„Davos-Leute“ – die abwertende Kurzbezeichnung für die reiche Links-Elite, welche in jedem Jahr die Schweizer Alpen heimsuchen – kontrollieren immer noch die elitärste Konferenz der Welt. Die vagen Schlagworte, welche Davos-Leute so lieben – Inklusion, Widerstandsfähigkeit, Klima-Maßnahmen, Nachhaltigkeit – waren das Pfeffer in der Agenda, die diese Woche ihren Vollausschlag erreichte mit über 3000 Delegierten aus aller Welt.

Aber ihre politische Macht schwindet, was nachdrücklich illustriert worden ist, als auf der Konferenz die beiden diametral entgegengesetzten Protagonisten – Donald Trump und die schwedische Tennie-Aktivisten Greta Thunberg – aufeinander trafen und alles andere waren als zusammenhaltend.

Trump, die Personifizierung wieder auflebender populistischer Politik im Westen und für die konventionelle Annäherung an Wirtschaft und ökonomisches Wachstum, stieß mit Thunberg zusammen, welche zu Ruhm kam als die frustrierte Personifizierung bzgl. „Klima-Maßnahmen“ – und die nach Art einer Jeanne d’Arc den sofortigen Ausstieg aus allen fossilen Treibstoffen forderte.

Der deutsche Ökonom Klaus Schwab gründete das World Economic Forum im Jahre 1971. Nicht profitorientiert ist es die Mission des Forums, „den Zustand der Welt zu verbessern mittels Einbeziehung des Geschäftslebens, sowie politischer, akademischer und anderer Führer der Gesellschaft, um globale, regionale und industrielle Agenden auf Vordermann zu bringen“.

Kein Ereignis zieht eine so prestigeträchtige Schar politischer und wirtschaftlicher Führer an. Neben dem US-Präsidenten sah man u. A. Prince Charles, den spanische Premierminister Pedro Sanchez und den Direktor von Alphabet Sundar Pichai sich auf die Schultern klopfen.

Und vielleicht emittiert auch kein anderes Ereignis so wortreiche, wenn nicht banale Bemerkungen. „Wir sind als Führer total der Änderung verpflichtet. Es ist ein Rennen ohne Ziellinie, aber wir werden inkrementelle Fortschritte erzielen, wenn wir weitergehen“, sagte der US-Geschäftsmann Peter Grauer einer andächtigen Zuhörerschaft.

IBM-Direktorin Ginni Rometty hieb in die gleiche Kerbe: „Dies wird eine Dekade des Vertrauens … falls diese Ära florieren soll, müssen die Menschen der Technologie vertrauen und auch darauf, dass die Ära integrativ sein wird“.

Es ist ein Forum, auf welchem der australische Finanzminister Mathias Cormann normalerweise nicht aufgefallen wäre, aber in diesem Jahr war das anders. Cormann, welcher die Regierung vertrat, wischte Bemerkungen der australischen Künstlerin Lynette Wallworth vom Tisch, die da gesagt hatte, dass die Koalition [in Australien] nicht genug tue, um den Klimawandel zu bekämpfen.

„Ja, Klimawandel macht es vielleicht schlimmer … aber wir müssen alles auch in der Gesamt-Perspektive sehen. In gewisser Weise war Australien ein Land, welches immer von Extremwetter-Ereignissen heimgesucht worden ist“, sagte Cormann bei einer Anhörung bzgl. der globalen Auswirkungen der Buschbrände in seinem Land.

„Australien leistet definitiv seinen Beitrag. Aber die von Manchem in den Raum geworfene Bemerkung, dass wir uns nicht effektiven Maßnahmen gegen Klimawandel verpflichtet fühlen, ist falsch“, fügte er hinzu.

Für Trump war die diesjährige Konferenz eine Plattform, um seinen Erfolg der Elite der Welt unter die Nase zu reiben, hatten diese ihn doch weitgehend abgeschrieben, als er sich im Jahre 2016 um das Weiße Haus bewarb, und ihn dann während seiner Anfangsjahre als Präsident verspottet – während er jetzt vor seiner wahrscheinlichen Wiederwahl steht, gerade rechtzeitig vor dem nächsten Wirtschaftsgipfel in Davos im Januar 2021.

„Der amerikanische Traum ist wieder da – größer, besser und stärker denn je … und niemand profitiert davon mehr als die amerikanische Mittelklasse“, sagte Trump vor dem Forum.

Obwohl für die Zuhörerschaft schmerzvoll ist es aber eine Behauptung, die zu widerlegen immer schwieriger wird. Lohnzuwachs ist unter seiner Präsidentschaft gestiegen, und zwar um etwa 3%, was eine über ein Jahrzehnt lange Periode realer Stagnation des Einkommens beendete.

Die USA scheinen den Handelskrieg vor dem Hintergrund eines Deals mit China, unter welchem die Tinte der Unterschriften gerade erst getrocknet war, zu gewinnen. Der Aktienmarkt, Trumps bevorzugtes Maß des Erfolges, erreicht ständig neue Rekorde. Und die USA schwelgen in der längsten ökonomischen Wachstumsphase ihrer Geschichte.

America first does not mean America alone“ hatte Trump bei seinem ersten Besuch auf dem Forum als Präsident im Jahre 2018 gesagt. Voriges Jahr war er nicht gekommen inmitten eines partiellen Stillstands der US-Regierung. Dieses Jahr war das Timing besonders pikant, nahm doch sein Amtsenthebungs-Verfahren im Senat zur gleichen Zeit seinen Lauf.

Trump sandte eine Botschaft nicht nur an die Welt, sondern auch an seine Widersacher bei den Demokraten. „Wir werden niemals zulassen, dass radikale Sozialisten unsere Wirtschaft zerschlagen, unser Land zerstören oder unsere Freiheit eliminieren werden“, betonte Trump in einem nicht allzu verschleierten Wortspiel mit der Forderung, den Verbrauch fossiler Brennstoffe auszumerzen oder Steuern zur Eindämmung von Kohlendioxid zu erheben.

„Furcht und Zweifel sind schlechte Gedanken, weil dies eine Zeit für große Hoffnungen, Freude und Optimismus ist“, fuhr Trump fort und appellierte an de Delegierten „die endlosen Litaneien der Untergangspropheten und deren Herbeireden einer Apokalypse zurückzuweisen“.

Auf einer Konferenz, die unter der Prämisse des dringenden Handlungsbedarfs zur Rettung des Planeten einberufen wurde, traf Trump den richtigen, positiven Ton und offenbarte die neu gefundene Position der USA als weltweite Nr. 1 unter den Erdöl- und Erdgasproduzenten.

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Die ganze Story steht hier (Zahlschranke). Der Link zu einem Video mit der Rede von rump einschließlich Transskription steht hier.

Link zum Original dieses Beitrags: https://www.thegwpf.com/adam-creighton-in-davos-facts-trump-the-fears/