11. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe
Die aktuelle Analysewoche beginnt an den ersten beiden Tagen mit einer Windflaute. Mit einer zweitägigen Windflaute wird die Woche auch beendet. An den drei Tagen dazwischen baut sich ein Windbuckel auf- und ab. Zusammen mit dem PV-Strom und den restlichen Erneuerbaren plus der aus Gründen der Netzstabilisierung immer notwendigen fossilen Stromerzeugung wird der Bedarf erheblich übertroffen. Das führt zum Strom-Preisverfall teilweise mit Negativpreisen. Am Mittwoch kommt es trotz des ausgewiesen fehlenden Stroms zum Vorabend bemerkenswerterweise NICHT zu Stromimporten. Der Strompreis steigt allerdings wie fast immer zu dieser nachfragestarken Zeit. Am Donnerstag ist dagegen wieder alles „normal“. Der fehlende Strom am Vormittag und Vorabend wird aus dem Ausland importiert. Der Strompreis steigt. Am Freitag fehlt am Morgen kein Strom. Am Vorabend aber sind Stromimporte notwendig, was denn auch zu Wochenhöchstpreisen führt.
Montag und Dienstag sind sehr windschwach. Die PV-Stromerzeugung ist dagegen stark. Der Frühling lässt grüßen. Abgesehen von den Mittagsspitzen muss Strom importiert werden, um die Strom-Versorgung Deutschlands sicherzustellen. Samstag und Sonntag herrscht wieder Windflaute. Diesmal aber ist die PV-Stromerzeugung bei weitem nicht so stark wie zum Wochenbeginn. Praktisch die gesamte Zeit sind Stromimporte notwendig. Das Strompreisniveau bleibt hoch. Die 0€/MWh-Linie wird – wie an den ersten beiden Tagen der Woche – nicht erreicht.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 11. Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende.
Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. leider lagen die Daten noch nicht vor, als dieser Bericht erstellt wurde.
Nachdem Bundeskanzler Merz und auch EU-Kommissionspräsidentin den Ausstieg aus der Stromerzeugung mittels Kernenergie als strategischen Fehler bezeichnet hatten, kam es im Bundestag am 19.3.2026 zu einer Debatte über den Kernkraftausstieg und Aktuellen Stunde über den EU-Kernenergiegipfel in Paris. Beides sind Dokumentationen der Zeitgeschichte im Ringen um Mittel und Wege hin zu einer sicheren Energieversorgung.
Mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Ein guter, weil wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die geplante Änderung des alten Habeck-Heizungsgesetzes in das Gebäudemodernisierungsgesetz. Ein weiterer guter Ansatz ist das sogenannte Netzpaket. Weiter so: Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Kaum Windstrom . Die PV-Stromerzeugung ist stark. Die Strompreise.
Wind-Stromerzeugung schwach plus frühlingshafter PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.
Wind-Stromerzeugung zieht an. Aufbau eines Windbuckels. Strompreise.
Windbuckel Höhepunkt. Die Strompreise.
Windbuckel wird abgebaut. Die Strompreise.
Jetzt wieder fast komplette Windflaute. Und weniger starke PV-Stromerzeugung als zu Wochenbeginn. Die Strompreise
Windstrom weiter gering. Aber: Zum Abend starker Anstieg! PV-Strom nicht sonderlich stark. Die Strompreise.
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.















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Wer noch an die Energiewende glaubt, soll das mal widerlegen.
Statistical Review of World Energy https://www.energyinst.org/statistical-review
Weltweit kommt Energie zu 86,5% aus Kohle, Gas und Öl, 5,56% aus „Erneuerbare Energie“
Interessiert die Energiewendler nicht. Die haben ihre eigene Physik.
Windflaute, immer öfters
In unserem nächsten Märzartikel werden wir zeigen: 1) Die Sonnenstunden nehmen seit 35 Jahren zu und
2) die Windstärke läßt nach und dort wo viele Windräder stehen in SH und MP besonders.
Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland, die Richtung passt.
2026-KW11, 60% EE-Strom
2021-KW11, 44% EE-Strom
2016-KW11, 28% EE-Strom
2011-KW11, 19% EE-Strom
Öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland in den Wochen.
ca. 78% von den fossilen Kraftwerken, dann kostet die kWh an der Strombörse ca. 26 Cent/kWh,
so teuer ist Strom aus den fossilen Kraftwerken.
ca. 87% von den Erneuerbaren, dann kostet die kWh an der Strombörse nur ca. -0,1 Cent/kWh,
so kostengünstig ist Strom aus den Erneuerbaren.
….so kostengünstig ist Strom aus den Erneuerbaren….
Und warum merk ich nichts davon?
Ökonomie ist für Sie ein Fremdwort.Ein Kraftwerk,welches nur Strom liefern darf wenn Wind und Sonnen nicht liefern muss teurer sein. Es steigen die Kosten für Vorhaltung Personal ect. Aber am härtesten sind die nicht erwirtschafteten Abschreibungskosten (ich fürchte dieser Begriff sagt ihnen nichts). Was sie total ausblenden,sind die Netzentgelte,welche inzwischen der Steuerzahler bezahlt.Die Windräder müssen aufwändig jedes einzelne ins Netz eingebunden werden. Das Thema Dunkelflaute sagt ihnen warscheinlich auch nichts.Ich frage mich manchmal,warum ich mich auf ihr unqualifiziertes Geschreibe einlasse!
Ach unsere 🥳🥳 ute mal wieder. Kann Preise nicht von Kosten unterscheiden….
EEG-Konto 2025: 16,5 Milliarden Euro Bundeszuschuss – IHK Lippe zu Detmold
Mein südhessischer Energieversorger liefert seit Jahren gemäß Rechnung den Strom aus 100% erneuerbaren Energien und verlangt dafür 30 cts/kWh. Ist der etwa ein Gauner und steckt den Unterschied zu -0,1 cts/kWh in die eigene Tasche?
Hätte ihr Energieversorger keinen Strom von den erneuerbaren Energien, so müssten sie um die 50 Cent Bezahlen und nicht nur die 30 Cent.
Die Alternative ist Strom von den fossilen Kraftwerken und da ist ihr südhessischer Energieversorger bereits bei Einkauf bei über 20 Cent je kWh, an Ende irgendwo bei 50 Cent.
Mal nachgetechnet. Viel Spaß.
Glücklicherweise haben wir in D die erneuerbaren Energien, das drückt zumindestens die Netzstromkosten nach unten.
Ohne erneuerbare Energien währen wir irgendwo bei um die 50 Cent.
Das ist eine glatte Lüge von Ihnen.