Helmut Kuntz

Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Klimaurteil abschließend angewiesen, dass eine Mainstream-Meinung, welche von einer politisierten „Wissenschaft“, zusätzlich bezeugt durch Freitagshüpfer und Comedians für „unbezweifelbar“ erklärt wurde, von den Bürgern nicht mehr diskutiert, gar angezweifelt werden darf, sondern ohne Ausnahme kritiklos umzusetzen ist.
Unsere Medien sind mit Eifer dabei, es umzusetzen. Um den Schein zu wahren, natürlich nicht, ohne ihr Vorgehen „wissenschaftlich“ zu untermauern.

Die Zukunft als Geschäftsmodell

Mit der Vorhersage und Lenkung der Zukunft lassen sich Geschäftsmodelle am sichersten begründen. Die Kirche macht es mit der Ausgestaltung des „Lebens“ nach dem Tod, welches nur sie – natürlich gegen Vergütung – im Sinne noch zu Versterbender, zeitweise auch für bereits Verstorbene, seit fast zweitausend Jahren erfolgreich lenkt.

Das ließ und lässt die Ökokirche nicht ruhen. Sie ist überzeugt, dass ihre Ausgestaltung – bedeutet Simulation – des zukünftigen Erdklimas eine genau so wichtige (und bezahlpflichtige) Zukunfts-Maßnahme ist und damit vom Staat als Geschäftsmodell vor Kritik, gar Infragestellung ebenfalls geschützt werden muss.

Kritik stört

Unseren Medien geht es zunehmend „auf den Keks“, dass an ihrer bedingungslosen Merkel-Bejubelung und Klimahysterie immer noch Kritik [4] und vor allem auch deren Publikation möglich ist. Und so suchen sie nach Möglichkeiten, solches zu unterbinden.

Versuche, durch markige Sprüche:
[5]Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten.
greifen nicht so richtig, da wohl selbst für manchen überzeugten GRÜN-Wähler zu oft erkennbar ist, wie Subventionsabgreifer mit Klimaalarmisten [6] eine Allianz bilden,
oder die Argumentation einfach nur noch blöd wirkt(1):
[7] EIKE 8. April 2019: Klimarettung mit Professor Lesch: Alle für das Klima täglich eine Stunde stillstehen
[8] H. Lesch: Sie müssen sich nicht mal mehr warm anziehen im Winter, so warm wird’s.“

Die „false balance„-Falle

Also versucht man es inzwischen mit „Wissenschaft“, deren inzwischen auch bei uns gängiges, teils unterirdisches Niveau nicht so leicht durchschaut werden kann.
Die Redaktion der „Frankenprawda“ – offiziell auch Nordbayerische Nachrichten – brachte dazu jüngst ein Beispiel:

Ein Redakteur „begründete“, warum es falsch ist, bei Corona und Klimawandel anderen, als ausschließlich Merkels Gruselkabinett und von deren Goodwill (Forschungsmittel-Bewilligungen) abhängigen „Wissenschafts-“ „Berater*innen“ zuzuhören und diesen gar Möglichkeiten der Publizierung zu gewähren:

Redakteur [1] Nordbayern, 28.07.2021: Wie Journalisten in die „Objektivitätsfalle“ tappen
… In der Corona-Pandemie haben Journalisten dazugelernt: Oft kamen Akteure zu Wort, denen man besser kein Forum geboten hätte – aus dem Wunsch heraus, möglichst objektiv zu berichten. Doch bei Wissenschafts-Themen macht das kaum Sinn, da lauert die „false balance“-Falle … etwas freier übersetzt, „unangebrachte Ausgewogenheit“

Eine Hauptschuld haben immerhin die Medien selbst. Denn bisher (vor der Merkelzeit) war es fälschlicherweise üblich, zu versuchen objektiv zu berichten:
Redakteur [1] … Das ist dem klassischen Strickmuster inländischer Medien geschuldet. Zu ihrem Alltagsgeschäft in der Berichterstattung gehört es, stets mehrere Parteien oder Gesprächspartner zu einem Thema zu Wort kommen zu lassen, aus einem Bedürfnis der Objektivität heraus.
Solch überholte Sitten funktionieren nur (noch), wenn – wie in der Berliner Politik – zwischen allen Altparteien eine Einheitsmeinung herrscht. In der Wissenschaft, so wie sie ein haltungsgerechter Redakteur versteht, darf es das aber nicht (mehr) geben:
Redakteur [1] … Das ist unproblematisch, solange es dabei z.B. um die Vertreter verschiedener politischer Parteien geht, die ein gewisses Thema unterschiedlich angehen. Dabei geht es in der Regel um deren jeweilige Interpretation des Sachverhalts.
Auf Wissenschaftsthemen ist dieses Schema indes nicht übertragbar – und doch wird es häufig als Schablone für die Berichterstattung verwendet. Die Folge: Unbelegte Behauptungen werden bisweilen gleichberechtigt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen abgebildet.

Der Redakteur (stellvertretend für unsere Medien) weiß: Wenn sich „ausgemachte Experten“ einig sind, ist Wissenschaft grundsätzlich „settled“, konträre Meinungen damit unnütz und deren Publikation reine Verschwendung und Schlimmeres:
Redakteur [1] … Und so sieht diese „Falle“ aus: Ein gewichtiger Faktor dabei ist der Konsens zu einem bestimmten Thema. Soll heißen: Nahezu alle, vor allem ausgemachte Experten, sind sich dazu einig, konträre Meinungen sind hingegen sehr selten oder stammen von einzelnen Protagonisten, welche noch nicht einmal zwingend Fachkenntnisse besitzen müssen.
An diesem Punkt lauert Gefahr: Im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung gibt es Zeitungen sowie Radio- oder Fernsehsender, die jene Verlautbarungen aus dem Ansinnen heraus aufgreifen, keine Ansichten unter den Tisch fallen lassen zu wollen. Manchmal schielen Verantwortliche auch auf Einschaltquoten oder Klickzahlen. Sobald dies passiert, wird einer Einzelmeinung mitunter überproportional viel Raum gegeben, der Leser oder Zuhörer/Zuschauer kann diese als „gleichbedeutend“ zum Konsens wahrnehmen – die „false balance“-Falle ist zugeschnappt.

Die vatikanische Glaubenskongregation (früher Inquisitionsbehörde) wird dem Redakteur vorbehaltlos zustimmen. Seit vielen Jahrhunderten vertritt sie eine solche Argumentation beim Vorgehen gegenüber Abtrünnigen zur Reinhaltung des einzig wahren Glaubens. In der DDR (und damit verbrüderten Ländern) war es ebenfalls Staatsdoktrin.
Bestätigt durch das jüngste Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichtes waren in den Augen des Redakteurs damit sowohl die mittelalterliche, kirchliche Justiz wie auch die ehemalige DDR juristisch vorbildhaft.

Eine Studie bestätigt es

Im „Annalena-“ Politikzeitalter braucht ein „Anwärter*in“ zur Kanzlerschaft nicht einmal mehr zu dem fähig zu sein, was man von jedem „Schulabgänger*in“ erwartet: Einen Lebenslauf ordentlich schreiben zu können … Entsprechend niedrig sind auch die Anforderungen an das Niveau von Studien (sofern diese die vorgegebene Meinung bestätigen).

Von einer Studie ist der Redakteur anscheinend besonders fest überzeugt, denn er zitiert daraus zum Belegen seiner Thesen:
Redakteur [1]Verblüffende Studienergebnisse
Diesem Phänomen hat sich mit dem Blick auf Veröffentlichungen zum Klimawandel unlängst ein Forscherteam der University of California gewidmet und dafür rund 100.000 Artikel analysiert. Das Ergebnis verblüfft. 386 bekannte Klimawandelskeptiker waren demnach häufiger Autor oder wurden häufiger zitiert als 386 absolut renommierte Klimaforscher. Selbst in Qualitätsmedien wie der New York Times ließ sich das laut den kalifornischen Forschern nachweisen ….

Eine Studie, deren Daten das Gegenteil belegen

Eine Studie, welche zum Artikel passt lautet:
[9] Alexander Michael Petersen, at al., 13. August 2019: Discrepancy in scientific authority and media visibility of climate change scientists and contrarians
Die Autoren beklagen sich darin, dass in den Medien Kritiker des Klimawandels zu oft und zu umfangreich Gehör bekommen und schlagen vor, die Publikation solcher einzuschränken.

Wie gingen die Verfasser vor, um ihre These zu belegen?
Zuerst legen sie fest, dass es eine einzige, richtige Wahrheit gibt und ihnen diese bekannt isei:
Since the early 2000s there has been little disagreement among scientific experts over the fundamental evidence supporting the existence, origin, and societal significance of anthropogenic climate change …
Ganz grob übersetzt: Seit den frühen 2000er Jahren gab es unter wissenschaftlichen Experten wenig Uneinigkeit über die grundlegenden Beweise, die die Existenz, den Ursprung und die gesellschaftliche Bedeutung des anthropogenen Klimawandels (CC) unterstützen
Nun legten sie fest, dass alles, was dieser „Wahrheit“ kritisch gegenübersteht, eine falsche Meinung ist:
Yet, while an anthropogenic cause is supported by an overwhelming majority of climate change scientists (CCS)5, climate change contrarians (CCC) have successfully organized a strong voice within politics and science communication in the United States
Ganz grob übersetzt: Doch während eine anthropogene Ursache von einer überwältigenden Mehrheit der Klimawandelwissenschaftler (CCS) unterstützt wird. Haben Klimawandel-Contrarians (CCC) erfolgreich eine starke Stimme in Politik und Wissenschaftskommunikation in den Vereinigten Staaten organisiert
Als Weiteres folgt dann die Belegung:
Die medialen Reichweiten der Publikationen von 386 „unbezweifelbaren“ Klimawissenschaftlern und von 386 „hartnäckigen Kritikern“ werden anhand von 200.000 CC-Forschungsartikeln und 100.000 englischsprachigen Medienartikeln verglichen.

Nach langen Ableitungen über ihre Systematik kommt die Studie zum Ergebnis:
Die Tatsache, dass Publikatzionen oder Aussagen klimakritisch eingestellter Personen veröffentlicht werden, ist eine Bedrohung für „die Gesellschaft und den Planeten“, weil dadurch die internationalen Anstrengungen (wohl der CO2-Verhinderung) „untergraben“ werden:
[9] Discussion
CC is a wicked multidimensional problem, whereby individual dimensions—i.e., environmental, socio-economic, technological, science communication—while separately challenging, together pose the 21st century’s pre-eminent grand challenge. In this regard, a public that is unaware of the realities and risks associated with CC poses a threat to society and planet by undercutting strenuous global efforts to rapidly mitigate threats to the planet’s biosphere.

Ganz, ganz grobe maschinelle Übersetzung von google: Diskussion
CC (Anmerkung: anthropogener Klimawandel (CC)) ist ein böses multidimensionales Problem, bei dem einzelne Dimensionen – d.h. ökologische, sozioökonomische, technologische, wissenschaftliche Kommunikation – zwar separat herausfordernd sind, aber zusammen die herausragende große Herausforderung des 21. Jahrhunderts darstellen. In dieser Hinsicht stellt eine Öffentlichkeit, die sich der Realitäten und Risiken von CC nicht bewusst ist, eine Bedrohung für die Gesellschaft und den Planeten dar, indem sie die anstrengenden globalen Bemühungen zur schnellen Minderung der Bedrohungen für die Biosphäre des Planeten untergräbt.

Rezension

Nun wurde diese Studie nicht „unlängst“, sondern im Jahr 2019 veröffentlicht. Und sie wurde bereits damals rezensiert. „kaltesonne“ brachte damals eine der Rezensionen dieser Studie – und deren überraschendes Ergebnis:
„kaltesonne
20. August 2019 (Auszug): Üble Nachrede mit juristischen Folgen? Unsägliche Nature-Studie zur medialen Präsenz von Klimarealisten auf dem Prüfstand Von Uli Weber
Am 14.08.2019, 13:12 Uhr meldete t-online.de unter der Überschrift „‘Unverhältnismäßige Sichtbarkeit‘  Leugner der Klimakrise kommen öfter zu Wort als Klimaforscher“, Zitat:
„Skeptiker der Klimakrise kommen in den Medien laut einer Studie sehr viel häufiger zu Wort als renommierte Klimaforscher. Das ist das Ergebnis einer Studie, für die Wissenschaftler Zehntausende Artikel aus Zeitungen, Magazinen und dem Internet auswerteten. Demnach erhielten Leugner der globalen Erderwärmung in den vergangenen Jahren fast 50 Prozent mehr Aufmerksamkeit als Experten auf dem Gebiet. Leugner der menschengemachten Klimakrise hätten sich „zu einer lauten Stimme innerhalb von Politik und Wissenschaftskommunikation“ entwickelt, schrieben die Studienautoren im Fachmagazin „Nature Communications“.“

Schaunmeralsomalgenauhin:
Es geht hier offenbar um die dort nicht näher bezeichnete Studie “Discrepancy in scientific authority and media visibility of climate change scientists and contrarians” von Petersen,  Vincent und Westerling, die am 13. August 2019 auf Nature Communications veröffentlicht worden war.
UnddannschaunmermalinsOriginal. Zusammenfassung mit Hervorhebungen:
„Wir stellen 386 prominenten Gegnern 386 erfahrene Wissenschaftler gegenüber, indem wir ihre digitalen Spuren in 200.000 Forschungspublikationen und 100.000 englischsprachigen Digital- und Printmedienartikeln zum Klimawandel verfolgen. Die Projektion dieser Personen über denselben Hintergrund hinweg erleichtert die Quantifizierung von Unterschieden bei der Sichtbarkeit der Medien und der wissenschaftlichen Autorität sowie die Identifizierung von Organisationsmustern in ihren Verbandsnetzwerken. Hier zeigen wir im direkten Vergleich, dass Kontrarier in 49% mehr Medienartikeln als in Wissenschaftlern vorkommen. Vergleicht man jedoch die Sichtbarkeit nur in Mainstream-Medienquellen, so stellt man nur eine 1%ige Überschreitung der Sichtbarkeit fest, was objektiv die Verdrängung professioneller Mainstream-Quellen durch die Verbreitung neuer Medienquellen zeigt, von denen viele zur Erzeugung und zum Verbrauch von Desinformation über den Klimawandel beitragen auf einer Skala. Diese Ergebnisse zeigen, warum Klimawissenschaftler zunehmend ihre Autorität im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs ausüben sollten und warum professionelle Journalisten und Redakteure die unverhältnismäßige Beachtung von Kontrariern anpassen sollten.

Einführung in die Begrifflichkeiten mit Hervorhebungen:
„Seit Anfang der 2000er Jahre herrscht unter Wissenschaftlern wenig Uneinigkeit über die grundlegenden Belege für die Existenz, den Ursprung und die gesellschaftliche Bedeutung des anthropogenen Klimawandels (CC). Während eine anthropogene Ursache von einer überwiegenden Mehrheit der Klimaforscher (CCS) unterstützt wird, haben Klimakontrarier (CCC) erfolgreich eine starke Stimme in der Politik- und Wissenschaftskommunikation in den Vereinigten Staaten organisiert.“

Die Auswahl: In der Studie wird die Öffentlichkeitsverbreitung von 386 prominente „Kontrariern“ (CCC) mit 386 prominenten Wissenschaftlern aus der CC-Forschung (CCS) verglichen.
WIDERSPRUCH: Es heißt dort, man habe, „200.000 CC-Forschungsartikel aus der WOS-Datenbank gesammelt, aus denen diese 386 am häufigsten zitierten Wissenschaftler (mit CCS bezeichnet) ausgewählt“ wurden. Das führt schon mal zu einem EKLATANTEN Widerspruch mit dem Abstract, wo es – mit Hervorhebungen – heißt: “We juxtapose 386 prominent contrarians with 386 expert scientists by tracking their digital footprints across 200,000 research publications and 100,000 English-language digital and print media articles on climate change.” – Denn die 200.000 Forschungsartikel dienten lediglich der Auswahl der 386 Klimawissenschaftler (CCS).

Da war’ns dann also nur noch 100.000 Publikationen…
Anschließend wurden die 100 am häufigsten zitierten Wissenschaftler (CCS) als Vergleichsgruppe ausgewählt. Auf der Gegenseite hatte man sich auf eine Auswahl konzentriert, die „öffentlich und wiederholt ihre entschlossene Gegenposition zu CC-Themen demonstriert haben – wie das DeSmog-Projekt (DeSmogblog.com) ausführlich dokumentiert Institutionen und einzelne Akteure.“ Das in Abbildung 2 a (CCC=Klimakontrarier) und c (CCS=Klimawissenschaftler) von Petersen et al. (2019) dargestellte Ergebnis für die Medienwirksamkeit ist dann sehr eigenartig (Anm.: Abbildung 2 hier nicht übernommen).

Die „Buntheit“ der Datenpunkte gibt also die Häufigkeit an, mit der die jeweiligen Artikel in den 30 bekanntesten Mainstream-Quellen erschienen sind. Zwar ist nun die ANZAHL von ARTIKELN von CCS-Klimawissenschaftlern insgesamt tatsächlich geringer, aber deren multiple VERBREITUNG in den bekanntesten Mainstream-Medien sehr viel größer als es für die häufiger erschienenen Artikel der „Klimaschutzgegner“ ermittelt worden war. Diese Diskrepanz zwischen den Abbildungen 2 a und b weist schon mal sehr stark auf einen vordergründigen Äpfel&Birnen-Vergleich hin.

Schaunmeralsomalweiter, Abbildung 4b zeigt die „Diskrepanz in der wissenschaftlichen Autorität und Mediensichtbarkeit“:

Bild 1 Abbildung 4 (Petersen et al. 2019): „Diskrepanz in der wissenschaftlichen Autorität und Mediensichtbarkeit – individuelle Ebene“

… Haben Sie jetzt die tiefere Bedeutung dieses Diagramms verstanden, nein? – Ich auch nicht.
Das ist aber auch gar nicht wichtig. Was wirklich wichtig ist, das ist die Farbskala in Abbildung 2 (Anmerkung: Bitte im Originalartikel ansehen), nämlich die Häufigkeit, mit der die betreffenden Artikel in den 30 bekanntesten Mainstream-Quellen erscheinen. Denn diese Mainstream-Medien erreichen eine breite Öffentlichkeit und bestimmen damit die Themen im öffentlichen Diskurs. Und wenn wir jetzt mal zurück zum Abstract gehen, dann hieß es dort entlarvend:
„…was objektiv die Verdrängung professioneller Mainstream-Quellen durch die Verbreitung neuer Medienquellen zeigt, …“.

Damit verkehrt sich die Aussage dieser Studie in ihr komplettes Gegenteil:
Während nämlich der etablierte Klimamainstream über seine „professionellen“ Massenmedien bequem eine breite Öffentlichkeit erreicht, maikäfern sich eine große Anzahl von Klimarealisten und klimarealistische Medien mit geringer Reichweite ab, um für ein Gegengewicht in eben dieser Öffentlichkeit zu sorgen – und daraus wird ihnen jetzt auch noch ein Strick konstruiert…
Diese Studie ist also ein ganz fieses und völlig unwissenschaftliches Konstrukt, das nur als eine direkte Aufforderung an die Mainstream-Massenmedien zu verstehen ist, Klimarealisten ganz aus der öffentlichen Debatte auszuschließen. Man könnte vielleicht sogar von einem wissenschaftlich konstruierten Scheinargument zur Durchsetzung der Klimareligion sprechen.
Eine schöne Analyse der Studie von Petersen et al. (2019) findet sich übrigens auch auf Science Files (nun Zufügung des Autors):

ScienceFiles 16. August 2019: Anthropogener Klimawandel nur mit Faschismus zu haben
… Dass die drei Eifrigen aus Kalifornien so weit von Wissenschaft entfernt sind, wie man nur sein kann, bemerkt man bereits daran, dass sie Wissenschaftler, Climate Change Scientists und Nonkonformisten, Climate Change Contrarians differenzieren. Deutlicher kann man seinen eigenen Bias nicht machen: Wer an den menschengemachten Klimawandel glaubt, der gilt den Autoren als Wissenschaftler, wer ihn mit Begründung bezweifelt, gilt ihnen als Nichtkonformist. Eigentlich sind die Wissenschaftsimitatoren an dieser Stelle schon enttarnt. Die vielen methodischen Fehler, die sie sonst noch begehen, angefangen dabei, dass beide Gruppen mit unterschiedlichen Auswahlmethoden besetzt wurden, eine Todsünde komparativen Vorgehens, aber ein beliebtes Mittel bei Ideologen bis zur Fehlklassifikation von Wissenschaftlern, seien hier nur erwähnt. Wer will, der kann eine sehr gute methodische Kritik, die nichts mehr von diesem Junk Paper übriglässt, im Blog von Judith Curry nachlesen.

„kaltesonne“ … Die Studie von Petersen et al. (2019) und ihr Medienecho werfen ein sehr bezeichnendes Licht auf die wissenschaftliche Qualität des Klimamainstreams und die journalistische Qualität der „professionellen“ Mainstream-Medien. Es geht in der Arbeit von von Petersen et al. (2019) offenbar darum, die „öffentlich-mediale Lufthoheit“ der Klimaalarmisten mit allen denkbaren unwissenschaftlichen Methoden unter dem Mäntelchen einer „hehren Wissenschaft“ zu verteidigen – und alle machen mit und reichen jeden Unsinn unhinterfragt durch. Denn insbesondere in den USA sind inzwischen eine Vielzahl von unabhängigen und katastrophenkritischen Blogs mit einer begrenzten Öffentlichkeit „ans Netz gegangen“,  wie beispielsweise allaboutenergy.netenergy-environmental-newsletter und noch viele andere….
Schlussbemerkung: Der Autor gibt seine Recherche an dieser Stelle auf, denn seine Einschätzung dieser grottenschlechten Studie ist nicht mehr zu verbessern. Es ist ihm vielmehr sehr schwer gefallen, die Verbalinjurien „Wissenschuftler“ und „Journalunken“ in dieser Betrachtung NICHT zu verwenden.

Einen haltungsgerechten Redakteur ficht solche schnöde Kritik sowieso klimakritisch eingestellter – und damit keiner Diskussion, nicht einmal einer Beachtung würdiger – selbstverständlich nicht an. In einer Zeit, in welcher Städte ihr Klimaschutzkonzept auf Klimagipfeln mit 12 … 15Jährigen diskutieren und von diesen prüfen lassen (FN vom 02.08.2021), hat Qualität seine Bedeutung vollständig verloren.

Studien, welche so schlecht durchgeführt werden, dass die Studienautoren nicht bemerken (wollen), dass ihre Daten das Gegenteil aussagen, sind beim „Klima“ nicht selten. Die „Konsensstudien zählen ebenfalls dazu:

Bild 2 Zur Konsensstudie. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Bild 3 Zur Konsensstudie. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Bild 4 Aussagen der Bundesregierung zur Konsensstudie. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Nachdem allerdings „die Bundesregierung“ den (an Betrug grenzenden) Aussagen solchen Studien feste glaubt, darf denen ein Haltungsjournalist nicht nachstehen.

Der Redakteur ergänzt es mit Beispielen

Den Redakteur scheint es arg zu wurmen, dass selbst im Merkelland in Talkshows (teilweise) noch Debatten stattfinden. Warum er es ausgerechnet am Klimawandel „festmacht“, erschließt sich nicht.
Aber es zeigt wenigstens die Unkenntnis – beziehungsweise nicht über „dpa“ -Kenntnis hinausreichende „Wissen“ zur Klimawandel-Debatte in Fachkreisen. Seine Bewertung zu „Corona“ und das Vorgehen unser Berliner Chaostruppe dazu wäre einen eigenen Artikel wert:
Redakteur [1] … Besonders krass und folgenschwer kann „false balance“ bei Talk-Runden im Fernsehen sein. Würden z.B. in einer Debatte über den Klimawandel die Stühle mit Vertretern des Konsens‘ („Der Klimawandel schreitet voran“) und deren Widersachern („Den Klimawandel gibt es nicht“) proportional besetzt, säßen mehrere hundert Teilnehmer auf der Konsensseite einem einzelnen Gegner gegenüber. Das findet so natürlich nicht statt, was so manche Einzelposition gigantisch aufwertet. In Sachen Corona haben das die Querdenker-Bewegung und diverse Verschwörungstheoretiker geschickt für sich ausgenutzt. Selbst wenn sie medial nicht zum Zuge kamen, konnten sie sich immer noch als „Opfer der Mainstream-Medien“ bezeichnen, die über „die wahren Hintergründe“ nichts berichten und selbsternannte Aufklärer „systematisch totschweigen“.

Dem Redakteur scheint nicht bekannt zu sein, dass zu Beginn einer dunklen Zeit der Deutschen Geschichte willfährige Personen mit ähnlichen Argumenten Einstein „widerlegten“:
1931 wurde das Buch: „100 Autoren gegen Einstein“ herausgegeben. Darin erklärten (und belegten) 100 Autoren (unbezweifelbar), dass Einsteins Relativitätstheorie falsch ist …

Geschichte bleibt ein Hamsterrad, welches sich ständig wiederholt. Zudem unterschätzt der Redakteur massiv die Anzahl an wissenschaftlichen Klimaskeptikern:

Bild 5 Klimakritische Petitionen. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Die Pflicht der Medien

Redakteur [1] Selbstverständlich begreifen es seriöse und professionelle Medien als ihre Pflicht, nachweislich falsche (oder gefälschte) Informationen über ein Wissenschaftsthema neben dem reinen Sachbericht in einem Kommentar oder Leitartikel anzusprechen und korrekt einzuordnen. Doch eine Garantie, dass solche Beiträge ebenso gelesen werden wie der Ursprungstext, die gibt es freilich nicht …

Der NN-Redakteur liest wohl die öfters bei der Redaktion eintrudelnden Kritiken des Autors auf deren Leitkommentare und Publizierungen nicht (nur ganz wenige davon werden als Beispiel auf EIKE publiziert):
[4] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?
[Link]
EIKE 06. März 2021: Klimapropaganda nun auch konsequent für Kinder
[Link] EIKE 11.10.2020: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht/kommentiert hast
[Link] EIKE 27.06.2020: Ein Zeitungsredakteur durch den Stadtwald ging um den Klimawandel persönlich zu sehen
[Link] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen
Daran und darin ist erkennbar, dass zumindest der Autor solche Redaktionsbeiträge liest. Und wenn die „korrekte Einordnung“ seitens der Redaktion wieder grottenfalsch verstanden wurde, meldet er sich sogar. In den Augen einer Redaktion also ein wirklich vorbildlicher Leser ….

Wie in sozialistischen Ländern üblich: Wenn jemand die falsche Meinung äußert, üben die Verantwortlichen „Selbstkritik“ und erhöhen den Druck an ihre Untergebenen

Im Ausland scheint es noch Journalismus zu geben, der sich trotz massiver Indoktrinierung immer noch nicht vorbehaltlos an die Vorgaben der „Verantwortlichen“ hält. Der reine Gräuel für den NN-Journalisten, der sich wohl wünscht, dass solch renitente Quertreiberei in Deutschland endlich abgeschafft wird (was man für dessen Redaktion schon als weitgehend gelungen sagen darf (rein persönliche Meinung des Autors)):
Redakteur [1]Die BBC hat dazugelernt
Wie also damit umgehen? Die britische BBC hat sich diesem Problem im Jahr 2014 gestellt und ein spezielles Trainingsprogramm für Journalisten aufgelegt, die sich mit Wissenschaftsthemen befassen, damit sie nicht in die beschriebene Falle tappen. Mit mäßigem Erfolg, wie sie später einräumte.

„False balance“ wurde auch danach noch in der Berichterstattung beobachtet – besonders häufig, wenn es um den Klimawandel ging. Doch resignieren wollen die Verantwortlichen nicht. Sie üben öffentlich Selbstkritik und haben erkannt, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht …

Schließlich wird die redaktionelle Autorität einer NN in Frage gestellt, wenn diese beispielsweise Wetterereignisse liniengetreu dem Klimawandel zuordnet [4] und gleichzeitig eine andere Zeitung diese FalschInformation untergräbt:
[2] WELT, 5.07.2021: Der unappetitliche Klima-Bluff
Ist die menschengemachte Erwärmung verantwortlich für die tödlichen Unwetter in Westdeutschland? Das Klima-Argument dient Politikern, um von der eigenen Verantwortung für eine Katastrophe abzulenken. Aufzeichnungen belegen, dass Sturzfluten trotz Klimawandels weniger gefährlich sind als früher.

Abschließend noch eine Reportage über den wohl größten Wissenschaftsbetrug der Neuzeit (rein persönliche Überzeugung des Autors nach jahrelangen Recherchen), wie sie im Jahr 2007 von RTL (noch) gesendet wurde:
RTL: “Die Theorie der menschengemachten Erderwärmung ist … ein großer Schwindel” – ScienceFiles
Hinweis: Im ScienceFiles Artikel ist der Button zum Reportagevideo.

(1)Anmerkung: Dabei handelt es sich allerdings eher um ein Wunschdenken als eine Tatsachenfeststellung des Autors. In vielen Gesprächen mit klimahysterisch überzeugten Personen ließ sich seitens des Autors bisher keine untere Grenze ausmachen, ab der eine der Hysterie zustimmende Aussage angezweifelt oder gar verworfen würde.

Quellen

[1] Nordbayern, 28.07.2021: Wie Journalisten in die „Objektivitätsfalle“ tappen
[2] WELT, 5.07.2021: Der unappetitliche Klima-Bluff
[3] WELT, 31. Juli: Landkreis Ahrweiler soll Hochwasserwarnungen missachtet haben
[4] EIKE 30.07.2021: Einschläge des Klimawandels oder eher eklatantes Staats- und Behördenversagen?
[5]
neue energie, 01.04.2021: „Wir müssen nicht das Klima retten, sondern uns.
[6] EIKE 14.07.2019: Der Mensch bekommt Fieber, bekommt es unsere Erde damit auch?
[7] EIKE 8. April 2019: Klimarettung mit Professor Lesch: Alle für das Klima täglich eine Stunde stillstehen
[8] Tichys Einblick, 13.06.2019: „SPD kopflos, CDU planlos“ Bei Illner: Parteien-Pillepalle & Wintervorhersage von Lesch
[9]
Alexander Michael Petersen, at al., 13. August 2019: Discrepancy in scientific authority and media visibility of climate change scientists and contrarians