u.a) erklären bzw. die schnellen Temperaturwechsel zu deren Beginn. Dazwischen verschwimmt die Erklärung aber.
Wie auch immer. Das Thema hier ist die Korrelation von Temperatur und CO2. Und Herr Braun steht mitten im Fettnapf und weiß nicht, wie er da wieder rauskommen könnte 🙂
Wir reden über verschiedene Dinge, einerseits über Eiszeiten und auch über Milankovic – Zyklen und andererseits über Gründe für Erwärmung im 20.Jahrhundert. In diesem Zeitraum sind die Gründe hierfür gesichert, theoretisch und praktisch.
Und genau hier, ohne Milankovic – Zyklen, im 20. und 21. Jahrhundert ist die Zunahme der Treibhausgase verantwortlich, hier beträgt die Korrelation nahezu 1.0. „Klimaapokalypse“ gehört nicht zu meinem Wortschatz.
An anderer Stelle habe ich ja auf Ihren Einwand (Weichselkaltzeit, Kleine Eiszeit…….) geantwortet.
Also einen Fettnapf kann ich bei mir nicht entdecken, aber passen Sie bitte auf, dass Sie nicht im Verschwörungssumpf versinken.
Eine Erwiderung aus dem „Verschwörersumpf“: Wenn Sie 4,6 Mrd. Jahre Erdgeschichte auf ein Jahr komprimieren würden, hätte CO2 also bis zum 31.12., Sekundenbruchteile vor dem Jahreswechsel, keine oder wenig Wirkung. Erst ab dann, plötzlich, korreliert es mit der globalen Mitteltemperatur – nein, es korreliert nicht nur sondern wird spontan zur exclusiven Ursache der aktuellen Temperaturschwankung. Verdunstung und Kondensation werden zu einer „positiven Rückkopplung“ umgekehrt und geomagnetische, solare oder planetare Ursachen gibts garnicht mehr. Erzählen Sie ruhig weiter …
Wir reden doch über ganz andere Zeitabschnitte. Natürlich gibt es für Warm – und Eiszeiten in der Erdgeschichte viele Ursachen, Strahlung der Sonne, Anordnung der Kontinente, Milankovic – Zyklus und viele andere…………….Das bestreitet doch niemand.
Es geht jetzt um die Erwärmung der letzten Jahrzehnte. Wenn Sie „geomagnetische, solare oder planetare Ursachen“ nennen können, die sich in den letzten Jahrzehnten ergaben, ist das doch super. Wenn Sie wissenschaftliche Studien nennen können, die die Erwärmung auf diese Weise erklären, wäre das noch superer.
So ist es Herr Nitschke.
Schön zu wissen, dass andere auch die Verläufe kennen. Hier wird praktisch nur lautstark von Schwankungen im ppm Bereich und wenige Grad debattiert, ohne zu berücksichtigen, dass es im Vergleich zum bereits dagewesene schlicht vernachlässigbar ist.