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Eine neue Studie hat einen Prozess identifiziert, durch den der 11-Jahre-Zyklus der Sonne den Pazifik unter der Oberfläche verändern und möglicherweise Jahre später die Klima-Variabilität beeinflussen kann.

In einer in „Geophysical Research Letters“ veröffentlichten Studie analysierten die Forscher Daten aus acht Jahrzehnten und stellten fest, dass die Sonnenaktivität eine große Wassermasse im nordöstlichen Pazifik beeinflusst, die als „North Pacific Eastern Subtropical Mode Water“ (NPESTMW) bekannt ist.

Dieses Wasser bildet sich im Winter nahe der Oberfläche, bevor es Hunderte Meter tief in den Ozean absinkt, wo es Wärme und andere Eigenschaften über Jahre hinweg bewahren kann – wodurch der Pazifik gewissermaßen eine Art „Gedächtnis“ erhält.

Die Studie ergab, dass die Bildung von NPESTMW ein bis zwei Jahre nach dem Sonnenmaximum unterdrückt wird, während sich um das Sonnenminimum herum mehr von diesem Wasser bildet und absinkt.

Graphik: Die Sonnenaktivität geht den Veränderungen des Umfangs der Änderungen im Nordpazifik um etwa ein bis zwei Jahre voraus. Quelle: Wang et al. (2026), Geophysical Research Letters.

Der vorgeschlagene Prozess hat seinen Ursprung in der Atmosphäre. Veränderungen der Sonnenaktivität beeinflussen die Erwärmung in der Stratosphäre, was sich wiederum auf den Druck, die Winde und die Vermischung im darunter liegenden Ozean auswirkt. Bei hoher Sonnenaktivität unterdrücken die daraus resultierenden Zirkulationsveränderungen die Bildung des Moduswassers; bei geringer Aktivität kehrt sich dieser Effekt um.

Wichtig ist, dass die ausschließlich den solaren Antrieb berücksichtigenden CMIP6-Experimente die beobachtete Reaktion auch dann reproduzierten, wenn andere wichtige externe Antriebe konstant gehalten wurden, was eine kausale Rolle der Sonnenvariabilität untermauert.

Dieses Ergebnis wird noch interessanter, wenn man es mit einer separaten Studie aus dem Jahr 2025 in Verbindung bringt, die ergab, dass Veränderungen in eben dieser Wassermasse im Nordpazifik El Niño und La Niña um etwa neun Monate vorausgehen können.

Eine mögliche Kausalkette: Sonnenzyklus → Atmosphäre → Wasser unter der Oberfläche im Nordpazifik → ENSO.

Und heute … Der Sonnenzyklus 25 erreichte im Oktober 2024 seinen Höhepunkt, während die neue Studie feststellt, dass die stärkste Unterdrückung dieser pazifischen Wassermasse ein bis zwei Jahre nach dem Sonnenmaximum auftritt – womit die erwartete Reaktion genau in die Jahre 2025–26 fällt, genau zu dem Zeitpunkt, als der aktuelle El Niño auftrat.

Das beweist zwar nicht, dass die Sonne den aktuellen El Niño verursacht hat, aber der zeitliche Ablauf passt zu dem von den Forschern beschriebenen Prozess.

Die allgemeinere Erkenntnis ist jedoch noch deutlicher: Veränderungen im Zusammenhang mit dem Sonnenzyklus können tief in den Pazifik vordringen, wo ihre Auswirkungen noch Jahre nach dem ursprünglichen Sonnensignal anhalten können.

Link: https://electroverse.substack.com/p/aussie-antarctic-stations-all-logged?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke. Die verlinkten Studien sind aber frei verfügbar.)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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