Vorbemerkung:Dieser Kältereport ist wieder etwas länger als der vorige, wirft doch der Winter auf der Nordhemisphäre seine Schatten voraus. ABER: Es scheint, als ob die extrem kalte Antarktis sich immer noch auf den Landmassen der Südhemisphäre auswirkt!

Die Schlagzeilen der Woche

Argentinien: Kältester Oktober seit 1955 in Buenos Aires

Indien: 75-jähriger Kälterekord in Delhi gebrochen

Grönland: Erheblicher frühsaisonaler Schneezuwachs

Süd-Amerika: Kaltluftvorstoß antarktischen Ursprungs

USA: Starke Schneefälle im Westen

Frankreich: Verbreitet Frost

Europa: Schnee in mehreren Gebieten des Kontinents

Russland: Schneedecke in Sibirien steigt über 150 cm

Eurasien: Oktober-Schneedecke auf rund 15% der Fläche

Australien: Frühjahrsfrost im Süden

Sibirien: Deutlich kälter als normal

Sibirien: Weitere Erhöhung der Schneedecke

Alpen: Schnee auf den Gipfeln

Meldungen vom 2. November 2026:

Argentinien: Kältester Oktober seit 1955 in Buenos Aires

Der Oktober brachte außergewöhnliche Frühlingskälte nach Buenos Aires, wobei die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen auf den tiefsten Stand seit 71 Jahren sanken, während jenseits der Anden historische Schneefälle die Skisaison in Chile bis in den November hinein verlängert haben.

Am Zentralen Observatorium von Buenos Aires erreichte die durchschnittliche Höchsttemperatur im Oktober nur 19,7 °C – der niedrigste Wert seit 1955, als 19,5 °C gemessen worden waren. Das sind fast 3 °C weniger als der Monatsdurchschnitt von 22,6 °C im Zeitraum 1991–2020.

Anhaltende Bewölkung und unbeständiges Wetter trugen dazu bei, die Tagestemperaturen niedrig zu halten. Zwischen dem 7. und 15. Oktober verzeichnete die Hauptstadt neun Tage in Folge mit Niederschlag – eine der längsten derartigen Perioden im Oktober seit 1991.

Weiter westlich setzten sich die spät-saisonalen Schneefälle in den Anden fort.

Ende Oktober erreichte ungewöhnlicher Frühlingsschnee Potrerillos und Manzano Histórico in der argentinischen Provinz Mendoza und überraschte die Einwohner.

Auch jenseits der Grenze in Chile liegt der Schnee nach wie vor außergewöhnlich hoch.

In Valle Nevado in der Nähe von Santiago wies der offizielle Bericht des Skigebietes bis zum 1. November eine saisonale Schneemenge von 734 cm aus, darunter weitere 27 cm in der vorangegangenen Woche. Bilder von Ende Oktober zeigen, dass die Pisten noch immer von einer dicken Schneeschicht bedeckt sind. Zum ersten Mal in seiner 38-jährigen Geschichte verlängert das Skigebiet die Skisaison bis in den Dezember hinein; der Betrieb ist bis zum 1. Dezember geplant – eine Rekord-Saison von 154 Tagen.

Das nahegelegene Portillo verzeichnete bis zum 7. Oktober sogar noch außergewöhnlichere 1.254 cm Saison-Schneefall – mehr als doppelt so viel wie die üblichen 510 cm.

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Indien: 75-jähriger Kälterekord in Delhi gebrochen

Indiens Hauptstadt verzeichnete am 30. Oktober die niedrigste Tageshöchsttemperatur im Oktober seit 75 Jahren.

Nach Angaben des Indischen Wetterdienstes (IMD) erreichte Safdarjung, die offizielle Referenz-Messstation von Neu-Delhi, lediglich 20,7 °C und unterbot damit deutlich den bisherigen Rekordwert für die niedrigste Tageshöchsttemperatur im Oktober von 21,5 °C, der am 25. Oktober 1975 gemessen worden war.

Der Wert war die niedrigste Tageshöchsttemperatur im Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1951 und lag 10,3 °C unter dem saisonalen Durchschnitt.

Die Kälte breitete sich in der gesamten Hauptstadt aus. In Palam wurden nur 20,5 °C gemessen, an der Lodhi Road 20,6 °C und in Ayanagar 20,4 °C – allesamt rund 10 °C unter dem Normalwert.

Eine westliche Strömung brachte anhaltenden Regen und dichte Bewölkung mit sich, wodurch die Erwärmung tagsüber unterdrückt wurde. In Safdarjung wurden in den 24 Stunden bis zum 30. Oktober um 8:30 Uhr 61,4 mm Niederschlag gemessen – der sechsthöchste Tagesniederschlag im Oktober seit 1951. Der Starkregen trug dazu bei, dass der Oktober 2026 in Delhi zum viertnassesten Oktober in der 75-jährigen Aufzeichnungsgeschichte wurde.

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Grönland: Erheblicher frühsaisonaler Schneezuwachs

Der grönländische Eisschild hat seit dem 1. September 164,3 Milliarden Tonnen Netto-Oberflächenmasse zugenommen – dies ist der stärkste Saisonstart seit vier Jahren und liegt um 41 % über dem Wert zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2025.

Nach Angaben des DMI beschleunigte sich der Zuwachs im Oktober stark, wobei allein am 17. Oktober außergewöhnliche 13,6 Milliarden Tonnen (Gt) hinzukamen. Ein weiterer Anstieg folgte zum Monatsende: 9,9 Gt am 29. Oktober, 6 Gt am 30. Oktober und 3,5 Gt am 31. Oktober.

Bis zum 1. November hatte die kumulierte Oberflächen-Massenbilanz (SMB) 164,3 Gt erreicht – einer der höchsten Werte für diese Jahreszeit in den seit 1981 geführten Aufzeichnungen. Die Gesamtmenge übersteigt die 116,5 Gt, die zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr verzeichnet wurden – einer Saison, die sich als die sechsthöchste in der 46-jährigen Aufzeichnungsgeschichte herausstellte und eine Netto-Oberflächen-Akkumulation von etwa 519 Gt lieferte.

Grönland hat eine weitere Saison deutlich über dem Normalwert begonnen.

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Meldungen vom 3. November 2026:

Süd-Amerika: Kaltluftvorstoß antarktischen Ursprungs

Nach einem außergewöhnlich kalten Oktober in Teilen Argentiniens und historischen Schneefällen in den chilenischen Anden wird voraussichtlich zwischen dem 6. und 9. November eine weitere Kaltluftwelle aus der Polarregion über Teile Südamerikas hinwegwehen, darunter auch den Süden Brasiliens.

Die neuesten GFS-Simulationen zeigen bis zum Wochenende weiterhin ein ausgeprägtes blaues und violettes Signal, wobei die Meteorologen dessen ungewöhnlich weit nach Norden reichende Ausbreitung hervorheben:

Am 5. November soll Luft antarktischen Ursprungs in den Süden Brasiliens vordringen und bis zum 6. November in die Bundesstaaten Mato Grosso do Sul, São Paulo, Rio de Janeiro und den Süden von Minas Gerais vordringen. Bis zum 7. November werden in weiten Teilen des Südens und Südostens deutlich unterdurchschnittliche Tiefstwerte erwartet.

Dieser Kälteeinbruch folgt auf einen außergewöhnlich kühlen Oktober in Argentinien.
Am Zentralen Observatorium von Buenos Aires erreichte die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur in diesem Monat lediglich 19,7 °C – der niedrigste Oktoberwert seit 1955 und fast 3 °C unter dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020.

Unterdessen liegt in den Anden weiterhin außergewöhnlich viel Spätschnee.

In Valle Nevado in Chile wies der Schneebericht vom 1. November eine saisonale Schneehöhe von 734 cm aus, darunter weitere 27 cm in den vorangegangenen sieben Tagen. Das Skigebiet hat die Skisaison nun bis in den Dezember hinein verlängert – eine rekordlange Saison von 154 Tagen.

Im südlichen Patagonien wird für die erste Novemberwoche ebenfalls weiterer Schneefall im Westen der Provinz Santa Cruz vorhergesagt.

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USA: Starke Schneefälle im Westen

Starker Schneefall hat den Westen der Vereinigten Staaten heimgesucht und die Skigebiete in Utah, Kalifornien und Colorado getroffen.

In Utah fielen bei dem jüngsten Sturm im Lakefork Basin rund 48 cm Schnee, während in Snowbird 43 cm und im benachbarten Alta 38 cm gemessen worden sind.

Weiter südlich fielen in Brian Head mindestens 23 cm Schnee, und auch aus Brighton und Solitude wurden erhebliche Schneemengen gemeldet.

Der Sturm erstreckte sich über den gesamten Westen. In Kalifornien meldete Mammoth Mountain 38 cm, während auf den Gipfeln der Sierra Nevada weitaus größere Schneemengen gemessen wurden.

In Colorado fielen in Wolf Creek in der vergangenen Woche 51 cm Schnee, so dass das Skigebiet bereits an Halloween öffnen konnte.

Die weit verbreiteten Schneefälle haben der Skisaison 2026/27 einen erheblichen Frühstart beschafft.

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Meldungen vom 4. November 2026:

Frankreich: Verbreitet Frost

Weitreichender Frost hat Frankreich heimgesucht.

Am 2. November sank die Temperatur in Arbent auf -4,9 °C und brach damit laut lokalen Berichten den bisherigen Rekordwert für den 2. November von -4,3 °C aus dem Jahr 2007.

Die Kältewelle hielt bis zum 3. November an; in Dié wurden -4 °C, in Montluçon -2 °C, in Villefranche-de-Rouergue -1 °C und in Dax -0,5 °C gemessen. Auch verzeichnete mit –0,6 °C den ersten Frost der Saison, fast zwei Wochen früher als erwartet.

Weiter nördlich hat Nevers nun sechs aufeinanderfolgende Frostnächte verzeichnet.
Eine östliche bis nordöstliche Luftströmung sorgt für anhaltende Kälte, die voraussichtlich noch andauern wird.

Nach einem Sommer, in dem die Mainstream-Medien über sengende Hitze berichteten, hat der frühe Frost in Frankreich deutlich weniger Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

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Europa: Schnee in mehreren Gebieten des Kontinents

Der November hat nicht nur Kälte, sondern auch Schnee in den Bergregionen Europas gebracht, der in Teilen Italiens ungewöhnlich tief in die Täler vorgedrungen ist und auf dem Balkan für beträchtliche Schneemengen gesorgt hat.

In Italien fiel im Apennin bereits in Höhenlagen von 900 m Schnee.

Weiter östlich meldete der bulgarische Bergrettungsdienst am 3. November eine Schneehöhe von 33 cm auf dem Berg Botev.

In Polen wurden am 3. November am Kasprowy Wierch 22 cm Schneehöhe gemessen, an der Śnieżka [Schneekoppe] waren es 12 cm.

Die winterlichen Bedingungen erreichten am Dienstag auch die Pyrenäen, wo die Schneefallgrenze stellenweise bis auf 1.000 m sank. Spanische Skigebiete wie Baqueira Beret, Boí Taüll, Masella und Candanchú wurden weiß, während Pas de la Casa in Andorra den ersten Schneefall der Saison verzeichnete, was zu Einschränkungen auf dem Envalira-Pass führte. Auch Skigebiete in den französischen Pyrenäen erhielten Schnee.

In Österreich fiel in Teilen der Steiermark, Kärntens und Salzburgs Neuschnee bis auf eine Höhe von 800 m hinab.

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Russland: Schneedecke in Sibirien steigt über 150 cm

Starker Schneefall hat in Teilen Südsibiriens zu Schneehöhen über 1,6 Metern geführt, und für das russische Landesinnere werden weitere Schneestürme vorhergesagt.

In Olenya Rechka in der Region Krasnojarsk erreichte die Schneehöhe am 4. November 160 cm, nachdem sie am 2. November noch bei 141 cm und am 1. November bei 108 cm gelegen hatte.

Die Station liegt im westlichen Sayan-Gebirge, und die Beobachtungen reichen bis ins Jahr 1926 zurück. Historische Daten zur Schneedecke zeigen, dass die Schneehöhe Anfang November in der Regel bei etwa 30–40 cm liegt, weshalb die derzeitigen 160 cm außergewöhnlich sind.

In der gesamten Region liegt hoher Schnee. Shchetinkino (Krasnojarsk) meldete am 4. November 75 cm. In Nenastnaya (Chakassien) liegt die Schneehöhe derzeit bei 56 cm. In Kara-Tyurek im Altai-Gebiet liegen 54 cm. Aus Kacha in Krasnojarsk wurden 52 cm gemeldet.

Weiter östlich wurden in Baimka in der Tschukotka 50 cm gemessen.

Im nahegelegenen Skigebiet Ergaki meldeten die Betreiber 200 cm Schnee auf den Pisten, was zu einer vorzeitigen Eröffnung am 4. November führte.

Für den Süden von Krasnojarsk und Chakassien wird weiterer starker Schneefall vorhergesagt, während ein ausgedehntes arktisches Hoch die Temperaturen in weiten Teilen Sibiriens voraussichtlich etwa 9 °C unter dem Normalwert halten wird.

Nach Angaben des Rutgers Global Snow Lab bedeckt Schnee derzeit etwa zwei Drittel der 17,1 Millionen km² großen Fläche Russlands:

 

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Eurasien: Oktober-Schneedecke auf rund 15% der Fläche

Die Schneebedeckung im Oktober in Eurasien hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen, was jeglichen Behauptungen über einen „Rückgang der Schneemenge“ widerspricht.

Laut Daten der Rutgers University stieg die durchschnittliche Ausdehnung der Schneebedeckung im Oktober von 9,64 Millionen km² im Zeitraum 1967–1996 auf 11,06 Millionen km² im Zeitraum 1997–2026 – ein Anstieg von fast 15 %.

Grafik: Die Schneebedeckung in Eurasien im Oktober zeigt einen langfristigen Anstieg. [Judah Cohen, 2026]

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Meldungen vom 5. November 2026:

Australien: Frühjahrsfrost im Süden

Ungewöhnlich kalte Novembermorgen haben den Süden Australiens heimgesucht.

Am 5. November sank die Temperatur in Eudunda, Südaustralien, vorläufig auf 1 °C, was etwa 9,4 °C unter dem Normalwert liegt. Das Bureau of Meteorology gibt die niedrigste jemals in Eudunda im November gemessene Temperatur mit 1,7 °C an, die am 21. November 1968 gemessen wurde; die Temperaturaufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1965 zurück.

Sollte sich dieser Wert bestätigen, würde der neue Messwert einen 58 Jahre alten November-Rekord brechen.

Die Kälte breitete sich über den Süden aus.

In Nuriootpa, Südaustralien, sank die Temperatur auf 3 °C, was etwa 7,8 °C unter dem Normalwert liegt. In Cobar, New South Wales, fiel die Temperatur auf 8 °C, etwa 7,7 °C unter dem Durchschnitt.

In den Victorian Alps sank die Temperatur am Mount Hotham auf –2,5 °C. Auch am Mount Buller und im Perisher Valley fielen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt.

In Thredbo wurde Neuschnee beobachtet, und eine weitere Kaltfront soll am Wochenende noch mehr Schnee bringen.

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Sibirien: Deutlich kälter als normal

Ein arktischer Kälteeinbruch hat in Zentral- und Südsibirien zu einem drastischen Temperatursturz geführt, wobei die Werte Anfang November bis zu 11,5 °C unter dem Normalwert lagen. Die Kältewelle hat sich auch auf den Nordosten Chinas ausgeweitet.

Am 1. November sank die Temperatur in Ust-Ozernoye im Gebiet Tomsk auf –25 °C bei einem Tagesmittel von –17,8 °C, was etwa 11,5 °C unter dem Durchschnitt liegt.

Im Süden Jakutiens sank die Temperatur in Neryungri am 1. November auf -30,8 °C, wobei der Tagesmittelwert 9,6 °C unter dem Normalwert lag. Am folgenden Tag wurden -27,2 °C gemessen, was einem Mittelwert von 9,9 °C unter dem Normalwert entspricht.

In Krasnojarsk fielen die Temperaturen am 2. November auf -12,9 °C, am 3. November auf -15 °C und am 4. November auf -14,8 °C. Die Tagesmittelwerte lagen jeweils 8,6 °C, 9,4 °C und 7,9 °C unter dem Normalwert.

Weiter östlich sank die Temperatur in Toko laut dem Russischen Hydrometeorologischen Zentrum am 5. November auf -38,7 °C, was jedoch noch über dem 1976 aufgestellten Tagesrekord von -44,4 °C lag.

Jenseits der Grenze im Nordosten Chinas sank die Temperatur in Mohe am 4. November auf -30,5 °C und lag damit etwa 11,5 °C unter dem für diesen Tag üblichen Tiefstwert. Im nahegelegenen Tahe wurden -30,4 °C gemessen, was etwa 14,4 °C unter dem Normalwert liegt. Beide Orte verzeichneten ihre ersten Werte unter -30 °C in diesem Herbst, wobei Mohe laut China Weather Network die bislang niedrigste Temperatur der Saison in China verzeichnete.

Die chinesischen Wetterbehörden sagen zudem bis zum 6. November starken Schneefall im gesamten Norden der Provinz Heilongjiang voraus.

In weiten Teilen Nordasiens hat sich winterliche Kälte breitgemacht.

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Meldungen vom 6. November 2026:

Sibirien: Weitere Erhöhung der Schneedecke

Weil die Schneehöhen in Teilen Südsibiriens bereits 150 cm überschreiten, deuten die neuesten Vorhersagen auf eine weitere starke Ausbreitung im weiten Landesinneren Russlands hin.

Wie am Mittwoch berichtet wurde, erreichte die Schneehöhe in Olenya Rechka in der Region Krasnojarsk am 4. November 160 cm, während die Schneehöhe normalerweise Anfang November bei nur 30–40 cm liegt. Das nahegelegene Skigebiet Ergaki meldete 200 cm.

Nun sieht es so aus, als würde sich die Schneedecke noch weiter ausbreiten.

Aktuelle GFS-Prognosen zeigen bis zum 19. November einen flächendeckenden Anstieg der Schneehöhe in Nordeurasien, wobei in weiten Teilen Sibiriens ein Anstieg um 30 cm verzeichnet wird, lokal sogar weitaus mehr.

Eine derart ausgedehnte Schneedecke würde dazu beitragen, die winterliche Kälte in Sibirien zu verstärken, indem sie das Sonnenlicht reflektiert und die Abkühlung der Erdoberfläche fördert, insbesondere bei klarem Himmel. Forschungsergebnisse haben zudem einen Zusammenhang zwischen einer ausgedehnten herbstlichen Schneedecke in Eurasien und atmosphärischen Störungen hergestellt, die den stratosphärischen Polarwirbel schwächen können, was möglicherweise die Wahrscheinlichkeit von Kälteeinbrüchen an anderen Orten erhöht.

Der Polarwirbel unterliegt bereits einer außergewöhnlichen Störung.

Die stratosphärischen Winde haben sich auf nur noch 1 m/s abgeschwächt, gegenüber einer saisonalen Norm von 26 m/s. Alle 50 Mitglieder des jüngsten ECMWF-Ensembles prognostizieren bis zum 20. November eine Windumkehr, die – sollte sie sich als bedeutende plötzliche stratosphärische Erwärmung (SSW) bestätigen – das früheste derartige Ereignis seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1959 wäre – mehr als eine Woche vor dem bisherigen Rekord.

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Alpen: Schnee auf den Gipfeln

Am 5. und 6. November gab es in den westlichen Alpen erneut starken Schneefall; in den höheren Lagen Italiens wurden mehr als ein halber Meter gemeldet, und auch in Frankreich kam es zu erheblichen Schneefällen.

In der italienischen Region Piemont meldete Prato Nevoso am 5. November 40 cm auf Dorfhöhe und deutlich über 50 cm in den höheren Lagen. Offizielle Messdaten der ARPA Piemonte verzeichneten 46 cm Neuschnee am Chiotas-Staudamm, 42 cm am Rifugio Mondovì und 40 cm am Pian delle Baracche.

Zu den weiteren nennenswerten Schneemengen zählten 36 cm in Limone Pancani, 33 cm in Castelmagno und 33 cm in Valdieri, wobei letzteres auf einer Höhe von nur 1.390 m liegt. Der Schneefall reichte stellenweise bis von 900 m hinab.

Jenseits der Grenze in Frankreich fielen am 5. November in den Südalpen rund 20 cm Schnee, die Isola 2000 mit einer Schneedecke bedeckten. Am Freitagmorgen, dem 6. November, meldete Météo-France weitere 20 cm und im Roya-Gebiet stellenweise 30 cm.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 46 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 6. November 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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