Die Deutsche Welle (DW) behauptet in ihrem Artikel „Wie sich der Klimawandel mit dem ‚Super-El-Niño‘ verbündet“, dass ein sich entwickelnder „Super-El-Niño“ in Verbindung mit dem Klimawandel das Jahr 2026 zu einem der heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen machen und gleichzeitig das Risiko von Hitzewellen, Waldbränden, Dürren, Hurrikanen und marinen Hitzewellen weltweit erhöhen könnte. Dies ist äußerst irreführend. El-Niño-Ereignisse sind seit langem bekannte, natürlich wiederkehrende Ozean-Atmosphäre-Zyklen, die seit Jahrtausenden bestehen, und starke El-Niño-Ereignisse traten im Laufe der Geschichte regelmäßig auf, lange bevor die industriellen Treibhausgasemissionen zu steigen begannen.
Das erste Warnsignal taucht bereits in der Überschrift selbst auf. Es gibt keine offizielle meteorologische Definition eines „Super-El-Niño“.
Weder die Weltorganisation für Meteorologie, noch das Climate Prediction Center der National Oceanic and Atmospheric Administration, noch die American Meteorological Society erkennen „Super-El-Niño“ als formale wissenschaftliche Klassifizierung an. Meteorologen beschreiben El-Niño-Ereignisse anhand der Messung von Anomalien der Meerestemperatur in der Region Niño 3.4 im tropischen Pazifik. Sie stufen ein Ereignis zwar als schwach, mäßig, stark oder sehr stark ein, doch „Super-El-Niño“ ist größtenteils eine Erfindung der Medien, die darauf abzielt, ein natürlich auftretendes Klimaphänomen als beispiellos darzustellen.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Das allein sollte die Leser bereits skeptisch machen.
El Niño ist weder ein neues Phänomen noch ein Beweis für den Klimawandel. Lange bevor es Autos, Kohlekraftwerke oder Industrieemissionen gab, führten El-Niño-Ereignisse in regelmäßigen Abständen zu einer Erwärmung des tropischen Pazifiks und veränderten vorübergehend die normalen Wetterverhältnisse rund um den Globus. Paläoklimatische Aufzeichnungen aus Korallen, See-Sedimenten und anderen Muschelhaufen sowie weitere Indikatorendaten zeigen, dass El-Niño-Ereignisse seit Jahrtausenden immer wieder aufgetreten sind.
Nichts an seiner Existenz ist ein Beweis für eine Klimakrise. Die DW suggeriert zudem, dass sich der Klimawandel mit El Niño „zusammentut“, um Rekordwärme zu erzeugen.
Diese Aussage kehrt Ursache und Wirkung um.
El Niño gibt enorme Mengen an gespeicherter Meereswärme an die Atmosphäre ab. Genau deshalb steigen die globalen Temperaturen in Jahren mit starkem El Niño oft sprunghaft und sinken dann wieder, wenn La-Niña-Bedingungen zurückkehren. Dieses Muster wiederholt sich seit Jahrhunderten.
Der starke El Niño von 1997–98 führte zu Rekordwerten bei den globalen Temperaturen.
Das Gleiche galt für den kräftigen El Niño von 2015–16.
In jüngerer Zeit trug der El-Niño-Zyklus von 2023–24 zu einem weiteren Anstieg der globalen Temperaturen bei, bevor diese sich mit dem Abklingen des Phänomens wieder normalisierten. An dieser Abfolge ist nichts beispiellos, wie die folgende Abbildung deutlich macht:

Graphik: Ozeanischer El-Niño-Index des NOAA Climate Prediction Center. Grafische Darstellung: Meteorologe Jan Null.
Das ist genau das, was Klimatologen von einem starken El Niño erwarten. Die DW behauptet weiter, dass El Niño Hitzewellen, Waldbrände, Dürren, Hurrikane und Meereswärmewellen weltweit verstärken könnte.
Einige dieser Aussagen enthalten einen Funken Wahrheit, doch größtenteils handelt es sich um irreführende Argumente.
El Niño beeinflusst tatsächlich die Wetterverhältnisse weltweit. Er kann dazu führen, dass manche Regionen vorübergehend feuchter und andere trockener werden. Er kann die Hurrikanaktivität im Atlantik dämpfen, während sie in Teilen des Pazifiks zunimmt. Er wirkt sich auf Niederschläge, Temperaturen und Sturmverläufe in weiten Teilen der Welt aus.
Das ist jedoch etwas ganz anderes als die Behauptung, El Niño führe automatisch zu mehr Wetterkatastrophen weltweit.
Waldbrände hängen von Zündquellen, Brennstoffvorräten, Waldbewirtschaftung, Luftfeuchtigkeit und lokalen Wetterbedingungen ab. Hitzewellen gab es schon immer, lange bevor sich jemand Gedanken über Treibhausgase machte. Dürren und Überschwemmungen werden von regionalen Wetterlagen beeinflusst, die von einem El-Niño-Ereignis zum nächsten erheblich variieren.
Die bloße Nennung von El Niño und Klimawandel zusammen beweist nicht, dass eines von beiden für ein bestimmtes extremes Wetterereignis verantwortlich ist, geschweige denn für jedes solche Ereignis. Die DW wiederholt zudem eine gängige Medienthese, wonach der Klimawandel nach wie vor „der Haupttreiber“ steigender Temperaturen sei, während El Niño dessen Auswirkungen lediglich verstärke.
Diese Behauptung wird als feststehende Tatsache dargestellt, doch die DW liefert keinerlei Belege dafür.
Tatsächlich werden die jährlichen Schwankungen der globalen Temperatur überwiegend durch natürliche Schwankungen bestimmt, insbesondere durch den Wechsel zwischen El Niño und La Niña. Deshalb können die globalen Temperaturen während eines starken El Niño stark steigen und sich danach wieder stabilisieren oder sogar sinken. Über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg sind andere natürliche Meeresströmungen wie die meridionale Umwälzströmung im Atlantik und die meridionale Umwälzströmung im Pazifik bedeutende Faktoren des Klimawandels, weil sie die Wärme im Ozean umverteilen.
Natürliche Schwankungen bleiben ein wesentlicher Treiber kurzfristiger Klimaschwankungen. Das vielleicht größte journalistische Versäumnis besteht darin, dass die DW niemals zwischen Wettervorhersage und Klimazuschreibung unterscheidet.
Die Prognose, dass ein starker El Niño das globale Wetter in den kommenden Monaten beeinflussen könnte, ist wissenschaftlich fundiert. Die Behauptung, der Klimawandel würde sich mit El Niño „zusammentun“, um nahezu jede Art von Extremwetter zu verursachen, ist reine Spekulation. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Der Artikel deutet zudem an, dass das Jahr 2027 noch heißer werden könnte, obwohl eingeräumt wird, dass die zukünftige Entwicklung von El Niño ungewiss bleibt. Auch dies ist eine Prognose, die auf Annahmen und nicht auf Beobachtungen beruht.
Niemand weiß heute, wie hoch die globale Durchschnittstemperatur im Jahr 2027 sein wird, da diese von unzähligen Variablen abhängt, darunter die Entwicklung des ENSO, vulkanische Aktivität, Bewölkung, Ozeanzirkulation und andere natürliche Einflüsse, die sich Jahre im Voraus nicht mit Sicherheit vorhersagen lassen.
Guter Journalismus sollte den Lesern helfen, den Unterschied zwischen natürlichen Klimaschwankungen und langfristigen Klimatrends zu verstehen. Der DW-Beitrag, der den sich entwickelnden starken El Niño mit dem Klimawandel in Verbindung bringt, ist kein guter Journalismus.
Die Leser verdienen Besseres als reißerische Schlagworte und spekulative Überschriften. Sie verdienen eine Berichterstattung, die unterscheidet zwischen dem, was Wissenschaftler tatsächlich wissen, dem, was Klimamodelle prognostizieren, und dem, was weiterhin ungewiss ist. In diesem Fall hat sich die DW für Dramatik statt für Klarheit entschieden und einen der ältesten natürlichen Klimazyklen der Erde zu einem weiteren Mittel für Klimapanikmache gemacht.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















Wir freuen uns über Ihren Kommentar, bitten aber folgende Regeln zu beachten:
- Bitte geben Sie Ihren Namen an (Benutzerprofil) - Kommentare "von anonym" werden gelöscht.
- Vermeiden Sie Allgemeinplätze, Beleidigungen oder Fäkal- Sprache, es sei denn, dass sie in einem notwendigen Zitat enthalten oder für die Anmerkung wichtig sind. Vermeiden Sie Schmähreden, andauernde Wiederholungen und jede Form von Mißachtung von Gegnern. Auch lange Präsentationen von Amateur-Theorien bitten wir zu vermeiden.
- Bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Gehen Sie in Diskussionen mit Bloggern anderer Meinung auf deren Argumente ein und weichen Sie nicht durch Eröffnen laufend neuer Themen aus. Beschränken Sie sich auf eine zumutbare Anzahl von Kommentaren pro Zeit. Versuchte Majorisierung unseres Kommentarblogs, wie z.B. durch extrem häufiges Posten, permanente Wiederholungen etc. (Forentrolle) wird von uns mit Sperren beantwortet.
- Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe.
- Drohungen werden ernst genommen und ggf. an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.
- Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt.
Diese Richtlinien sind sehr allgemein und können nicht jede mögliche Situation abdecken. Nehmen Sie deshalb bitte nicht an, dass das EIKE Management mit Ihnen übereinstimmt oder sonst Ihre Anmerkungen gutheißt. Wir behalten uns jederzeit das Recht vor, Anmerkungen zu filtern oder zu löschen oder zu bestreiten und dies ganz allein nach unserem Gutdünken. Wenn Sie finden, dass Ihre Anmerkung unpassend gefiltert wurde, schicken Sie uns bitte eine Mail über "Über Uns->Kontakt"Seit 2024 wird es weltweit kälter UAH v6.1 Global Temperature https://www.drroyspencer.com/
Diese Jahr wieder eine „El Nino“-Spitze
Die Spitzen passen zu den „El Nino“-Jahren
Bedeutende El-Niño-Jahre der GeschichteHistorische / Frühe Ereignisse: 1790–1793, 1828, 1876–1878 (extrem starkes historisches Ereignis), 1891, 1925/1926Spätes 20. Jahrhundert: 1972/1973, 1982/1983 (Jahrhundert-Ereignis), 1997/1998 (extrem starkes Jahrhundert-Ereignis)21. Jahrhundert: 2009/2010, 2015/2016 (sehr starkes Ereignis), 2023/2024, sowie prognostizierte Phasen für 2026/2027
2023 Spitze dank Hunga Tonga-Ausbruch
https://www.nasa.gov/earth/tonga-eruption-blasted-unprecedented-amount-of-water-into-stratosphere/
Weltraumforschung Auch auf dem Mars wird es wärmer
2007_04_09 https://www.welt.de/wissenschaft/article796347/Klimawandel-Auch-auf-dem-Mars-wird-es-waermer.html
Ein Fall globaler Erwärmung
2007_07_08
Globale Erwärmung gibt es aber auch auf einem unbewohnten Planeten: auf dem Mars. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre stieg die mittlere Temperatur dort um rund 0,6 Grad Celsius. Es gab also einen größeren Sprung als auf der Erde. https://www.deutschlandfunk.de/ein-fall-globaler-erwaermung-100.html
Wenn ein El Niño kommt und das in einer bereits aufgeheizten Welt, dann darf von fachlicher Seite der metereologischen Eliten geschwurbelt werden bis der Arzt kommt. Aber selbst ein Star der Szene wie Özdan Terli vom Qualitätssender ZDF musste heute einräumen, es gibt keine Gesetzmäßigkeiten mit dem was uns die hohen Energien aus dem Pazifik zu bieten gedenken. Es kann wieder alles wie seit Jahrhunderten kommen: zu heiß, zu trocken, zu kalt, zu nass. Ob man noch etwas ändern kann, wenn die Leute hier in den industriellen Sünderstaaten noch mehr CO2-Zertifikate im Ausverkauf erwerben? Und wenn dann der polare Jetstream uns richtig am Allerwertesten packt, dann stellen wir fest, mit unseren aktuellen Füllspeicherständen für diese diabolische Gasreserven sind wir total mies aufgestellt. Gut wenn uns wegen der pazifischen Freisetzungen von Wärme und Energien vermutlich mit ausreichend Gebeten in der Klimakirche keine Dunkelflauten ereilen werden. Sonst müssten vom Speicher alle Norwegenpullover zum Winterdienst antreten, also jetzt schon frühzeitig nachschauen, ob die Motten nicht doch schneller waren. Ich bin sehr gespannt, denn auch ich glaube, es wird ein heißer Winter, vermutlich wieder einmal saukalt und die Leute werden mit Heizkosten konfrontiert, bis die Schwarte glüht. Also sollten wir uns bereits auf die nächste La Nina freuen. Wenn es dann nicht genauso kommt wie bei El Niño, wird es vielleicht ganz anders kommen. Hauptsache ist aber, die Leute nehmen den CO2-Ablasshandel weiter ernst, darben und fasten nach ihren industriellen Schandtaten, schwurbeln nicht rumm und strahlen wie unser Kanzler Optimismus aus. Nach dem Waldbrand ist vor dem Waldbrand und wir müssen erkennen der Klimawandel ist mitten unter uns, sagte der Fritze Merz. Aber alles wird gut, wir schaffen das und das pazifischen Christkind ist auch nur eines von Vielen.
Was ist eigentlich das Jahr, das mit seit Beginn der Aufzeichnungen immer wieder zitiert wird. Ist es wirklich ein echtes irdisches Jahr oder ist es eine Variable aus der Klimareligion, die je nach Glaubenssekte auch schon einmal schwankt?
Würde bestimmt auch manch anderen hier interessieren. Sollten wir Rahmstorf oder Greta und Luisa befragen?
Es gibt auch kein Dihydrogen Monoxide.
Es gibt nur Wasser!
Es gibt auch keine Klimaerwärmung, nur ein gezielt arrangierte CO2-Steuer….
Genau!!! Wenn es eine signifikante Klimaerwärmung gäbe, würden wir uns darauf vorbereiten müssen mit Saatgut, mit den Vorbildern in der Antike wie sie mit Wasser z.B. in Wüstenregionen umgegangen sind, wie z.B. Petra und in Marokko in der Wüste, Das einzige was passiert, ist Geld einzukassieren. Die glauben doch selbst nicht an die Klimaerwärmung, wenn sie nur Geld kassieren wollen und irrwitzige Projekte vorantreiben, die niemanden etwas bringen, aber die Umwelt signifikant schädigt und andererseits nur den entsprechenden Firmen Steuergelder zuführen.