Cap Allon
Die Medien spekulieren bereits über das nächste El-Niño-Ereignis.
Einige Prognosen deuten auf ein starkes Ereignis im Jahr 2026 hin, wobei bereits von „Godzilla“ die Rede ist. Alarmisten wissen, dass El Niño der größte Auslöser für kurzfristige globale Temperaturanstiege ist. Es gibt die im Pazifik gespeicherte Wärme an die Atmosphäre ab, lässt die globale Temperatur steigen und liefert der Presse neue Schlagzeilen über Krisen.
Doch die größere Geschichte ist das, was danach kommen könnte.
Eine Studie aus dem Jahr 2024 in „Climate Dynamics“ untersuchte „superlange“ La-Niña-Ereignisse – mehrjährige Kältephasen im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik. Seit 1950 identifizieren die Autoren fünf solcher Ereignisse: 1954–1957, 1973–1976, 1983–1986, 1998–2002 und 2020–2023.
Das Ereignis von 2020 bis 2023 war das jüngste dreifache La Niña-Ereignis. Es führte drei Jahre in Folge zu einer Abkühlung des äquatorialen Pazifiks und trug dazu bei, die globalen Temperaturen niedrig zu halten (bevor dann der Hunga Tonga ausbrach, wodurch eine beispiellose Menge Wasserdampf in die obere Atmosphäre gelangte, was die Temperaturen vorübergehend in die Höhe schnellen ließ).
Die Studie unterteilt diese langen La-Niña-Ereignisse in zwei Haupttypen.
Die Ereignisse von 1983–1986 und 1998–2002 folgten auf sehr starke El-Niño-Ereignisse und wurden durch eine Rückkopplung in der Thermokline angetrieben: Der Ozean gab während des El Niño Wärme ab, woraufhin die Struktur unter der Oberfläche dazu beitrug, anschließend einen kälteren La-Niña-Zustand aufrechtzuerhalten.
Die Ereignisse der Jahre 1954–1957, 1973–1976 und 2020–2023 waren stärker windgetrieben, begünstigt durch starke zonale Winde und einen negativen Hintergrund der Interdekadischen Pazifischen Oszillation.
Sollte es 2026 tatsächlich zu einem starken El Niño kommen, besteht das Folge-Risiko nicht einfach in einer Rückkehr zum neutralen Zustand. Der Pazifik könnte erneut Wärme abgeben, seine Struktur unter der Oberfläche zurücksetzen und ab 2027 in eine stärkere/längere La-Niña-Phase übergehen.
El Niño liefert den Medien ihren Temperaturanstieg. La Niña entzieht der Temperatur Wärme, verschiebt Niederschlagsgürtel, verändert Sturmverläufe und drückt oft die globale Temperatur nach unten. Ein mehrjähriges La Niña nach einem starken El Niño würde genau jene Narrative untergraben, auf die sich die von der kommenden Wärme profitierenden üblichen Verdächtigen derzeit vorbereiten.
Zudem würde sich ein La Niña-Ereignis in den Jahren 2027–2029 wahrscheinlich mit dem Eintritt in das Sonnenminimum des 25. Sonnenzyklus überschneiden. Der Abkühlungsdruck würde nicht nur von einer einzigen Quelle ausgehen. Er würde von einem kälteren äquatorialen Pazifik herrühren, der mit einer schwächeren Sonnenaktivität zusammenfällt, insbesondere wenn sich dieses Minimum als lang oder tief erweist. Gleichzeitig würde jede verbleibende Erwärmung durch den stratosphärischen Wasserdampfimpuls von Hunga Tonga weiter abklingen.
Eine dramatische globale Abkühlung ist durchaus möglich. Zumindest könnte das Szenario einer „ausufernden Erwärmung“ innerhalb weniger Jahre auf ganz andere physikalische Rahmenbedingungen treffen.
Die Erkenntnis daraus: Auf starke El-Niño-Ereignisse folgen oft starke/lange La-Niña-Ereignisse. Der letzte dreifache Einbruch endete erst kürzlich. Eine weitere starke Kaltphasenreaktion ist keine Fantasie. Sie ist bereits in den modernen Aufzeichnungen verzeichnet. Und diese nächste würde zeitlich mit einem (möglicherweise tiefen) Sonnenminimum zusammenfallen.
Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-cold-sweeps-north-america?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

















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Auf dem verlinkten PDF Seite 21 ist der „Relative Oceanic Nino Index“ aufgezeichnet. In den letzten 10 Jahren gab es nur ein El Niño Ereignis und prompt gab es neue Temperaturrekorde. Beim nächsten stärkeren El Niño Ereignis wird es wieder neue Temperaturrekorde geben.
PowerPoint Presentation
Sonnenaktivität, Vulkanismus und natürliche Variabilität (z. B. El Niño, La-Niña) haben und hatten nachweilsich keinen Einfluss auf den langfristigen Erwärmungstrend. Ausschließlich durch uns produzierte Treibhausgase haben den Temperaturanstieg der letzten 150 Jahre verursacht.
2017 Global warming attribution – based on NCA4 Fig 3.3-de – Globale Erwärmung – Wikipedia
„Ausschließlich durch uns produzierte Treibhausgase haben den Temperaturanstieg der letzten 150 Jahre verursacht.“
Das gilt aber nur für Werner Björn, es ist sein Glaubensbekenntnis. Ob er vor 150 Jahren schon etwas dazu gemessen hat? – Kaum anzunehmen, aber vielleicht hatte er dazu schon bislang unbekannte Satelitten zu Verfügung, die die Daten gespeichert haben, bis er endlich einmal das Licht der Welt erblicken würde.
„Ausschließlich durch uns produzierte Treibhausgase haben den Temperaturanstieg der letzten 150 Jahre verursacht“
Na sowas! Und wer war dann für die unzähligen Erwärmungs- und Abkühlungsgtrends der letzten hunderttausende Jahre verantwortlich? Eigentlich Milliarden Jahre seit die Erde besteht? Na?
MfG
Stimmt, das Klima hat sich schon immer verändert. Früher brauchte die Erde dafür nur Jahrtausende, heute schaffen wir’s bequem zwischen zwei iPhone-Generationen. 🙂
Mit falscher Messtechnik und nicht existierenden gemittelten Globaltemperaturen geht das sogar noch schneller. Echte Ideologen können einen Klimawandel schon nach wenigen Tagen feststellen, z. B. wenn die Fische mal schnell wegen der Meereserwärmung um ihr Leben schwimmen, oder die Eisbären keine Lust auf Vermehrung haben. Na so was!
Das war ein typischer Schnellschuß von Ihnen. Und der ging mal wieder ins eigene Knie.
Bei einem Fachvortrag auf irgendeinem Kongress (muß 2023 in Berlin gewesen sein, wenn ich mich richtig erinnere) hat ein DWD-Mitarbeiter einen ähnlichen Spruch vorgetragen: »Die Menschheit erwärmt das globale Klima zehnmal schneller als es die Natur je vermochte«. So ein Dummquatsch spornt natürlich an zur Recherche.
Nehmen Sie sich einfach mal einen der grönländischen Eisbohrkerne und schauen auf das Ende der Dryaszeit und den Beginn des Holozäns. Die Temperatur stieg dreimal schneller als heute. Nun könnten Sie davon etwas zurücknehmen, weil an den Polen gehts bekanntlich heftiger zur Sache als in den gemäßigten Breiten, aber deutlich schneller ging’s damals allemal mit dem Temperaturanstieg.
Vielleicht haben Sie etwas schnell geschossen Herr Nitschke. Sie vergleichen regionale grönländische Eisbohrkern-Temperaturen mit der heutigen globalen Mitteltemperatur.
Wann lernen das die EIKE-Ideologen das endlich (vor allem Team Kowatsch+Baritz), dass man regionale Ereignisse nicht auf den gesamten Erdenrund anwenden kann.
Woher wissen Sie von den früheren angeblich langsameren Klimawechseln, wie gemessen? – Sie haben doch eine Erklärung, oder?
Wir wissen das aus vielen natürlichen Klimaarchiven. Eisbohrkerne, Sedimente, Korallen, Baumringe und andere Proxys speichern physikalische und chemische Spuren früherer Klimazustände. Aus deren Datierung und Vergleich lässt sich rekonstruieren, wie schnell sich Klima regional und global verändert hat.
Ein einzelner Bohrkern wie von Hr. Nitschke genügt da natürlich nicht.
Wir kann es nicht beweisen, Sie offenbar auch nicht, oder?
Sie haben offenbar nie etwas auf diesem Blog gelesen, tun aber so, als hätten Sie alle Weisheit der Welt gepachtet. Hier erscheinen immer wieder Beiträge, die noch viel drastischere Klimawechsel in geologischer Vergangenheit belegen. Ich wütrde mich schämen, so viel Unwissenheit zur Schau zu stellen.
Es müsste nicht einmal die pauschale Antwort für hunderttausende Jahre sein. Es reicht, wenn die Ursachen für das hin- und herschwankende Ende der letzten Kaltzeit beschrieben werden könnte. Dabei müsste allerdings die zeitliche Regelmäßigkeit berücksichtigt werden (einschließlich der „Zwischenereignisse“ wie zum Beispiel die sogenannten Dansgaard-Oeschger-Ereignisse).