EGO IN HOC NATVS SVM AT AD HOC VENI IN MVNDVM

VT TESTIMONIVM PERHIBEAM VERITATI

Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit zeugen soll. (Evangelium nach Johannes 18,37) Mit Dank an Leser Merbitz, Oberdörfer und Kristin Scharnowski)

In dem langen Kampf zwischen Legalismus und Konfuzionismus, Totalitarismus und Liberalismus, Diktatur und Demokratie war kein Ereignis ausgefallener und seltsamer, keines noch stärker falsch aufgefasst, keines zunächst so erfolgreich, keines sicherer, am Ende zu scheitern, als die Kampagne des Klima-Konformismus‘, welche die Tyrannen der Gedanken gegen den freien Markt wissenschaftlichen Denkens losgetreten haben. Jedweder Dissens war verboten.

Abu Ali Ibn al-Haytham, der irakische Astronom und Philosoph der Wissenschaft, welcher im 11. Jahrhundert im Osten das wissenschaftliche Verfahren gegründet hat wie zuvor Thales von Milet im Westen, schrieb, dass der Sucher nach Wahrheit – sein wunderbarer Terminus für Wissenschaftler – seinen Glauben nicht in irgendeinen alten Konsens steckt. Stattdessen unterwirft er es Begründung und Demonstration. Der Weg zur Wahrheit, sagte er, ist lang und schwierig: aber es ist genau der Weg, dem wir folgen müssen. Auf diesem Großen Weg ist jedes naive Beharren auf irgendeiner bloßen Parteilinie – so gut gemeint dieses auch daherkommt – immer ein Stolperstein.

Dass der jüngste Versuch der Verstaatlichung des wissenschaftlichen Denkens gescheitert ist, genauso wie Eugenik und Lysenkoismus zuvor, wird durch die vernünftige Entscheidung der Stadt Moskau demonstriert, dass nicht nur einerseits die offizielle Wissenschaft, sondern auch die andere Seite, nämlich die objektiv wahre Wissenschaft, auf diesem Forum zu Gehör kommt.

Echte Klimawissenschaft, die zu repräsentieren ich die Ehre habe, hat eine willkommene Überraschung für die heutige offizielle Klimawissenschaft. Es ist mein Ziel, für die Überlegungen der herausragenden zivilen Führer Ihrer großen Nation nichts weniger als auf verblüffend einfache und mit den Vorlagen meines Teams unwiderlegbare Weise aufzuzeigen, dass die Auffassung einer vom Menschen verursachten globalen Erwärmung als globale Krise auf einem 120 Jahre alten Irrtum beruht. Nach der Korrektur dieses Irrtums löst sich das imaginäre Problem des ungesunden Einflusses des Menschen auf das Klima und die globale Temperatur in Luft auf.

Es ist eines der am besten gehüteten Geheimnisse der offiziellen Klimatologie, dass zwischen 50% und 90% der globalen Erwärmung, welche die Computer-Spielchen prophezeien, nicht aufgrund unserer Zuführung von etwas CO2 zur Atmosphäre beruhen, dass einst ohnehin in der Luft vorhanden war, sondern auf der Kettenreaktion aufgrund der geringen, direkten Erwärmung von weniger als 1,2 K, zu welcher es bei einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes kommt.

Diese Verstärkungen sind bekannt als „Temperatur-Rückkopplungen“. 40 Jahre lang hat die offizielle Klimatologie vor sich her getragen, dass ein verdoppelter CO2-Gehalt nicht eine globale Erwärmung von 1,2 K, sondern von 1,5 bis 4,5 K mit sich bringen werde (Einige Höchstoffizielle sprechen sogar von 13 K). Die von Rückkopplungsfaktoren moderierte Kurve der Reaktion auf globale Erwärmung ist eine rectangular [?] Hyperbel. Deren Fehler hat sie dazu verleitet, die Berechnung zum rechten Rand jener Kurve durchzuführen, wenn sie doch am linken Rand durchgeführt werden sollte.

Die offizielle mittelfristige Schätzung einer Erwärmung um über 3 K bei einem verdoppelten CO2-Gehalt impliziert, dass Rückkopplungen die direkte Erwärmung von 1,16 K verdreifachen. Das IPCC treibt seine Prophezeiungen mit all der eigennützigen, übermäßig geförderten, schlecht erforschten und unüberwindlichen Ignoranz eines Trofim Denisovich Lysenko voran. Wie ich zeigen werde, ist die Prophezeiung des IPCC eine unverantwortliche Übertreibung.

Während der 120 Jahre, seit Svante Arrhenius den langen Nordwinter, den Sie hier in Russland so gut kennen, damit zugebracht hatte zu berechnen, wie viel Erwärmung ein verdoppelter CO2-Gehalt auslösen würde, vermutete er, dass die Wasserdampf-Rückkopplung die direkte Erwärmung durch CO2 verdoppeln würde. Die offizielle Klimawissenschaft hat einen wesentlichen Beitrag durch Rückkopplungen angenommen. Das ist der zentrale Fehler, wie ich heute darlegen möchte. In Wirklichkeit tragen Rückkopplungen kaum etwas dazu bei, und die untere Grenze der Vorhersagebandbreite des IPCC von 1,5 K bei einer CO2-Verdoppelung ist in Wirklichkeit die Obergrenze der Bandbreite.

Ich habe Ihnen versichert, dass der Beweis denkbar einfach sein wird, und das ist er auch, obwohl ich 10 Jahre gebraucht habe, diesen zu finden und ein weiteres Jahr zu dessen Verifikation – unter tatkräftiger Mithilfe meines Forschungsteams und eines Laboratoriums der Regierung.

Rückkopplungen folgen den gleichen mathematischen Gesetzen aller dynamischen Systeme, in denen sie auftreten. Bzgl. Klima können sie weder direkt gemessen noch eindeutig voneinander unterschieden werden oder gar von den Strahlungsantrieben, welche ihr Auslöser sind.

Ein elektronischer Schaltkreis jedoch ist ein dynamisches System, bei dem Input und Output direkt gemessen und dessen Rückkopplungen eindeutig unterschieden werden können, nicht nur theoretisch, sondern ebenfalls durch direkte Messung. An den Bell Labs in New York hat Harold S. Black in den zwanziger Jahre zum ersten Mal die Theorie von Rückkopplungen entwickelt. Es ist diese Theorie, beschrieben in einem Bestseller-Lehrbuch von Hendrik Wade Bode und zum ersten Mal 1945 veröffentlicht, auf welcher die offizielle Klimatologie beruht. Aber die offizielle Klimatologie liegt dabei falsch.

In einem Bode-Rückkopplungs (Feedback)-Kreis gibt es ein Eingangs -(Input)-Signal – Volt in einem Schaltkreis, die globale Temperatur beim Klima. Das Signal wird dann verstärkt, durch einen Verstärker im Schaltkreis oder durch die Sünden der Menschen bei Klima. Als Nächstes wird ein gewisser Bruchteil des Signals dem Input-Knotenpunkt mittels eines Feedback-Blocks wieder hinzugefügt. Dort wird es zu dem Input-Signal addiert und erneut durch den Verstärkungs-Block geleitet und dann weiter zum Ausgangs- (Output)-Knotenpunkt.

Der erste Versuch von Arrhenius, die Frage „wie viel Erwärmung?“ zu beantworten ging der Theorie der Rückkopplung ein Vierteljahrhundert voraus. Man kann ihm seinen Irrtum verzeihen – besonders weil sich seine Studie auf mangelhafte Daten des lunaren Spektrums stützte.

Als James Hansen von der NASA im Jahre 1984 eine Studie zu Klima-Rückkopplung schrieb, war die Theorie in der Elektronik gut verstanden, wo sie umfassend und wiederholt verifiziert worden ist. Allerdings hat Hansen die Theorie nicht korrekt angewendet. In seinem Feedback-Loop gab es keinen Verstärker-Block.

Stattdessen hat er das Input-Signal, welches die globale Temperatur sein sollte, ersetzt durch die prophezeite direkte oder Rückkopplungs-Erwärmung als Reaktion auf verdoppelten CO2-Gehalt. Dieser Fehler führte dazu, dass der Rückkopplungs-Faktor um zwei Größenordnungen übertrieben worden ist.

Aufgrund der Fehler in Hansens Verfahren konnte die offizielle Klimatologie nicht den einfachen Punkt erkennen, den zu finden ich zehn Jahre gebraucht habe: dass jedwede Rückkopplungen, welche zur prophezeiten zukünftigen globalen Erwärmung beitragen, auch jetzt schon einen Beitrag zur heutigen Temperatur leisten müssten. Diese Tatsache erlaubt es uns zum ersten Mal, eine Obergrenze des Beitrags der Rückkopplungen zur Steigerung der heutigen Temperatur festzulegen – und auch für die zukünftige Erwärmung.

Gehen wir davon aus, dass es einen natürlichen Treibhauseffekt gibt. Dieser Effekt wird allgemein mit 33 K geschätzt. Die gemessene globale Temperatur beträgt rd. 288 K. Nur mit diesen beiden Werten der offiziellen Klimatologie – Werte, die wir hier als ad argumentum akzeptieren sollten – können wir eines der mächtigsten Instrumente im Arsenal historischer Mathematik anwenden, nämlich das, was heute unter der Bezeichnung ,Beweis durch Widerspruch‘ bekannt ist.

Unsere Aussage lautet, dass Anteile von Rückkopplung, welche von der offiziellen Klimatologie prophezeit werden, allesamt exzessiv sind. Um diese Aussage zu belegen, negieren wir sie und nehmen ad argumentum an, dass die offizielle Klimatologie korrekt ist. Dann überprüfen wir, ob die negierte Aussage zu einem Widerspruch führt. Falls das der Fall ist, muss unsere ursprüngliche Aussage korrekt und die offizielle Klimapolitik falsch sein.

Bei dem abwegigen Rückkopplungs-Verfahren der offiziellen Klimatologie darf man den impliziten Anteil an Rückkopplung ermitteln durch Einheitlichkeit des Verhältnisses der 1,16 K direkter Rückkopplungs-Erwärmung infolge eines verdoppelten CO2-Gehaltes einerseits zur prophezeiten Gleichgewichts-Erwärmung nach der Rückkopplung. Folglich beträgt das implizite Intervall der Rückkopplungs-Anteile 0,61 (0,23; 0,74) K für das Gleichgewichts-Sensitivitäts-Intervall des IPCC von 3 (1,5; 4,5) K. Nehmen wir mal an, dass dieses Intervall korrekt ist.

Aber jener maximale Rückkopplungs-Anteil beträgt implizit laut Prophezeiung des IPCC 0,23. Was ist dann der größte Rückkopplungs-Anteil, der in Wahrheit theoretisch möglich ist, nachdem die Fehler des Rückkopplungs-Verfahrens der offiziellen Klimatologie korrigiert worden waren? Man nehme per impossibile an – und dies ist die reductio ad absurdum – dass der gesamte natürliche Treibhauseffekt von 33 K von Rückkopplungen getrieben ist. In diesem Falle ist der mögliche maximale Feedback-Anteil einfach das Verhältnis des natürlichen Treibhauseffektes zur heutigen Temperatur: d. h. 33/288,4 oder 0,11.

Aber jener maximale Rückkopplungs-Anteil bei nur 0,11 ist nur die Hälfte des kleinsten Rückkopplungs-Anteils 0,23, den wir als korrekt vermutet haben. Damit ist nachgewiesen, dass die offizielle Klimatologie, auf die wir uns unklugerweise gestützt haben, den Rückkopplungs-Anteil fälschlich um 2 bis 6,5 mal übertrieben hat. Das ist ein großer Fehler.

Wie groß ist dann die theoretisch mögliche maximale globale Erwärmung als Folge eines verdoppelten CO2-Gehaltes? Die korrigierte Gleichung der Klima-Sensitivität ist ein wenig zu kompliziert für eine allgemeine Zuhörerschaft, obwohl ich ein paar Folien habe, die diese zeigen und deren Ableitung erklären, und ich werde sehr gerne Fragen dazu beantworten.

Da der maximal mögliche Rückkopplungs-Anteil jedoch so niedrig ist, dass die Berechnung durchgeführt wurde über ein fast lineares Segment am linken der rectangular-hyperbolic response curve, kann man die naive Gleichgewichts-Sensitivitäts-Gleichung der offiziellen Klimatologie heranziehen ohne großen Verlust an Genauigkeit, während die maximale, theoretisch mögliche Gleichgewichts-Sensitivität bei verdoppeltem CO2-Gehalt einfach die direkte, CO2-getriebene Erwärmung von 1,16 K dividiert durch (1 minus 0,11) ist. Die Antwort lautet 1,3 K. Tatsächlich ergibt die korrigierte Gleichung 1,5 K als Maximum – aber das ist immer noch das Minimum der offiziellen Klimatologie.

Und hier ist die Beweisführung.

Anders als die meisten Ergebnisse der offiziellen Klimatologie ist das Ergebnis meines Teams nicht probabilistisch, sondern deterministisch; nicht zweifelhaft, sondern definitiv; nicht prophezeit, sondern belegt. In unserer eingereichten Studie gibt es keine Zweifel hinsichtlich unseres Resultats, welches gegenwärtig bei einem führenden Klima-Journal den Begutachtungsprozess durchläuft.

Nichtsdestotrotz würde Al Haytham nichts weniger von uns erwarten, als das Ergebnis wieder und immer wieder zu überprüfen. Wir reichten jeden Entwurf unserer Studie an zwei bedeutende Professoren ein – einer ist Professor für optische Physik, um sicherzustellen, dass wir den CO2-Antrieb richtig verstanden haben, und der andere ist der weltführende Spezialist bei der Anwendung der Rückkopplungs-Theorie auf Klima. Beide haben die Veröffentlichung empfohlen.

Wir konstruierten auch einen Test-Schaltkreis mit einem Input von 23 Sätzen mit je drei Zahlen – das Input-Signal, den simple-gain factor im Verstärkungs-Block und den Rückkopplungs-Anteil. Wir haben die Outputs gemessen, und diese passten in jedem der 23 Testläufe bis auf ein Zehntel Kelvin genau zu unseren theoretischen Ergebnissen. Sie bestätigten auch durch Messung, dass die Temperatur-Reaktionskurve tatsächlich eine Hyperbel ist.

Wir waren aber immer noch nicht zufrieden. Wir beauftragten ein Laboratorium der Regierung, einen eigenen Schaltkreis zu konstruieren und alle 23 Experimente noch einmal durchzuführen, dieses Mal in einer Temperatur regulierten Kammer. Selbst dann reichte die bloße Anwesenheit des Operators aus, einige Messungen zu stören, so gering ist der Einfluss des Menschen auf das Klima.

Wir arbeiteten Monate lang mit dem Laboratorium zusammen, um ihm Zahlensätze zu geben, welche hinreichend zuverlässige Ergebnisse erzeugen angesichts der sehr geringen menschlichen Einflüsse, die zu simulieren wir versucht haben. Am Ende berichtete das Laboratorium, dass alle unsere 23 theoretischen Ergebnisse bis auf ein Zehntel Kelvin genau korrekt waren.

Ergebnisse von einem Laboratorium der Regierung

Tabelle der Ergebnisse. Für die Testläufe 2 bis 4 wurde die Voltzahl durch 100 dividiert, um die vorgegebene Präzision zu erreichen.

Dann, und wirklich erst dann, haben wir dem Laboratorium eine Ausgabe des Entwurfs unserer Studie zugesandt und enthüllt, dass es bei den Experimenten um Klimawandel geht. Das Laboratorium bestätigte, dass wir korrekt gearbeitet hatten, drängte uns aber, nicht den Namen [des Laboratoriums] zu nennen. Allerdings hatte ich es zu einer Bedingung für den Vertrag gemacht, dass die Ergebnisse in einem akademischen Journal veröffentlicht werden sollen: also erzielten wir einen Kompromiss. Wir konnten den Laborbericht in unsere Studie einarbeiten, nannten aber nicht, um welches Laboratorium es sich handelte. Im Gegenzug mussten wir für dessen Rechnung nicht bezahlen.

Die Reaktion des Labors ist verständlich. Wie mein Team und ich selbst aus eigener bitterer Erfahrung wissen, ist es eine Einladung zu fortgesetzter persönlicher Verunglimpfung, wenn man es wagt, die offizielle Parteilinie bzgl. Klima in Frage zu stellen. Erst vorige Woche gab es eine von den Medien aufgebauschte Forderung eines linksextremen Akademikers in den USA, dass ich hingerichtet werden sollte, weil ich es gewagt habe, die Parteilinie bzgl. Klima zu hinterfragen. Dabei ist alles, was ich getan habe, wie die Opfer von Lysenko, in Ruhe mit meinen Forschungen fortzufahren in die wahre Wissenschaft, welche Ergebnisse auch immer dabei herauskommen.

Unsere Ergebnisse überführten die Parteilinie als falsch. Es wird eine geringe globale Erwärmung geben – unser best estimate liegt um 1,3 K pro CO2-Verdoppelung – aber das ist längst nicht genug, um gefährlich zu sein. Es wird vorteilhaft sein. CO2-Düngung lässt die Erde schon jetzt ergrünen, führt zu besseren Ernteerträgen und stärkt die Widerstandsfähigkeit von Getreide gegen Dürren.

Für Ihre Städte, die so unter Geldmangel leiden, sind es gute Nachrichten, dass sie keinen einzigen Rubel mehr ausgeben müssen, um die globale Erwärmung aufzuhalten. In Russland wäre ein wenig Erwärmung genauso eine sehr gute Sache wie in meiner geliebten Heimat Schottland.

Für die Rodina: der kurzfristige Nachteil, nicht länger in der Lage zu sein, sibirisches Gas an die klima-besessene Europäische Union zu Preisen zu verkaufen, die um das drei- bis vierfache über dem Weltpreis liegen, wird längerfristig mehr als ausgeglichen durch das Entfernen aller internationalen Restriktionen auf Ihrem Recht, weiterhin Gas, Öl und Kohle zu fördern und zu verkaufen. Jene Reserven werden jetzt wirklich wertvoll, langfristig ebenso wie kurzfristig.

Ich möchte mit der folgenden Prophezeiung enden: In 20 Jahren wird Mr. Putin immer noch Ihr Präsident sein. Und dank Ihrer ungehinderten Freiheit, Ihre Vorräte von Gas, Öl und Kohle zu Ihrem Vorteil zu gewinnen, wird Russland eines der reichsten Länder der Erde werden.

Was die Klima-Angstmacherei betrifft: Es ist vorbei. Don’t worry – be happy! Спасибо!

Übersetzt von Chris Frey EIKE