Samuel Furfari
Am 7. Januar unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Durchführungsverordnung, um die Vereinigten Staaten aus 66 internationalen Organisationen zurückzuziehen, die als „überflüssig, schlecht verwaltet, unnötig, kostspielig, ineffektiv“ oder als Instrumente der Gegner Amerikas angesehen werden. Darunter befinden sich verschiedene Organisationen der Vereinten Nationen und vor allem der Weltklimarat (IPCC) und die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen von 1992 (UNFCCC), das Rückgrat der globalen Klimapolitik.
Während seiner ersten Amtszeit hat Präsident Trump die USA unter Berufung auf die Rücktrittsklausel aus dem Pariser Abkommen zurückgezogen. Der neu gewählte Präsident Joe Biden hat das Land jedoch 2021 umgehend wieder in das Abkommen aufgenommen und dies zu einem zentralen Gestus seiner Klimadiplomatie gemacht. Diese Episode hat die Fragilität der internationalen Klimapolitik offenbart: Eine einfache Regierungswechsel kann die USA in das Abkommen hinein- oder aus ihm herausführen und globale Klimaverpflichtungen zu bloßen Verlängerungen der innenpolitischen Parteipolitik machen.
Diesmal hat die Änderung jedoch einen gewissen dauerhaften Charakter. Indem sie sich gegen die UNFCCC selbst richtet, hat die Trump-Regierung den rechtlichen Rahmen abgeschafft, der eine Rücknahme durch einen einfachen Erlass der Exekutive ermöglicht hätte.
Das im Rahmen des Übereinkommens von 1992 verabschiedete Pariser Abkommen baut auf der institutionellen Architektur der UNFCCC auf, deren Gremien die notwendige Unterstützung leisten. Dazu gehören die Konferenz der Vertragsparteien, das Sekretariat und ein System für finanzielle Beiträge.
Artikel 28 Absatz 3 des Pariser Abkommens lautet wie folgt: „Jede Vertragspartei, die aus dem Übereinkommen austritt, gilt auch als aus diesem Abkommen ausgetreten.“ Mit dem Austritt aus der Rahmenkonvention trennt Washington die Verbindung, die Bidens Wiedereintritt in das Pariser Abkommen ermöglicht hatte. Trumps Austritt ist struktureller, nicht taktischer Natur.
Der wichtigste Präzedenzfall, der Trump vor einer Anfechtung vor dem Obersten Gerichtshof schützt, ist Goldwater gegen Carter, in dem das höchste Gericht 1979 es ablehnte, die einseitige Kündigung eines gegenseitigen Verteidigungsvertrags mit Taiwan durch Präsident Carter zu überprüfen, wodurch die Exekutivgewalt über Rückzüge effektiv gestärkt wurde.
In der Praxis kann ein Präsident daher aus einem Vertrag austreten, ohne dass es einen klaren rechtlichen Weg gibt, ihn daran zu hindern. Die Trump-Regierung befindet sich in einer rechtlich komfortablen Position: Die Gegner haben keine Möglichkeit, den Schritt rückgängig zu machen, und die Beantragung einer neuen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs birgt das Risiko, die Exekutivgewalt über die Kündigung von Verträgen weiter zu stärken.
Die Demokraten zahlen nun den Preis dafür, dass sie das Pariser Abkommen so gestaltet haben, dass es nicht vom Senat ratifiziert werden musste. Da sie wussten, dass ihnen die Zweidrittelmehrheit fehlte, bestand die Obama-Regierung auf freiwilligen, unverbindlichen Beiträgen und Zielen, wodurch sichergestellt war, dass das Pariser Abkommen auf einer widerrufbaren Unterschrift des Präsidenten und nicht auf dauerhaftem Vertragsrecht beruhen würde.
Die Trump-Regierung hat diese Lektionen vollständig verinnerlicht. Während seiner ersten Amtszeit zog sich Trump lediglich aus dem Pariser Abkommen zurück, ließ die UNFCCC jedoch unangetastet und ermöglichte seinem Nachfolger einen einfachen Wiedereintritt. Dieses Mal geht Trump weitaus radikaler vor: Indem er die Rahmenkonvention selbst ins Visier nimmt, nimmt Trump künftigen Präsidenten die Möglichkeit zu bequemen diplomatischen Verhandlungen. Politisch ist die Botschaft klar: Washington betrachtet die Klimadiplomatie zunehmend als ein Instrument der externen Zwangsmaßnahmen, das den strategischen Konkurrenten Amerikas zugute kommt, die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie belastet und kostspielig ist.
Formal könnten die USA der UNFCCC wieder beitreten, aber politisch würde dies nun einen Konsens erfordern, der nicht mehr existiert. Die 1992 in dem Glauben an eine schmerzfreie Energiewende verabschiedete Konvention sieht sich heute mit wirtschaftlichen und geopolitischen Realitäten konfrontiert, die frühere Illusionen entlarven und eine baldige Wiederbelebung unwahrscheinlich machen.
Was sollen die überzeugten Klimaschützer in der EU nun tun? Eine Frage, die in Brüssel, Straßburg oder Berlin selten öffentlich gestellt wird: Wie lange wird die Europäische Union an einer Klimastrategie festhalten, die weder die Vereinigten Staaten noch die Schwellenländer über wohlwollende Erklärungen hinaus sinnvoll bindet?
Die EU legt sich weiterhin immer ehrgeizigere Ziele auf (90 % CO2-Reduktion bis 2040 gegenüber 1990), während sie gleichzeitig ihre industrielle Basis untergräbt, ihre Abhängigkeit von China vertieft und die Kluft zwischen Rhetorik und der Realität der globalen Emissionen vergrößert.
Anstatt Trump rituell zu verurteilen, sollten die europäischen Staats- und Regierungschefs folgende Frage stellen: Wenn die weltweit führende Wirtschafts- und Militärmacht nicht länger in einer von den Vereinten Nationen geführten Klimastruktur gefangen sein will, ist es dann nicht an der Zeit, dass die EU ihre eigenen Verpflichtungen mit klarem Blick neu bewertet?
Die falsche Antwort wird Europa zu spät erkennen lassen, dass es seinen Wohlstand und seine strategische Autonomie einem Klimawahnsinn geopfert hat, den seine engsten – und wichtigsten – Verbündeten aufgegeben haben.
This commentary first appeared at National Review on February 7th and has been republished here with permission.
Autor: Samuel Furfari is Professor in Energy Geopolitics at the Université Libre de Bruxelles, PhD President of the European Society of Engineers and Industrialists He recently published the French book Ecologisme, Assaut contre la société occidentale (Ecologism, assault on western society). Last year he also published the book The Hydrogen Illusion. Furfari is signee of the CLINTEL World Climate Declaration.
Link: https://cornwallalliance.org/americas-irreversible-goodbye-to-climate-governance/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE















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Beispielsweise dann, wenn sich laut Werbeanzeigen das „Klima freut“ und Kunden daraufhin einen Vertrag zur Stromlieferung bei einem Ökostromversorger abschließen.
Offizieller Bericht des US-Energieministeriums zeigt: CO2-Verteufelung schadet dem Klima mehr, als sie nützt
2025_08_06 https://weltwoche.de/daily/offizieller-bericht-des-us-energieministeriums-zeigt-co2verteufelung-schadet-dem-klima-mehr-als-dass-sie-nuetzt/
A Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate (DOE) Sehr detaillierter Bericht 2025_07_23 https://www.energy.gov/sites/default/files/202507/DOE_Critical_Review_of_Impacts_of_GHG_Emissions_on_the_US_Climate_J uly_2025.pdf
NYT: „Trump stellt Wissenschaftler ein, die den Konsens zum Klimawandel anzweifeln“ Zu dem Kongress wurden Wissenschaftler eingeladen, die sich mit seriöser Wissenschaft befassen 2025_07_10 https://tkp.at/2025/07/10/nyt-trump-stellt-wissenschaftler-ein-die-den-konsenszum-klimawandel-anzweifeln/ Darunter befinden sich:
Dr. Willie Soon https://tkp.at/2024/01/12/astrophysiker-willie-soon-zerlegt-klima-narrativ-beitucker-carlson/
00:01:49 Fossile Brennstoffe im Weltraum
00:14:27 Globale Erwärmung im Laufe der Geschichte
00:25:31 Äußere Einflüsse ruinieren die Wissenschaft
Dinosaurs versus doom-mongers 2025_01_21 https://www.youtube.com/watch?v=eESrGB_ePuE
Dr.Michael Connolly https://tkp.at/2023/10/06/studie-23-sonnenphysiker-und-klimawissenschaftlerwidersprechen-behauptungen-des-ipcc/
Dr. Roy Spencer https://tkp.at/2024/01/31/die-tricks-der-klimawandler-und-sonnenleugner-umuebermaessige-erderwaermung-vorzutaeuschen/
UAH v6.1 Global Temperature https://www.drroyspencer.com/
Genau das ist es, was Deutschland das Genick bricht.
Man verwechselt die Angaben auf den Typenschildern mit der unbrauchbaren Ausbeute der „Erneuerbaren“ im Zuge des CO₂‑Betrugs.
Um 1 Billion EURO hat der Staat von der Rentenkasse bis jetzt entzogen.
Weil die Politiker denken, dass es eine öffentliche Kasse ist, die sich jede Regierung frei bedienen kann. Das Volk wurde um die 1 Billion EURO betrogen.
Jetzt heißt es bis 70 arbeiten, um das auszugleichen.
Die Medien erzählen uns dabei das Märchen, dass es an demografischen Wandel liegt und nicht die Wahrheit, dass die Regierungen das Geld vom Volk einfach weggenommen haben.
Es handelt sich um Diebstahl und zwar deswegen weil der Staat nicht mit dem Geld umgehen kann. Die Staatsausgaben sind höchst ineffizient (bringt kein Wachstum, ist keine Produktion und trägt nichts zum Volksvermögen bei) und es ist das gleiche wie wenn man es aus dem Fenster raus schmeißt.
https://www.youtube.com/shorts/S-s-_IxLL-w?feature=share
„Jetzt heißt es bis 70 arbeiten, um das auszugleichen.“
Wenn das stimmt, was in dem Filmchen behauptet wird, kommt noch einiges dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=vWvFHpzydc8
Die EU hat aus den Handelsbilanzunterschieden der einzelnen Staaten zinslose Kredite gemacht, die Target II Salden, welche inzwischen über 1000 Mrd. schwer sind. Darüber scheinen sie sich nun in die Haare, bzw. Schöpfchen zu kriegen.
Japan hat die höchste Staatsverschuldung, hält dabei Unmengen US Staatsanleihen und Trump koppelt sein Land, das die Weltleitwährung hält, durch Zölle vom internationalen Handel ab.
Die Bevölkerungen von Deutschland und Japan wurden die letzten Jahrzehnte systematisch ausgeplündert und ihnen wird nun wieder der Schwarze Peter zugeschoben, die ganze Welt ins Chaos gestürzt zu haben. So wie sie ganz alleine den vorigen Weltkrieg entfacht haben sollen.
Wann das passieren wird, hab ich hier vorgerechnet und begründet:
https://eike-klima-energie.eu/2026/02/06/neubewertung-der-sorge-um-klimawandel/
Mein Tipp ist, kleine Silbermünzen zu kaufen, weil man damit auch beim Händler ums Eck bezahlen kann. Alle anderen können sich mit bunten Baumwollfetzen wärmen. Aber dann wenigstens steuerfrei.
Die kleinen sind maßlos überteuert.
Natürlich können Sie große Münzen auch teilen, aber dann sind sie unbequem zu transportieren und man braucht eine Waage. Hacksilber hats auch immer schon gegeben.
Gold und Silber ist eine Rettung für den Anfang. Ist aber nicht so praktikabel wie das Geldsystem, online Buchung, Digital Austausch usw. usw.
Bedeutet auf Dauer werden wir irgendwann auf eine stabile Währung zurück kommen müssen. Übrigens wenn das Geldsystem nicht funktioniert, dann werden alle online Geschäfte auch völlig überflüssig. Sie schneiden sich den eigenen Ast, wenn das aktuelle Geldsystem ruinieren und das tun sie sehr gründlich.
Um eine vertrauenswürdige, zuverlässige Währung einzuführen, muss es Gold gedeckt sein. Drucken und sich ewig verschulden geht dann nicht. Einnahmen und Ausgaben müssen stimmen bzw. der Haushalt müsste dann auch richtig funktionieren.
Welche Länder und Regierungen sind denn dafür bereit???
Selbst wenn man wollte, könnte man keine funktionierende Währung einführen und die Welt retten, weil das System nicht funktioniert und die Länder in einer verzweifelten Schieflage sich befinden.
Deswegen versucht Trump das einigermaßen in Ordnung zu bringen, indem er die Handelsbilanz der USA verbessert, die Ausgaben des Staates zumindest versucht zu reduzieren. Wir in Deutschland haben noch mit gar nichts angefangen.
„Gold und Silber ist eine Rettung für den Anfang.“
Ich bin der gleichen Meinung. Was später kommt, wird sich zeigen. Wenn es wieder eine „Währung“ gibt, also staatliches Geld, das gewährt wird, dann kriegen wir wieder die gleichen Zustände wie wir sie jetzt „am sterbenden Objekt“ ausführlich studieren können.
Dieses Geldsystem wird absichtlich, präzise und total an die Wand gefahren, und mit ihm die derzeit herrschenden Regime. Es liegt an uns, das zu nützen.
Ich habe ja schon einmal geschrieben, dass die Gehälter der Angestellten im öffentlichen Dienst uns knapp über 400 Milliarden EURO kosten von 950 EU Milliarden Steuern.
Durch die ganzen Insolvenzen und der Stellenkürzungen sind die Steuereinnahmen in diesem Jahr schon Januar 2026 %39 eingebrochen.
https://youtu.be/b1im8n8FI6I
Wer arbeitslos wird und keine Einnahmen mehr erzielt, weil schon durch die hohen Energiepreise die Unternehmen nicht günstig produzieren können, kann auch keine vernünftigen Steuern mehr zahlen.
Pleite gehen ist aber laut Habeck etwas anders.Sie stellen ja nur die Produktion ein. Pleite ist noch nicht pleite.
Was wird die Antwort einer sozialistischen Regierung sein?
Ja richtig geraten. Die Unternehmen und Bürger, die noch etwas verdienen und es doch irgendwie überlebt haben, müssen jetzt mehr Steuern zahlen, um den Rest zu retten.
Mehr Beiträge und mehr Steuern auf wenigere Schultern für die soziale Gerechtigkeit.
Der Rest wird also auch pleite gehen, weil das für keinen normalen Bürger zu stemmen ist.
Dann ist der Totalschaden komplett. Das ist Sozialismus und es wird so geliefert wie bestellt.
Wenn die USA aus dem Pariser Wahn, WHO, NATO und anderen globalen Institutionen sich zurück zieht, dann müssen die Gelder, die aus USA kamen irgendwie kompensiert werden. Denn die Kosten bleiben ja gleich. Die Administration, Zahl der Mitarbeiter dieser globalen Institutionen werden ja nicht dementsprechend reduziert.
Die Löhne bleiben gleich und die Stellen auch.
Das bedeutet = Deutschland muss mehr zahlen und es ausgleichen.
Die Schuldenbremse kann man demnach eigentlich auch ganz abschaffen.
USA versucht den eigenen Haushalt komplett zu sanieren und die Verschuldung
deutlich zu reduzieren, damit sie überhaupt zu einer vernünftigen Währung und Geldpolitik zurück kommen können.
Unsere Regierung tut genau das Gegenteil. Als gäbe es keine Zukunft.
Deutschland ist ein Irrenhaus, die schlimmsten Fälle sitzen in der Regierung.