Die Klimawandelleugner können nur sich selbst die Schuld geben am Votum der vergangenen Nacht.
Ich spreche von denen, die den NATÜRLICHEN Klimawandel leugnen. Wie Al Gore, John Holdren und alle anderen, die glauben, dass der Klimawandel erst seit ihrer Geburt begonnen hat.
Die Politiker haben den IPCC vor über 20 Jahren mit einem einzigen Ziel gegründet: die Emissionen von CO2 zu regulieren. Ich weiß das, weil ich Zeuge von einigen Planungen hinter den Kulissen war. Es ist keine wissenschaftliche Organisation. Es wurde organisiert, um die mit Geldern der Regierung unterstützte wissenschaftliche Forschung zu benutzen, um bestimmte politische Ziele zu erreichen.
Nun muss das nicht notwendigerweise etwas Schlechtes sein. Aber wenn man die Arbeit des IPCC als objektive Wissenschaft darstellt, IST es sehr wohl etwas Schlechtes. Falls sich die anthropogene globale Erwärmung – und die ‚Versauerung‘ der Ozeane (schon dies ist ein verzerrter und total falscher Term) – am Ende als durchweg falscher Alarm herausstellt, sind diejenigen, die das IPCC steuern, ihren Job los. Hierzu später mehr.
Ich möchte hier nicht missverstanden werden. WENN wir wirklich mit dem Verbrennen unserer fossilen Energieträger die Erde zerstören, MUSS etwas dagegen getan werden!
Aber die Gemeinschaft der Klimawissenschaftler hat es zugelassen, dass sie in dieser Frage missbraucht wird, und als Ergebnis haben Politiker, Aktivisten und die Medien erfolgreich diese verzerrte Wissenschaft als ‚settled‘ verkauft. [Es wird davon ausgegangen, dass jeder mit dem Begriff ‚settled‘ etwas anfangen kann. Da mir kein vernünftiges deutsches Wort dafür einfällt, wird dieser Begriff hier übernommen. A. d. Übers.]
Sie merken offenbar nicht, dass ‘settled Wissenschaft’ ein Widerspruch in sich ist.
Die meisten den IPCC verteidigenden Klimawissenschaftler haben ihre Objektivität verloren. Ja, sie haben, was ich eine plausible Theorie nennen. Aber sie unterdrücken aktiv alle Gegenbeweise, zum Beispiel die Versuche, natürliche Ursachen der jüngsten Erwärmung zu erforschen.
Das ist einer der Gründe, warum die Öffentlichkeit über die Klimagate-e-mails so entrüstet war. Klimagate beweist nicht, dass ihre Wissenschaft falsch war… aber es enthüllt ihre vorgenommenen Manipulationen. Die Wissenschaft macht Fortschritte durch die Suche nach alternativen Erklärungen für bestimmte Phänomene. Vor langer Zeit hat das IPCC alles getan, diese Suche zu unterbinden.
Oh, sie haben angemerkt (ich glaube zu recht), das seine Änderung der Sonnenstrahlung nicht der Grund ist. Aber es gibt SO viele andere Möglichkeiten, und alles, was sie tun, ist, jene Möglichkeiten von der Hand zu weisen. Sie haben eine Theorie – dass immer mehr CO2 verantwortlich ist – und sie kleben daran mit religiöser Inbrunst. Es bestimmt alle ihre Forschungen.
Die Klimamodelle sind in der Tat großartige Leistungen. Wofür sie benutzt werden, ist jedoch verdächtig. Insgesamt 23 Modelle überdecken eine große Vielfalt der Abschätzung der künftigen Erwärmung, und doch gibt es keine Möglichkeit, sie für das zu testen, was sie untersuchen: Vorhersagen der Klimaänderung.
Nahezu alle Modelle simulieren eine Erwärmung im Zeitscale von Dekaden, die weit über das hinausgehen, was wir während der letzten 15 Jahre beobachtet haben. Dies ist seit Jahren bekannt, aber die Veröffentlichung dieser Tatsache in der wissenschaftlich begutachteten Literatur wird weiterhin blockiert.
Meine Theorie lautet, dass seine natürliche Änderung der Wolkenbedeckung zum größten Teil für die jüngste Erwärmung verantwortlich ist. Proxydaten der Temperatur aus der ganzen Welt legen nahe, dass es in nahezu jedem Jahrhundert der letzten 2000 Jahre Erwärmungen und Abkühlungen gab. Warum sollte die gegenwärtige Wärme anthropogen sein, wenn es die mittelalterliche Warmperiode nicht war? Nur weil wir endlich eine potentielle Erklärung haben – CO2?
Dies allein zeigt, wie WENIG wir von der Klimaänderung verstehen… und nicht, wie VIEL wir wissen.
Warum lassen es die Wissenschaftler zu, in dieser Weise benutzt zu werden? Auf meine insistierenden Fragen zur Wissenschaft über die Jahre haben sie sich alle auf die Position zurück gezogen, dass es ‚jedenfalls richtig ist, sich von fossilen Energieträgern zurückzuziehen‘.
Mit anderen Worten, sie haben es zugelassen, dass ihre Ansichten, ihre Politik, ihr wirtschaftliches Verständnis (sofern vorhanden) ihre wissenschaftliche Beurteilung beeinflusst hat. Ich schäme mich über diese Art der wissenschaftlichen Disziplin und bin empört über ihr Verhalten.
Ist es ein Wunder, dass Wissenschaftler bei den Steuerzahlern so ein schlechtes Ansehen haben, wenn sie mit den Steuergeldern in den Sandkästen ihrer Elfenbeintürme spielen? Sie können jeden Tag Finsternis und Untergang [schwer übersetzbares Wortspiel: gloom and doom] vorhersagen und müssen nie Konsequenzen befürchten, daneben zu liegen.
Die ununterbrochen in die Klimaforschung fließenden Forschungsmittel beeinflussen sie ebenfalls. Jeder in meinem Beruf weiß, solange die anthropogene Klimaänderung eine ernste Bedrohung bleibt, wird das Geld immer weiter fließen, und Klimaprogramme werden weiterhin wachsen.
Nun, ich stimme zu, dass fossile Energieträger nicht endlos zur Verfügung stehen. Aber wir werden niemals ‚ohne sie dastehen‘… wir werden nur allmählich aufhören, sie zu gewinnen, wenn sie immer seltener (Übersetzung: und damit teurer) werden. So geht es in der Welt.
Leute, die behaupten, dass wir eines Morgens aufwachen und keine fossilen Energieträger mehr haben, sind entweder Lügner (Original: are pandering) oder dumm oder beides.
Aber die Verlagerung von fossilen Energieträgern hin zu anderen Energiequellen macht den gesamten Unterschied der Welt aus. Unsere reichlich vorhandenen und bezahlbaren Energiequellen künstlich durch Gesetze und lenkende Maßnahmen zu verteuern wird zum Tod von Millionen Menschen führen.
Und das ist der Grund, warum ich hier laut werde. Armut tötet! Jene, die aus ihrer von fossiler Energie getragenen Position der Gesundheit und des Wohlstands (Original: health and wealth) etwas anderes sagen, handeln wie verdorbene Kinder.
Der wirklich objektive Wissenschaftler sollte sich fragen, ob wir nicht erreichen sollten, dass MEHR und nicht weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen sollte. Es gibt in der realen Welt mehr Beweise für die Vorteile eines größeren CO2-Gehaltes als für jeden Nachteil, den dies haben könnte. Die Vorteile wurden gemessen und beobachtet und sind real. Die Risiken sind dagegen immer noch nur theoretischer Natur.
CO2 ist eine Grundvoraussetzung für Leben auf der Erde. Dass dieses CO2 so erfolgreich mit so wenigen Beweisen dämonisiert wurde, ist tatsächlich ein Zeugnis des wissenschaftlichen Analphabetentums der modernen Gesellschaft. Falls die Menschen das CO2 zerstören würden – anstatt mehr davon zu produzieren – man stelle sich vor, welchen Aufruhr es DANN geben würde!
Ich würde diese Leugner des (natürlichen) Klimawandels liebend gerne in einem Gerichtsverfahren einem Kreuzverhör unterziehen. Sie sind mit zu viel zu lange davon gekommen. Haben sie recht? Sicher. Aber die Öffentlichkeit hat keine Ahnung, wie fadenscheinig – und den Umständen geschuldet – ihre Beweise sind.
Am Ende bezweifle ich, dass dem IPCC jemals die Mittel ausgehen. Das Votum des Kongresses ist lediglich ein Warnschuss, den Bogen nicht zu überspannen. Aber solange das IPCC nicht anfängt, seine Arbeitsweise zu verändern, läuft es Gefahr, total marginalisiert zu werden. Jedenfalls hat es diesen Punkt fast schon erreicht.
Und vielleicht kümmert es die Führung des IPCC gar nicht, ob seine Verkündigungen ignoriert werden, solange es ihnen möglich ist, rund um die Welt zu jetten, um sich an exotischen Orten zu treffen und zu planen, wo man sich als nächstes treffen könnte. Man hört, dass es wieder ein ziemlich guter Auftritt wird (Original: it’s a pretty good gig).
Roy Spencer Huntsville  Alabama
*Leitender Wissenschaftler an University of Alabama in Huntsville seit 2001 und beauftragt mit der Auswertung der UAH Satellitendaten zur Bestimmung der globalen Oberflächentemperatur* 
Übersetzt und mit einer Einführung versehen von Chris Frey für EIKE
Link zum Original: http://www.drroyspencer.com/2011/02/on-the-house-vote-to-defund-the-ipcc/