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Australien verfügt über Temperaturaufzeichnungen, die bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichen. Die offiziellen nationalen Klimadaten, die heute vom australischen Bureau of Meteorology (BOM) verwendet werden, beginnen jedoch erst im Jahr 1910. Alle Daten davor sind weitgehend ausgeschlossen.

Als Grund wird die „Datenqualität” angegeben. Frühe Beobachtungen wurden mit unterschiedlichen Instrumenten durchgeführt, die Beobachtungszeiten waren uneinheitlich und einige Stationen wurden verlegt. Um 1910 wurden standardisierte nationale Beobachtungspraktiken eingeführt, und das BOM verwendet diesen Zeitpunkt als Beginn seiner offiziellen Langzeit-Temperaturreihe.

Aber diese früheren Messungen existieren noch immer – und erzählen eine interessante Geschichte.

Eine Analyse des australischen Klimatologen E. L. Deacon aus dem Jahr 1953 untersuchte lange Stationsaufzeichnungen aus Binnenorten wie Bourke, Alice Springs, Narrabri und Hay. Anhand von zehnjährigen Durchschnittswerten der sommerlichen Höchsttemperaturen zeigte die Studie, dass im späten 19. Jahrhundert im australischen Binnenland extrem warme Bedingungen herrschten.

An mehreren Stationen traten die heißesten Jahrzehnte vor 1910 auf.

Danach sanken die Temperaturen zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark.

An mehreren in Deacons Analyse untersuchten Stationen erreichen die Zehnjahresdurchschnitte der sommerlichen Höchsttemperaturen in den 1890er Jahren Werte, die denen der heutigen „Klimawandel-Panik” entsprechen oder diese in einigen Fällen sogar übertreffen.

Die offiziellen nationalen Temperaturreihen Australiens ignorieren jedoch die Daten vor 1910 und beginnen erst mit der Aufzeichnung, als diese frühere Wärmeperiode gerade abklingt.

Die Beobachtungen vor 1910 waren nicht perfekt standardisiert. Das akzeptiere ich. Die Instrumente variierten, die Belichtung der Stationen war manchmal uneinheitlich, und die Beobachtungspraktiken befanden sich noch in der Entwicklung. Diese Faktoren können zu Unsicherheiten führen.

Aber sie machen die Messungen selbst nicht ungültig.

Die meteorologischen Archive Australiens enthalten Tausende von Beobachtungen aus dem 19. Jahrhundert, von denen viele während einer der intensivsten Hitze- und Dürreperioden des Landes gemacht worden waren, die jemals dokumentiert wurden – der „Föderationsdürre” Ende der 1890er Jahre.

Wenn man diese frühen Aufzeichnungen untersucht, zeigen sie ein Klima, das schon lange vor den modernen Kohlendioxidemissionen zu anhaltender, extremer Hitze führen konnte. Der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre lag Ende des 19. Jahrhunderts unter 300 ppm, dennoch wurden im Landesinneren Australiens Sommertemperaturen gemessen, die mit denen der modernen Aufzeichnungen vergleichbar waren und diese oft sogar übertrafen.

Die gleichen Messstationen zeigen dann zwischen etwa 1910 und 1940 eine erhebliche Abkühlung, obwohl der CO₂-Gehalt von ~300 auf ~311 ppm gestiegen war.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-snowfall-buries-eastern-turkey?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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