David Wojick

Sie nennt sich „U.S. Climate Alliance“, und auch wenn die Verteuerung der Strompreise vielleicht nicht das Ziel ist, so ist sie doch die unvermeidliche Folge ihres Ziels, nämlich die Nutzung fossiler Brennstoffe zu beenden.

Die 23 Mitglieder der Allianz sind im Wesentlichen jene Bundesstaaten mit demokratischen Gouverneuren. Das stimmt nicht ganz, da ein Mitglied einen republikanischen Gouverneur hat und zwei Bundesstaaten mit demokratischen Gouverneuren keine Mitglieder sind. Es trifft jedoch so gut wie zu, dass man davon ausgehen kann, dass sich die demokratischen Gouverneure zusammengeschlossen haben, um die Nutzung fossiler Brennstoffe zu beenden.

Das grundlegende Ziel wird auf ihrer Homepage klar formuliert: „Die Mitglieder der Allianz setzen sich für die Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens ein.“

Es ist zutiefst ironisch, dass die Demokraten in ihrem Wahlkampf weitgehend mit dem Versprechen erschwinglicher Strompreise werben, was oft einfach als „Erschwinglichkeit“ bezeichnet wird. In Wirklichkeit führen die üblichen Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe jedoch ausnahmslos zu einem Anstieg der Stromkosten.

Es gibt vier verschiedene Technologien, die zur Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe beitragen. Hier ein kurzer Überblick darüber, wie jede einzelne davon die Stromkosten in die Höhe treibt.

An erster Stelle stehen die schwankenden Wind- und Solarenergiequellen. Das Problem dabei ist die Netzsicherheit, die erfordert, dass stets eine zuverlässige Stromerzeugung zur Verfügung steht – bis hin zum Spitzenbedarf. Wenn Wind- und Solarenergie Strom erzeugen, ist diese zuverlässige Stromerzeugung nutzlos, was sehr kostspielig ist. Es mag zwar Einsparungen bei den Brennstoffkosten geben, doch diese stellen nicht den größten Kostenfaktor dar – das sind vielmehr die Hypothekenzahlungen.

Zweitens gibt es netzgebundene Batterien, welche die Schwankungen zwar etwas verringern können, aber extrem teuer sind. Um Netto-Null zu erreichen, wären riesige Batterien im Wert von Billionen Dollar erforderlich. Weitere Einzelheiten finden Sie in meinem Artikel [Titel übersetzt] „Die Begrenzung erneuerbarer Energien ist eine nationale Notwendigkeit“.

Drittens sind Elektrofahrzeuge zu nennen, die den Verbrauch fossiler Brennstoffe im Verkehrssektor senken. Diese erhöhen den Strombedarf erheblich, was den Bau wesentlich zuverlässigerer Erzeugungskapazitäten erfordert, die dann durch die zunehmende Schwankungsanfälligkeit von Wind- und Solarenergie ineffizient und teuer werden. Darüber hinaus könnten teure Modernisierungen des lokalen Verteilungsnetzes erforderlich sein, um ausreichend Strom für das Laden bereitzustellen – selbst für eine geringe Anzahl von Elektrofahrzeugen.

An vierter Stelle stehen von Energieversorgern finanzierte Energieeffizienzprojekte, die viele Staaten des Klimabündnisses vorschreiben. Diese sollen langfristig Kosten senken, sind jedoch anfangs sehr teuer. Wenn sich ein Projekt beispielsweise in 20 Jahren amortisiert, kostet es anfangs das Zwanzigfache der jährlichen Einsparungen. Diese Kosten werden in der Regel von den Stromkunden getragen.

Die Staaten der Klimallianz fördern alle vier dieser sehr teuren Technologien massiv, weil auf diese Weise der Verbrauch fossiler Brennstoffe im Einklang mit dem Pariser Abkommen reduziert wird. Alle Mitgliedstaaten haben „Standards für sauberen Strom“ und 19 von ihnen haben „Ziele für 100 % sauberen Strom“. Viele haben zudem „Ziele für Energiespeicherung“ sowie umfangreiche Effizienzprogramme.

Auf der Website der Allianz gibt es sogar eine durchsuchbare „Politik-Datenbank“, die zahlreiche Landesgesetze und Regierungsverordnungen enthält, welche den Einsatz dieser teuren Technologien zur Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe vorschreiben.

Bei den Bundesstaaten der Climate Alliance handelt es sich im Wesentlichen um die sogenannten „Blue States“. Zusammengenommen könnten diese kostspieligen Maßnahmen durchaus einen Großteil der Strompreissteigerungen in den „Blue States“ erklären, die weit über die Steigerungen in den „Red States“ hinausgehen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website „Blue States, High Rates“.

Es gibt eine Reihe von Studien zu den Kostensteigerungen, aber mir ist keine bekannt, die alle vier dieser großen Kostenfaktoren berücksichtigt. Zu einigen davon lassen sich nur schwer verlässliche Daten beschaffen, so dass die Auswirkungen auf die Kosten gut verborgen bleiben.

Insgesamt ist die politische Ausrichtung der US-Klimalianz das genaue Gegenteil von Erschwinglichkeit.

Link: https://www.cfact.org/2026/09/25/politicians-organize-to-drive-up-the-cost-of-electricity/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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