Meldungen vom 11. Mai 2026:
Antarktisches Eis hält sich gut
Eine neue, den Untergang der Antarktis prophezeiende Studie ist erschienen. Die Medien haben sie genau so aufgemacht, wie es ihnen aufgetragen worden war.
Die in „Science Advances“ veröffentlichte Studie argumentiert, dass der Rückgang des antarktischen Meereises seit 2015 durch stärkere Westwinde, Tiefenwasseraufstieg und eine Rückkopplungsschleife verursacht wurde, die eine Erholung erschwert oder sogar unmöglich macht. In der Pressemitteilung zur Studie wurde dies als „dreifacher Schlag des Klimachaos’“ verkauft.
Es gibt nur ein Problem.
Das Eis hatte sich bereits erholt.
Laut Daten des NSIDC erreichte das antarktische Meereis am 26. Februar ein Sommerminimum von 2,58 Millionen Quadratkilometern für das Jahr 2026. Das war das größte Sommerminimum seit fünf Jahren, 730.000 km² über dem Rekordtief von 2023 und nur 260.000 km² unter dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010.
So viel zum unaufhaltsamen Zusammenbruch.
Und die Lage in der Antarktis insgesamt ist noch unbequemer für Alarmisten.
Meereis ist schwimmendes Ozeaneis. Der antarktische Eisschild ist Landeis. Das ist nicht ein- und dasselbe, doch beide werden von einigen der gleichen Veränderungen in der Zirkulation beeinflusst.
Eine weitere aktuelle Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Nature Communications Earth & Environment“ ergab, dass sich der Massenverlust des antarktischen Eisschildes nach 2016 verlangsamte und seit 2020 ein Netto-Massenzuwachs zu verzeichnen ist. Ursache dafür waren vermehrte Schneefälle, die mit stärkeren atmosphärischen Strömungen, stärkeren Westwinden und einem Rückgang des winterlichen Meereises in Verbindung stehen.
Einige der gleichen Bedingungen, die für das geringere Meereis verantwortlich gemacht werden, können auch dazu beitragen, mehr Feuchtigkeit auf den Kontinent zu transportieren, wo sie als Schnee fällt und die Masse des Eisschildes erhöht. In der Untergangs-Berichterstattung wurde dies ausgelassen.
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Baumringe widerlegen die Dürre-Panik
Zwei neue Rekonstruktionen anhand von Baumringen stellen die Behauptung in Frage, wonach derzeitige Dürren beispiellos seien.
Im subarktischen Schweden wurden die Ringe von Waldkiefern herangezogen, um die Niederschlagsmengen im Mai und Juni bis ins Jahr 1320 zurück zu rekonstruieren. Da diese Bäume auf ihre Feuchtigkeitsversorgung angewiesen sind, reflektieren trockene Frühsommer im Holz.
Die Aufzeichnungen zeigen starke natürliche Schwankungen, darunter Zyklen von etwa 34 und 64 Jahren, jedoch keinen langfristigen Trend. Während 2018 eines der trockensten Jahre in den schwedischen Aufzeichnungen war, zeigt die vollständige Rekonstruktion wiederholte Dürreperioden, feuchte Phasen, trockene Phasen und jahrzehntelange Schwankungen lange vor den heutigen Emissionen.
Die Studie zum Tibetischen Plateau liefert noch präzisere Ergebnisse.
Anhand der Jahresringe tibetischer Wacholderbäume rekonstruierten die Forscher die Niederschläge im Frühsommer von 1720 bis 2014. Auch hier war die Dürre von 2009 zwar schwerwiegend, aber keineswegs beispiellos.
Die Studie identifizierte sieben Megadürren: 1737–1753, 1761–1783, 1817–1835, 1869–1879, 1914–1929, 1939–1950 und 1979–1998, wobei die Jahre 1735 und 1914 als schlimmere Einjahresdürren als 2009 verzeichnet wurden.
Das sind schwere Dürren – Jahrhunderte vor dem Aufkommen der modernen Industrie, die heute als allgemeine Erklärung herangezogen wird.
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Meldung vom 18. Mai 2026:
Einstiger Eisverlust in der Arktis bei 230 ppm
In einer neuen Studie zum arktischen Meereis nutzten Forscher alte DNA von Polarella glacialis, einer im Meereis lebenden Dinoflagellatenart, um das einjährige Meereis auf dem Yermak-Plateau nördlich von Spitzbergen über die letzten 50.000 Jahre hinweg zu rekonstruieren. Ihre Ergebnisse passen nicht zu dem modernen „Untergangsszenario“, das der Öffentlichkeit verkauft wird.
Zur Erläuterung: „Einjähriges“ Eis bildet sich und schmilzt innerhalb einer einzigen Saison; „mehrjähriges“ Eis überdauert mindestens einen Sommer und ist älter, dicker und wird im Allgemeinen als die stabilere Eisdecke der Arktis angesehen.
Während des letzten glazialen Maximums war die Region von ausgedehntem Mehrjahres-Meereis bedeckt. Doch als die Erde aus der letzten Eiszeit heraustrat, veränderte sich das System rasch. Vor etwa 16.000 Jahren, so das Ergebnis der Studie, begann sich Einjahres-Meereis in einer noch weitgehend von Mehrjahres-Meereis geprägten Umgebung zu bilden – „eine Situation, die der heutigen nicht unähnlich ist“, wie die Autoren es formulieren. Dann kam die Bølling-Allerød-Erwärmung vor etwa 14.700 bis 12.900 Jahren. Vor rund 14.000 Jahren erlebte das Yermak-Plateau eine Phase des offenen Ozeans, mit ganzjährig eisfreien Bedingungen am Untersuchungsort. Dies geschah, als der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre bei etwa 230 ppm lag, weit unter dem heutigen Niveau.
Alt-DNA und Meereis-Biomarker vom Jermak-Plateau zeigen, dass die Arktis in den letzten 25.000 Jahren zwischen Mehrjahres-Eis, Saisoneis, offenem Wasser und Einjahres-Eis gewechselt hat [Link zur Studie].
Die Arktis hat selbst bei historisch niedrigen CO₂-Werten zwischen mehrjährigem Eis, Einjahres-Eis, saisonalem Eis und offenen Wasserbedingungen gewechselt. Die heutigen Schwankungen des alten mehrjährigen Eises als Beweis für einen beispiellosen, rein vom Menschen verursachten Zusammenbruch der Arktis zu betrachten, wird durch diese Aufzeichnungen nicht gestützt.
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Eine Meldung vom 18. Mai 2026:
Die Kälte-Graphiken, die man uns vorenthält
Weite Teile der nördlichen Hemisphäre waren diesen Winter von Kälte geprägt. Aus den Schlagzeilen würde man das allerdings nicht schließen.
Die erste GFS-Karte der saisonalen 2-Meter-Temperaturabweichungen für den Zeitraum vom 1. Dezember 2025 bis zum 28. Februar 2026 zeigt weitreichende negative Abweichungen in Alaska, weiten Teilen Kanadas, Nordeurasien, Skandinavien und dem Großteil Russlands – ein ausgedehntes Kältesignal, das einen Großteil der Hemisphäre abdeckt.
Diese Realität sah so aus:
Doch das Medieninteresse richtete sich auf andere Themen.
Die zweite Karte, die den Zeitraum vom 1. März bis zum 17. Mai 2026 abdeckt, zeigt das gleiche Muster. Kanada und Alaska blieben bis weit in den Frühling hinein unter dem Einfluss einer anhaltenden Kaltluftmasse, während es in den kontinentalen Vereinigten Staaten (CONUS) warm blieb. Auch hier wurde die Wärme über den Lower 48 überbewertet, während die Kälte in Kanada und Alaska weitgehend ignoriert worden ist.
Hitze sorgt für Schlagzeilen, Grafiken, Expertenzitate und Studien zur Ursachenforschung.
Kälte wird verschwiegen (es sei denn, man kann sie als „Klimastörung“ verpacken).
Der kanadische Kältepool ging zudem mit wiederholten Störungen des Polarwirbels einher. Wenn der Polarwirbel schwächer wird, sich ausdehnt oder verschoben wird, gelangt arktische Luft leichter nach Süden in die mittleren Breiten. Das beweist zwar nicht, dass jeder Kälteeinbruch in diesem Jahr durch den Polarwirbel verursacht wurde, doch der zeitliche Zusammenhang ist aufschlussreich. Der Kältepool hielt sich während der gesamten Saison, solange der Einfluss des Polarwirbels aktiv blieb, und klingt jetzt mit dessen jahreszeitlich bedingter Auflösung ab.
Kanada und Alaska litten monatelang unter ungewöhnlicher, rekordverdächtiger Kälte und Schneefall. Große Teile Eurasiens und der Arktis lagen ebenfalls unter dem Normalwert, ebenso wie praktisch ganz Russland. Doch dieser Teil der Geschichte ging unter mit einer weiteren Runde von Hitzewellen-Berichterstattung durch die übliche Klima-Panikmacher-Crew.
Der Öffentlichkeit wird ein selektiertes Hitzereportage-Paket vorgesetzt.
Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




















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