H. Sterling Burnett

Obwohl die Daten diese Behauptung nicht stützen, behaupten Klimaprediger und Profiteure der erneuerbaren Energien oft, Wind- und Solarenergie seien mittlerweile die günstigsten Stromquellen und auf jeden Fall billiger als Kohle. Das ist Unsinn.

Daten der Energy Information Agency (EIA) zu Trends bei den Strompreisen und der Versorgungssicherheit in Industrie, Gewerbe und Privathaushalten zeigen eindeutig, dass diejenigen Bundesstaaten, die bei der Ablösung von Grundlastkraftwerken mit fossilen Brennstoffen und bestehenden Kernkraftwerken durch Wind- und Solarenergie eine Vorreiterrolle gespielt haben, im Vergleich zu Bundesstaaten, die diesem Sirenengesang bzw. dem Weg der grünen Energie ins Unglück nicht gefolgt sind, die am schnellsten steigenden Strompreise und die höchste Anzahl an Stromausfällen verzeichnen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Studie von Heartland aus dem Jahr 2025 mit dem Titel [übersetzt] „Bezahlbar, zuverlässig und sauber: Eine objektive Bewertungsmatrix zur Beurteilung konkurrierender Energiequellen“ untermauert und erweitert die Schlussfolgerung der EIA.

Nun hat das Team von Energy Bad Boys (EBB) „eine systemweite Betrachtung der Kosten bestehender Kohlekraftwerke in Amerika“ vorgenommen und diese Kosten mit politisch begünstigten, stark subventionierten industriellen Wind- und Solaranlagen verglichen, die bereits in Betrieb sind oder sich im Bau befinden. Dieser Vergleich fällt nicht zugunsten der „günstigen“ Wind- und Solarenergie aus. Die Autoren von EBB beschreiben den Umfang ihrer Studie und ihre Datenquellen:

Für diese Analyse haben wir 82 Kohlekraftwerke in den Vereinigten Staaten untersucht, für die über S&P Global Daten aus dem FERC-Formular 1 verfügbar waren. Die ursprünglichen Investitionen in die überwiegende Mehrheit dieser Kraftwerke sind vollständig abgeschrieben. Einige wurden jedoch in den 2010er Jahren gebaut, und viele wurden mit Umweltschutzvorrichtungen nachgerüstet und unterliegen laufenden Investitionsmaßnahmen; daher haben wir die Brennstoffkosten, sonstige Betriebs- und Wartungskosten (O&M) sowie die Investitionskosten herangezogen, um die Anlagen zu bewerten. Außerdem haben wir Kraftwerke mit einem Kapazitätsfaktor unter 15 Prozent ausgeschlossen, da diese Anlagen oft nicht ausgelastet sind, weil sie kurz vor der Stilllegung stehen, und somit nicht repräsentativ für den in Betrieb befindlichen Kohlekraftwerkspark sind.

EBB stellte fest, dass „bestehende Kohlekraftwerke im Durchschnitt zu Kosten von 45,57 US-Dollar pro Megawattstunde (MWh) betrieben werden“. Der Unterschied zwischen den kostengünstigsten Kohlekraftwerken, die zu Kosten von 22 bis 27 US-Dollar pro Megawattstunde betrieben werden, und den teuersten Kraftwerken lag in ihrer Auslastungsrate. Je höher die Auslastung eines Kraftwerks ist, desto geringer sind die Kosten für den erzeugten Strom.

Anhand von FERC-Daten stellte das Team von EBB erneut fest, dass die durchschnittlichen Kosten einer bestehenden Kohlekraftanlage weit unter den durchschnittlichen Kosten einer bestehenden industriellen Windkraftanlage (59,78 $/MWh) lagen und weniger als die Hälfte der Kosten für Strom aus einer bestehenden industriellen Solaranlage (102,40 $) betrugen.

Neue industrielle Windkraftanlagen sind im Vergleich zu bestehenden Kohlekraftwerken noch weniger wettbewerbsfähig als bestehende Anlagen. Auch neue Solaranlagen sind weiterhin nicht wettbewerbsfähig, wenn auch in geringerem Maße als bestehende Anlagen.

„Nach den Annahmen der EIA im jährlichen Energieausblick werden die Kosten für [neue] Windkraftanlagen – selbst ohne Kosten für die Netzintegration – auf 62,09 US-Dollar pro MWh geschätzt, womit sie nur mit den teuersten 25 Prozent der Kohlekraftwerke im Netz konkurrieren können. Solarenergie liegt mit 74,55 US-Dollar pro MWh kostentechnisch nur bei 6 der 82 Kohlekraftwerke – also 7 Prozent – aus der obigen Analyse vor“, schreibt EBB. „Basierend auf diesen Zahlen sind die durchschnittlichen Kosten bestehender Kohlekraftwerke um 27 Prozent günstiger als die einer neuen Windkraftanlage und um fast 40 Prozent günstiger als die neuer Solaranlagen.“

Zu beachten ist, dass diese Kostenvergleiche die erheblichen Kosten für die Netzstabilisierung – also Batteriespeicher oder Erdgas-Reserveanlagen – nicht berücksichtigen, die erforderlich sind, um bei schwankender Wind- und Solarenergie eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten. Wären die Kosten für die Netzstabilisierung einbezogen worden, wäre die große Kostendifferenz zwischen günstiger Kohle und teurem Wind- und Solarstrom noch höher ausgefallen. Selbst die teuersten 25 Prozent der Kohlekraftwerke produzieren günstigeren Strom als neue Wind- und Solarkraftwerke. Ebenso wenig berücksichtigen die Kostenvergleiche der EBB den Ausbau der Übertragungsnetze, den Wind- und Solarenergie erfordern, um die von ihnen erzeugte Energie an die Orte zu liefern, an denen sie benötigt wird – oft Hunderte von Meilen entfernt.

Kohle mag irgendwann aus der Nutzung verschwinden, doch sollte dies in naher Zukunft geschehen, dann aus politischen Gründen und nicht, weil Wind- und Solarenergie billiger sind – ungeachtet dessen, was Befürworter grüner Energie und die ihnen hörigen Medien behaupten.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Quelle: Energy Bad Boys

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-585-existing-coal-plants-are-cheap-compared-to-wind-and-solar-research-shows/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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