WUWT, Gastautor, Paul H. Tice
Eines der bemerkenswertesten Dinge am jüngsten Konflikt im Nahen Osten – der nun, wenn auch nur sporadisch, durch Diplomatie abzuebben scheint – ist der vergleichsweise geringe Einfluss auf die Rohöl- und Erdgaspreise [Außer in Deutschland, wo dieser Grund willkommen war, die Preise ggü. dem Ausland stark anzuheben – Der Übersetzer wohnt hier] Dies ist überraschend, da der Krieg mit dem Iran zu dem lange befürchteten Worst-Case-Szenario für die globalen Energiemärkte mit der Schließung der Straße von Hormus geführt hat.
Obwohl rund 20 % der weltweiten Rohöl- und Flüssigerdgaslieferungen (LNG) seit fast vier Monaten von Engpässen betroffen sind, sind die globalen Öl- und Gaspreise weniger stark gestiegen als erwartet – viel weniger stark als beim Ausbruch des Russland-Ukraine-Krieges im Jahr 2022 – und haben sich schnell normalisiert, als die Friedensverhandlungen an Fahrt gewannen.
Man muss China die Verantwortung anrechnen: Die auf fossile Brennstoffe ausgerichtete Energiepolitik ist der Hauptgrund. Klimaschützer loben zwar Pekings hohe Investitionen in Wind- und Solarenergie, Elektrofahrzeuge und andere saubere Energietechnologien, doch handelt es sich dabei größtenteils nur um einen grünen Anstrich für die auf Kohlenwasserstoffen basierende Wirtschaft des Landes. Im Jahr 2025 wurden etwa 78 % des Primärenergiebedarfs des Reichs der Mitte durch fossile Brennstoffe gedeckt.
Chinas Gesamtverbrauch an Kohle, Rohöl und Erdgas hat sich seit 1985 fast versechsfacht – darunter ein Anstieg von 27 % im letzten Jahrzehnt – und zeigt derzeit keine Anzeichen einer Trendwende. Um mit der prognostizierten Nachfrage Schritt zu halten, hat das Land seit 2015 seine heimische Kohlenwasserstoffproduktion und die dazugehörige Infrastruktur kontinuierlich ausgebaut.
China ist zwar weitgehend autark in Bezug auf Kohle – es bleibt mit Abstand der größte Produzent weltweit und wird im Jahr 2025 mehr Kohle fördern als der Rest der Welt zusammen –, aber es ist auch der größte Importeur von Öl und Gas weltweit (ein Großteil davon stammt aus dem Nahen Osten), um seinen Inlandsbedarf zu decken.
Um sich vor den Auswirkungen von Störungen auf den globalen Energiemärkten zu schützen, hat China seine Lagerbestände und Verarbeitungskapazitäten für Öl und Gas kontinuierlich ausgebaut – die Logik dessen wurde durch die jüngsten Ereignisse am Persischen Golf deutlich demonstriert.
Chinas Rohöllagerkapazität beläuft sich derzeit auf schätzungsweise 1,4 Milliarden Barrel, wovon der Großteil bis 2026 gefüllt war. Die Raffineriekapazität für die Weiterverarbeitung erreichte 2025 18,5 Millionen Barrel pro Tag und entsprach damit der der USA, obwohl die chinesische Wirtschaft etwa ein Drittel kleiner ist. Zudem hat China in den letzten zehn Jahren eines der weltweit größten Netze von LNG-(Kompressions-Gas-Bildung) Terminals weitgehend neu aufgebaut.
Dank dieser umfangreichen Infrastruktur für fossile Brennstoffe konnte China den aktuellen Konflikt mit dem Iran abfedern, indem es seine Öl- und Gasimporte aus der Region drosselte und gleichzeitig seine bestehenden Lagerbestände abbaute. Seit Kriegsbeginn mit Teheran im Februar schätzt der Rohstoffanalyst Kpler, dass die chinesische Importnachfrage nach Rohöl und LNG um 45 bzw. 58 Prozent gesunken ist, was die globalen Energiepreise entlastete.
Chinas reiche Kohlevorkommen verschaffen dem Land zusätzliche Flexibilität bei der Öl- und Gasversorgung. Trotz des jüngsten Ausbaus erneuerbarer Energien bildet Kohle weiterhin das Rückgrat der Stromerzeugung im chinesischen Stromnetz. Dadurch steht mehr Erdgas für Industrie und Verbraucher (hauptsächlich zum Heizen und Kochen) zur Verfügung. Darüber hinaus entwickelt sich China rasant zu einem führenden Industriestandort für die Umwandlung von Kohle (mittels des Jahrhunderte alten Fischer-Tropsch-Verfahrens) in Erdgasflüssigkeiten, petrochemische Rohstoffe und synthetische Kraftstoffe.
Trotz des ganzen Hypes um chinesische Elektrofahrzeuge basiert der chinesische Transportsektor (einschließlich des überdimensionierten Militärs) weiterhin auf Öl und raffinierten Produkten. Die zunehmende Anzahl von Elektrofahrzeugen auf Chinas Straßen hat – abgesehen von der eklatanten Ironie, dass diese sogenannten grünen Fahrzeuge hauptsächlich mit Strom aus Kohlekraftwerken betrieben werden – keinen erkennbaren Einfluss auf die nationale Benzinnachfrage.
In China findet keine Energiewende statt.
Ganz im Gegenteil. China ist nach wie vor der weltweit größte Verbraucher von Kohle, Rohöl und Erdgas und hat faktisch eine Festung aus fossilen Brennstoffen errichtet – eine moderne Version der Chinesischen Mauer –, um seine Wirtschaft zu schützen und sein Wachstum, seine Entwicklung und seine Wettbewerbsposition vor geopolitischen Risiken und Rohstoffpreisschwankungen abzuschirmen. Die Vorteile dieser umfassenden, auf Kohlenwasserstoffe fokussierten Strategie Chinas – mit ihrer eingebauten Resilienz und der Fähigkeit, flexibel zwischen internen und externen Energiequellen zu wechseln – kommen auch der Weltwirtschaft zugute, da sie als Preispuffer für das weltweite Angebot und die Nachfrage dient.
Anstatt sich auf Chinas glänzende Aktivitäten im Bereich der sauberen Energie zu konzentrieren – die zwar beeindruckend im Umfang sind, aber im Wesentlichen eher additiv als transformativ wirken – sollte sich die entwickelte Welt, insbesondere Europa, ein Beispiel an Chinas Strategie der Energiesicherheit nehmen und ihre Lieferketten für fossile Brennstoffe stärken, anstatt den Iran-Krieg als weitere Ausrede zu benutzen, um schlecht durchdachte Dekarbonisierungspolitiken zu verschärfen.
Paul Tice ist Senior Fellow am National Center for Energy Analytics und Autor des Berichts „ Der Mythos des chinesischen Drachen der sauberen Energie “.
Dieser Artikel wurde ursprünglich von RealClearEnergy veröffentlicht und über RealClearWire zur Verfügung gestellt.
https://wattsupwiththat.com/2026/08/08/chinas-great-wall-of-fossil-fuels/















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„Wer an der richtigen Stelle Zweifel sät, kann damit reich werden. Lukrative Geschäftsmodelle sind entstanden. Im investigativen Podcast „REICH – Das Geschäft mit dem Zweifel“ folgt ein Journalistenteam einem Netzwerk aus Lobbyisten und Firmengeflechten, das seit Jahrzehnten beeinflusst, woran wir glauben. Zunächst im Auftrag der Tabakindustrie, später für Alkoholunternehmen und schließlich für die Öl- und Gasbranche. Die wirksamsten Werkzeuge: Zweifel säen, Fakten relativieren und Debatten lenken.“
Zu hören ist der Podcast ab 13. August in ARD Sounds und überall, wo es Podcasts gibt.
In Folge 1 geht es auch um EIKE. Das hat sich doch Her r Kowatsch gewünscht, dass die Presse darüber berichtet 🙂
Sehr geehrte Frau Ute Fröhlich, sehr geehrter Herr Andreas Lex,
Ich übersetze Beiträge von anderen Autoren. Richten Sie Ihre Kritik am Inhalt der Beiträge bitte an den im Original angegebenen Autor. Danke für Ihr Interesse
Ah, Sie übersetzen nur. Das befreit Sie selbstverständlich von Kritik. Logisch….
Das wüsste ich aber
Ja was nun?
Distanzierung etwa?
Ist demnach nicht Ihre Meinung, da Sie „nur“ übersetzen. Den Text nicht verstehen und aber eine Meinung teilen. Indem Sie was genau tun?
Pontius Pilatus?
Auch die Chinesen setzen beim Strom nicht auf die Atomkraftwerke oder fossilen Brennstoffe, dass verschiebt sich immer mehr zu den Erneuerbaren Energien.
Auch bei der Primärenergie verschiebt sich das langsam Richtung Erneuerbare Energien, auch in China.
Speziell wenn man sich die TWh Atomstrom anschaut muss man feststellen das die Erneuerbaren Energien in China ihre TWh ca. 10 mal schneller ausbauen als die Atomkraftwerke.
Chinas Große Mauer aus fossilen Brennstoffen, die bröckelt gerade an so mancher Ecke.
Ja,
ein Einsturz der Große Mauer aus fossilen Brennstoffen wird jetzt nicht kommen, das ist ein schleichender Prozess Richtung Erneuerbarer Energien, auch in China.
Ob diese Richtigstellung heute durchgeht?
Im Schaubild ist 2022 blau dargestellt, 2026 rot. Und eine 1000-Tage-Linie ist eingezogen. Außerdem der Vergleich zu 2025 in braun).
Herr Demmig, Ihre obige Aussage ist zu hinterfragen: Zwar sank der Ölpreis mit Beginn der Friedensverhandlungen – halt aber nur vorübergehend. Aktuell proklamiert Iran die Straße von Hormus für sich alleine, möchte diese hart mit Zöllen belegen und mit Waffengewalt verteidigen. Wenig ist von „Normalisierung“ zu sehen, die derzeitigen Preise liegen weiterhin massiv höher als vor 12 Monaten, und ebenso wesentlich höher als Ende 2022 – als von Entspannung im Ukraine-Krieg keine Rede sein konnte. Zudem liegt der heutige Preis mit 86,40 $ / Barrel schlappe 10 $ höher als das 1000-Tage-Mittel.
Verzichte auf provokante Kommentare und jeder Kommentar von Dir geht locker durch.
Helfen Sie mir, was genau provokant war?
Was genau ist unter „provokante Kommentare“ zu verstehen?
Faktenfrei triggern.
Und das stellen Sie nur bei Hr. Lex fest? Weder finde ich das unter Ihrem „Regelwerk“, noch dass Sie andere Foristen darauf hingewiesen hätten. Können Sie das erklären?
Ich habe die üBERSICHT über alle Kommentare, Du nicht
Auch die Übersicht zu Frau Schönfelders offtopic-Beleidigungen? – Obwohl, die habe ich ja selbst, denn sie wurden hier veröffentlicht. Oder filterten Sie bereits welche von ihr aus? Entsprechend jene des Herrn Tengler?
Alle jene, die mich rüde beschimpfen, ohne jeglichen Artikelbezug, sind okay?
Haben Sie auch die ÜBERSICHT über alle Beleidigungen, Schmähreden, persönlichen Angriffe, die hier anstandslos freigegeben werden?
Oder die sich ständig wiederholenden Beiträge eines Hr. Dipl.-Ing?
Ja.
Jetzt fehlt nur noch Ihre Begründung, wieso andere Foristen hier definierte „Regeln“ brechen dürfen.
Man sollte im Hinterkopf behalten, dass es verschiedene Moderatoren gibt. Einer moderiert relativ freizügig und schaltet so gut wie alles frei. So eine Warnung an Herrn Lex ist da zwar einseitig, aber die Ausnahme.
Dann gibt es noch mindestens einen anderen – da sieht die Policy eher so aus, dass man mit dem richtigen Standpunkt alles schreiben kann, die anderen müssen extrem zurückhaltend formulieren und damit leben, dass Beiträge, die dem Moderator aus irgend einem Grund nicht gefallen, einfach nicht freigeschaltet werden. Man erkennt anhand der Anzahl der nicht freigeschalteten Beiträge relativ gut, wer gerade moderiert.
Persönlich würde ich bevorzugen, wenn die Moderation einen sachlichen Ton durchsetzen würde. Aber man kann nicht alles haben – da bevorzuge ich die freizügige Moderation. Wer nur schimpft ohne Inhalte zu bringen stellt sich dabei selbst ins Abseits …
Die Erdölreserve Chinas ist – bevölkerungsbezogen – kleiner als jene der IEA (1,2 Mrd Barrel), 1,1 Mrd Menschen in 32 Vollmitgliedsländern, China 1,4 Mrd Barrel bei 1,4 Mrd Menschen).
Auch der Primärenergie-Verbrauch (78 % fossil) entspricht fast exakt jenem Prozentwert zum Beispiel Deutschlands. – Noch, Tendenz für beide rapide sinkend.
-> Außer, dass China bis 2060 CO2-neutral sein wird. Ja, „wird“: China zog in den letzten Jahrzehnten anvisierte Ziele gnadenlos genau durch, übertraf sich eher sogar beim Ausbau der Erneuerbaren, Kohlekraftwerke gehen mehr und mehr ins Back-Up und aus der Volllast raus.
Resumé, Herr Demmig: Obacht mit großen Zahlen, denn mit großen Zahlen riskiert man große Fehler.
Die kommunistische Partei Chinas hat ihr Planziel eben fest im Fadenkreuz der Visieroptik, übrigens auch ihre politischen Gegner. Ihr Planziel ist eher nicht die Einhaltung des irren Pariser „Klimarettungsabkommens“, das ist allein den westeuropäischen Idiotenstaaten vorbehalten.
Ist also die Motivation entscheidend, warum der weitgrößte Staat Klimaneutralität bis 2060 anvisiert?
China – mit Entwicklungslandstatus – wird per Pariser Abkommen nicht in die Pflicht genommen, oder?
China, nutzt Russland in der Form aus,dass es die Sanktionen gegen Russland nutzt und zunehmend Gas und Öl von Russland unter dem Weltmarktpreis kauft.Da Russland bisher auf Westeuropa bzgl Rohstoff Export ausgerichtet war,müssen erst entsprechende Leitungen gebaut werden. Aus meiner Sicht versucht China eine ein doppeltes Spiel zwischen dem Westen und Russland,zum eigenen Vorteil.
Länder haben keine Freunde, nur Interessen.
Herr Träber nennt konkrete Bezüge zum Artikel, erläutert einen niedrigeren „China-Preis“.
Ihre Reaktion darauf kann ich nicht nachvollziehen, jedenfalls nehmen Sie keinen Bezug auf den Artikel.
Das was ich gemacht habe, können die chinesischen Geologen auch:
Man nimmt die Daten der Förderung fossiler Rohstoffe, macht eine Hubbert-Linearisierung, und trägt die Ergebnisse gegen die Zeit auf. siehe unten
Und da kommt raus: Bei Erdöl und Kohle endet die Förderung im Jahr 2054. Erdgas dauert etwas länger, aber Erdgas in China ist nur ein 250-stel der Kohle.
Und im Gegensatz zu deutschen Politikern beachten chinesische Politiker nicht nur Wirtschafts-Wiissenschaftler.
In China endet der fossile Zauber also etwa in 28 Jahren. Völlig unabhängig von der Klimawirkung wird China deswegen radikal schnell zu Erneuerbaren Exergien übergehen.
Bis dahin laufen die kleinen Stromerzeuger mit Kernbrennstoff
Und Fusionsreaktoren. Ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben.
Ja, zb Wasserkraftwerk mit 60GW installierter Leistung.