Cap Allon

Seit der Kleinen Eiszeit hat sich die Erde erwärmt. Darüber herrscht Einigkeit. Umstritten ist jedoch, warum die heutige Klimadebatte an einem der kältesten Zeitpunkte der letzten Jahrtausende ansetzt und die anschließende Erwärmung dann als Beweis für eine vom Menschen verursachte Klimakrise gewertet wird.

Die Kleine Eiszeit war für das Leben auf der Erde ziemlich traumatisch. Die Gletscher rückten vor. Die Vegetationsperioden verkürzten sich. Die Winter wurden strenger. Das Meereis breitete sich aus. Ernteausfälle traten häufiger auf. Dann wurde es allmählich wieder wärmer – eine Erholung, die heute als „Katastrophe“ verkauft wird.

Der Öffentlichkeit werden steigende globale Temperaturen, steigende Meereswärme, zurückweichende Gletscher, schrumpfendes Eis und steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre präsentiert. Man sagt ihr, dies seien Beweise dafür, dass der Mensch den Anstieg verursacht habe. Doch all dies sind lediglich Anzeichen für eine Erwärmung. Sie beweisen aber nicht, was den Anstieg verursacht hat. Ein Planet, der eine Kälteperiode hinter sich lässt, würde die gleichen allgemeinen Anzeichen zeigen.

Höhere Temperaturen lassen das Eis zurückweichen. Wärmere Ozeane speichern mehr Wärme und halten weniger gelöstes CO₂ zurück, wodurch mehr davon in die Atmosphäre zurück gelangen kann. Geringere Bewölkung in den unteren Schichten, wie sie in modernen Satellitenaufzeichnungen zu sehen ist, lässt mehr kurzwellige Sonnenstrahlung die Oberfläche erreichen und erwärmt Land und Ozeane direkt.

Das sind keine abwegigen Behauptungen. Es handelt sich um die erwarteten/beobachteten Vorgänge eines sich erwärmenden Systems.

Die Ljungqvist-Rekonstruktion von 2010 ist eine Proxy-Rekonstruktion für die außertropische nördliche Hemisphäre. Sie zeigt, dass der Temperaturverlauf im späten Holozän vor der Industrialisierung nicht flach verlief.

Die römische und die mittelalterliche Warmzeit gingen den Kohlekraftwerken voraus. Dazwischen lag das „dunkle Zeitalter“. Darauf folgte die Kleine Eiszeit. Das Klima veränderte sich, weil das System ständig in Bewegung ist. Ein Großteil der modernen Klimaforschung tut so, als wäre das nicht der Fall.

Natürliche Einflussfaktoren werden so dargestellt, als seien sie mächtig genug, um das Klima im Laufe der Erdgeschichte zu prägen, und plötzlich zu schwach, um eine Rolle zu spielen, sobald industrielle Emissionen ins Spiel kommen. Wolken spielen jedoch nach wie vor eine Rolle, ebenso wie der Austausch mit den Ozeanen und die Sonnenvariabilität. Die Ozeanzirkulation transportiert weiterhin Wärme über den Planeten. Vulkanische Aktivität und interne Variabilität haben 1850 nicht aufgehört.

Die moderne Klimapolitik beginnt die Geschichte in einer Kältespirale, zeichnet den Anstieg nach oben und ignoriert die älteren Warmzeiten.

Die Welt erwärmte sich nach der Kleinen Eiszeit. Na sowas!

Link: https://electroverse.substack.com/p/alaska-cold-refuses-to-quit-atlantic?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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