Dipl.-Met. Christian Freuer
Die im Kältereport Nr. 12 / 2026 angesprochene Entwicklung der Zyklone von Mitte März in Teilen der USA ist selbst für dortige Verhältnisse extrem. In Mitteleuropa ist eine solche Entwicklung aufgrund der Topographie kaum vorstellbar. In Europa verlaufen die Gebirgszüge, hauptsächlich die Alpen, in ost-westlicher Richtung. Sie blockieren sehr wirksam den direkten Austausch zwischen sehr warmer Mittelmeerluft und der kälteren Luft über Mittel- und Nordeuropa. Luftmassen aus der jeweiligen Richtung werden modifiziert, die Warmluft zum Kälteren, die Kaltluft zum Wärmeren.
In den USA verlaufen die Gebirge dagegen in nord-südlicher Richtung, so dass sehr warme und sehr kalte Luft direkt aufeinander treffen können. Verstärkend kommt hinzu, das der Golf von Mexiko im Süden ein massives Reservoir feuchtwarmer tropischer Luft bildet, während im Norden die Hudson-Bay als nachhaltiger Kühlschrank fungiert. Dem zufolge ist der Temperaturgegensatz auf relativ engem Raum im Frühjahr auch am stärksten ausgeprägt (u. A. mit der Folge, dass das Frühjahr auch die Jahreszeit mit den häufigsten Tornados ist). Während sich nämlich der Golf von Mexiko jahreszeitlich bedingt aufheizt und schon im April hochsommerliche Werte aufweist, ist die Hudson Bay noch im Mai weitgehend zugefroren mit der entsprechenden Kaltluftbildung. Kommt dann auch noch hinzu, wie in diesem und den vorigen Kältereports angesprochen, dass der kanadische Kältepol besonders ausgeprägt und die Strömungskonfiguration im 500 hPa-Niveau entsprechend ausgebildet ist, dann kann wirklich extrem warme Luft aus dem Süden ungehindert und ohne wesentliche Modifizierung auf die extrem kalte Luft von der Hudson Bay treffen.
Und genau das ist hier auch geschehen.
Noch ein Wort zu Reaktionen in der Bevölkerung. Derartig intensive Entwicklungen gibt es zwar nicht in jedem Jahr, aber doch immer wieder, manchmal auch mehrmals im Jahr. Der o. g. Blizzard im Jahr 1978 fiel in meine Zeit dort, und es war sehr aufschlussreich zu verfolgen, wie man in der Öffentlichkeit damit umging. Ich hatte das seinerzeit ausführlich in einer „Beilage zur Berliner Wetterkarte“ ausführlich beschrieben. Weil es damals noch keinerlei Digitalisierung gab, habe ich diese Ausführungen gescannt und zeige sie hier im Bildformat:
Nun gab es aber natürlich auch Opfer, und ich fragte meinen Vermieter danach, nachdem ich ihm von den üblicherweise chaotischen Verhältnissen bei uns nach deutlich schwächeren Ereignissen erzählt hatte. Seine Antwort auf die Frage, warum es trotz der Vorbereitung Opfer gegeben hatte war so treffend, dass ich sie hier im Original wiedergebe:
„Okay, strange. Not here – exept for that couple of idiots. You always have that!“
Nun aber wieder zurück zur Wetterlage, um die es hier geht. Im Folgenden ist die Entwicklung in sechs Graphiken zusammen gefasst. Die Graphiken sind folgendermaßen angeordnet:
Oben ist jeweils links das Bild im „Wetterradar“ abgebildet, rechts daneben die Verhältnisse im 500-hPa-Niveau.
Darunter findet sich links das 850-hPa-Niveau und rechts davon die aktuelle Temperatur.
Die Darstellungen des „Wetterradars“ sind um 21 Uhr MEZ ≅ 16 Uhr Ortszeit ebenso wie die aktuelle Temperatur, also etwa zur Zeit des Tagesmaximums. Alle Höhenkarten sind um 00 UTC ≅ 18 Uhr Ortszeit.
Datenquellen: „Wetterradar“ und aktuelle Temperatur jeweils von wetteronline.de; alle Höhenkarten von wetterzentrale.de.
Mit ein wenig Scrollen kann man alle Darstellungen von Tag zu Tag miteinander vergleichen. Insbesondere der Vergleich der Darstellungen der aktuellen Temperatur dürfte recht aufschlussreich sein. Durch Anklicken kann man sich die Bilder vergrößern.
Hier also die Graphiken wie oben beschrieben. Zunächst vom 15. März 2026:
16. März 2026:






















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Extreme Hitze in den USA: Bis zu 43 Grad im März – FOCUS online
Da irren Sie sich aber schwer! Richtig lesen müssen Sie schon!
Erstens: Die Hitze steht in allen Zeitungen und muss hier nicht nochmal durchgekaut werden. Aber haben Sie jemals auch nur eine einzige Kaltmeldung in den medien gesehen? Ich nicht.
Und wasd die Hitze angeht: Sie glauben natürlich jeder Propaganda! Nirgendwo hat es über 40 Grad gegeben – außer in der Sonne und an extremwarmen Standorten.
Zweites: Aus dem Beitrag und auch aus dem Kältereport geht hervor, dass diese extremen Gegensätze in den USA normal sind.
In den nächsten Tagen wird in einem Beitrag genauer darauf eingegangen.
Fazit: Die Kälte steht hier, die Hitze in den Medien. So einfach ist das!
Herr Freuer, sie liegen falsch:
Im März über 40 °C in den USA
Christian Freuer 23. März 2026 21:22
Wenn es in den USA mal richtig kalt wird oder starke Winterstürme toben, steht das auch bei uns in den Nachrichten. Aber Cap Allon berichtet über alles, was irgendwie kalt aussehen könnte.
Solche Meldungen höre, lese und sehe ich ständig, Herr Freuer.
Sie wissen das natürlich nicht, denn Sie meiden ja seriöse Medien, verbreiten aber das Märchen, dass dort ausschließlich extreme Hitze berichtet wird. Schauen Sie doch heute und morgen mal das Morgenmagazin. Da wird Donald Bäcker als bekennender Winterfan von den kommenden, kälteren Tagen berichten.
Winterfan bin ich übrigens ebenfalls. Ich liebe die Ruhe, Helligkeit und Mystik schneebedeckter Landschaften. Leider wird mir das immer seltener geboten. Die letzten Schneeleute haben wir 2017 gebaut. Es gibt „Beweisfotos“.
Herr Björn,
der Klimawandel hat aber nichts mit dem Treibhauseffekt zu tun.
In Erinnerung habe ich, dass ich von 1995 bis 2009 nie Schnee schippen musste.
Aber seit 2010 im Winter, wenn auch minimal, immer.
Sie verbreiten hier ausschließlich Unfug, Herr Kuck.
Und mit Ihrer Erinnerung stimmt ebenfalls etwas nicht. Ich hoffe für Sie, das ist nichts Ernstes.
Wetter und Klima – Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages – Früher war mehr Schnee – oder doch nicht?
Seit 2024 wird es weltweit kälter!!!
v6.1 Global Temperature https://www.drroyspencer.com/
Klima wird kälter – Entwicklung Richtung Kleine Eiszeit schreitet fort Generalversammlung der Europäischen Geophysikalischen Union 2025 „Modern Grand Solar Minimum and its effect on the terrestrial environment“ https://solargsm.com/wpcontent/uploads/2025/05/zharkova1_egu25_gsm_2may25.pptx
2025_05_26 https://tkp.at/2025/05/26/klima-wird-kaelter-entwicklung-richtung-kleine-eiszeitschreitet-fort/