Wir betrachten diesen Hochwintermonat in diesem Artikel über einen sehr langen Zeitraum. Mit Berlin-Tempelhof haben wir in Deutschland eine Klimastation, die 300 Jahre zurückreicht. Allerdings sind die Werte erst ab 1756 zuverlässig erhoben worden. Natürlich hat sich der Standort der Wetterstation seitdem öfters wärmend verändert. Einst hing das Thermometer in 2 m Höhe bei einem herrschaftlichen Gutshof – daher wohl der Name Tempelhof – vor den Toren des damaligen Berlins. Die Wetterstation war vor über 200 Jahren eine typisch ländlicher Standort.

Heute ist Tempelhof ein Stadtteil von Berlin mit über 60 000 Einwohnern. Damit trug die Stadtentwicklung viel Zusatzwärme in die Messung ein, bei den Wintermonaten ist der Wärmeinseleffekt jedoch nicht so hoch wie im Sommer, weil die Sonne schwächer ist und den Beton der Stadt nicht wirklich aufheizen kann. Wir vergleichen somit die erhobenen Januarwerte direkt, ohne eine Wärmeinselkorrektur durchgeführt zu haben.

Und schon der direkte Standort-Vergleich des Januars 1756 mit 2018 bringt auch ohne WI-Korrekturfaktor die erste Überraschung: Temperaturen 1756: 5°C, Januartemperatur 2018: 3,7°C.

Abb.1: Der Januarverlauf in Berlin über die letzten 263 Januarmonate. Am wärmsten war der Januar 1796 mit 6,2 C. Am kältesten der Januar 1823 mit -11,6 C. Keinesfalls war der Januar 2018 der wärmste in Berlin, er gehörte aber zu den recht milden in den Monatsreihen.

Zur Einschätzung: Mozart ist im Jahre 1756, also zu Grafikbeginn geboren, und Goethe wurde 7 Jahre alt. Friedrich der Große war bereits 16 Jahre König von Preußen und rüstete sich nach dem warmen Januar 1756 zum Siebenjährigen Krieg gegen Österreich. Bereits am 16. Januar schloss Preußen eine Art Beistandspakt mit England.

Besprechung der Grafik: Nach 1756 wurde der Monat Januar die ersten 60 Jahre nach Betrachtungsbeginn erst einmal kälter. Als guter Naturbeobachter mag der deutsche Dichterfürst Goethe das mitbekommen haben, allerdings ist uns keine schriftliche Hervorhebung bekannt. Wir gehen davon aus, dass die Januarmonate in Weimar sich nicht grundsätzlich im Verlauf von Berlin unterschieden haben.

Kurz vor seinem Tode wurden die Januarmonate etwa 60 Jahre lang wieder wärmer. In der Grafik ist das weniger an den Ausreißern nach oben erkennbar, sondern vielmehr an den nun fehlenden sehr kalten Jahren. Ab 1940 wurde der Januar dann in Berlin wieder kälter, diesmal erkennbar an den fehlenden milden Januarmonaten. Das derzeitige höhere Niveau wurde dann durch einen Temperatursprung in den Jahren 1974 bis 1988 erreicht, in welches sich auch der Januar 2018 mit seinen 3,7 C einordnet. Wir befinden uns derzeit wieder auf einem oberen Temperaturniveau der langen Temperaturreihe. Und wie es weitergeht? Nur der Koalitionsvertrag ist sich sicher, dass es wärmer wird. Das wird per Abstimmung so abgesegnet werden.

Wieder fragen wir den Leser: Wo ist die Januarerwärmung in Berlin in diesen letzten 263 Jahren? Die Grafik zeigt nichts an Erwärmung, wovor man sich fürchten müsste. Es gab Jahrzehnte in denen der Januar kälter war, aber auch Jahrzehnte, in welchen die Januare den heutigen glichen.

Ergebnis 1: Der Januar zeigt über die letzten 263 Jahre in Berlin keine Klimaerwärmung. Gerade daran erkennt man den geringen Einfluss von CO2 auf die Temperaturreihen. Deshalb wissen wir auch nicht, wie sich der Monat in den nächsten 30 Jahren weiter entwickeln wird, zumal die Zusatzwärme durch weitere Bautätigkeiten auch ein Ende finden werden.

Ein Blick nach England: Betrachtungsbeginn in der Kleinen Eiszeit.

Etwas anders sieht die relativ verlässliche Januar- Reihe von Zentralengland (CET) aus, welche bis 1659, also fast 100 Jahre weiter zurückreicht wie die von Berlin. Seitdem gab es dort eine moderate Januar- Erwärmung um etwa 1,8 Kelvin; allerdings erkennt man, dass die Erwärmung dort schon kurz nach 1700 begann, lange vor der Industrialisierung. Und auch lange nach Beginn der Industrialisierung gab es immer wieder Abkühlungsphasen bei gleichzeitig steigender CO2- Konzentration. Man kann vermuten, dass die Erwärmung hauptsächlich der Erholungsphase nach dem Höhepunkt der „Kleinen Eiszeit“ geschuldet ist; und diese ist vor allem eine Folge der bis etwa zum Ende des 20. Jahrhunderts steigenden Sonnenaktivität:

Abb. 2: Moderate langfristige Januar- Erwärmung in Zentralengland seit fast 360 Jahren. Mit etwa 0,5K/Jahrhundert fiel diese sehr moderat aus; eine Beschleunigung der Erwärmung seit dem 20. Jahrhundert ist nicht erkennbar, und die allerwärmsten Januare (dort solche mit mehr als 7°C) liegen schon mehr als einhundert Jahre zurück.

Im Folgenden betrachten wir nun kürzere Abschnitte: 1866 bis heute

1866 war der preußisch-österreichische Krieg um die Vorherrschaft im Deutschen Bund. Bismarck hieß der preußische Kanzler, von ihm ist nicht bekannt, dass er sich über ein Kälter- oder Wärmer werden des Hochwintermonates geäußert hätte. Demnach ist den Leuten nichts Außergewöhnliches aufgefallen, was auch die Grafik 2 zeigt.

Abb.3: In den letzten 152 Jahren wurde der Januar in Berlin etwas wärmer, siehe leicht ansteigende Trendlinie. Ob dies die Folgen einer globalen Erwärmung aufgrund einer CO2-Konzentrationszunahme sind oder ob der Verlauf nur die städtische Wärmeinselentwicklung widergibt, überlassen wir dem Urteil des Lesers.

Wie man aus der Grafik erkennt, folgte 1975 erstmals ein eindeutig milder Januar, dem sich in den nächsten Jahren noch weitere anschlossen, allerdings immer wieder unterbrochen durch sehr kalte Januarmonate. Ab 1988 bildete sich dann das heutige Plateau, dem wieder die sehr kalten Ausreißer nach unten fehlen.

Ergebnis 2: Aufgrund der allmählich einsetzenden städtischen Entwicklung, deren Bautätigkeit in Berlin heute noch anhält und der damit verbundenen zusätzlichen Stadtwärme, zeigt die Grafik trotzdem keinen signifikanten Temperaturanstieg seit 1866.

Dritter Betrachtungsabschnitt von Berlin: 1988 bis 2018

Die Mehrzahl der heute in Berlin lebenden Menschen haben diesen Abschnitt selbst miterlebt und müssten deshalb alle Fachleute sein. Jedoch speichert unser Gehirn Fakten nicht wie ein Computer ab, die Wahrnehmung und Speicherung wird sehr stark von der veröffentlichten Meinung und der erzählten Propaganda beeinflusst.

Ob die Berliner das so in Erinnerung haben wie die beim DWD gespeicherten Daten der Berliner Messstation? Wenn nicht, dann sind die Berliner ein Opfer der Erwärmungspropaganda.

Abb. 4: Wie bei allen deutschen Wetterstationen wurde auch in Berlin der Januar in den letzten 3 Jahrzehnten kälter. Natürlich sind in Berlin die CO2-Konzentrationen besonders stark gestiegen wie überall auf der Welt. Gilt etwa die Regel: Mehr CO2 = fallende Temperaturen? Auch in Zentralengland zeigt sich übrigens seit 30 Jahren eine Januar- Abkühlung.

Ob die Berliner wissen, dass ihr Januar seit 1988 so deutlich kälter wurde in der Hauptstadt? Was glauben die Politiker, insbesondere die Leute im Umweltministerium? Interessant wäre eine Straßenumfrage in Berlin. Denn auch den Berlinern wird wie überall in Deutschland den Menschen niemals eine Grafik gezeigt, sondern nur behauptet, der Januar, bzw. die Winter wären wärmer geworden. Wir fordern unsere Leser auf, mittels dieser Grafik eine kleine Umfrage in der Hauptstadt durchzuführen und die Berliner schätzen lassen wie sich der Januar in der Hauptstadt gerade in den letzten 30 Jahren entwickelt hat. Wir sind jedenfalls gespannt auf die Antworten in der Kommentarfunktion.

Ergebnis 3: In den letzten 30 Jahren ist in Berlin trotz reger Bautätigkeit der Monat Januar eindeutig kälter geworden

Gesamt: Der Monat Januar zeigt in Berlin über einen langen Zeitraum von 263 Jahren trotz intensiven Wachstums Tempelhofs -vom Gutshof zu einem Stadtteil – keine Klimaerwärmung.

Gedankenfrage. Wie sähe die Trendlinie aus, wenn sich seit 1756 keine Änderungen in der Stadtentwicklung ergeben hätten?

Es wird endlich Zeit, dass in der Politik Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gestellt werden und nicht das Geschäftsmodell Klimaschutz. Saubere Luft, saubere Nahrungsmittel, sowie sauberes Wasser für alle Menschen sollten ein Grundrecht sein. Der Monat Januar braucht keinen Klimaschutz, weil er überhaupt nicht wärmer wurde. Eine CO2-Einsparung ist eh nicht nötig, weil CO2 nichts erwärmt, aber positiv und kostenlos das Wachstum der Pflanzen fördert und somit den Hunger in der Welt bekämpft. CO2-Einsparung bedeutet, den Hunger in der Welt vergrößern.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher