Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN
Da stand es auf der Titelseite der Samstagsausgabe der New York Times: Mit ein wenig Unterstützung seitens der Vereinigten Staaten hat der Inselstaat Kuba die Nutzung fossiler Brennstoffe fast vollständig eingestellt. Endlich haben wir das erste Land der Welt, das den Heiligen Gral und das Nirwana der Klimabewegung erreicht hat – Netto-Null! Oder zumindest eine sehr nahe Annäherung daran. Das sollte doch Anlass zu einer großen Feier sein.
Man könnte meinen, dass die Times, die seit mindestens zwei Jahrzehnten die Abschaffung fossiler Brennstoffe fordert, an der Spitze der Feierlichkeiten stehen würde. Aber seltsamerweise entscheidet sich die Times nun, da Kuba endlich den Weg gewiesen hat, die Errungenschaft in einem völlig anderen Licht darzustellen. Die Überschrift und Unterüberschrift lauten (Printversion; übersetzt): „USA drosseln Öllieferungen an kubanische Häfen; Militäraktion zwingt Nation in die Knie.“
Dem Artikel zufolge hilft die Trump-Regierung Kuba dabei, Netto-Null zu erreichen, indem sie Öltanker daran hindert, dort anzulegen. Irgendwie wird das in diesem Artikel als etwas Schlechtes dargestellt. Es habe Kuba „in die Knie gezwungen“.
Das Lustige daran ist, dass wir hier in den USA vor etwas mehr als einem Jahr noch Präsident Biden und eine Regierung voller eifriger Umweltschützer hatten, die alle ihnen zur Verfügung stehenden staatlichen Mittel einsetzten, um die Amerikaner dazu zu zwingen, auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zu verzichten. Mit der Durchführungsverordnung 14057 vom 8. Dezember 2021 hatte Biden alle Bundesbehörden angewiesen, eine aggressive „ganzheitliche Regierungsmaßnahme” zu verfolgen, um „Netto-Null” in einem beschleunigten Zeitplan zu erreichen. Die Ziele Nummer 1 und 2 dieser Verordnung lauten „100 Prozent CO2-freier Strom auf Jahresbasis bis 2030” und „100 Prozent emissionsfreie Fahrzeugbeschaffung bis 2035”. Im Jahr 2023 veröffentlichte das Verkehrsministerium einen „Entwurf“ zur Beseitigung aller Kohlenstoffemissionen aus dem Verkehrssektor. Im Jahr 2024 veröffentlichte die EPA einen Plan zur Abschaffung fossiler Brennstoffe bei der Stromerzeugung. Ähnliche Initiativen gab es überall in der Regierung.
Hat die Times jemals behauptet, dass die Regierung mit ihrem Vorstoß, die Nutzung fossiler Brennstoffe zu beenden, „Amerika in die Knie zwingt“? Oder dass die Beendigung der Nutzung fossiler Brennstoffe überhaupt ein Problem darstellt? Wenn sie jemals etwas Derartiges behauptet hat, habe ich es nicht mitbekommen. Was ich stattdessen gesehen habe war, dass die Times der größte Befürworter staatlicher Zwangsmaßnahmen zur Unterdrückung der Nutzung fossiler Brennstoffe war, zumindest wenn es um die Nutzung durch Amerikaner ging.
Und doch, wenn man dem gestrigen Artikel Glauben schenkt, ist die Abschaffung fossiler Brennstoffe, die für die Vereinigten Staaten ein solcher Segen sein sollte, in Kuba irgendwie ein Problem. Aus dem Artikel der Times:
In Kuba haben die Menschen mit häufigen Stromausfällen, Benzin- und Kochgas-Engpässen sowie schwindenden Vorräten an Dieselkraftstoff zu kämpfen, der die Wasserpumpen des Landes antreibt. Der Müll stapelt sich, die Lebensmittelpreise steigen, Schulen sagen den Unterricht ab und Krankenhäuser setzen Operationen aus.
Was übersehe ich hier? Seit wann sind Brennstoffe wie Öl, Benzin, Erdgas und Diesel noch notwendig oder gar nützlich oder wirtschaftlich, um die Menschen mit Energie zu versorgen? Seit Jahren betont die Times unermüdlich, dass Wind- und Solarenergie mittlerweile die günstigsten Möglichkeiten zur Energieerzeugung sind und dass alle vernünftigen Menschen auf diese besten Energiequellen setzen. Zum Beispiel am 17. August 2023:
Da der Planet die höchsten jemals gemessenen Temperaturen verzeichnet, die an einigen Orten auf Werte steigen, die mit menschlichem Leben unvereinbar sind, investieren Regierungen weltweit Billionen von Dollar in saubere Energien, um die Kohlenstoffbelastung zu reduzieren, die den Planeten aufheizt. Die Kosten für die Stromerzeugung aus Sonne und Wind sinken rapide und sind in vielen Bereichen mittlerweile günstiger als Gas, Öl oder Kohle. Private Investitionen fließen in Unternehmen, die um Vorteile in den aufstrebenden grünen Industrien wetteifern.
Mit anderen Worten: Um die Nutzung fossiler Brennstoffe einzustellen, müsste Kuba lediglich ein paar Windkraftanlagen und Sonnenkollektoren aufstellen, und schon könnte es seine Wirtschaft mit reichlich vorhandener erneuerbarer Energie betreiben, ohne auf die unangenehmen fossilen Brennstoffe zurückgreifen zu müssen. Und dabei würde es auch noch Geld sparen! Kuba verfügt tatsächlich über eine Reihe von Windparks. Warum nutzt es diese nicht einfach, um den Strom zu liefern, der zuvor durch fossile Brennstoffe erzeugt wurde?
Es scheint, als würden die Leute, die diese Artikel für die Times schreiben, ihre eigene Zeitung nicht lesen.
In der Zwischenzeit möchte ich als Erster dem kubanischen Volk dazu gratulieren, dass es als erstes Land die Netto-Null-Vorgabe erreicht hat.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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Man vergißt: es is eine tropische Insel. Wo ist Wind ? Eher ein Hurrikan. Wielange scheint die Sonne ? 24 Stunden ? Ist es nicht einfacher, ein Generator aufzustellen, der mit Benzin läuft oder ein Fahrzeug, das hinten ein Kanister im Kofferraum hat ? Es besteht nicht eine Infrastruktur wie Stromleitungen.
Vllt. sollten sie zunächst unsere Industriegeschichte anschauen. Man nutzte zuerst was vorhanden war: Wasserkraft. Man baute ein Strom und Wassernetz aus. Nicht jeder Haushalt hatte einen Stromanschluß Nein, es musste erst Leitungen gelegt werden, Verteiler und Verstärker usw. Dann baute man Generatoren und Kraftwerke. Versorgungsstationen und Straßen. Es musste Resourcen und Güter transportiert werden.
Lest mal, wie Holzkohle hergestellt wurde. Unsere Landwirtschaft, auch schon früh industralisiert. Warum gibts in Afrika Hungersnöte ? Weil Straßen fehlen, die Produkte nicht tansportiert und auch gelagert werden können.
Der letzte Punkt, der verstehe ich nicht. Es ist ein Fakt, die Resourcen sind nicht endlich. Die Nachhaltigkeit wurde schon lange erfunden. Es mag sein, daß etwas „böse“ ist. Aber wir brauchen es. Die kleine Eiszeit ist vorbei, die zur Normalität erklärt wurde. Die Menschen hatten gelernt damit konstruktiv umzugehen. Dieser technischer Machbarkeitsglaube ist doch erschreckend! Als können wir das Klima beeinflußen Nein! Es wird immer Dürren und Überschwemmungen geben.
Ein Teil von Gas ist für die Verstromung. Es werden auch Produkte aus fossilen Energien hergestellt, wie Medizinprodukte oder Kunstdünger.
Kuba hat weniger Schwerindustrie, die eine stabille Energieversorgung braucht. Die Alternativen Energien sind bei weitem noch nicht so weit.
Es werden auch Produkte aus Gas hergestellt. Hier mal eine Aufstellung von KI :
Hier ist eine Übersicht der Produkte, die aus Gas hergestellt werden:
1. Chemische Produkte und Kunststoffe
2. Haushalts- und Alltagsprodukte
3. Automobilindustrie
4. Sonstige industrielle Anwendungen
5. Energie
Die Umwandlung erfolgt meist durch Prozesse wie „Cracking“ (Aufspalten von Kohlenwasserstoffen) oder durch die Herstellung von Synthesegas (Wasserstoff und Kohlenmonoxid).
Ein zynischer aber guter Artikel, der den Klimatisten den Spiegel ihrer zynischen Menschen verachtenden Politik vorhält.
Dekarbonisierung des Westens bedeutet Deindustrialisierung des Westens, bedeutet Kubanisierung des Westens, oder?
Ist doch prima! Wir sparen uns die teure Reise ! Kuba libre, gleich vor der Haustür!
(Ironie)
Greenpeace-Mitbegründer Dr. Patrick Moore und andere Climate Scientists Say We Should Embrace Higher CO2 Levels
2023_12_23
https://www.theepochtimes.com/article/climatescientists-say-we-should-embrace-higher-co2levels-5551562