Das Gesetz verlangt, dass Sonne, Wind, Biomasse, Geothermie und andere Erneuerbare im Jahr 2014 6 Prozent des Stromes in den USA erzeugen müssen, was auf 25% bis zum Jahr 2015 steigen soll. Kuster sagt dazu: „Dieses Gesetz des gesunden Menschenverstandes wird helfen, gute Arbeitsplätze im Mittelstand zu erzeugen, die Verschmutzung zu kappen und unsere Abhängigkeit von Öl aus dem Ausland verringern, während die Verbraucher Geld sparen“. Unglücklicherweise wird diese Aussage nicht durch aktuelle industrielle Erfahrungen und Wirtschaftsdaten gestützt.

Wenn man die Verbraucher zwingt, ein Produkt zu kaufen, das teurer ist, wie z. B. erneuerbare Energie, sparen sie niemals Geld. Ein klassisches Beispiel hierfür ist die kürzlich fertig gestellte California Valley Solar Ranch in San Luis Obispo. Diese Einrichtung wurde errichtet unter der 33-Prozent-Vorschrift des Gesetzes zu den California’s Renewable Portfolio Standards (RPS). Der Solarpark überdeckt die riesige Fläche von 1500 Acres [ca. 6 km²], das ist mehr als 100 mal so viel, wie ein typisches Erdgas-Kraftwerk einnehmen würde. Und doch werden lediglich 55 Megawatt erzeugt, weniger als ein Zehntel eines typischen Erdgas-Kraftwerkes, und das zu dem exorbitanten Preis von 1,6 Milliarden Dollar.

 

Die Verbraucher zahlen für diesen Solarpark doppelt. Strom aus diesem Solarpark wird zu einem Preis von 15 bis 18 Cent pro Kilowattstunde abgegeben, das ist vier mal so viel, wie der Strom in Kalifornien derzeit kostet und über 50% mehr als die projizierten Preise während der nächsten 25 Jahre. Die Verbraucher zahlen auch für ein Steuerpaket von Subventionen in Höhe von insgesamt 1,4 Milliarden Dollar einschließlich eines Steuerkredites der Regierung im Wert von 462 Millionen Dollar, eine Kreditbürgschaft des US-Energieministeriums im Wert von 205 Millionen Dollar sowie andere Steuervorteile.

Die Kommentare Kusters hinsichtlich der „Abhängigkeit von ausländischem Öl“ sind Unsinn. Heute stammen nur 0,7 Prozent des Stromes in den USA aus Petroleum. Die Behauptung, ein nationaler Standard erneuerbarer Energie würde Einfuhren von außerhalb reduzieren, ist etwa so genau wie die Behauptung, dass dadurch der Weltfrieden gefördert wird.

Politiker sagen immer wieder, dass Subventionen und Vorschriften für erneuerbare Energie „grüne Jobs“ erzeugen würden. Aber das Beacon Hill Institute hat über zehn Studien zu den Auswirkungen eines staatlichen RPS-Gesetzes durchgeführt, einschließlich der Heimatstaaten von Polis und Lujan. In allen Fällen ergab sich, dass die Einführung von RPS-Gesetzen die Strompreise steigen lässt, die Investitionen verringert und alles in allem eine Reduktion der Arbeitsplätze auslöst.

Heute folgen 29 Staaten erneuerbaren Portfolio-Standards und 8 weitere Staaten verfolgen bzgl. Strom erneuerbare Ziele. Die Sponsoren des RES-Gesetzes wollen diese Vorschriften auch auf die verbleibenden 13 Staaten ausweiten, also auf die einzigen Staaten mit einer vernünftigen Energiepolitik. Man beachte, dass Bürger im Jahre 2012 in Staaten ohne RPS 10,7 Cent pro Kilowattstunde für heimischen Strom bezahlen, das sind etwa 19 Prozent weniger als die 12,7 Cent, die Einwohner von Staaten mit RPS-Gesetzen oder –Zielen zahlen müssen. Höhere Strompreise schädigen überproportional die Armen, macht Energie doch den größten Teil ihres Familien-Budgets aus.

Auch eine Reduktion der Verschmutzung ist kein guter Grund für einen nationalen Standard erneuerbarer Energie. Den Daten der EPA zufolge zeigen alle wirklichen Luftverschmutzer einschließlich Blei, Ozon, Stickoxide, Schwefeloxide und Kohlenstoff-Teilchen seit über 40 Jahren eine rückläufige Tendenz und nehmen auch weiterhin ab. Das Niveau der Luftverschmutzung in den USA ist seit 1970 um sage und schreibe 72 Prozent zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum ist die Stromerzeugung in den USA mit Kohle um 115 und mit Gas um 230 Prozent gestiegen.

Der nicht genannte Grund für das RES-Gesetz ist die Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen, also des Treibhausgases, das für die vom Menschen verursachte globale Erwärmung verantwortlich gemacht wird. Aber Kohlendioxid, ein harmloses, unsichtbares Gas, das Bäume für ihre Photosynthese brauchen, wurde fälschlich als Verschmutzer bezeichnet. Durch die erzwungene Errichtung teurer Wind- und Solarparks glauben die Befürworter der Theorie einer gefährlichen Klimaänderung Eisbären retten, die Stärke von Stürmen reduzieren, Dürren und Überschwemmungen verringern und möglicherweise den Weltfrieden voranbringen zu können.

Aber die RPS-Gesetze reduzieren die CO2-Emissionen noch nicht einmal. Die Installation von Windparks führt zu Zappelstrom. Der Output von Windturbinen ist erratisch und erzwingt das Vorhandensein von Kohle- und Gaskraftwerken als Backup, die auf ineffiziente Weise die Strommenge herauf und herunter regeln können, um die Kontinuität des Stromflusses zu gewährleisten. Studien von Stromversorgern in den Niederlanden und in Colorado zeigen, dass kombinierte Wind- und Kohlenwasserstoffsysteme mehr Treibstoff verbrauchen und mehr CO2 emittieren als Kohlenwasserstoff-Kraftwerke allein.

Anstatt die nationalen erneuerbare Energie-Gesetze zu verschärfen, sollten wir stattdessen unsere kostspieligen RPS-Gesetze zurücknehmen. Sollten wir nicht zu einer Energiepolitik zurückkehren, die auf Wirtschaftlichkeit und gesundem Menschenverstand basiert und nicht auf einer Ideologie der globalen Erwärmung?

Steve Goreham ist geschäftsführender Direktor der Climate Science Coalition of America und Autor des Buches The Mad, Mad, Mad World of Climatism:  Mankind and Climate Change Mania.

Ein PDF hierzu gibt es hier.

Link: http://icecap.us/images/uploads/National_Renewable_Electricity_Standard–Why_Raise_Electricity_Prices1_(3).pdf

Übersetzt von Chris Frey EIKE